L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Make Lëtzebuergesch great again

Kürzlich schlug eine Petition hier in Luxemburg hohe Wellen. Mit Erfolg, innerhalb kurzer Zeit unterschrieben über 10.000 Menschen das Begehr. Darin wird gefordert die “Lëtzebuerger Sprooch als 1. Amtssprooch an Nationalsprooch gesetzlech fir all Awunner zu Lëtzebuerg festzeleeën.“ Das Anliegen ist nicht neu und in einem gewissen Rahmen gerechtfertigt, ja sogar wichtig. Dennoch würde ich meinen Namen niemals drunter setzen.

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September 19, 2016 Posted by | Luxemburg, Neues aus Luxemburg, Offene Gesellschaft, Patriotismus, Pluralismus | , , | 1 Kommentar

Meng Sprooch, mäi Land

Gehen wir gleich in die Vollen und klären die Prämissen: Luxemburgisch ist linguistisch gesehen ein Dialekt, keine eigene Sprache. Politisch hingegen ist es eine historisch derart gewachsene Mundart, dass sie als eigene Sprache durchgeht. Sie hat ein nationales Territorium, das sie von anderen Ländern mit ihren Sprachen abgrenzt. Wäre die Geschichte im 19ten Jahrhundert minimal anders verlaufen, würde heute kein Mensch nach Luxemburgisch fragen. Es wäre ein Dialekt wie andere auch und wäre, ebenso wie diese, am verschwinden. In der aktuellen Diskussion um Identität, Sprache und Nationalitätengesetz, bekommt Luxemburgisch einen sehr eigenartigen Stellenwert. Es ist eine paradoxe Situation: Es wird mehr Luxemburgisch überall gefordert und zeitgleich davon gesprochen, dass die Ausländer sich mehr einbringen und sogar zum Luxemburgischen gezwungen werden sollten. Das ist aber keine Analyse, sondern Teil des Problems: Mit ersterem wird eine Mauer errichtet. Mit letzterem wird verlangt, dass die sprachlich Benachteiligten sie gefälligst einreißen sollen – und zwar einseitig!

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März 31, 2016 Posted by | Luxemburg, Neues aus Luxemburg, Offene Gesellschaft | , , , , , | 5 Kommentare

Lex Roth und sein Haß auf die Deutschen

Folgender RTL-Leserbrief des Gründers der Actioun Lëtzebuergesch fand sich die Tage auch im „Fonction Publique“, dem Sprachorgan der CGFP.

Sicherlich ist Lex Roth ein Mann, der sich um die Luxemburger Sprache mehr als verdient gemacht hat und dem deshalb Respekt gebührt. Eine Minderheitensprache, die als Teil unserer nationalen Identität auch meiner Meinung nach mal wieder mehr in unserer Schule gefördert und auch gefordert werden sollte.

Ich kann mir auch vorstellen, dass Roths Kindheit während der NS-Okkupation und des zweiten Weltkrieges nicht gerade leicht war und es viele Gründe zum Ärger, zur Wut und zum Hass auf die Deutschen damals gab. Aber dies alles rechtfertigt doch wohl nicht einen solchen Leserbrief im Jahre 2009.

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Februar 20, 2009 Posted by | Neues aus Luxemburg | , , | 8 Kommentare