L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Meine Antwort auf die Frage „CO2 schuld am Klimawandel?“

Zunächst einmal: die Frage ist falsch gestellt. Das Klima dieses Planeten ist von vornherein im Wandel, ein dynamisches, kein statisches System. „Schuld“ am Klimawandel hat in dieser Hinsicht die Tatsache, dass unser Planet eine Atmosphäre hat. Insofern taugt der Begriff „Klimawandel“, der als Schlagwort in den letzten Jahren die „globale Erwärmung“ bzw. den „Treibhauseffekt“ abgelöst hat, nicht sonderlich viel. Vielleicht ist er gerade deswegen so populär geworden, weil er so vage ist.

Seien wir hingegen präzis: es geht um den wissenschaftlichen Streit darüber, inwiefern der Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre seit 1750 dafür verantwortlich ist, dass die Weltdurchschnittstemperatur bzw. die Temperaturen weltweit seither angestiegen sind. Zunächst mal ein paar Zahlen: Laut den Berechnungen des Observatoriums von Mauna Loa beträgt der Anteil von CO2 in der Atmosphäre im Oktober 2009 384,38 ppmv (parts per million by volume). Dies stellt gegenüber dem Beginn der Industrialisierung einen Anstieg von etwa 37-38% dar (Basiswert: geschätzte 280 ppmv für das Jahr 1800). Überhaupt befindet sich dieser Anteil seit Beginn der Aufzeichnungen in Mauna Loa (1958) in konstantem Anstieg. Nun kann man sich fragen, woher können wir denn Vergleiche gegenüber dem 18. Jahrhundert ziehen, wenn der Co2-Gehalt in der Atmosphäre erst seit 1958 erfasst wird? Zum Beispiel werden hierfür Zahlen aus Ablagerungen im Eis ermittelt. Durch Al Gore berühmt wurde die Kurve, die aus dem „Vostok Ice Core“ gewonnen wurde. Nach diesen Daten wäre der aktuelle CO2-Gehalt in der Atmosphäre auf dem höchsten Stand, nicht seit Beginn der Industrialisierung (wie erst vor wenigen Tagen in der taz zu lesen war), sondern seit mindestens 450.000 Jahren. So weit, so beunruhigend. Den Weltuntergang daraus abzuleiten, ist allerdings wiederum überzogen: wenn man nicht in Jahrhunderttausenden, sondern in Jahrmillionen misst, wirkt der gegenwärtige CO2-Anteil geradezu lächerlich klein (siehe http://earthguide.ucsd.edu/virtualmuseum/climatechange2/07_1.shtml . Man beachte allerdings die großen Abweichungen bei den vorhandenen Daten).

Nun stellen sich in diesem Zusammenhang zwei grundsätzliche Fragen:

1) Ist der Mensch für diesen Anstieg verantwortlich? Tatsächlich scheint das ja am naheliegendsten. Seit dem achtzehnten Jahrhundert ist die Zahl der Menschen exponentiell gestiegen (von weniger als 1 Milliarde auf bald 7 Milliarden), zudem hat die Industrialisierung, der steigende Wohlstand in den Industrieländern und die Globalisierung der Handelsströme usw. einen stark angestiegenen Energieverbrauch mit sich gebracht. Da bei jeglicher menschlichen Tätigkeit zwangsläufig CO2 entsteht (etwa 8% des anthropogenen CO2-Ausstoßes entstehen allein durch Atmen; diese menschliche Aktivität wollen einige besonders eifrige Klimaaktivisten wohl auch abschaffen, wenn sie eine „Co2-freie Wirtschaft“ herbeifabulieren), wäre alles andere als ein massiver Anstieg der anthropogenen CO2-Emissionen recht verwunderlich. Auf der anderen Seite ist der menschliche Anteil am globalen CO2-Ausstoß immer noch recht gering (eine anti-klimaskeptische Seite spricht von 26 Gigatonnen, die der Mensch pro Jahr ausstößt, gegenüber je 220 Gigatonnen die von Pflanzen und Tieren ausgestoßen werden, und 300 die die Ozeane zu verantworten haben). Wie kann ein Anteil von lediglich (grob geschätzt) 7% [P.S. wobei die meisten Quellen eher von 3-5% ausgehen] einen Anstieg von 38% erklären?

Die allgemeine Argumentation des Klimatologen-Mainstreams läuft daraus hinaus, den menschlichen CO2-Ausstoss als Verletzung eines natürlichen Gleichgewichts darzustellen, der nicht mehr von der Natur absorbiert werden könnte, siehe in diesem Zusammenhang auch die in der Tat zurückgehende Absorptionsfähigkeit der Meere. In der Vorstellung vieler Klimaalarmisten ist deswegen das von Menschen ausgestoßene Co2 (wobei das dann wiederum auf Verbrennen von fossilen Energien reduziert wird, obwohl dies nur einen Teil der anthropogenen CO2-Emissionen ausmacht) „böses“ CO2, während das von Tieren, Mikroben, Pflanzen ausgestoßene CO2 „natürlich“ ist. Nun ist letzteres ebenso sehr ein Treibhausgas wie ersteres, und der Atmosphäre kann es eigentlich gleichgültig sein, ob das sich anhäufende CO2 von der Kuh auf der Wiese, von einem Kohlenkraftwerk, einer Schnapsbrennerei (ohne CO2 kein Alkohol) oder einer Sonnenblume produziert wurde.

Womit wir bei 2) angekommen wären: Erklärt das Ansteigen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre das Ansteigen der Temperaturen? Unter Voraussetzung dass dem so ist, und dieses Ansteigen, wie angenommen, auf den Einfluss des Menschen zurückgeht, würde dies ja umgekehrt auch bedeuten, dass der Mensch es in der Hand hat, die Temperaturentwicklung zu steuern, woraus sich wiederum die unglaubliche Politiker-Hybris ableitet, auf internationalen Gipfeln zu „beschliessen“, den Temperaturanstieg bis 2050 auf 2° Celsius gegenüber dem Beginn der Industrialisierung zu begrenzen (darüber hinaus würde das Klima „unkontrollierbar“, so als ob wir heute das Klima kontrollieren würden). Diese 2° sind mittlerweile zum Selbstläufer geworden; so hat die rezenteste Ausgabe der Luxemburger Zeitschrift Forum lediglich „2°“ als Titel verwendet. Nichtsdestotrotz sind diese berühmten 2° im Wesentlichen Quatsch, da wir erstens überhaupt nicht genau wissen, wie hoch die Weltdurchschnittstemperatur 1750 denn tatsächlich war. Wir verfügen lediglich über grobe Schätzungen, vor allem gewonnen aus Baumringen, deren Zuverlässigkeit – auch ohne die Enthüllungen über Manipulationen im sogenannten „ClimateGate„, die derzeit weltweit für Aufregung sorgen (ausser in der luxemburgischen Presse, die bislang noch keine Zeile zu diesen Enthüllungen gebracht hat. Oh glückliches Tal der Ahnungslosen!) – zu wünschen übrig lässt, und vor allem keinem Vergleich mit der aus unzähligen Messinstrumenten am Boden und in der Atmosphäre ermittelten Temperaturwerten über die wir heute verfügen, standhalten. Zweitens legt die Logik der 2° nahe, dass es keine weiteren Einflüsse auf die Temperaturentwicklung gäbe, als bloß Karbondioxyd.

Nun zeigt aber gerade die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre (also seit Beginn der weltweiten Aufregung über den „Klimawandel“) gerade, dass die großen Temperaturschwankungen im Weltmassstab weitestgehend unabhängig vom CO2-Ausstoß vor sich gingen: die kurze globale Abkühlungsphase der frühen Neunziger war eine Folge des Ausbruchs des Mount Pinatubo, die Rekordtemperaturen von 1998 wurden durch El Nino ausgelöst. Im letzten Jahrzehnt sind die Temperaturen laut dem (nunmehr berüchtigten) Hadley-Institut um gerade einmal… 0,07% gestiegen (weniger als die Hälfte als vom IPCC prophezeit worden war), während gleichzeitig, wie oben gesehen, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre weiterhin stark anstieg.

All dies legt nahe, dass es keine Monokausalität bezüglich der Temperaturentwicklung gibt. CO2 ist zwar das verbreitetste, aber keineswegs das einzige, noch das stärkste Treibhausgas: Methan (CH4) wirkt etwa 20mal so treibhauseffektfördernd wie CO2, und der Methangehalt in der Atmosphäre ist ebenfalls in den letzten 250 Jahren stark angestiegen. Nitrogentrifluorid (NF3), das meist nicht im Rahmen der Klimaschutzproblematik erwähnt wird, ist sogar gut 17000mal so potent wie CO2. Es tritt zum Beispiel bei der Herstellung von Computerschaltkreisen, Flachbildschirmen und … Solarzellen auf. Neben diesen Treibhausgasen gibt es natürlich eine Unmenge anderer Einwirkungen auf die Temperaturentwicklung: in erster Linie die Sonne (obwohl ich diesbezüglich davor warnen würde, in ein anderes monokausales Erklärungsmuster zu verfallen), El Nino und La Nina, vulkanische Aktivitäten, sowie ebenfalls andere menschliche Aktivitäten über den Ausstoß von Treibhausgasen hinaus (siehe hierzu eine rezente Stellungnahme von Roger Pielke Sr. u.a. in der Zeitschrift Eos).

Zusammengefasst: ein komplexes System mit so unendlich vielen Variablen wie das Klima unseres Planeten lässt sich nicht in einfache Erklärungsmuster zwängen. Dementsprechend sind langfristige Voraussagen immer mit der gebotenen Vorsicht zu geniessen, weil zuviele unbekannte Faktoren im Spiel sind. Dies gilt für das Klima mindestens genausosehr wie für die Wirtschaftsentwicklung. Es verwundert mich übrigens immer wieder, dass viele Leute, die sich – berechtigterweise – über die Voraussagen von Wirtschaftsorakeln lustig machen, zugleich Computermodelle zur potentiellen Klimaentwicklung als unhinterfragbare Wahrheiten ansehen.

November 29, 2009 - Posted by | Ökologismus | ,

52 Kommentare »

  1. Heute haben das Luxemburger Wort und das Tageblatt übrigens einen Leserbrief des sozialistischen EP-Abgeordneten Robert Goebbels abgedruckt, in dem Goebbels über das Lëtzebuerger Land herzieht, das kürzlich entsetzt berichtet hat, auf das offizielle parlamentarische Hearing zum Klimawandel wäre um ein Haar ein „pensionierter Physiklehrer“ eingeladen worden, der die Meinung vertritt, der Einfluss von CO2 auf den Klimawandel werde stark übertrieben. Die Proteste der Grünen bewirkten dass dieses Hearing sich ausschließlich aus Vertretern von Umweltorganisationen, Unternehmerverbänden und Syvicol zusammensetzte,ohne Beteiligung von Naturwissenschaftlern (Bericht hier: http://www.europaforum.public.lu/fr/actualites/2009/10/hearing-climat/index.html ).

    Gemeint mit dem Physikprofessor ist vermutlich der Physiker Francis Massen. Hier findet man dessen jüngsten Artikel, in dem er sich mit Messungsmethoden des CO2-Gehalts in der Atmosphäre (auch bezüglich der Rekonstruktion historischer Daten) auseinandersetzt: http://www.klima2009.net/en/papers/4/6

    Hier noch der Schluss von Goebbels‘ Leserbrief: „Der ‚Klimatismus‘ wird langsam, aber sicher zu einem Religionsersatz. Demnächst werden ‚Klimaskeptiker‘ auf Scheiterhaufen verbrannt.“

    Kommentar von Nestor | Dezember 2, 2009

  2. Absolut genialer Leserbrief von Herrn Robert Goebbels im Luxemburger Wort, früherer Transport- und Verkehrsministerminister Luxemburgs – RESPEKT ihm und daß er veröffentlicht wurde!

    Offener Brief an die neuen Zensoren

    In Luxemburg werden demokratische Rechte wie Presse-, Meinungs- oder Redefreiheit großgeschrieben. Jede Form von Zensur oder Bevormundung provozieren – zu Recht – heftige Pressekampagnen.

    Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Tage ein amtlicher Maulkorb von praktisch der gesamten Presse totgeschwiegen wurde.

    Das „Lëtzeburger Land“, normalerweise mit an vorderster Front bei der Verteidigung demokratischer Grundrechte, begrüßte dagegen ausdrücklich, dass in der Abgeordnetenkammer ein ausgewiesener Experte Redeverbot erhielt.

    „Beinahe hätte Nachhaltigkeitsauschussvorsitzender Fernand Boden (CSV) zur Orientierungsdebatte gestern einen Klimaskeptiker als Redner eingeladen“, hieß es in Balkenschrift auf Seite 3 der „Land“-Ausgabe vom 20. November 2009. „Hätte es im Vorfeld der gestrigen Klima-Orientierungsdebatte nicht Proteste von der Opposition gegeben“ dann hätte vor dem Plenum „ein pensionierter Physiklehrer“ gesprochen, „der findet, l’influence du CO2 sur le changement climatique est largement surestimée.“

    Soweit sind wir in Luxemburg gekommen. In der Abgeordnetenkammer dürfen nur noch Propheten der „Klimakatastrophe“ auftreten. Wer nicht in das gleiche Horn bläst wie Greenpeace und Co, der wird ausgeladen und mundtot gemacht. Die (grüne) Opposition, sonst nicht zu bremsen in Transparenz- und Demokratieforderungen, passt höllisch auf, dass der unachtsame Fernand Boden zu „Orientierungsdebatten“ nur unkritische Zeitgenossen einlädt.

    Der „Klimatismus“ wird langsam aber sicher zu einem Religionsersatz. Demnächst werden „Klimaskeptiker“ auf Scheiterhaufen verbrannt.

    Robert Goebbels

    Kommentar von Paul Krier | Dezember 2, 2009

  3. Mittlerweile ist die „ClimateGate“-Affäre ja doch noch in der luxemburgischen Presse angekommen (das liberale Journal und die kommunistische Zeitung vum letzeburger Vollek haben am Samstag den gleichen Artikel von Daniel Rademacher/AP abgedruckt, nach dem an allen Vorwürfen nichts dran ist und „Klimaskeptiker“ allesamt Verschwörungstheoretiker seien… ähnlich heute auch das Luxemburger Wort). Ein Lob für Goebbels gab es aber auch im Journal vom 3.12.: http://www.journal.lu/index.php?id=8&tx_m65xml2db_pi1%5Buid%5D=8208

    Kommentar von nestor | Dezember 7, 2009

  4. Sind wir auf dem Weg in den Kommunismus? Die Diskussion hat zwar nicht direkt etwas mit der Klimadiskussioun zu tun, doch stelle ich mir mittlerweile einige Fragen bzgl. mancher Freiheiten, so natürlich, wieso mir Anhänger des Klimatismus vorschreiben wollen, wie ich zu Leben haben (=Diktatur). Daneben dulden Sie keine Kritiker (=Diktatur) und jetzt hat mit Jeannot Krecké unser Wirtschaftsminister einen Platz im Verwaltungsrat von ArcelorMittal bekommen (=Verstaatlichung? Noch nicht, aber wehret den Anfängen). Auch wenn es um bestimmt soziale Hintergedanken und wohl auch um den Standort Luxemburg geht, finde ich so etwas mehr als bedenklich und es wundert mich, daß nicht ein größerer Aufschrei durch die Bevölkerung geht. Ist diese „Platzierung“ Kreckés Personen- oder Amtsgebunden? Wäre eine eventueller Nachfolger Kreckés automatisch auch auf dem Posten? Wie wird es in Zukunft bei anderen Luxemburgern „Global Players“ aussehen? (SES, RTL, …)

    Kommentar von Paul Krier | Dezember 7, 2009

  5. @Paul: Well said.

    Vaclav Klaus dazu: http://www.rp-online.de/politik/ausland/Vaclav-Klaus-Klimawandel-ist-voellig-normal_aid_522838.html

    Kommentar von CK | Dezember 8, 2009

  6. @Paul: Ich glaube kaum dass die Nominierung Kreckés als Anzeichen einer kommenden Verstaatlichung von ArcelorMittal gewertet werden kann. Er ersetzt ja bloss einen hohen Beamten, an der (vor allem gegenüber der alten Arbed…) minimalen Staatsbeteiligung von 2,5% ändert sich ja nichts. Wäre auch kaum durchsetzbar.
    Dass der Luxemburger Staat einen leibhaftigen Minister dorthin verschickt, so ungewöhnlich das auch ist, soll vor allem Lakhsmi Mittal signalisieren, wie wichtig Luxemburg die Präsenz der ArcelorMittal-Zentrale im Grossherzogtum ist. Hier hat aber klar der Luxemburger Staat die Rolle des Vasallen und Mittal die Rolle des Lehnsherrn. Man könnte auch sagen, dass Luxemburg sich bei Mittal prostituiert (das hat Juncker wohl mit dem „erotischen Verhältnis“ gemeint…).

    Kommentar von nestor | Dezember 9, 2009

  7. Climategate und die Achse des Blöden: http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2009/12/09/climategate_und_die_achse_des_bloeden/

    Comments?

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  8. „Auch hier gibt es keinen ernstzunehmenden Klimaforscher, der sie in Abrede stellt, und auch kaum jemand, der sie nicht als mit großer Wahrscheinlichkeit anthropogen, also vom Menschen verursacht, ansieht.“

    Das ist schlichtweg nicht wahr. Entscheidend ist aber zweifellos, dass wieder eine (dogmen-)freie, offene Debatte stattfindet ohne gegenseitige Beschimpfungen und Emotionalismus Marke Al Gore. Eine Debatte wie sie unter seriösen Wissenschaftlern egtl. stets gegeben sein sollte, aber eben doch leider nicht immer ist…

    Zum Vorgehen der Bloggerkollegen der Achse des Guten werde ich mich hier nicht äussern, nur soviel: Trotz meiner Hochachtung für unsere liberalen Freunde lehne ich jede Verschwörungstheorie im engeren Sinne ab. Hier ist sicher kein Weltkonsortium lauter böser Menschen unterwegs, die absichtlich die Welt versklaven wollen. Dennoch ist der IPCC-Rat leider längst mehr ein politischer Thinktank als ein der Wissenschaft verschriebenes Gremium.

    Bürokratiemassnahmen halte ich aber- ungeachtet wer nun bzgl. Schuld am Klimawandel (den ich persönlich übrigens nicht abstreite, dynamische Systeme sind immer im Wandel) recht hat- für falsch. Bürokratie löst quasi nie Probleme, sondern schafft meist nur grössere. Was wir brauchen- gerade auch zur Lösung von Umweltproblemen- sind Fortschritt und Innovation, diese wiederum sind bekanntlich Eigenschaften gerade der Marktwirtschaft.

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2009

  9. Welche ernstzunehmenden Klimaforscher stellen die Klimaerwärmung denn in Frage? Oder dass sie anthropogen ist?

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  10. @Grommel: Stephen McIntyre oder Timothy Ball bspw. Dass sie rein anthropogen ist, behauptet aber sws wohl eh kein einziger Klimatologe. Und da wird jeder Mensch mit ein wenig Selbstachtung zurecht fragen wieso dann gerade der Mensch sich einschränken und für die Natur aufopfern sollte.

    Wie Vaclav Klaus behaupte ich aber auch NICHT, besser bescheid zu wissen als Klimatologen, sondern analysiere mit meinem Sachverstand das Ganze mehr philosophisch (und da erkenne ich religiös-eschatologische Züge im Rahmen der Klimadebatte), politisch und wirtschaftlich.

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2009

  11. @ Grommel:Dass es im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung heute im weltweiten Durchschnitt wärmer ist, stellt, glaube ich niemand ernsthaft in Frage. Inwieweit der Mensch der Hauptauslöser dafür ist, ist hingegen umstritten. Nach einer Umfrage unter 133 von 239 deutschen Klimaforschern, die im Sommer 2006 durchgeführt wurde, kam laut der „Welt“ vom 25.09.2007 folgendes heraus: „Nahezu die Hälfte der Klimaforscher (46 Prozent) ist der Überzeugung, dass der Mensch die Hauptursache des Temperaturanstiegs ist. Ein Viertel (27 Prozent) schätzt, dass die Entwicklung zu gleichen Teilen vom Menschen und von der Natur hervorgerufen wurde. Natürliche Faktoren sieht eine Minderheit (elf Prozent) als Hauptursache. Der Rest (17 Prozent) ist der Meinung, dass man die erwähnte Frage nicht wirklich beantworten kann.“ Dass die Klimaerwärmung ausschliesslich „anthropogen“ sei, wie viele Medienvertreter, Umweltaktivisten und Politiker behaupten und du nahelegst, würde glaube ich ebenfalls kaum ein „ernstzunehmender“ Klimaforscher behaupten. Hochkarätige wissenschaftliche Credentials unter den „Skeptikern“ bringen z.B. Richard S. Lindzen vom MIT, Nobelpreisträger Ivar Giaever oder der weltbekannte Physiker Freeman Dyson aus Princeton mit.
    Das Problem ist aber meines Erachtens gar nicht so sehr, ob die eine Seite „ernstzunehmender“ ist als die andere, sondern dass die Debatte längst den wissenschaftlichen Raum verlassen hat und die mediale Verarbeitung längst nichts mehr mit irgendwelchen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu tun hat (wenn sie dies je hatte), diese Verballhornung einer wissenschaftlichen Debatte jedoch als Basis weitgreifender politischer Veränderungen benutzt wird.
    CK’s Abgrenzung zu Verschwörungstheorien kann ich nur teilen. Also, wenn die Debatte über die eigentlich spannende Frage der Ursachen der Erwärmung nur noch zwischen Apokalyptikern und Verschwörungstheoretikern geführt wird, na dann gute Nacht.

    Kommentar von nestor | Dezember 10, 2009

  12. CK:

    > Stephen McIntyre

    He holds a Bachelor of Science degree in mathematics from the University of Toronto. He studied philosophy, politics and economics at the University of Oxford before graduating in 1971.

    Und das macht einen automatisch zum angesehenen und kompetenten Klimaforscher?

    > Timothy Ball

    Und was ihn zum angesehenen und kompetenten Klimaforscher? Bestimmt nicht, dass er regelmässiger Gast bei einem Knallchargen wie Glenn Beck ist …

    > Dass sie rein anthropogen ist, behauptet aber sws wohl eh kein einziger Klimatologe.

    Klar, aber dass der Mensch der gewichtige Faktor ist, der das Fass zum Überlaufen bring.

    > Wie Vaclav Klaus behaupte ich aber auch NICHT, besser bescheid zu wissen als Klimatologen

    Gut. Dann sollten wir vielleicht auch die Klimatologen reden und entscheiden lassen.

    > und da erkenne ich religiös-eschatologische Züge im Rahmen der Klimadebatte

    Bei einigen extremen Fällen kann das schon sein. Andere versuchen vielleicht einfach nur die Menschen durch ‚grafische Szenarien‘ wach zu rütteln.

    Persönlich finde ich artifizielle Massenpaniken und -Hysterien, wie die im Fall der ‚Schweinegrippe‘ viel schlimmer und unverantwortlicher.

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  13. Nestor:

    Nur 11%? Und ich glaube, dass die wenigsten, in den Medien oder der Wissenschaft behaupten, dass NUR der Mensch schuld ist. Eher, dass der Mensch, das Phänomen verstärkt oder beschleunigt.

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  14. Hier übrigens Maxeiners Antwort auf den tazblog-Eintrag: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kopenhagen_karussell_6/

    Kommentar von Nestor | Dezember 10, 2009

  15. Nestor:

    Na, dann ist ja jetzt alles klar!😉

    Ich warte übrigens noch auf deine Antwort auf die Frage: „Welche ernstzunehmenden Klimaforscher stellen die Klimaerwärmung denn in Frage? Oder dass sie (zum grossen Teil) anthropogen ist?“

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  16. Wieso, die Frage habe ich doch oben schon beantwortet? a) Keine b) z.B. Lindzen.
    Auf Wikipedia findet man im Übrigen eine Auflistung der bekanntesten Namen: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_scientists_opposing_the_mainstream_scientific_assessment_of_global_warming
    Aber da ich davon ausgehe, dass für dich nur diejenigen Wissenschaftler ernst zu nehmen sind, die dem Mainstream folgen, beantwortet sich die Frage wohl von selbst.

    Kommentar von Nestor | Dezember 10, 2009

  17. @Nestor: Besser hätte ich es selber nicht sagen können.

    @Grommel:

    Und das macht einen automatisch zum angesehenen und kompetenten Klimaforscher?

    Nein, aber u.U. zu einem sehr klugen Analytiker bzgl. mathematischer Modelle, auf die ja jeder Naturwissenschaftler angewiesen ist. Und wie Vaclav Klaus schon anmerkte, sind viele solcher Modelle- unabhängig vom Anwendungsfach- oft sehr empfindlich auf geringe Veränderungen der Inputvariablen. Das wäre dann auch ein Thema, wo auch ich es wagen würde ein wenig mitzureden😉

    Bestimmt nicht, dass er regelmässiger Gast bei einem Knallchargen wie Glenn Beck ist …

    Ich weiß gar nicht was Du gegen Glenn Beck hast. Ich mag John Stossel zwar viel lieber, da bin ich ein regelrechter Fan von, aber Beck ist ein von der amerikanischen Verfassung begeisterter Freidenker, da gibt es schlimmere im Fernsehen, auch wenn er eine typische Republikanerschnauze hat. Aber weisst Du, Argumente ad homini interessieren mich eh kaum, ich diskutiere lieber über Ideen statt über Personen.

    „Gut. Dann sollten wir vielleicht auch die Klimatologen reden und entscheiden lassen.“

    Wenn es um Klimatologie geht, JA. Wenn es aber um unser aller Leben geht, definitiv NEIN. Wie gesagt, der IPCC ist längst ein politisches Gremium (bzw. war es wohl schon immer, cf. Name!), also ein Gremium mit der Lizenz zur Gesetzgebung oder zumindest Beeinflussung (=Bestimmung über Aspekte UNSERES Lebens), das geht uns alle etwas an. Oder willst Du einen Staat, der Dir vorschreibt welches Auto Du fahren darfst, der die Benzinpreise in die Höhe treibt, Glühbirnen verbietet usw.?

    Witzigerweise lebe ich ja selber wie ein Fundi-Grüner (ich fahre jeden Tag mit dem ÖPNV und quasi nie Auto, gehe viel zu Fuss, bin für Fahrradwege usw., so wie Nestor m.W. auch), aber ich finde es nicht richtig Lebensstile zu reglementieren. Der Politik gehört hier einmal mehr Einhalt geboten.

    „Bei einigen extremen Fällen kann das schon sein. Andere versuchen vielleicht einfach nur die Menschen durch ‘grafische Szenarien’ wach zu rütteln.“

    Nicht nur bei extremen Fällen, das von mir entdeckte Leitmotiv ist längst flächendeckend erkennbar. Du selber schreibst „wach rütteln“ (religiöse Erweckung), vmtl. ohne Dir dessen bewusst zu sein, du hast bereits die Phrasen verinnerlicht.

    Das hier ist ein Paradebeispiel:

    „Klar, aber dass der Mensch der gewichtige Faktor ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.“

    Genau das ist die- sorry, kranke- Einstellung dieser Naturanbeter. Der Mensch wird als Problem betrachtet, als eine Art künstliches Element (als wäre der Mensch nicht auch Teil der Natur, *Kopfschüttel*), der das Gleichgewicht der Natur stört und ohne den die Welt besser dran wäre. Diese Sicht auf den Menschen ist beschämend und lebensfeindlich.

    Ich akzeptiere Deine Kritik, dass ich von Klimatologie wenig Ahnung habe, aber ich (naja egtl. wir alle hier auf LfL) haben- das kannst Du mir glauben- ein sehr gutes Gespür für solche philosophischen Dinge. Und genau deshalb geht uns alle Kopenhagen etwas an.

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2009

  18. @CK:

    Du fënns de Glenn Beck gutt? Wow. Dat do hätt ech lo en effet net erwaart. Dee Mann ass krank an huet definitiv psychologesch Problemer. Sou een op der Tele rempöbelen ze loossen ass onverantwortlech.

    Dat do ass dann den definitiven Beweis, dass du an ech an ennerscheedlechen Universen liewen. An an dengem, an dem Glenn Beck sengem, wëll ech perséinlech net liewen.

    Vill Spaass dann an dengen Verschwörungswelten, ciao.

    Kommentar von Grommel | Dezember 10, 2009

  19. @Grommel: Ech hunn ze wéineg Shows bis elo mam Glenn Beck gesinn fir een definitivt oder iwwerhapt een Urdeel ze fällen. Natirlech soll een net onbedéngt géint séng Géigner pöbelen an vun Verschwörungstheorien haalen ech perséinlech glatt a guer naischt (déi hunn ech laang genuuch selwer bekämpft!), ech soen eben jhust, datt ech Verfassungspatriotismus (an deen huet de Beck secher) als Iddi vill ofgewinnen kann. Mir hunn hei an Europa net emol een klassesch liberalen Pöbeler, mir hun GUER KEEN.

    Punkto Philosophie sinn mir effektiv grondverschidden😉

    Ech leen ower der un d´Haerz John Stossel ze kucken. Deen Mann ass top🙂

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2009

  20. CK:

    Kenns de d’Daily Show mam Jon Stewart an den Colbert Report?

    Kuck déi mol heiandsdo, da gesäiss de wéi verréckt den Glenn Beck a sénger Show optrëtt a wat fir en kompletten Brach deen die meeschten Zäit erzielt. Dat geet wäit iwwer ‚liberal pöbelen‘ eraus.

    An a Punkto Verschwörungstheorien: ech duecht du wäers deen, deen eng Klimaverschwörung wittert oder suguer entlarvt hätt?

    Mee wéi och ëmmer, ech fannen vill vun dengen Vuen ofstoussend. Mee hey, soulaangs de kengem wéi dees, kanns de jo denken, wats de wëlls.

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  21. Kenns de d’Daily Show mam Jon Stewart an den Colbert Report?

    Jo, kennen ech, kucken ech ower genausou seelen wéi Glenn Beck, main éischten Androck ass ower durchaus positiv.

    An den Medien (grad an den USA!) gett natirlech oft op réngen Spektakel gesaat, ech selwer sinn natirlech fir (méi) Sachlechkeet.

    ech duecht du wäers deen, deen eng Klimaverschwörung wittert oder suguer entlarvt hätt?

    Ech wenschen mir jhust eng open an ideologiefrai wessenschaftlech Debatt. Fir de Rescht hunn ech jo geschter Owend schons erklaert wou méng Problemer mat der KlimaPOLITIK leien, huet naischt mat VT ze dinn.

    Mee wéi och ëmmer, ech fannen vill vun dengen Vuen ofstoussend.

    Geet mir mat den Vuen vun villen Matbierger ganz genausou.😀

    Mee hey, soulaangs de kengem wéi dees, kanns de jo denken, wats de wëlls.

    Dito. Woubai ech durchaus falsch Iddien radikal bekämpfen an siew et jhust hei um Blog.

    Kommentar von CK | Dezember 11, 2009

  22. CK:

    > Jo, kennen ech, kucken ech ower genausou seelen wéi Glenn Beck, main éischten Androck ass ower durchaus positiv.

    De Glenn Beck ass een vun hieren Haaptfeinden well hien alles awer net sachlech ass. An en plus wierklech psychologesch Problemer, oder opmanst Wahnvirstellungen, schéngt ze hunn. Sollst dech mol méi iwwert hien informéieren. Dass du sou een als acceptabel bezeechens fannen ech diskreditéiert dech. Mee bon, les goûts et les couleurs …

    > Fir de Rescht hunn ech jo geschter Owend schons erklaert wou méng Problemer mat der KlimaPOLITIK leien, huet naischt mat VT ze dinn.

    Du bass also net der Meenung, dass weltwäit Klimawëssenschaftler un enger rieseger Verschwörung, aus politeschen Grënn, bedeelegt sinn?

    > Woubai ech durchaus falsch Iddien radikal bekämpfen an siew et jhust hei um Blog

    Dat ass natierlech däi gutt Recht. Och wann en villäicht mei efficace wier du giffs aktiv an d’Politik goen. A mat ’net wéi doen‘ hunn ech physesch Gewalt gemengt (an dat woer méi generell an net just op dech bezunn). Du kanns op dengem Blog natierlech beleidegen oder erofmaachen, ween s du wëlls a wéi s du dat fir richteg fënns.

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  23. A suguer wann de Mënsch net souvill un der Klimaerwärmung bedeelegt sollt sinn, wéi geduecht, dann ass et trotzdem ëmmer nach besser fir emweltfrëndlech Technologien virzezéien. Eng gesond Natur schued dem Mënsch jo wuel manner, wéi eng déi versaut ass.

    Wéils du léiwer niewent enger Solaranlag oder engem Kuelekraaftwierk wunnen?

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  24. @Grommel: Jo, mag sinn, datt ech ze wéineg iwwert den Glen Beck weess an hien giew ofleen wann ech besser informéiert wir. Et ass mir ower och net wichteg. Ech muss net zu all Talkmaster eng Meenung hun. Main Goût ass- wéi gesoot- NET Glenn Beck, mee John Stossel.

    Doriwweraus muss een ower wuel oppassen mat munchen Virwerf vun den „liberals“ (emgekéiert bei den „conservatives“ genausou), si sinn oft séier op der Palm, wann emol een politesch inkorrekten Witz géint hir Steckenpaerd gemaach gett. Humorlos muss een jo net grad sinn. Ech kann bspw. immens iwwert den Rush Limbaugh oder de Mark Steyn laachen (déi jo ähnlech verhasst wéi den Glenn Beck sinn.) Selwer schold wann een do alles sérieux hellt an Saachen iwwerbewert.

    Du bass also net der Meenung, dass weltwäit Klimawëssenschaftler un enger rieseger Verschwörung, aus politeschen Grënn, bedeelegt sinn?

    Meng Meenung steet hei um Blog an ech widderhuelen mech ongaer. Mee nach emol: ech gleewen net un eng Verschwörung. Sinn ower der Meenung datt déi E-Mails vum CRU net grad een gutt Licht op EENZEL Leit geheien. Soit. Dat ass trotzdem alles Geplänkels, wichteg ass déi wessenschaftlech Debatt.

    A mat ‘net wéi doen’ hunn ech physesch Gewalt gemengt

    Kloer, hat daat schons direkt richteg verstanen. Keng Suerg.

    Du kanns op dengem Blog natierlech beleidegen oder erofmaachen, ween s du wëlls a wéi s du dat fir richteg fënns.

    Kloer, mee trotz desem Recht maan ech et net, also hei Leit ze beleidegen, vun den AnCaps vlait mol ofgesinn😀

    A suguer wann de Mënsch net souvill un der Klimaerwärmung bedeelegt sollt sinn, wéi geduecht, dann ass et trotzdem ëmmer nach besser fir emweltfrëndlech Technologien virzezéien. Eng gesond Natur schued dem Mënsch jo wuel manner, wéi eng déi versaut ass.

    Och, ech hunn naischt géint emweltfrendlech Technologien, au contraire (och wann ech ower Subsiden fir erneierbar Energien ofleen, mee ech lehnen Subsiden allg. of, also genausou Subsiden un Kuelkraftwierker oder AKW’s), haalen och Emweltschutz fir wichteg (wéi d’Majoritéit vun den Leit wuel), mee den Mensch geet eben fir, d’Natur huet dem Mensch ze déngen (wat natirlech dergéint schwätzt se ze versauen, wat jo bai konsequent emgesaatenen Eegentumsschutz sws verbueden ass), net emgekéiert. An dat eenzelt Individuum soll bestemmen daerfen wéi eng Zort Energie et keeft, net irgendwelch d’Zaren vun Big Government an Big Business.

    Wéils du léiwer niewent enger Solaranlag oder engem Kuelekraaftwierk wunnen?

    Wou ech well wunnen, haenkt net jhust vun der Noperschaft of, mee vun diversen Variablen (e.a. och vum Wunnengsprais). Kloer giew wuel all Mensch léiwer niewent enger Solaranlag wunnen, mee derfir wir et vlait beim Kuelekraftwierk méi belleg ze wunnen, well manner Nofro.

    Ech sin ganz einfach fir een fraien Wunnengs- an Energiemarché. Planwirtschaft huet nach nie eng optimal Allokatioun vun Ressourcen erméiglecht.

    Kommentar von CK | Dezember 11, 2009

  25. Herrrlech!😀😀😀

    Kommentar von CK | Dezember 11, 2009

  26. CK:

    > Ech kann bspw. immens iwwert den Rush Limbaugh oder de Mark Steyn laachen (déi jo ähnlech verhasst wéi den Glenn Beck sinn.) Selwer schold wann een do alles sérieux hellt an Saachen iwwerbewert.

    Läit wéi den Rush Limbaugh sinn geféierlech. Well die meescht (konservativ) Deppen, déi him nolauschteren huelen hien eben serieux a mierken net, dass hien just en professionellen Pöbler ass, deen dat mécht, well een domadder super Suen verdéngt. Wanns du also sou Läit gutt, oder opmanst lëschteg, fënns, dees de mer leed an et bekräftegt mëch nach méi, dass mir eis nie eenz wäerte kënne ginn.

    > Dat ass trotzdem alles Geplänkels, wichteg ass déi wessenschaftlech Debatt.

    An do kenns du dech jo anscheinend super aus … ? Also an der Wëssenschaft usech?

    > Wou ech well wunnen, haenkt net jhust vun der Noperschaft of, mee vun diversen Variablen (e.a. och vum Wunnengsprais). Kloer giew wuel all Mensch léiwer niewent enger Solaranlag wunnen, mee derfir wir et vlait beim Kuelekraftwierk méi belleg ze wunnen, well manner Nofro.

    Manner Nofro well méi ongesond, méi ellen, etc. Wat doropper erausleeft, dass die Räich sech dann die gesond Géigenden erlaaben kënnen an die Aarem eben die Ongesond. Duebel Pech fir sie, I guess?

    Mee schéin, dass de opmanst zougëss, dass du och léiwer niewent eng Solaranlag wéi engem Kuelekraaftwierk wéils wunnen.

    > Ech sin ganz einfach fir een fraien Wunnengs- an Energiemarché. Planwirtschaft huet nach nie eng optimal Allokatioun vun Ressourcen erméiglecht.

    Wat en Verfechter vum Sozialdarwinismus jo och soe muss.

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  27. > http://www.youtube.com/watch?v=Mp18LlWWSBw
    > Herrlech!

    Dass Politiker aller Couleur mei oder manner hypokritesch sinn ass jo näischt Neies, oder?

    En plus wier et just en symbolescht (allerdëngs konsequent) Zeechen, wann sie giffen mam Bus oder sou kommen. Direkt eppes änneren giff et jo net.

    Méi wichteg ass, dass d’Wëssenschaft sech der Problemer unhëllt. Et geet och manner drem fir Autoen ofzeschafen (wat och onrealistesch an onpraktesch wier), mee fir endlech Autoen ze konstruéieren, déi méi emweltfrëndlech sinn an net souvill Sprit verbrauchen. Wat dir als anti-Araber dach och misst gefalen, oder?

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  28. Wanns du also sou Läit gutt, oder opmanst lëschteg, fënns, dees de mer leed an et bekräftegt mëch nach méi, dass mir eis nie eenz wäerte kënne ginn.

    Et ass e Kraiz mat der heiteger Lénker, et huet baal keen méi Humor, se sinn griesgrämeg a schlecht gelaunt an politesch iwwerkorrekt. Du bass méi een Kand vum pejorativen Zaitgeescht wéi ech😉

    An do kenns du dech jo anscheinend super aus … ? Also an der Wëssenschaft usech?

    Nee, daat sollen d’Klimatologen ennert sech ausmaan, woubai een als kriteschen Birger schons och muss ee bessi um Ball bleiwen. Ech kritiséieren net d’Klimatologie, mee d’Klimapolitik.

    Mee schéin, dass de opmanst zougëss, dass du och léiwer niewent eng Solaranlag wéi engem Kuelekraaftwierk wéils wunnen.

    Als Minettsdapp hunn ech e groussen Deel vun mengem Liewen an enger Schmelzegéigend gewunnt. Ech hunn och dermatter also guer keen Problem.

    Wat en Verfechter vum Sozialdarwinismus jo och soe muss.

    Liberalismus huet zwar effektiv glatt a guer naischt mat Egalitarismus ze dinn, mee en mat Sozialdarwinismus an een Deppen ze geheien, ass och falsch.

    Dass Politiker aller Couleur mei oder manner hypokritesch sinn ass jo näischt Neies, oder?

    Exakt.

    Et geet och manner drem fir Autoen ofzeschafen (wat och onrealistesch an onpraktesch wier), mee fir endlech Autoen ze konstruéieren, déi méi emweltfrëndlech sinn an net souvill Sprit verbrauchen. Wat dir als anti-Araber dach och misst gefalen, oder?

    Sinn vollkommen fir emweltfrëndlech Autoen, de Marché stellt se der Nofro bereed. Iwwregens hunn ech och naischt per se géint Araber, mee géint déi Regimer donidden schons.

    Kommentar von CK | Dezember 11, 2009

  29. Sagt mal, lernt ihr dieses Kölsch auch in der Schule? Schreibt ihr wie euch der Schnabel gewachsen ist, oder gibt’s da Rechtschreibregeln?

    Kommentar von Parsa Kakashanian | Dezember 11, 2009

  30. CK:

    > Et ass e Kraiz mat der heiteger Lénker, et huet baal keen méi Humor, se sinn griesgrämeg a schlecht gelaunt an politesch iwwerkorrekt. Du bass méi een Kand vum pejorativen Zaitgeescht wéi ech.

    Dat bestreiden ech natierlech. Ech fannen nämlech schon, dass ech Humor hunn an appreciéieren kann. Just, dass den Rush Limbaugh keen Komiker, mee en politeschen Agitateur ass. E ‚klengen‘, mee feinen Ennerscheed …

    > Nee, daat sollen d’Klimatologen ennert sech ausmaan, woubai een als kriteschen Birger schons och muss ee bessi um Ball bleiwen. Ech kritiséieren net d’Klimatologie, mee d’Klimapolitik.

    Du schéngs awer och d’Klimatologie ze kritiséieren, well du bestreits jo, dass de Mënsch un der Erderwiermung mat schold ass?

    > Als Minettsdapp hunn ech e groussen Deel vun mengem Liewen an enger Schmelzegéigend gewunnt. Ech hunn och dermatter also guer keen Problem.

    Du giffs also lo awer léiwer niewent engem Kuelekraaftwierk wunnen wéi niewent eng Solaranlag?

    > Liberalismus huet zwar effektiv glatt a guer naischt mat Egalitarismus ze dinn, mee en mat Sozialdarwinismus an een Deppen ze geheien, ass och falsch.

    Wou ass dann den Ennerscheed tëschent dengem Liberalismus an dem Sozialdarwinismus??

    > Sinn vollkommen fir emweltfrëndlech Autoen, de Marché stellt se der Nofro bereed. Iwwregens hunn ech och naischt per se géint Araber, mee géint déi Regimer donidden schons.

    Firwat bass du dann fir emweltfrëndlech Autoen? Well se der Emwëlt manner schueden oder well Öko-Fritzen dann d’Chance hunn se kafen ze kënnen?

    Kommentar von Grommel | Dezember 11, 2009

  31. @Parsa: Regeln gibt es egtl. schon, aber jeder schreibt trotzdem so wie er mag, zumal man in der Schule nur sehr wenig luxemburgisch lernt.

    @Grommel: Dat bestreiden ech natierlech. Ech fannen nämlech schon, dass ech Humor hunn an appreciéieren kann.

    Ech kennen Dech net. Mag sinn, dass de Humor hues, mee wuel keen politesch inkorrekten.

    Just, dass den Rush Limbaugh keen Komiker, mee en politeschen Agitateur ass.

    Ass hien ouni Zweifel an wéi een, lol. Een wéi d´liberals einfach hassen mussen.

    Du schéngs awer och d’Klimatologie ze kritiséieren, well du bestreits jo, dass de Mënsch un der Erderwiermung mat schold ass?

    Hmmmm… „MAT drun schold“ streiden ech net of. Zu wéi engem Taux an Anerem (e.a. d´Bedeitung vun Co2) stellen ech mir ower wei all kriteschen Birger Froen.

    Du giffs also lo awer léiwer niewent engem Kuelekraaftwierk wunnen wéi niewent eng Solaranlag?

    Ech soen jhust, datt Eischteres keen Doudesurdeel wir, wat
    een kengem kann zoumuten.

    Wou ass dann den Ennerscheed tëschent dengem Liberalismus an dem Sozialdarwinismus??

    Darwinismus ass egtl. Recht des Stärkeren. Liberalismus ass Stärke des Rechts an individuell Fraiheet. An punkto Menschenbild ass wuel och een Ennerscheed, Liberaler denken, datt all Mensch et kann zu Eppes brengen an friddlecher Kooperation an Handel mat Aneren, net dass de Mensch de Wollef vun aneren Menschen ass an déi stark/raich Grupp déi schwach/uarm Grupp muss futtimaan. Natirlech fennt um Marché een gewessen „Ausleseprozess“ statt, mee kennen keen Liberalen, deen Kranker, Behennerter asw. wielt verrecken loossen.

    Firwat bass du dann fir emweltfrëndlech Autoen? Well se der Emwëlt manner schueden oder well Öko-Fritzen dann d’Chance hunn se kafen ze kënnen?

    Well se gutt fir d´Emwelt an virun allem gutt fir eis Menschen sinn. Ah jo, durchaus och well ech vun den dreckegen uelegfinancéierten Regimer bspw. an Saudi-Arabien (méi) onofhängeg well ginn. Datt een Autoverkeefer dermatter Suen verdéngt, ass nemmen legitim. Wann hien et jhust wéinst de Suen mecht, een perfekt Beispill fir rationalen Eegennotz an derfir, datt de Konsument Kinnek am Kapitalismus ass.

    Kommentar von CK | Dezember 12, 2009

  32. CK:

    > Ech kennen Dech net. Mag sinn, dass de Humor hues, mee wuel keen politesch inkorrekten.

    Hänkt dovunner of wéi wäit politesch inkorrekt geet. Mee jo, ech sinn och de Genre Mënsch, deen och Witzer iwwer Minoritéiten, Handicapéierter, etc net sonderlech witzeg fënnt …

    > Ass hien ouni Zweifel an wéi een, lol. Een wéi d´liberals einfach hassen mussen.

    De Problem beim Limbaugh ass, dass en ouni Gehiir agéiert. Hien schwätzt einfach just populisteschen Brach well en wees, dass en domadder Suen maachen kann. Dat ass minabel. An zum Deel geféierlech.

    > Hmmmm… „MAT drun schold“ streiden ech net of. Zu wéi engem Taux an Anerem (e.a. d´Bedeitung vun Co2) stellen ech mir ower wei all kriteschen Birger Froen.

    Vu dass de den Klimatologen mësstraus, ween seet der dann die ganz ‚Wourecht‘ … ?

    > Ech soen jhust, datt Eischteres keen Doudesurdeel wir, wat een kengem kann zoumuten.

    Dat ass eng feig Äntwert. Vill Schlechtes ass net en direkt Doudesurteel. Duerfir nach eng Kéier: Du giffs also lo awer léiwer niewent engem Kuelekraaftwierk wunnen wéi niewent eng Solaranlag?

    > net dass de Mensch de Wollef vun aneren Menschen ass an déi stark/raich Grupp déi schwach/uarm Grupp muss futtimaan

    Déi staark/räich Gruppen profitéieren awer enorm vun deenen schwaachen/aarmen Gruppen. Dat ass jo e Bestanddeel vum Kapitalismus. Kéinten vill Firmen-Cheffen etc sou räich sinn, wann sie all déi ënnert hinnen giffen gerecht bezuelen? An dat net nëmmen an hierer Firma mee och zb an deenen Länner, wou sie hier Wueren produzéieren loossen etc?

    > Natirlech fennt um Marché een gewessen „Ausleseprozess“ statt, mee kennen keen Liberalen, deen Kranker, Behennerter asw. wielt verrecken loossen.

    Hänkt wuel nees vun denger Definitioun vun ‚liberal‘ of. Ech duecht du wiers géint de Sozialstaat? A wann net e Sozialstaat sech em die Krank, Behënnert, etc këmmert, ween dann?

    > Well se gutt fir d´Emwelt an virun allem gutt fir eis Menschen sinn.

    Schéin ze gesinn, dass de sou eppes erkennen kanns.

    > Datt een Autoverkeefer dermatter Suen verdéngt, ass nemmen legitim. Wann hien et jhust wéinst de Suen mecht, een perfekt Beispill fir rationalen Eegennotz an derfir, datt de Konsument Kinnek am Kapitalismus ass.

    Wann de Maart optimal funktionnéiert …

    Kommentar von Grommel | Dezember 12, 2009

  33. @Grommel:

    Mee jo, ech sinn och de Genre Mënsch, deen och Witzer iwwer Minoritéiten, Handicapéierter, etc net sonderlech witzeg fënnt …

    Naja et haenkt vum Witz of (munch Homowitzer fannen bspw. och Homoen leschteg), mee ech haalen och naischt dervunner, Minoritéiten ze pisacken, woubai een Minoritätsstatus net daerf schützen virun Kritik. Jhust well den Obama méi donkel Haut huet, ass hien keen Hellegen, deen een onbedéngt muss wielen an deem een net widerspriechen daerf.


    Vu dass de den Klimatologen mësstraus, ween seet der dann die ganz ‘Wourecht’ … ?

    Froen stellen ass gesond. D´Wourecht gett an engem wessenschaftlechen Prozess, deen vun Froen beneficieiert, erausfonnt. Ech hunn naischt géint Klimatologen.

    Dat ass eng feig Äntwert. Vill Schlechtes ass net en direkt Doudesurteel.

    Wei gesoot, ech hunn et net schlemm fonnt niewt der ARBED opzewuessen. An et ass einfach realistesch unzeerkennen, datt d´Liewen keen Wonschconcert ass. Vill hunn och leiwer een Ferrari wéi een Opel, mee bei villen geet et eben jhust fir een Opel duer.

    Déi staark/räich Gruppen profitéieren awer enorm vun deenen schwaachen/aarmen Gruppen.

    Jo. An emgekéiert och. De Kapitalismus baséiert um Händlerprinzip, een geigenseiteg Ginn an Huelen wou een Wert géint een méi héichen Wert getosch gett. Also Win-Win-Situatiounen.

    Kéinten vill Firmen-Cheffen etc sou räich sinn, wann sie all déi ënnert hinnen giffen gerecht bezuelen?

    Wat heescht gerecht bezuelen? Een Arbechter schafft fir eng Firma wann en mat der Bezuelung zefridden ass. Mat steigendem Gewenn wuessen zudem och d´Léin wéi an China.

    Hänkt wuel nees vun denger Definitioun vun ‘liberal’ of. Ech duecht du wiers géint de Sozialstaat? A wann net e Sozialstaat sech em die Krank, Behënnert, etc këmmert, ween dann?

    Et gett net meng Definitioun vun „liberal“. Liberalismus ass kloer defineiert dank den Schreften vun de groussen Klassiker. Ech sinn géint den fetten, extrem bürokrateschen
    Sozialstaat vun haut, ower net géint een Sozialstaat per se. Woubai natirlech am Idealfall wirklech all Hellef privat organiséiert wir (esouguer haut hun Spendenorganisatiounen schon een riesegen Erfolleg). Mee an engem eischten Schrett an d´Zukunft gehéiert de Sozialstaat mol reforméiert.

    Zu der leschter Fro: MIR, d´Birger.


    Schéin ze gesinn, dass de sou eppes erkennen kanns.

    Ech woen mol ze behaapten, datt ech verdammt villes erkennen am Geigensatz zu villen Matbirger.😉

    Kommentar von CK | Dezember 13, 2009

  34. Lord Monckton with a Greenpeace activist:

    Free Market solutions to climate change? Yaron Brook:

    Kommentar von CK | Dezember 13, 2009

  35. CK:

    > Jhust well den Obama méi donkel Haut huet, ass hien keen Hellegen, deen een onbedéngt muss wielen an deem een net widerspriechen daerf.

    Uh … sot ech dat? Nee, natierlech net. Mee en rassisteschen Witz iwwert den Obama ze man just well een seng Politik net gär huet, da giff ech perséinlech net immens witzeg fannen, an éischter en Ageständnis, dass een keng besser Argumenter huet.

    > Ech hunn naischt géint Klimatologen.

    Mee géint hier Erkenntnisser/Conclusiounen? Firwat? Hues du d’Donnéeën analyséiert a bass zu engem aneren Schluss komm wéi sie?

    > Wei gesoot, ech hunn et net schlemm fonnt niewt der ARBED opzewuessen. An et ass einfach realistesch unzeerkennen, datt d´Liewen keen Wonschconcert ass. Vill hunn och leiwer een Ferrari wéi een Opel, mee bei villen geet et eben jhust fir een Opel duer.

    Et ass witzeg ze gesinn, dass dech net iwwerwonnen kriss fir zouzeginn, dass de léiwer niewent enger Solaranlag wéi niewent engem Kuelekraaftwierk giffs wunnen🙂

    > Jo. An emgekéiert och. De Kapitalismus baséiert um Händlerprinzip, een geigenseiteg Ginn an Huelen wou een Wert géint een méi héichen Wert getosch gett. Also Win-Win-Situatiounen.

    Win-Win? Ech huelen un, du hues nach nie die Reportagen aus Fabriken an China etc gesinn?

    An dat ass dach alles, mee keen fairen Handel. Déi Staark notzen hier Stäerkt aus fir deenen Aarmen hieren Arm ze ‚twisten‘ fir dass sie d’Saachen sou bëlleg wéi méiglech kréien. Wëll déi Aarem näischt entgéigen ze setzen hunn an en plus verzweifelt sinn an op deenen Staarken hier Suen, och wann et der net vill sinn, ugewiesen sinn, wëllegen sie an sech ennert Wäert ze verkafen. Dat sinn Gangstermethoden a soss guer näischt.

    > Wat heescht gerecht bezuelen? Een Arbechter schafft fir eng Firma wann en mat der Bezuelung zefridden ass. Mat steigendem Gewenn wuessen zudem och d´Léin wéi an China.

    En Aarbechter shafft fir eng Firma wann en seng Famill muss ernähren. An natierlech sinn 5 Yuan besser wéi 0 Yuan. Wat nët heescht, dass en net extrem ausgebeut gët. Zumools wann een kuckt, wat déi méi Uewen u senger Leeschtung verdéngen! Mee virun sou Saachen mess du jo d’Aan zou, well se net an däi Weltbild passen …

    > Woubai natirlech am Idealfall wirklech all Hellef privat organiséiert wir (esouguer haut hun Spendenorganisatiounen schon een riesegen Erfolleg)

    Wann d’Hëllef all Privat wier, da bräichten mer zb iwwert d’Euthanasie iwwerhaapt net ze schwätzen. Et kann een net méi bezuelen oder kascht zevill? Stecker raus!

    > Mee an engem eischten Schrett an d´Zukunft gehéiert de Sozialstaat mol reforméiert.

    A wéi? ps. Schaffs du selwer beim Staat oder net? Am Kader vun enger éierlecher Diskussioun miss du dat soen.

    > Zu der leschter Fro: MIR, d´Birger.

    A wéi giff dat konkret ausgesinn? Wéi giffen mir Bierger déi Hëllef organiséieren? Mat wem sengen Suen?

    > Ech woen mol ze behaapten, datt ech verdammt villes erkennen am Geigensatz zu villen Matbirger.

    Dengen Äntwerten no ze urteelen schéngs de awer leider net alles richteg ze erkennen. Mee du bass jo lernfäheg huelen ech un.

    Kommentar von Grommel | Dezember 13, 2009

  36. @Grommel: Uh … sot ech dat? Nee, natierlech net.

    Da sinn ech berouegt. Munch „liberals“ sinn jo leider anerer Meenung anscheinend.

    Mee en rassisteschen Witz iwwert den Obama ze man just well een seng Politik net gär huet, da giff ech perséinlech net immens witzeg fannen, an éischter en Ageständnis, dass een keng besser Argumenter huet.

    Do sinn mer eis vollkommen eenz.

    Mee géint hier Erkenntnisser/Conclusiounen? Firwat? Hues du d’Donnéeën analyséiert a bass zu engem aneren Schluss komm wéi sie?

    Nee, och emol net. Ech stellen mir jhust common-sense-Froen. Ech wiren mech ower definitiv géint d´Klimapolitik. Méng Grenn hei sin politescher, ökonomescher an philosophescher Natur. Mee ech widderhuelen mech.

    Et ass witzeg ze gesinn, dass dech net iwwerwonnen kriss fir zouzeginn, dass de léiwer niewent enger Solaranlag wéi niewent engem Kuelekraaftwierk giffs wunnen🙂

    Bein, ech hunn daat jo schons uewen gesoot, mee et gett trotzdem keen Recht op eng Solaranlag an sénger Noperschaft an och keen Recht op eng kuelekraftwierfrai Emgéigend. Et muss een eben kucken dann derfir ze schaffen derhinner ze kommen, wou een léiwer/am léiwsten wunnt.

    Win-Win? Ech huelen un, du hues nach nie die Reportagen aus Fabriken an China etc gesinn?

    China, okay. De Problem mat China ass, dass China grad keen liberalt/kapitalistesch Land ass (trotz Fortschretter sait der Mao-Zait). Et gett keng „inalienable rights“, Menschen- an Biergerrechter, keen fairen Rechtsstaat an wuel genuuch sougenannten Filz teschent dem Staat an den Frenn vum Big Business. Dito fir Russland. Derfir gett et an esou Länner secher vill Problemer, grad och an der Economie, déi all seriösen Liberalen genausou wéi all Sozialist revoltéieren. Esou sollen ganz secher d´Arbechter d´Recht hunn, sech bspw. an Gewerkschaften zesummenzeschléissen, wat jo muncheruerts verbueden ass. Fairen Handel ass fraien Handel, mee eben wirklech fraien Handel. Ech sinn absolut d´accord, all korporatisteschen Sauereien een Enn ze maan. Ech sinn och sait dem Liddl-Skandal fir een Arbeechterdatenschutzgesetz iwwregens (virausgesat, et ass vernünfteg ausgeschafft.)

    Déi Staark notzen hier Stäerkt aus fir deenen Aarmen hieren Arm ze ‘twisten’ fir dass sie d’Saachen sou bëlleg wéi méiglech kréien.

    Wat mengs de dermatter? Wann Gewalt géint Aarbechter ugewand gett, déi gehéiert selbstverständlech verbueden. Gangstermethoden hunn mat vernünftegem Unternehmertum och naischt ze dinn. An op engem wirklech fraien Marché verkeeft keen sech enner Wert, éischter giew hien zesummen mat Frenn eng eegen Entreprise opmaan, wat natirlech gesetzlech erlaabt misst sinn.

    En Aarbechter shafft fir eng Firma wann en seng Famill muss ernähren. An natierlech sinn 5 Yuan besser wéi 0 Yuan.

    Seng Famill huet also een méi héichen Wert (fir hien) wéi séng Arbechtskraft oder Fraizait.

    Mee virun sou Saachen mess du jo d’Aan zou, well se net an däi Weltbild passen …

    Kengeswegs, ech soen jhust datt een net soll dem fraien Marché d´Schold un Saachen gin, déi den „realexistéierenden Staatskorporatismus“ verursacht, deen grad d´Folleg vun Iwwerleeungen an doraus resultéierenden Handlungen ass, déi dem Liberalismus diametral widerspriechen. (Woubai Vulgär-Liberal hei eng grouss Schold mat drun hunn.)

    Wann d’Hëllef all Privat wier, da bräichten mer zb iwwert d’Euthanasie iwwerhaapt net ze schwätzen. Et kann een net méi bezuelen oder kascht zevill? Stecker raus!

    Wéi kenns de dann op esou een Nonsense? 1. Fir déi meescht Menschen ass Geld net den wichtegsten Wert am Liewen. Wat fir een Menschenbild vertretts Du hei? 2. Entweder déi liewenserhaltend Mossnahmen ginn vun engem selwer bzw. Frenn an Famill bezuelt oder vun enger privater Assurance oder vum Spidol (grad katholesch Spidouler wéi d´Zitha giewen kengem den Stecker einfach erauszéien, mee net jhust déi) oder och privat Helleforganisatiounen an Sozialkeessen. (Genuuch Leit giewen esou Keessen schons aléng aus Eegeninteressi ennerstetzen.) Dat alles kann/daerf natirlech durchaus auch de Staat maan, esoulaang en sech fairer (privater) Konkurrenz allerdéngs stellt.

    A wéi?

    1. Méi Wettbewerb punkto Sozialversecherungen.
    2. Manner Bürokratie. Statt 119 verschiddenen, eenzelnen Sozialleeschtungen wir een Grondakommes haut mol guer net esou schlecht, och wann meng Matblogger dat anescht gesinn.
    3. D´Ofschaffen vun allen selbsternannten Affergruppen (Fraen, Auslänner bspw.) an desem Privilegienstaat an d´Hinwendung zu engem strikt individuellen Systeme, wou jhust nach wirklech Affer Hellef kréien. Den éischten Ministère, deen ech komplett ofschaffen bzw. opléisen giew wir den Ministère de l´Egalité des Chances an seng diskriminatoresch Institutiounen. Dat ass wirklech deen dommsten Ministère iwwerhapt hei am Land, mee doriwwer bloggen ech eng aner Kéier hei op LfL.

    Schaffs du selwer beim Staat oder net? Am Kader vun enger éierlecher Diskussioun miss du dat soen.

    Ech schaffen selwer NET fir den Sozialstaat, mee ech geheiem kengem daat fir, deen dat haut mécht, zumols vill Fonctiounen vum Staat an desem Beraich jo leider quasi monopoliséiert sinn. Déi Leit mussen ower agesinn, dat et keen Recht op dat heitegt Systeme gett.

    A wéi giff dat konkret ausgesinn? Wéi giffen mir Bierger déi Hëllef organiséieren? Mat wem sengen Suen?

    Mat eisen Suen. Wéi haut och schons (oder wéi financéiert sech den Sozialstaat dann haut?) Wéi et konkret giew ausgesinn, weess ech net an kann och keen virausgesinn, et gett wuel vill Méiglechkeeten.

    Dengen Äntwerten no ze urteelen schéngs de awer leider net alles richteg ze erkennen. Mee du bass jo lernfäheg huelen ech un.

    LOOOOOL

    Wir ech net lernfäheg, wir ech haut net an mengen Iwwerleeungen do, wou ech eben haut sinn😉

    Kommentar von CK | Dezember 13, 2009


  37. Oh Gott *ROTFL*

    Aus deem Grond giew ech- wann ech an enger politescher Gruppeierung wir- streng Opnahmkriterien aféieren, fir datt keng Memberen (oder Matleefer éischter) deng Associatioun esou blaméieren.

    Kommentar von CK | Dezember 13, 2009

  38. CK:

    > Nee, och emol net. Ech stellen mir jhust common-sense-Froen. Ech wiren mech ower definitiv géint d´Klimapolitik. Méng Grenn hei sin politescher, ökonomescher an philosophescher Natur. Mee ech widderhuelen mech.

    Wann s du d’Erkenntnisser vun der Klimatologen net aschätzen kanns, wéi kanns de hier Recommendatiounen dann bewäerten?

    > Bein, ech hunn daat jo schons uewen gesoot, mee et gett trotzdem keen Recht op eng Solaranlag an sénger Noperschaft an och keen Recht op eng kuelekraftwierfrai Emgéigend. Et muss een eben kucken dann derfir ze schaffen derhinner ze kommen, wou een léiwer/am léiwsten wunnt.

    De Punkt ass jo awer, dass de zougëss, dass et méi agreabel a gesond ass niewent eng Solaranlag ze wunnen wéi niewent engem Kuelekraaftwierk. Dat seet jo schon eppes iwwert d’Kuelekraaftwierk aus. An däin süffisanten Zynismus, dass jo keen do ze wunnen brauch, ass jo schon bal net méi ze erdroen. Ech huelen un, dass all déi aarem Säi, déi niewent esou oder ähnlechen Anlagen wunnen selwer schold sinn? Wat erlaben déi sech och esou verzweifelt an aarem ze sinn, dass se net an eng besser Géigend plënneren kënnen??

    > China, okay. De Problem mat China ass, dass China grad keen liberalt/kapitalistesch Land ass

    Wéi wann déi Problematik fréier an kapitalisteschen Länner net gewiescht wier! Gewerkschaften sinn jo net aus purer Dommheet a Langeweil entstanen … An Fakt bleift och, dass kapitalistesch Staaten a Betrieber absolut keng Problemer hunn mat Staaten wéi China Geschäfter ze man.

    > Fairen Handel ass fraien Handel, mee eben wirklech fraien Handel.

    Just, dass meeschtens deen een Partner an deem fräien Handel méi gläich ass wéi deen aneren an deem seng Hand forcéieren kann!

    > Wat mengs de dermatter? Wann Gewalt géint Aarbechter ugewand gett, déi gehéiert selbstverständlech verbueden. Gangstermethoden hunn mat vernünftegem Unternehmertum och naischt ze dinn. An op engem wirklech fraien Marché verkeeft keen sech enner Wert, éischter giew hien zesummen mat Frenn eng eegen Entreprise opmaan, wat natirlech gesetzlech erlaabt misst sinn.

    Wann westlech Entreprisen an aarem Länner ‚akafen‘ ginn, dann setzen sie all hiere Poids an fir de Präiss esou vill ze drécken wéi et geet. Sozial Normen spillen do absolut keng Roll. D’Verzweiflung vun den Aarbechter gët aus genotzt. An dat do gëlt och, wann tëschent den Aarbechter an den westlechen Entreprisen nach en lokalen Sklavenschinder, uh, Geschäftspartner steet.

    > Seng Famill huet also een méi héichen Wert (fir hien) wéi séng Arbechtskraft oder Fraizait.

    Do ass rem deen süffisanten Zynismus. Sou Läit hu jo keen Choix! Ass jo net wéi wann sie mol séier um Internet kucken kéinten, wou sie dann lo eng besser Aarbecht kéinten kréien. A suguer wann, dann hätten se oft keng Suen fir dohinner ze kommen etc. Du schwätz der dat alles nëmmen schéin fir deng Illusioun oprecht ze erhalen.

    > Kengeswegs, ech soen jhust datt een net soll dem fraien Marché d´Schold un Saachen gin, déi den „realexistéierenden Staatskorporatismus“ verursacht, deen grad d´Folleg vun Iwwerleeungen an doraus resultéierenden Handlungen ass, déi dem Liberalismus diametral widerspriechen.

    Wéi kann e fräien Marché existéieren, wann die staark Partner hier besser Positioun gnadenlos ausnotzen? An deem Fall ass et jo e Witz vun ‚fräi‘ ze schwätzen.

    > Wéi kenns de dann op esou een Nonsense? 1. Fir déi meescht Menschen ass Geld net den wichtegsten Wert am Liewen. Wat fir een Menschenbild vertretts Du hei?

    Wéi dann? Kapitalistesch/kommerziell Firmen hunn en méi wichtegen Wäert wéi Geld (an den Aktienpräiss)? An deen wier?

    > 2. Entweder déi liewenserhaltend Mossnahmen ginn vun engem selwer bzw. Frenn an Famill bezuelt oder vun enger privater Assurance oder vum Spidol (grad katholesch Spidouler wéi d´Zitha giewen kengem den Stecker einfach erauszéien, mee net jhust déi) oder och privat Helleforganisatiounen an Sozialkeessen. (Genuuch Leit giewen esou Keessen schons aléng aus Eegeninteressi ennerstetzen.) Dat alles kann/daerf natirlech durchaus auch de Staat maan, esoulaang en sech fairer (privater) Konkurrenz allerdéngs stellt.

    An alles dat kéint domadder bezuelt ginn, dass Privatläit blechen? A wat, wann se sech dat net erlaben kënnen? Wat wann d’Bomi net verséchert woer? A wéivill missten an sou Sozialkeesen abezuelt ginn, dass de System sech selwer dréit?

    > 1. Méi Wettbewerb punkto Sozialversecherungen.
    > 2. Manner Bürokratie. Statt 119 verschiddenen, eenzelnen Sozialleeschtungen wir een Grondakommes haut mol guer net esou schlecht, och wann meng Matblogger dat anescht gesinn.
    > 3. D´Ofschaffen vun allen selbsternannten Affergruppen (Fraen, Auslänner bspw.) an desem Privilegienstaat an d´Hinwendung zu engem strikt individuellen Systeme, wou jhust nach wirklech Affer Hellef kréien. Den éischten Ministère, deen ech komplett ofschaffen bzw. opléisen giew wir den Ministère de l´Egalité des Chances an seng diskriminatoresch Institutiounen. Dat ass wirklech deen dommsten Ministère iwwerhapt hei am Land, mee doriwwer bloggen ech eng aner Kéier hei op LfL.

    Wéi wier et mol deng Thesen enger Partei virzedroen an ze kucken op se wierklech realisabel sinn?

    > Ech schaffen selwer NET fir den Sozialstaat, mee ech geheiem kengem daat fir, deen dat haut mécht, zumols vill Fonctiounen vum Staat an desem Beraich jo leider quasi monopoliséiert sinn. Déi Leit mussen ower agesinn, dat et keen Recht op dat heitegt Systeme gett.

    Ok. Wier jo och de Comble, wann s du fir den Staat, d’Edukatioun oder soss eng parastaatlechen Betrieb schaffe giffs …

    > Mat eisen Suen. Wéi haut och schons (oder wéi financéiert sech den Sozialstaat dann haut?) Wéi et konkret giew ausgesinn, weess ech net an kann och keen virausgesinn, et gett wuel vill Méiglechkeeten.

    Mee fir dass sou en System funktionnéiert, brauch en eng kritesch Mass an en plus Solidaritéit. Giffs du also déi Suen och iwwer Steieren eranhuelen oder wier dat op fräiwelleger Basis?

    A misst en Aarmen souvill erabezuelen wéi en Räichen? Kéint deen Aarmen, wann en relativ gesinn souvill wéi den Räichen bezillt, och déi selwecht Qualitéit erwaarden? Oder wieren déi gutt Dokteren fir die Räich an die manner gutt fir die Aarem?

    > Wir ech net lernfäheg, wir ech haut net an mengen Iwwerleeungen do, wou ech eben haut sinn

    Gutt. Mee wéi ëmmer ass jo nach bëssen Sputt no vir.

    Kommentar von Grommel | Dezember 13, 2009

  39. @Grommel:Wann s du d’Erkenntnisser vun der Klimatologen net aschätzen kanns, wéi kanns de hier Recommendatiounen dann bewäerten?

    Et geet mer em eppes Aneres: nemmen well een Klimatolog ass an ech net, hun deen einfach keen Recht sech an main Liewen anzemeschen an meng Rechter mat Force ze verletzen. Ech bestemmen wéi eng Biren ech kafen, wéi een Auto ech fueren oder och net fueren, wéi een Transportmettel ech iwwerhapt benotzen, wéi eng Produits ech wou a wéi engen Quantitéiten akafen well, wou ech schaffen well etc.

    Ech huelen un, dass all déi aarem Säi, déi niewent esou oder ähnlechen Anlagen wunnen selwer schold sinn?

    Jo. Se hunn gewielt do ze wunnen an wann se net méi Suen hun fir an d´Eisléck emzeplenneren (wat ech net gleewen, well grad do sinn d´Praiser mei belleg wéi am Süden), dann mussen se kucken méi ze verdéngen. Ech daerf dat soen, ech sin als Kand direkt niewt der ARBED opgewuess. Kloer, bezun op Entwécklungs- an Schwellenlänner, klengt daat elo furchtbar. Mee ass et eis Schold wann China vill méi sozial Problemer huet wéi Letzebuerg? Nee, et ass d´Schold vum Kommunismus bzw. Realsozialismus.

    Gewerkschaften sinn jo net aus purer Dommheet a Langeweil entstanen …

    Natirlech net. Et ass d´Recht vun den Arbechter sech zu enger Interessengrupp zesummen ze schléissen. (Vereenegungsfraiheet) Dito fir d´Patronat. Virausgesaat deen Baitrett ass fraiwelleg.


    An Fakt bleift och, dass kapitalistesch Staaten a Betrieber absolut keng Problemer hunn mat Staaten wéi China Geschäfter ze man.

    Daat ass wouer an moralesch effektiv fragwürdeg. Mee dat Ganzt ass een verdammt komplizéiert Thema. Ech sinn durchaus Handelsembargos net ofgeneigt, bspw. sinn ech géint Geschäfter mam iraneschen Staat.

    Just, dass meeschtens deen een Partner an deem fräien Handel méi gläich ass wéi deen aneren an deem seng Hand forcéieren kann!

    Forcéieren kann an engem fraien Land, an enger fraier Gesellschaft keen Mensch irgendeen Aneren zu irgendeppes. Et gett ower natirlech Bedürfnisser, déi all Individuum muss befriddegen. Bspw. Iessen an Drénken. A mir liewen eben net an engem Schlaraffenland wou vum selwen d´Dauwen an de Mond geflunn kommen (Ausnahm: e puer wéineg Ierwen vun Stainraicher wéi d´Paris Hilton). Also muss een eppes derfir maan. Woubai Letzebuerg schons nach een Paradais amfong ass.

    Wann westlech Entreprisen an aarem Länner ‘akafen’ ginn, dann setzen sie all hiere Poids an fir de Präiss esou vill ze drécken wéi et geet.

    Daat ass nemmen legitim. NET legitim ass wann Betribber Schutzzöller oder aner protektionistesch Mesuren iwwert d´Politik durchsetzen oder wéi d´Agrarbetribber Subsiden ofgraifen. DAAT ass FORCE, déi de Marché vun aneren Länner zerstéiert. Richteg Liberaler sin do dergéint!!! An btw, d´Klimapolitik greift grad déi „uarmen“ Länner un…

    Sou Läit hu jo keen Choix! Ass jo net wéi wann sie mol séier um Internet kucken kéinten, wou sie dann lo eng besser Aarbecht kéinten kréien.

    Wat ass daat dann eis Schold? Hunn mir all déi Länner etwa ruinéiert?

    Wéi kann e fräien Marché existéieren, wann die staark Partner hier besser Positioun gnadenlos ausnotzen? An deem Fall ass et jo e Witz vun ‘fräi’ ze schwätzen.

    Een fraien Marché ass frai vun all Force. Wou d´Entreprisen Force ausüben, ass amfong emmer eng Net-Trennung vun Staat an Economie de Fall, esou dass de Staat entweder intervenéiert zugonschten vun enger Grupp géint eng Aner oder einfach seng egtl. Aufgab (Schutz vun den Individualrechter an vun ofgeschlossenen Verdreeg) net erfellt.

    Wéi dann? Kapitalistesch/kommerziell Firmen hunn en méi wichtegen Wäert wéi Geld (an den Aktienpräiss)? An deen wier?

    Firmen sinn een Abstraktum. Ech schwätzen vun Menschen. An ech kennen genuuch Menschen, fir déi d´Suen net dat Wichtegst ass, mech selwer inclus.

    An alles dat kéint domadder bezuelt ginn, dass Privatläit blechen?

    Net onbedengt Privatläit, kennen och Assurancen sinn.

    A wat, wann se sech dat net erlaben kënnen? Wat wann d’Bomi net verséchert woer?

    Da kennen aner Leit (deenen sie eppes bedeiten) hinnen fraiwelleg hellefen. Naischt schwätzt géint Sozialhellef.

    A wéivill missten an sou Sozialkeesen abezuelt ginn, dass de System sech selwer dréit?

    Gutt Fro. A discuter. Dat heitegt Systeme ass jhiddferfalls defizitär an d´Regierung mecht d´Aen zou, wéi DP zurecht kritiséiert. (Woubai ech elo NET soen well, DP giew am Fall vum Regéieren villes op Anhieb verbesseren.)

    Wéi wier et mol deng Thesen enger Partei virzedroen an ze kucken op se wierklech realisabel sinn?

    Et gett KENG Partei an Letzebuerg déi fir meng Iddien steet. Do misst een schons eng eegen, nei Partei grennen, mee et gett am Emfeld vun desem Blog hei Leit, déi esouguer doriwwer nodenken, mee ech sinn do selwer enorm skeptesch. Parteipolitik kann net réusséieren esoulaang keng philosophesch Basis an der Wielerschaft do ass. Een Thinktank ass derhir besser.

    Wier jo och de Comble, wann s du fir den Staat, d’Edukatioun oder soss eng parastaatlechen Betrieb schaffe giffs …

    Gesinn ech anescht. Wann main Dramberuf Schoulmeeschter wir, soll ech dann etwa dorobber verzichten, well de Staat d´Educatioun monopoliséiert huet? Wonnerbar deng Logik. Ech hunn Frenn an dem Sektor, meng Schwester ass selwer Joffer (an gett mir bei esou munchem recht, wann ech bspw. mei Autonomie verlangen oder iwwerhapt den Reckzuch vum Staat/der Politik/der Madame Delvaux-Stehres aus dem Beraich). Oder huelen mer hunn, ech sinn een Konschtfrend an well an engem Musee schaffen. Daerf ech also dann net maan, well déi offentlech bezuelt sinn? Ech hun naischt géint vill Leit beim Staat.

    An ausserdem: sinn ech keen Anarchist, mee fir d´Trennung vun Staat an Economie. Ech erkennen durchaus legitim Staatsfonctiounen hunn an an deenen giew ech och problemlos schaffen. En Rechtsstaat ass eng wonnerbar Saach.

    Ech giew mir sws wenschen, méi Fonctionnaires oder Employés d´Etat giewen sech fir de Liberalismus begeeschteren. Well soss huet en nie eng Chance a Letzebuerg.

    Mee fir dass sou en System funktionnéiert, brauch en eng kritesch Mass an en plus Solidaritéit. Giffs du also déi Suen och iwwer Steieren eranhuelen oder wier dat op fräiwelleger Basis?

    Ech sinn een solidareschen Mensch, behaapten ech emol. Mee ech well keen zur Solidaritéit zwéngen. Beschtenfalls wir alles fraiwelleg, mee zu menger Liewenszait waerten mir wuel net laanscht Steieren kommen, mee et misst een dat op een Minimum begrenzen.

    A misst en Aarmen souvill erabezuelen wéi en Räichen? Kéint deen Aarmen, wann en relativ gesinn souvill wéi den Räichen bezillt, och déi selwecht Qualitéit erwaarden? Oder wieren déi gutt Dokteren fir die Räich an die manner gutt fir die Aarem?

    Jhiddereen soll esouvill erabezuelen wéi hien et fir sech selwer fir richteg hällt, ausgehend vun den Géigenoffren, déi hien derfir kritt. Een ganz Raichen giew vlait och guer naischt abbezuelen, well hien keng Versecherung brauch, vlait giew hien ower och eng Vollkasko huelen, well en et sech grad leschten kann asw. Who knows? We´ll see. Chacun à ses besoins, selon ses moyens. Et gett jo och keng staatlech, vereinheetlecht Auto-Assurance. Jo, déi mat méi Suen hunn besser Autoen, vlait och méi gutt Assurancen, mee besser wéi een Trabi fir jhiddereen. Wéi een Dokter gutt oder schlecht ass, ass sws subjektiv, well beim Dokter och vill eng Roll spillt, wéi gutt een mat deem menschlech harmonéiert. Ech weess bspw. NET ob main Hausdokter méi schlecht wéi dem Paris Hilton sain ass.

    Mee wéi ëmmer ass jo nach bëssen Sputt no vir.

    Ower, absolut, jo.

    Kommentar von CK | Dezember 13, 2009

  40. CK:

    > Ech bestemmen wéi eng Biren ech kafen, wéi een Auto ech fueren oder och net fueren, wéi een Transportmettel ech iwwerhapt benotzen, wéi eng Produits ech wou a wéi engen Quantitéiten akafen well, wou ech schaffen well etc.

    Et geet also just em dech, dech, dech? Op däin Verhalen negativ Auswierkungen op anerer huet ass der egal?

    > Se hunn gewielt do ze wunnen an wann se net méi Suen hun fir an d´Eisléck emzeplenneren, dann mussen se kucken méi ze verdéngen.

    A méi Suen ze verdéngen ass natierlech immens evident an einfach? A just déi die vill verdéngen dierfen och erwaarden on ongeféierlechen Géigenden ze wunnen?

    > Kloer, bezun op Entwécklungs- an Schwellenlänner, klengt daat elo furchtbar. Mee ass et eis Schold wann China vill méi sozial Problemer huet wéi Letzebuerg? Nee, et ass d´Schold vum Kommunismus bzw. Realsozialismus.

    Come on. Am fréien Kapitalismus hunn d’Läit och ënnert menschenonwürdegen Konditioun schaffen a wunnen mussen!!

    > Mee dat Ganzt ass een verdammt komplizéiert Thema. Ech sinn durchaus Handelsembargos net ofgeneigt, bspw. sinn ech géint Geschäfter mam iraneschen Staat.

    Jo, géint de béisen, béisen Iran mee net géint China! Ass nees immens konsequent. Mee d’Iraner produzéieren éis Wueren jo och net fir 3x näischt wéi d’Chinesen …

    > Daat ass nemmen legitim.

    Dat mag legitim sinn, mee ech fannen et héichst onmoralesch well sie hier Positioun vun der Stäerkt benotzen fir déi Aarem nach méi auszenotzen.

    > Forcéieren kann an engem fraien Land, an enger fraier Gesellschaft keen Mensch irgendeen Aneren zu irgendeppes. Et gett ower natirlech Bedürfnisser, déi all Individuum muss befriddegen. Bspw. Iessen an Drénken.

    Forcéieren kann een villäicht nët ëmmer, mee et kann een awer Verzweiflung an Misère ausnotzen. A genau dat fannen ech un denger Weltsiicht sou oofstoussend.

    > Wat ass daat dann eis Schold? Hunn mir all déi Länner etwa ruinéiert?

    A well dat net eis Schold ass, däerfe mir sie weider ausnotzen?? Majo dann! En plus wéi steet et mat dem Schued deen duerch Kolonialisatioun etc entstan ass? Gët deen finanziell ausgeglach? Natierlech net.

    > Een fraien Marché ass frai vun all Force. Wou d´Entreprisen Force ausüben, ass amfong emmer eng Net-Trennung vun Staat an Economie de Fall, esou dass de Staat entweder intervenéiert zugonschten vun enger Grupp géint eng Aner oder einfach seng egtl. Aufgab (Schutz vun den Individualrechter an vun ofgeschlossenen Verdreeg) net erfellt.

    Vill westlech, kommerziell an kapitalistesch Enterprisen hunn absolut keng Hemmungen an ’net 100% fräien‘ Marchéën ze agéieren well dat sech fir SIE finanziell rentéiert. Mee ech huelen un, just well een eppes KANN maachen, soll een et och maachen an doduerch ass dat och gerechtfertegt?

    > Firmen sinn een Abstraktum. Ech schwätzen vun Menschen. An ech kennen genuuch Menschen, fir déi d´Suen net dat Wichtegst ass, mech selwer inclus.

    An dach sinn et Firmen, déi sech sou sauméisseg verhalen. An eng Firma ka just maachen, wat die MENSCHEN hannendrun decidéieren. Wat ass also déi Saach, déi fir Firmen méi Wäert huet ewéi Geld an den Aktienpräis?

    Sou, deen zweeten Deel beäntwerten ech henno.

    Kommentar von Grommel | Dezember 14, 2009

  41. CK:

    Ok, hei den zweeten Deel:

    > Net onbedengt Privatläit, kennen och Assurancen sinn.

    Déi awer och vun Privatläit financéiert ginn?

    > Da kennen aner Leit (deenen sie eppes bedeiten) hinnen fraiwelleg hellefen. Naischt schwätzt géint Sozialhellef.

    Fräiwëlleg?? A wéi soll dat dann funktionnéieren? An firwat soll dat besser sinn, wéi e System wou jidereen gezwongen gët an en Dëppen ze bezuelen? Jidereen huet jo och eppes dovunner (an die Räich kënnen reng aus Solidaritéit matman, obuwel sie och déi éischt wieren, déi hier Prestatiounen wéilten bezuelt kréien).

    > Gutt Fro. A discuter. Dat heitegt Systeme ass jhiddferfalls defizitär an d´Regierung mecht d´Aen zou, wéi DP zurecht kritiséiert. (Woubai ech elo NET soen well, DP giew am Fall vum Regéieren villes op Anhieb verbesseren.)

    Du fueders also rem eppes Vagues ouni wierklech eng besser a funktionnéierend Léisung ze hunn … hmmm.

    > Et gett KENG Partei an Letzebuerg déi fir meng Iddien steet. Do misst een schons eng eegen, nei Partei grennen, mee et gett am Emfeld vun desem Blog hei Leit, déi esouguer doriwwer nodenken, mee ech sinn do selwer enorm skeptesch. Parteipolitik kann net réusséieren esoulaang keng philosophesch Basis an der Wielerschaft do ass. Een Thinktank ass derhir besser.

    A wéi wëlls de dann deng Iddien aus dem ThinkTank ënnert d’Läit bréngen? Zumools wann déi meescht Iddien, cf uewen, nach ferme vague an theoretesch schéngen?

    > Gesinn ech anescht. Wann main Dramberuf Schoulmeeschter wir, soll ech dann etwa dorobber verzichten, well de Staat d´Educatioun monopoliséiert huet? Wonnerbar deng Logik. Ech hunn Frenn an dem Sektor, meng Schwester ass selwer Joffer (an gett mir bei esou munchem recht, wann ech bspw. mei Autonomie verlangen oder iwwerhapt den Reckzuch vum Staat/der Politik/der Madame Delvaux-Stehres aus dem Beraich). Oder huelen mer hunn, ech sinn een Konschtfrend an well an engem Musee schaffen. Daerf ech also dann net maan, well déi offentlech bezuelt sinn? Ech hun naischt géint vill Leit beim Staat.

    Nö, natierlech solls du Schoulmeeschter kënne ginn, falls du d’Examen etc packs. Mee et wier falsch dann a sénger Fräizäit sou politesch a gesellschaftlech Usiichten ze posten wéi s du hei, wanns du selwer jo schéin vum Papa Staat versuergt gëss an der, opmanst finanziell an job-technesch, keng Suergen méi brauchs ze man. De Problem ass jo net, dass du oder soss een beim Staat schaffs. De Problem kënt eréischt, wann een, deen beim Staat, der Gemeng, an ähnlechem schafft, dovunner faselt, dass den Kapitalismus awer de perfekten System ass, an die Aarem sollen sech halt bessen méi dru ginn, wann se méi verdéngen wéilten, etc.

    A propos: soll d’Schoul och privatiséiert ginn?

    > An ausserdem: sinn ech keen Anarchist, mee fir d´Trennung vun Staat an Economie. Ech erkennen durchaus legitim Staatsfonctiounen hunn an an deenen giew ech och problemlos schaffen. En Rechtsstaat ass eng wonnerbar Saach.

    Fënns du dass den Statut (zb Jobgarantie op Liewenszäit) an die héich Payen vun Staatsbeamten, Gemengebeamten, Léierpersonal etc, par rapport zum Recht vun der schaffenden Bevölkerung gerechtfertegt sinn?

    > Ech giew mir sws wenschen, méi Fonctionnaires oder Employés d´Etat giewen sech fir de Liberalismus begeeschteren. Well soss huet en nie eng Chance a Letzebuerg.

    Hänkt dovunner of op de Liberalismus hier Avantagen bedréit oder net …

    > Ech sinn een solidareschen Mensch, behaapten ech emol. Mee ech well keen zur Solidaritéit zwéngen. Beschtenfalls wir alles fraiwelleg, mee zu menger Liewenszait waerten mir wuel net laanscht Steieren kommen, mee et misst een dat op een Minimum begrenzen.

    Jo, Utopien si schéin a gutt, mee mir liewen an der realer Welt … Wéi wëlls du konkret garantéieren, dass jidereen fräiwëlleg, déi Suen spend, déi néideg sinn fir en solidareschen System um Rullen ze halen? Haut probéieren d’Läit dach schon fir Stéieren ze emgoen, wou et nëmmen geet.

    > Jhiddereen soll esouvill erabezuelen wéi hien et fir sech selwer fir richteg hällt, ausgehend vun den Géigenoffren, déi hien derfir kritt.

    Fir richteg hällt?? Ass et net eischter wat en sech leeschten kéint? Mengs du eng alleinerziehend Mamm mat 2 Kanner hätt vill Suen iwwereg fir an sou eng Kees eranzebezuelen? A mengs de déi wéilt net och die bescht medizinesch Versuergung fir hier Kanner? Woufir sie DIREKT giff Tonnen a bezuelen, WANN sie d’Suen hätt! Déi se awer net huet an och just schwéier kréien wäert. A stell der en plus fir sou eng Mamm gët dann och nach selwer schwéier krank a kann net méi schaffen goen. Ween bezillt dann?

    > Een ganz Raichen giew vlait och guer naischt abbezuelen, well hien keng Versecherung brauch, vlait giew hien ower och eng Vollkasko huelen, well en et sech grad leschten kann asw. Who knows? We´ll see. Chacun à ses besoins, selon ses moyens.

    Bei deem Sproch ass awer just deen ZWEETEN Deel richteg. Legitim Besoins huet jidereen, leeschten kann awer just en Brochdeel sech se. Mee ech wees, die Aarem si jo all selwer schold a sollen just bessen méi gescheit ginn a méi schaffen, gell?

    > Et gett jo och keng staatlech, vereinheetlecht Auto-Assurance. Jo, déi mat méi Suen hunn besser Autoen, vlait och méi gutt Assurancen, mee besser wéi een Trabi fir jhiddereen.

    Ech hoffen du gesäiss den Ennerscheed tëschent engem Luxusartikel wéi engem Auto an engem ‚Basisartikel‘ wéi dem mënschlechen Kierper …

    Kommentar von Grommel | Dezember 14, 2009

  42. Grommel:

    Et geet also just em dech, dech, dech? Op däin Verhalen negativ Auswierkungen op anerer huet ass der egal?

    Et geet em d’Fraiheet vum Eenzelnen an doremmer, datt dezentral Strukturen emmer besser sinn wéi zentralistescher. Selbstverständlech gehéiert een Verhalen, wat Anerer géint hiren Wëllen schiedegt, verbueden, mee esou een Verbued muss emmer gutt begrennt an sennvoll sinn. Leschteres gellt ower mMn net fir déi ökologistesch Dogmen.

    A méi Suen ze verdéngen ass natierlech immens evident an einfach? A just déi die vill verdéngen dierfen och erwaarden on ongeféierlechen Géigenden ze wunnen?

    1. Gouw nie behaapt. Mee wéi war daat mat „Wo ein Wille…“?
    2. Eng Industriegéigend als geféierlech ze bezeechnen, haalen ech als Minettsdapp fir falsch. Mee ween sech do usiedelt wou richteg Geforen sinn, muss och dermatter liewen. Kuck déi Leit, déi do wunnen wou Hurricans hirt Onwiesen dreiwen. Firwat plenneren déi dann net? Witzegerweis kritt een jo wéinst den Naturgeforen do nach Subsiden vum Staat fir datt een grad derhinner zitt😉

    Come on. Am fréien Kapitalismus hunn d’Läit och ënnert menschenonwürdegen Konditioun schaffen a wunnen mussen!!

    1. Et gouw nach nie wirklech laissez-faire-Kapitalismus (d’USA am 19ten Jorhonnert kommen do wuel nach am nosten drun erun an daat wuar grad dat „promised land“ wou vill Leit hin emigréiert sinn.)
    2. Déi sozial Problemer am fréien Kapitalismus sinn mir bekannt, se gouwen jo vun den Herren Marx an Engels propagandistesch ausgeschluecht. Mee et muss een daat och am richtegen Kontext gesinn. Déi Leit sinn all vum Land an d’Stadt geplennert, wou se dann eben openeen houngen wéi haut och d‘ chinesesch Wanderarbeiter mat entspriechenden Problemer natirlech, well se do méi verdéngen an hirt Liewen verbesseren konnten. Woubai de Staat mat sengen Kornzëll och un munchem schold wuar. Cf. Broschüre zu den Manchesterliberalen (an daeren Traditioun ech mech gesinn, Richard Cobden ass main Held) an eiser Bibliothéik uewen. Durch den wuessenden Wuelstand (éi eppes verdeelt ka ginn, muss et als éischt erwirtschaft ginn), sinn dunn och d’Léin gestiigen an den Liewensstandard goung erop. Eis geet et haut jo och gutt dank eisen (Ur-)Grousselteren hiren Strapazen.

    Jo, géint de béisen, béisen Iran mee net géint China!

    China ass keen direkten Feind vun eis méi am Géigensatz zum Iran. Mee ginn zou, datt munches secher moralesch grenzwerteg ass, e.a. och grad déi faméis olympesch Spiller.

    Forcéieren kann een villäicht nët ëmmer, mee et kann een awer Verzweiflung an Misère ausnotzen.

    Et bekämpft een Verzweiflung an Misère grad andeem en deenen Leid Arbecht gett an beruflech Perspektiven bidd.

    En plus wéi steet et mat dem Schued deen duerch Kolonialisatioun etc entstan ass? Gët deen finanziell ausgeglach? Natierlech net.

    D’Kolonialisatioun wuar secher een Verbriechen trotz munchen positiven Aspekter. Mee mat Entschiedegungszuelungen ass et wéi mat Entwécklungshellef. Wann se un en korrupten Diktator geet, sinn déi Suen jhust verschwend. Einegermossen liberalen Demokratien wéi Namibia kinnt ee vun mir aus Entschiedegungen bezuelen, ugeknäppt ower un Bedingungen wéi d’Bauen vun Infrastruktur.

    Vill westlech, kommerziell an kapitalistesch Enterprisen hunn absolut keng Hemmungen an ‘net 100% fräien’ Marchéën ze agéieren well dat sech fir SIE finanziell rentéiert. Mee ech huelen un, just well een eppes KANN maachen, soll een et och maachen an doduerch ass dat och gerechtfertegt?

    Nee, definitiv net, mee et ass leider nun emol och esou, datt Entreprisen munches, mat deem se sech arrangéieren (wat moralesch alt oft fragwürdeg kann sinn), och dann net ze änneren wir, wann se et selwer anescht wielten hunn. Derfir kritiséieren ech an esou Fäll léiwer den Diktator bzw. den Staat (eben China bspw.) an duerno eréischt eis Global Players.

    An dach sinn et Firmen, déi sech sou sauméisseg verhalen.

    Et gett emmer jhust vun Firmen geschwat wou munches schief leeft, nie vun all deenen honnerttausend Betribber, virun allem am Kleng- an Mettelstand, déi ons alldäglech mat Villem versuergen, wat eis wertvoll an léiw ass.

    Kommentar von CK | Dezember 14, 2009

  43. Déi awer och vun Privatläit financéiert ginn?

    Vun Privatläit oder vun Gewerkschaften, Arbechterlogen oder och eben dem Patron, deen daat ubidd fir datt d’Leit bei hien statt bei d’Konkurrenz ginn. Et gett zig Méiglechkeeten.

    Fräiwëlleg?? A wéi soll dat dann funktionnéieren?

    Wéi fonctionnéieren dann haut schons NGO’en wéi Go Ahead, Brout fir d’Welt oder och eisen Télévie? Wa keen giew eppes fraiwelleg wielten ginn, wir eis Welt net voll mat esou Organisatiounen, och wann muncher natirlech och öffentlech Gelder kréien.

    An firwat soll dat besser sinn, wéi e System wou jidereen gezwongen gët an en Dëppen ze bezuelen?

    Daat ass eng ethesch Fro. Ech sinn eben der Meenung, datt Zwang an Gewalt schlecht sinn an all Mensch selwer bestemmen daerfen soll wat hien mat sengen Suen ufaenken well.

    A wéi wëlls de dann deng Iddien aus dem ThinkTank ënnert d’Läit bréngen? Zumools wann déi meescht Iddien, cf uewen, nach ferme vague an theoretesch schéngen?

    Mir wellen philosophesch Iddien an ökonomesch Opklaerung eriwwerbréngen, jo, eben Theorie ouni déi een als Basis guer net iwwer méi konkret Iddien ze schwätzen brauch.

    Mee et wier falsch dann a sénger Fräizäit sou politesch a gesellschaftlech Usiichten ze posten wéi s du hei, wanns du selwer jo schéin vum Papa Staat versuergt gëss an der, opmanst finanziell an job-technesch, keng Suergen méi brauchs ze man.

    Ma Du bass jo dann secher een Frënd vum DDR-Schoulsystème, do haat Léierpersonal nämlech och keng eegen Meenung ze hun, mee alles vum Staat ofzenicken. An effektiv vill denken esou wéis Du, derfir ass eist Schoulsystem haut nach eng sozialistesch Bastioun. Au contraire: wir ech hei am Land Schoulmeeschter oder Proff, giew ech fir méi Autonomie vun de Schoulen streiden.

    De Problem kënt eréischt, wann een, deen beim Staat, der Gemeng, an ähnlechem schafft, dovunner faselt, dass den Kapitalismus awer de perfekten System ass, an die Aarem sollen sech halt bessen méi dru ginn, wann se méi verdéngen wéilten, etc.

    Et ass nemmen dann Heuchelei, wann si glaichzeitig hir Privilegien verteidegen. Maan se daat ower net, giew ech soen: Chapeau, schued datt et net méi esou Staatsbeamten gett, déi méi Meritokratie (virun allem Concours an Fraiheet) wellen. Wanns Du mengs, Du misst alles verteidegen nemmen wéinst Dengem Job…

    Déi Deeg hues du dach selwer op Dengem Blog geschriwwen, dass et schons arg komesch wir mat dem Etatismus hei am Land an deelweis grob ongerecht géigeniwwer dem Secteur Privé. Nun, ech verstinn all Mensch, deen bei de Staat geet (Ween giew daat net ausser deck Bossen an der Economie? Mee déi hunn jo sws hir Frenn an der Politik an graifen och genuuch of), ech graifen hei keng Staatsbeamten un, mee bedreiwen radikal Systemkritik.

    A propos: soll d’Schoul och privatiséiert ginn?

    Mir hun oft genuuch doriwwer hei gebloggt. Wann een dem Staat eppes misst ewech huelen, dann sain Bildungsmonopol. Allerdéngs sollt hien eng vernünfteg Uerdnungsrumm setzen.

    D’Virschléi vum ADR fannen ech do mol guer net esou iwwel, Voucher-Modell eben.

    Fënns du dass den Statut (zb Jobgarantie op Liewenszäit) an die héich Payen vun Staatsbeamten, Gemengebeamten, Léierpersonal etc, par rapport zum Recht vun der schaffenden Bevölkerung gerechtfertegt sinn?

    Nee. Vermutlech net. Wann een déi giew iwwerschaffen, kinnt een eppes fir Deng Aarbechter maan an bei hinnen d’Steieren em deen gespuerten Beidrag senken. Dat wir dann gerecht! An all Beamten, deen esou fair wir, giew Applaus verdéngen. An Du misst sws derfir sinn, well Du wells jo net, datt se „ausgenotzt“ ginn. Emgekéiert kinnten dann ower och endlech d’Staatsemployén hir Sozialversecherungen selwer aussiichen, well och si wellen vlait net onbedéngt gezwongen ginn an déi gesetzlech anzebezuelen, déi vermutlech géint Mauer fueren waerten.

    Wéi wëlls du konkret garantéieren, dass jidereen fräiwëlleg, déi Suen spend, déi néideg sinn fir en solidareschen System um Rullen ze halen?

    Ganz einfach: aus Eegeninteressi. Et muss jo och keen gezwongen ginn, seng Suen bei eng Autosfirma ze droen. Et geet een derhinner fir een Auto ze kréien. Genausou giew een sech eng Assurance zouleen. Oder aus bonne volonté, bon coeur etc.

    Ass et net eischter wat en sech leeschten kéint?

    Kloer, daat och.

    Mengs du eng alleinerziehend Mamm mat 2 Kanner hätt vill Suen iwwereg fir an sou eng Kees eranzebezuelen?

    Et huet keen déi Mamm ugestallt sech zwee Kanner undréinen ze loossen an sech dann scheeden ze loossen (well och wann et effektiv Witfraen gett, déi meescht esou Fäll sinn Scheedungsfäll!), well den Aalen et anscheinend ower net bréngt. Kommen selwer aus enger glécklecher, konservativer Famill, wou d’Famill och nach eppes waert wuar an ass.

    A mengs de déi wéilt net och die bescht medizinesch Versuergung fir hier Kanner?

    Kanner an aner Onmündeg sinn Spezialfäll. Do muss natirlech medizinesch Versuergung garantéiert sinn. Hei fannen ech et am Noutfall och an der Rei, wann de Staat engem verhouerten Saufbock oder Drogenjunkie d’Kanner zum Schutz ewechhellt. Et gett keen Recht op een Kand, jhust een Recht vum Kand op eng gutt Erzéihung. De Staat ass also derfir zoustaenneg d’Rechter vum Kand ze schützen an Gewalt an der Famill ze sanktionnéieren. Fir de Recht huet hien sech ower neutral ze verhaalen.

    Mee ech wees, die Aarem si jo all selwer schold a sollen just bessen méi gescheit ginn a méi schaffen, gell?

    Wéivill wirklech Armer gett et hei am Land? Eng kleng Minoritéit secherlech. Déi meescht, déi ower ofhaengeg vum Sozialstaat sinn, kinnten enner anerer Bedingungen wuel längst Arbecht hunn.

    Ech hoffen du gesäiss den Ennerscheed tëschent engem Luxusartikel wéi engem Auto an engem ‘Basisartikel’ wéi dem mënschlechen Kierper …

    Absolut. An grad well mir main Kierper méi wichteg ass wéi main Auto, denken ech esou. Léiwer loossen ech mer een Trabi opzwéngen wéi den Staat iwwert main Kierper, méng Gesondheet, méng Traitementer bestemmen ze loossen. Och hei huet hien jhust eng Aufgab: derfir suergen, datt Scharlataner aus dem Verkéier gezunn ginn.

    Kommentar von CK | Dezember 14, 2009

  44. Ech äntwerten lo net méi wëll et einfach ze zäitintensiv, opwenneg an schlussendlech och onnëtz ass.

    Mee deng Äntwerten konfirméieren leider fir mech, dass deng Usichten gréisstendeels utopesch, onrealistesch, eensäiteg, beschränkt, onnuancéiert, selbstgerecht, arrogant, süffisant, elitär, sozialdarwinistesch an zum Deel och richteg menschenveruechtend sinn.

    Soit.

    Kommentar von Grommel | Dezember 15, 2009

  45. @Grommel: Utopesch an onrealistesch- Nee, wat Praktikabilitéit ugeet. Ower dach jo, well keng philosophesch Basis an der Bevölkerung derfir do ass, derfir eben och main Ofleen vun Parteipolitik. Mee wann een eppes als richteg an gerecht erkannt huet, beugt een sech nun emol net (méi) der Majoritéit. Ech ennerstetzen ower all graduell Verbesserung, egal vun wéi enger Partei, Richtung méi Fraiheet, Eegenverantwortung an Selbstbestemmung an freen mech och doriwwer.

    Eesaiteg an onnuancéiert? Vu mir aus. Teschent Fraiheet an Onfraiheet gett et eben keen neutralen Choix fir mech. Insoufern sinn ech effektiv gnadenlosen Ideolog an och stolz drop.

    Beschränkt? Een Virworf vun Pragmatiker an Utilitaristen, déi selwer sech op naischt festleen kennen an wellen. Déi reegen sech dann iwwert méng Entwerten op, mee ween Froen stellt, kritt natirlech séng Entwerten, do sinn ech hei um Blog jo nach deen engagéiertsten.

    Selbstgerecht, arrogant, süffisant? Nö, jhust gesond Selbstvertrauen an d’Erkenntnis datt all Mensch selwer fir sain Liewen responsabel ass. Nemmen well vill Leit haut irresponsabel durch d’Welt laafen, muss ech daat net sanktionnéieren oder nach fir gutt empfannen.

    Elitär? Nee, leen Eliten grad komplett of. Eisen Blog ass stringent individualistisch, een gesonden Individuum acceptéiert keng Eliten. Elitär ass grad eng Organisatioun wéi den IPCC. Ech schreiwen kengem fir wéi en ze liewen huet.

    Sozialdarwinismus gouw schons widderluet.

    Menschenveruechtend ass den Sozialismus, net den Liberalismus, deen ALL Individuum absolut Rechter zougesteet an dermatter de Mensch eben grad als Mensch unerkannt statt als Afferdéier fir de Kollektiv.

    Sou, dermatter gouw effektiv hei alles gesoot, wuar sws schon vill zevill offtopic. Ech bidden an d’Zukunft drem beim Thema vum jeweilegen Post (hei eben de Klimawandel) ze bleiwen an probéieren mech och selwer dorun ze haalen.

    Merci ower fir d’Gespréich! (An all Gespréich léiert een jo Saachen bai.)

    Kommentar von CK | Dezember 15, 2009

  46. Ontopic:

    http://www.steinhoefel.de/blog/2009/12/al-gore-auf-dunnem-eis.html

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5528858/Ein-Physiker-erschuettert-die-Klimatheorie.html

    http://blog.aynrandcenter.org/climategate-a-green-conspiracy

    Und das Beste, was ich als (selber) Ex-Linker seit langem über die Linke gelesen habe:

    http://castollux.blogspot.com/2009/12/sozialisten-vom-revolutionaren.html

    Wobei mir letztens in Differdingen noch der gute Pascal Hansen (LSAP) erzählt hat, dass er- ähnlich wie Parteifreund Robert Goebbels- von den (repressiven) Grünen enttäuscht ist. Die Roten in Luxemburg wachen also auf, womit rot-blau vlt. irgendwann in der post-Juncker-Ära wieder zu einer ernsten Option werden könnte. Schön wär’s, zumindest aus gesellschaftsliberaler Sicht…

    Kommentar von CK | Dezember 15, 2009

  47. Just nach eng Kéier kuerz off-topic: http://strawdog.wordpress.com/2009/12/22/libertarismus-geet-ze-wait/

    Kommentar von Grommel | Dezember 22, 2009

  48. Ontopic:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,669398,00.html

    Kommentar von CK | Dezember 29, 2009

  49. Berichtigung: nach Forschungen der Universität Bristol (Pressemitteilung vom 9. November hier: http://bristol.ac.uk/news/2009/6649.html), die mit ähnlichen Ergebnissen aus Amsterdam übereinstimmen, wäre meine obige Behauptung, dass die Absorptionsfähigkeit der Meere zurückgeht, falsch. Demnach gebe es diesbezüglich keinen empirisch nachweisbaren Unterschied zur Situation vor 150 Jahren, obwohl die CO2-Emissionen exponentiell angestiegen sind.

    Kommentar von Nestor | Januar 2, 2010


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