L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Von Anwälten, Richtern und anderen Problemen

Ich gehöre zu den Leuten, die den offenen Brief von Vogel für übertrieben hielten. Da Vogel selbst bislang nicht als rassistisch-nationalistisch auffiel, würde ich seine Aussagen im Brief schon als grenzwertig, ihn selbst aber nicht unbedingt als xenophob einschätzen. Das kann im Eifer des Gefechts schonmal passieren. Wenn nun wirklich Kalkül dahinter steckt und seine Aussagen genau den Applaus von den Leuten bekamen, die er ansprechen wollte, sollte er seine Position nochmal überdenken, ansonsten ist die Sache „nur“ ein weiterer Tropfen im Fass, das hoffentlich nicht so schnell überlaufen wird. Noch brennt hier im Lande nichts.

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August 16, 2015 Posted by | Neues aus Luxemburg | , , , , , , , | 6 Kommentare

A Defense of Open Immigration

Nachdem ich Crossing Border gesehen hatte (ein Film, der viele interessante Probleme bzgl. der zu restriktiven US-Migrationspolitik, vor allem gegenüber Mexiko, aufwirft), wollte ich ursprünglich darüber für unsere Rubrik „Popkultur und Freiheit“ bloggen.

Doch fehlt mir derzeit irgendwie die Zeit zum Schreiben und vorher hätten auch erstmal wohl andere Themen Vorrang. Daher verweise ich hier lieber auf einen zwar recht langen, aber sehr lesenswerten Artikel von 2008 von Craig Biddle bzgl. einer liberalen, an individueller Freiheit orientierten, offenen Einwanderungspolitik (wie ich sie durchaus auch für Luxemburg und Europa allgemein unterschreiben würde.) Besser könnte ich dies selber nicht hinbekommen, er bringt alle relevanten, bedeutenden und mir wichtigen Argumente auf den Punkt. Allenfalls hätte man noch verstärkt auf den Zusammenhang zwischen einer restriktiven Migrationspolitik, dem sogenannten „Menschenhandel“, Schwarzmärkten mit rechtlosen „illegal aliens“ (der Staat spielt hier skrupellosen „Arbeitgebern“ zu), nicht anerkannt werdenden Diplomen, Drogenhandel und Prostitution (durch die vehemente Prohibitionspolitik werden hier leider erst recht Gewaltstrukturen geschaffen) eingehen können.

Viele haben (verständlicherweise!) natürlich Angst vor dem Islam. Ein Geert Wilders fordert daher sogar einen kompletten Migrationsstopp aus muslimischen Ländern. Dem könnte man jedoch eine knallharte Deportationspolitik schwer krimineller Ausländer entgegenstellen. Sprich: jeder darf erstmal kommen (auch Moslems) und bekommt eine faire Chance (allerdings keine Sozialhilfe!), aber wer sich daneben benimmt und die Werte der neuen Heimat mit Füssen tritt, bekommt alsbald- ggf. erst nach einer möglichen Gefängnisstrafe- mit Gleichgesinnten einen Freiflug nach Hause und ein lebenslängliches Einreiseverbot (Dies setzt natürlich durchaus effiziente Grenzkontrollen voraus. Nur werden diese nicht mehr harmlose Leute fern halten, die nur davon träumen ihr Leben bei uns verbessern zu wollen, sondern allein unsere Freiheit vor Gewalttätern schützen).

Siehe auch:
Harry Binswanger: Open Immigration

Februar 19, 2010 Posted by | Klassischer Liberalismus, Offene Gesellschaft, Pluralismus | | 7 Kommentare