L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Primat der Politik in Währungsfragen – nein danke ! (1)

Während einer Pressekonferenz gab sich der DP-Europaabgeordneter Charles Goerens gewohnheitsmäßig optimistisch in Bezug auf die Eurokrise und den (immer unwahrscheinlicher werdenden) Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Nach einheitlich lautenden Presseberichten forderte der liberale Abgeordnete in diesem Zusammenhang ein Primat der Politik über die Märkte. Ob eine solche Forderung mit liberalen Prinzipien vereinbar ist, darf wohl angezweifelt werden, ist jedoch nicht die Frage welche mich hier und heute beschäftigt.

Vielmehr fühlte ich mich an einen Vortrag erinnert, den Hans-Hermann Hoppe im Rahmen einer Veranstaltung des „Ludwig von Mises Instituts“ im September 2011 in Wien gehalten und dabei die Auswirkungen der Politik auf die Währung plastisch dargestellt hat. Folgen wir seinen Überlegungen, lieber Leser und stellen Sie sich vor, Sie sind die Politik, sagen wir mal die Regierung. Um Ihre Aufgaben zu bewältigen, brauchen Sie als Regierung Mittel, sowohl Gesetze als auch Geldmittel. Als Vertreter des Staates können Sie im Prinzip beschlagnahmen, was Sie wollen und sich somit ein „unverdientes“ Einkommen beschaffen. Doch anstatt Produktions- oder Konsumgüter zu beschlagnahmen, bevorzugen Sie es Geld zu konfiszieren. Denn Geld, als das am leichtesten verkäufliche und am weitesten verbreitete aller Güter, erlaubt Ihnen die denkbar größte Freiheit Ihr unverdientes Einkommen dann so zu verwenden, wie es Ihnen gefällt und die größte Vielfalt von Gütern zu erwerben. Darum werden die Steuern, die Sie der Bevölkerung auferlegen, Steuern in der Form von Geld sein und Sie werden versuchen Ihr Geldsteuereinkommen zu maximieren.

Bei diesem Versuch tauchen jedoch schnell Probleme auf. Irgendwann werden Ihre Versuche, die Steuereinnahmen zu erhöhen, auf Widerstand stoßen dergestalt, dass höhere Steuersätze nicht zu einem höheren, sondern zu einem niedrigeren Steueraufkommen führen. Ihr Einkommen sinkt, weil die Produzenten (Steuerzahler), mit einer immer höheren Steuerbürde belastet, schlicht weniger produzieren. In dieser Situation gibt es für Sie nur eine Möglichkeit Ihre Ausgaben weiter zu erhöhen oder zumindest auf dem jetzigen Stand aufrecht zu erhalten, nämlich die sich Geld zu leihen. Dafür müssen Sie sich an Banken wenden. Wenn Sie Geld von Banken leihen, nehmen diese fast automatisch ein aktives Interesse an Ihrem zukünftigen Wohlergehen, d.h. sie wollen dass Ihr Ausbeutungsgeschäft weiterläuft. Auf der anderen Seite, als Negativum, müssen Sie, wenn Sie Geld von einer Bank leihen, dies nicht nur zurückzahlen, sondern noch dazu Zinsen. Sie fragen sich jetzt: wie kann ich mich von diesen zwei Beschränkungen befreien, der Beschränkung durch einen Steuerwiderstand in Gestalt verringerter Steuereinnahmen und der Beschränkung, von Banken Geld borgen und an sie Zinsen zahlen zu müssen.

Sie können die erwünschte Unabhängigkeit von Steuerzahlern sowie von Banken erreichen, wenn es Ihnen gelingt, in einem ersten Schritt territorialer Monopolist der Geldproduktion zu werden. Auf dem von Ihnen kontrollierten Territorium ist es nur Ihnen, per Gesetz, gestattet, Geld zu produzieren. Aber das reicht noch nicht aus. Denn solange Geld eine normale Ware ist wie z.B. Gold oder Silber, die kostenaufwendig hergestellt werden muss, ist damit nichts für Sie gewonnen. Es ist daher entscheidend Ihre Monopolstellung dahingehend zu nutzen, dass Sie die Herstellungskosten und mithin die Qualität des Geldes soweit wie möglich reduzieren, am besten bis auf null. Anstatt eines kostspieligen Qualitätsgeldes wie Gold oder Silber müssen Sie dafür sorgen, dass bloße Papierstücke, die praktisch kostenlos hergestellt werden können, zu Geld werden. Mit der Stellung als Papiergeldmonopolist haben Sie das erreicht, wovon alle Alchemisten träumten: Sie haben etwas Wertvolles (Geld mit Kaufkraft) aus etwas praktisch Wertlosem (Papier) geschaffen.

Was sind die Konsequenzen? Mehr Papiergeld hat nicht die geringste Wirkung auf die Quantität und die Qualität aller übrigen, nicht monetären Güter. Es gibt genauso viele Güter wie zuvor. Das widerlegt unmittelbar die Vorstellung, die – wie es scheint – sämtliche „orthodoxen“ Ökonomen teilen, dass „mehr“ Geld irgendwie den „gesellschaftlichen Wohlstand“ zu steigern in der Lage ist. Dies zu glauben – wie es offensichtlich all diejenigen tun, die eine Politik des „ leichten Geldes“ als ein effektives und verantwortungsvolles Mittel propagieren, um sich aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu befreien – heißt an Wunder zu glauben. Steine, oder vielmehr Papier, soll in Brot verwandelt werden.
Das zusätzliche Geld bewirkt zweierlei. Zum ersten steigen die in Geldeinheiten ausgedrückten (Güter-)Preise, somit fällt die Kaufkraft einer Geldeinheit. Das Resultat heißt also: Inflation.
Zweitens: Während die größere Geldmenge den gesellschaftlichen Vermögensbestand insgesamt in keiner Weise berührt, so kann und wird sie den individuellen Vermögensbestand zu Ihren Gunsten und dem Ihrer Freunde umverteilen. Diejenigen, die das neue Geld zuerst bekommen und ausgeben, können zunächst noch zu den alten, niedrigen Preisen einkaufen. Umgekehrt dagegen werden diejenigen Personen, die das neue Geld erst später, zuletzt oder gar nicht erhalten zu den angepassten verteuerten Preisen einkaufen und (relativ) weniger für ihr Geld erhalten. Sie werden ärmer und verfügen nun über einen geringeren Teil des Volksvermögens. Das Problem mit diesem institutionellen Arrangement ist nicht, dass es nicht funktioniert. Es funktioniert perfekt, immer zu Ihren Gunsten und dem Ihrer Freunde und immer auf Kosten anderer. Alles was Sie beachten müssen, ist eine Hyperinflation zu vermeiden. Denn in diesem Fall würden Ihre Untertanen – sprich Bürger – aufhören, Ihr Geld zu verwenden und stattdessen in reale Werte flüchten. Das Problem mit Ihrem Papiergeldmonopol ist allein die Gefahr, dass die ganze Sache von der betroffenen Bevölkerung als das erkannt wird, was sie ist: eine kriminelle, betrügerische Machenschaft.
Wie Sie dieses Problem auch noch in den Griff bekommen, darüber mehr im nächsten Beitrag.

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Juni 5, 2012 - Posted by | Klassischer Liberalismus, Wirtschaft | , , , , ,

8 Kommentare »

  1. Mmmh.

    Ech perséinlech fannen, dass hei muench Ausdreck e bessche polemesch eriwwerkommen – Steieren als ‚onverdengte Souen‘ ze bezeechnen ass zumindest net neutral formuléiert.

    Zwee Detailler giffe mech interesséieren:

    1) Gett et e Beispill – relativ rezent, an engem moderne Wirtschaftssystem, dass eng Volkswirtschaft wéinst héiche Steiersätz méi kleng ginn ass. Ausgeholl aktuell Situatiounen wéi a Griechenland, wou d’Steieren an de Scholdendengscht ginn, an der Wirtschaft net erem zegudd kommen.

    Net dass dat deen eenzege Kritere sollt sinn, fir eng héich Steierlaascht ze rechtfertegen, am Géigendeel. Mee et fällt mir lo grad kee Beispill an, wou dee Fall esou ze beobachte woer.

    2) Ech kann d’Argumentatioun vum Pabeiergeld novollzéien, mee wou ass de Virdeel vun ‚wäertvollem‘ Geld wéi Gold oder Selwer? Wann d’Geld doduerch beschränkt ass, dass et einfach nemmen eng gewesse Quantitéit um Marché gett, wéi kann da wirtschaftleche Wuesstem supportéiert ginn? A wann dann eng Minn fonnt get, déi enorm Quantitéiten vu Gold op de Marché geheit, wat ass dann un enger Inflatioun dorausser anescht wéi un enger Inflatioun, déi mat der Press gemaach gett?

    Kommentar von Marc | Juni 5, 2012

  2. @Marc: Zu 2 muss den Claude der entweren, ech sin punkto Gold och anerer Meenung wéi hien (Och wann ech him mat senger Kritik un der EZB natirlech recht gin.) Siehe meng Artikelen iwwert Geldsystem.

    1 ass ower nawell evident. Wann héich Steieren d’Economie net giewen belaaschten, kinnt een jo roueg Steiersätz vun 80,90% oder esouguer 100% aféieren (daat wir dann Staatssozialismus pur et dur) an et giew emmer nach alles rullen. Datt daat net esou ass, ass jo ower empiresch sait 1989 bewiisen 😉

    Héich Steieren schueden der Wettbewerbsfähegkeet an der Motivatioun vun den Schaffenden an se dreiwen d’Praiser a Luet. Doriwwer eraus kommen Iwwerleeungen an d’Spill wéi op de Staat iwwerhapt ka besser wessen wou Investissementer mussen gemaach gin wéi den Marché, ob zentralistesch Strukturen net dezentralen ennerleen sin, „one size fits all“ vs. Diversitéit asw.

    Déi optimal Steiersätz (am Senn vun Maximeierung vun den Staatseinnahmen) leien souwiesou éischter bei 30 wéi bei 40-50%.

    Stechwuert Laffer-Kurv bspw:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Laffer-Kurve

    Kommentar von CK | Juni 5, 2012

  3. Mmmh.

    Den Amerikaner hier Maximalsteieren iwwert d’Zäit gekuckt:

    Anscheinend konnt een do iwwert laang Joeren iwwert 70% leien, och zäiteweis iwwert 90%, an dat an Zäiten, wou d’USA alles wéi net kommunistesch wollte sinn 😉

    A virun allem: deemols huet et gebrummt, wirtschaftlech gesinn.

    Ech well lo net argumentéiren, dass héich Steieren gudd fir d’wirtschaftlech Entwecklung sinn. Ech si just skeptesch wa gesot get, se wiere schlecht. Ech ginn d’Gefill net lass, wéi wann se net wierklech ausschlaggebend wieren.

    Ausser lo natierlech ennert dem Aspekt vun der gezielter Delokaliséirung/Globaliséirung an Niddregsteiergebidder, wann et em geografesch flexibel Entitéiten geet.

    Mee d’Iddi, dass d’Leit net schaffen, well se dofir Steieren musse bezuelen, fällt mer nach emmer schwéier nozevollzéien.

    D’Laffer-Curve ass fir mech och éirenswéi sou eng allgemeng Ausso – prinzipiell logesch novollzéibar, mee reell eraushuelen kann een net vill. Et ginn Etuden, déi de Peak bei 25% leen, anerer leen en bei 70+%.

    Wat d’Verwendung vun de Steieren ugeet, ginn et vill Beräicher, wou de Marché eigentlech net funktionéiren kann. Saache wéi Infrastruktur, Educatioun, Militär/Police etc. Dat ass jo am Prinzip hier och an der Rei.

    Kommentar von Marc G | Juni 5, 2012

  4. @Marc: Föderal Akommessteieren gouwen an den USA virun allem opgrond vun den zwee Weltkriicher massiv eropgesaat (bis iwwer 90%). Geboomt huet do net vill (ausser der Rüstungsindustrie natirlech). Duerno sinn se jeweils direkt erem erofgesaat gin an DAAT huet d’Economie dunn ugekurbelt.

    Den Roosevelt wuar- ökonomesch gekuckt- een Sozialist bzw. Sozialdemokrat, och wann hien him héich urechnen muss d’Welt vum NS befreit ze hun.

    Wat mech allerdengs wonnert un Dengem Link ass, datt zwar nom eischten WK Steieren kurz duerno direkt erem erofgaangen sin, ower nom zweeten se bis baal 1985 nach iwwer 50% loungen. Do hun ech nawell ganz Aneres gelies. Mee bon, dei Grafik bezitt sech jo op de SPETZENsteiersatz (méi interessant wir eng Grafik iwwert den Steiersatz vum Durchschnettsamerikaner.)

    „Ech well lo net argumentéiren, dass héich Steieren gudd fir d’wirtschaftlech Entwecklung sinn. Ech si just skeptesch wa gesot get, se wiere schlecht. Ech ginn d’Gefill net lass, wéi wann se net wierklech ausschlaggebend wieren.“

    Munch Steieren sin wuel effektiv manner schiedlech wéi Anerer. Och do gett et soi-disant ennerschiddlech Elastizitéiten.

    Op d’Leit hir Steieren bezuelen oder net, haenkt natirlech vun diversen Faktoren of, esouguer deelweis vun der kultureller Mentalitéit. Virun allem ower wuel dervunner ob se d’Steieren „gerecht“ fannen (ethesch-moralesch Iwwerleeungen) an op se der Meenung sin, datt se fir hir Steieren eng adäquat Géigenleeschtung kréien oder net. Je no Situation, kann een dann esouguer der Meenung sin, datt et ubruet ass, (méi) héich Steiersätz ze bezuelen.

    Mee d’Iddi, dass d’Leit net schaffen, well se dofir Steieren musse bezuelen, fällt mer nach emmer schwéier nozevollzéien.

    Et ass jo ower wuel evident datt een fir sech schaffen geet (fir een gudden Nettoloun) an net fir aner Leit (jo, okay, Steieren sinn net jhust fir Anerer, et kritt een och selwer eppes erem, mee do huet een keen direkten Afloss dropper, entscheedend fir d’eegent Liewen ass haptsächlech, wat een selwer an der Täsch huet). Wanns de muer 80% Steieren misst bezuelen, bleiws de dach besser doheem an léisst Dech vun Aneren alimentéieren. (Ausser Du verdéngs wirklech esouvill brutto datt esouguer bei 80% Steieren Du nach vill iwwreg behells, da gehéiers de ower zu den Superraichen, esouguer hei am Land).

    Mir giew nemmen eng Situation afaalen wou ech wirklech 80% giew acceptéieren. Eben, effektiv an engem Verteidegungskriich wou et drem geet, ob engem seng Heemecht iwwerliewt oder Verbriecher an d’Hänn fällt. Wann Nazien bis herrschen, netzt engem naischt méi wéivill een um Konto huet. Et kann muer souwiesou alles enteegnet gin oder een direkt embruet gin. An esou engem Fall giew ech quasi all meng Suen gin fir ze iwwerliewen an main Fraiheet ze behaalen. Mee daat sin Extremsituatiounen.

    Wat d’Verwendung vun de Steieren ugeet, ginn et vill Beräicher, wou de Marché eigentlech net funktionéiren kann. Saache wéi Infrastruktur, Educatioun, Militär/Police etc. Dat ass jo am Prinzip hier och an der Rei.

    Also wann een dem Staat zwar een Monopol direkt misst ewechhuelen, da wir et d’Bildungsmonopol. Ech giew fir den Ufank emol een Vouchersystem ganz guttfannen. Militär a Police sinn ech ower natirlech d’accord. Infrastruktur haenkt dervunner of, wat genau konkret gemengt ass (munches kann privat sin, Aneres manner), wa méiglech soll ower emmer de Principe Utilisateur-Payeur gellen. Insoufern giew ech eng Mautgebühr bspw. och ganz an der Rei fannen, virausgesat déi Suen gin dann och fir Stroossen an naischt Aneres verwend.

    Kommentar von CK | Juni 6, 2012

  5. @CK,

    Genau d’Entwecklung no WWII as déi, déi mech stutzeg gemaach huet. Wann et mat sou Spetzesteiersätz (déi jo awer nach laang net déi ganz Steierlaascht ausmaachen, just nemmen d’federal income tax) sou eng wirtschaftlech Entwecklung gouf, da giff mech eben och e Géigebeispill interesséiren, fir d’Saach kennen ze vergläichen.

    An d’Assumption, dass d’Leit an éischter Linn fir e gudden (Netto-)Loun schaffe ginn, steet menger Meenung no och op wackelege Féiss. D’Géigebeispill gesäiss de all Dag en masse: kuck, wéivill Leit z.B. hei am Gesonndheetssecteur, mat vill Ausbildung a Kënnen ganz vill Engagement weisen. Wéillten déi Leit hieren Nettoloun maximéiren, da giffen se mat hiere Méiglechkeeten an ganz aneren Beräicher schaffen.

    Ech giff esou guer esou wäit goen, a Fro ze stellen, wéivill den z’erwaardende Loun en Afloss op d’Motivatioun, ze schaffen, huet. Secher, et ass an eisem System esou ageriicht, dass de Loun eben gebraucht get, fir kennen ze liewen, a vun dohir einfach wichteg ass. Mee d’Begrendung fir déi Iddi vum BGE, dass d’Leit eigentlech gäere schaffen, an dat guer net onbedengt mat Souen ze dinn huet, déi giff ech net direkt oflehnen.

    Kommentar von Marc | Juni 6, 2012

  6. „Wann et mat sou Spetzesteiersätz (déi jo awer nach laang net déi ganz Steierlaascht ausmaachen, just nemmen d’federal income tax)“

    An och vun daer ass et esouguer nemmen een Deel. Deen Deel fir deen Bill Gates an Co. bzw. all ab engem gewessen Joresgehalt opkommen, do feelt ower nach den groussen Deel fir deen Leit wéi Du an ech opkommen.

    da giff mech eben och e Géigebeispill interesséiren, fir d’Saach kennen ze vergläichen.

    Also ech gesin bspw. konkret datt et Letzebuerg an der Schwaiz wuel ökonomesch besser geet wéi Frankraich. Mee daat huet natirlech net nemmen eppes mam Steiersystem ze din.

    An d’Assumption, dass d’Leit an éischter Linn fir e gudden (Netto-)Loun schaffe ginn, steet menger Meenung no och op wackelege Féiss.

    Bon, ech well natirlech hoffen datt déi meescht Leit beruflech eppes maan, wat hinnen och gefällt a leit an wa méiglech och Satisfaktioun a Freed bereed. Ech ginn selwer och net NEMMEN jhust fir Suen schaffen. Mee trotzdem: d’Paye (=Nettoloun) muss ower OCH stemmen. An et kritt een ongaer méi wéi onbedengt noutwendeg vum Staat ewechgeholl.

    kuck, wéivill Leit z.B. hei am Gesonndheetssecteur, mat vill Ausbildung a Kënnen ganz vill Engagement weisen.

    Also hei am Land verdéngen Pfleger an Infirmieren zwar net schlecht, zumols aus der Sicht vun Frontalieren, daerer jo eng ganz Rei grad och am Gesondheetssektor täteg sin. De Loun ass ower natirlech net déi eenzeg Motivatioun (schons guer net bei esou Beruffer), mee trotzdem keng onbedeitend. (An Daitschland fannen ech, datt se effektiv ennerbezuelt sin, mee déi sozial Fro heescht do jo eben grad: MEI NETTO! )

    Mee d’Begrendung fir déi Iddi vum BGE, dass d’Leit eigentlech gäere schaffen, an dat guer net onbedengt mat Souen ze dinn huet, déi giff ech net direkt oflehnen.

    Leit schaffen natirlech OCH gaeren bénévole (an hirer Fraizait), siew et aus ideologeschen, sozialen oder soss Motiven eraus. Dat leugnen ech net. Ouni Benevolat giew villes guer net fonctionneieren (Verainsliewen, Wuelfahrtsverbänn, Blutspend asw. An natirlech och Bloggen, grins). Daat ass jo esouguer grad een Argument fir klassesch Liberaler fir ze soen datt et fir villes iwwerhapt keen vum Staat durchgesaten Zwang brauch, mee d’Menschen als Sozialwiesen villes vu sech aus maan. Daat widersprecht deem uewen Gesooten net!

    Kommentar von CK | Juni 6, 2012

  7. mh, geh ich recht in der Annahme, dass das mehr so’n Luxemburger Problem ist? Ich versteh jedenfalls „kein Wort“… 😉

    Kommentar von Werner | Juni 6, 2012

  8. @Werner: Eigentlich ist die Diskussion zwischen Marc und mir vollkommen offtopic. Wir reden über Steuern, die Motivation arbeiten zu gehen und das Verhältnis zum (Netto-)Lohn usw. (und gar nicht über das (Papier-)Geldmonopol der EZB/eigentliches Thema des Artikels.)

    Kommentar von CK | Juni 6, 2012


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