L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Eine liberale DP (2)

Primat von Recht und Freiheit statt Primat der Politik

Für Liberale gibt es kein Primat der Politik; denn Politik und Staat haben Recht und Freiheit zu schützen und sind Recht und Freiheit untergeordnet. Für Li­berale gibt es ein Primat von Recht und Freiheit. Recht und Frei­heit müssen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen gelten. Und das heißt, der Staat muss Rechtsstaat sein. Die Wirtschaft muss Marktwirtschaft sein. Für die Religion gilt die Religi­ons- und Gewissensfreiheit. Die Macht der Politik muss zum Schutze der individuellen Freiheit und des Rechts begrenzt werden.



Nur der liberale Rechtsstaat kann die Freiheit des Einzelnen schützen

Individuelle Freiheit heißt, dass Menschen unabhängig von der nötigenden Willkür anderer Menschen leben können. Die individuelle Freiheit für uns alle kann nur durch die Herrschaft des Gesetzes (Rule of Law) geschützt werden. Durch allgemeine und abstrakte Regeln soll si­chergestellt werden, dass jeder Mensch frei leben kann.

Der Staat ist eine Vereinigung von Bürgern unter Rechtsgesetzen, durch die die gleiche Frei­heit für alle hergestellt und gesichert wird. Das Recht ist mit der Befugnis zur Anwendung von Zwang verbunden, und nur der Staat hat das Recht zur Ausübung von Zwang. Aber er hat es auch nur, um eine Verfassung von der größten Freiheit zwischen Menschen zu errichten und zu sichern, nicht von der größten Glückseligkeit und Wohlfahrt.

Jeder Mensch hat das Recht, auf seine Weise nach Glück zu streben

Der Staat darf keine Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen per Gesetz – und das heißt per Zwang – durchsetzen oder fördern. Der Staat hat lediglich dafür zu sorgen, dass die Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen der Menschen nebeneinander bestehen können. Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen sind ausschließlich individuelle Lebensführungsprogramme. Kein Mensch, keine Gruppe, keine noch so demokratisch gewählte Mehrheit und auch kein Staat haben deshalb das Recht, Menschen zu zwingen, auf eine bestimmte Art und Weise glücklich zu sein. Jeder Mensch hat das Recht, auf seine Art nach Glück zu streben.

Diesem Ideal entspricht ökonomisch die Marktwirtschaft

Die Marktwirtschaft ist kein Dschungel, in dem der Stärkere den Schwächeren frisst. Der freie Markt ist der Ort, auf dem freie Menschen auf der Grundlage des Rechts freiwillig zum ge­genseitigen Vorteil übereinkommen, miteinander zu handeln und geschäftlich zu kooperieren. Der Markt ist deshalb nichts anderes als ein Oberbegriff für die millionenfache und unter den Bedingungen der Globalisierung milliardenfache dezentrale direkte und indirekte Kooperation von einzelnen Menschen. In keinem anderen Wirtschaftssystem kann der Einzelne sich so frei entfalten wie in der Marktwirtschaft. Das Recht auf die freie Berufswahl, den eigenen Le­bensstil und die freie Gestaltung des Familien- und Privatlebens, der Werteentscheidungen und Konsumgewohnheiten und des räumlichen Lebensmittelpunktes ist in einer Planwirtschaft nicht möglich. Freiheit und Wirtschaftsplanung schließen sich aus.

Eine freie Wirtschaft bringt Wachstum und Wohlstand

Armut ist nicht die Folge von Marktwirtschaft, sondern der Abwesenheit von Marktwirt­schaft. Wo keine auf Rechtssicherheit und Eigentum beruhende Marktordnung herrscht, herrscht Rückständigkeit und Elend. Seit dem Ende des Feudalzeitalters und der Entstehung der modernen Marktwirtschaft in Europa haben die Menschen in den Teilen der Welt, in dem sich diese Wirtschaftsordnung durchgesetzt hat, einen zuvor nicht vorstellbaren Wohlstand erreicht. Gemessen an allen Indikatoren, Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Kaufkraft, Gesundheit sind wir wohlhabender als es je Generationen zuvor gewesen sind.

Der politische Auftrag, die Existenzberechtigung und die Erfolgperspektive einer liberalen Partei ergeben sich aus ihrer Position, Sachwalter, Anwalt und Vorkämpfer von individueller Freiheit, Rechtsstaat und Marktwirtschaft zu sein. Sie darf sich nicht von einzelnen Gruppen und Interessenvertretern instrumentalisieren lassen, sondern muss die Prinzipien von Recht und Freiheit stets höher stellen als die Belange von Einzelinteressen. Sie muss in jeder Situation glaubwürdig für die Sache der Freiheit streiten.

Ihre Aufgabe ist es, anders zu sein als andere Parteien. Ihr Platz im Parteiensystem ergibt sich aus der Notwendigkeit, sich der Aushöhlung von Bürgerrechten, Marktwirtschaft, De­mokratie und Rechtsstaat entgegenzustellen und die Aufhebung von Freiheitsbeschrän­kungen voranzutreiben. Als Partei muss sie selbst ein Motor der Reform des politischen Sys­tems sein im Sinne der Durchsetzung der Beschränkungen politischer Macht, der Begrenzung des Einflusses der Parteien und der Bewahrung und Wiederherstellung der Gewaltenteilung.

*Obige Ausführungen entstanden in enger Anlehnung an ein Positionspapier der deutschen Gruppe „Liberaler Aufbruch“

Mai 13, 2012 - Posted by | Klassischer Liberalismus, Luxemburg | ,

11 Kommentare »

  1. Das ist kein wirklich radikales marktwirtschaftliches Konzept, da dem Staat ja schon noch eine wichtige Funktion beigemessen wird, aber es hebt sich sehr deutlich von allen sozialen, christlichen, ökologischen usw. Parteien ab. Da wird man natürlich sehen müssen, wie weit so ein Programm trägt, das soziale Fragen ausklammert. Ich habe ja den Eindruck, dass es in den letzten Jahren eine Renaissance sozialer Politik gegeben hat, sei sie christlich oder sozialdemokratisch motiviert. Ob der Satz: „Armut ist nicht die Folge von Marktwirtschaft, sondern der Abwesenheit von Marktwirt­schaft.“ heute noch viele Leute überzeugen kann, daran zweifele ich. Die Meinung ist doch eher die, dass eine freie Wirtschaft in die Krise führt und dazu beiträgt, dass die Schere zwischen arm und reich aufgeht. Ich finde, dass eine liberale Partei mit den Diskussionen seit der Krise 2008 umgehen muss und etwas mehr als Antwort auf die sozialen Fragen geben sollte als: lasst einfach alles die freie Wirtschaft regeln und es wird allen geholfen sein.

    Kommentar von Werner | Mai 13, 2012

  2. Et wier net mäi Liberalismus, dat doten.

    Ech sinn absolut ok mat der Notioun, dass jiddfereen soll fräi sinn, säi Liewen esou ze gestalten, wéi e well – jidfferengem säi Gleck läit enzwousch anescht, an dat gelt et ze respektéiren.

    Mee hei kritt d’Gesellschaft dann nemmen een eenzegen Tool – d’Maartwirtschaft – fir dat ze maachen. Jiddfereen, dee mat deem Tool/System net eens get, net eens well ginn oder deem seng Iddi vu Gleck net doranner passt, deen hat da Pech?

    Dat kann et dach net sinn.

    Kommentar von Marc | Mai 14, 2012

  3. @Marc: „jidfferengem säi Gleck läit enzwousch anescht, an dat gelt et ze respektéiren.“

    Daat hues de nawell schéin ausgedréckt. Chapeau🙂

    Mee hei kritt d’Gesellschaft dann nemmen een eenzegen Tool – d’Maartwirtschaft – fir dat ze maachen.

    Weess elo net wéis de dorobber kenns. Wann een léiwer am Sozialismus well liewen, kann een sech jo eng entsprichend Nisch schaffen, daat ass jo net verbueden. Esou wéi Kibbuzim an Israel bspw. Och gett et an enger lieweger Zivilgesellschaft emmer vill sozial Arichtungen (Wuelfahrtsverbänn, Spendenorganisatiounen, Verainer, Gewerkschaften etcpp).

    Kommentar von CK | Mai 14, 2012

  4. @CK,

    Loosse mer d’Saach e besschen anescht formuléiren.

    D’Fräiheet, säi Gleck ze sichen, sou wéi een et well, dat soll also vun der Gesellschaft/Politik/wat och emmer garantéiert ginn.

    An zum Emfeld, dass een säit Gleck siche kann, gehéiert nun och emol, dass verschidden Basis-Bedürfnisser erfellt sinn an Basis-Ängschten geholl sinn. Iessen, drenke, wunnen, Secherheet… Maslow, ennen an der Pyramid.

    Ween dee ganze Komplex un eng Maartwirtschaft gett, déi par definition emmer Acteuren huet, déi ‚ze kuerz kommen‘, dann feelt mir do eppes.

    Dass en iwwerzeegten Liberalen mat sou Approchen natierlech net waarm get, weess ech. Mee et giff mer gefalen, wann Liberalismus net op Marktwirtschaft reduzéiert giff ginn, mee och emol erem Biergerrechter ernimmt giffe ginn.

    Däin Argument mat der sozialistescher Nisch loossen ech net gellen – keen verbidd et de Radikal-Liberalen, sech e liberalen Kibbuz anzeriichten😉

    Kommentar von Marc | Mai 14, 2012

  5. @Marc: All Liberalen (Liberaler sin keng Anarchisten!) weist dem (Rechts-)Staat d‘Aufgab zou, d‘Liewen, d‘Fraiheet an d‘Eegentum vun séngen Birger ze schützen. (Sécuritéit)

    Fir Iessen an Drenken ass jo schons haut de Staat NET zoustaenneg, mee privat Gastronomiesbetribber. Dito fir den Immobilienmarché wou privat Entreprisen täteg sin. Et ass also d‘ MARKTWIRTSCHAFT déi eis Iessen, Drenken an Wunnengen bereedstellt. Mee huelen un, et geet Dir wuel doremmer ob een Sozialstaat deenen- an engem fraien Staat nemmen nach ganz wéinegen Leit- helleft, déi wirklech net aleng fir sech selwer kennen suergen. Doriwwer kann debattéiert gin, och wann am Optimalfall och Sozialhellef privat wir.

    Ween dee ganze Komplex un eng Maartwirtschaft gett, déi par definition emmer Acteuren huet, déi ‘ze kuerz kommen’, dann feelt mir do eppes.

    Wat mengs de „mat ze kurz kommen“? Vill Leit mengen grondsätzlech emmer, se wiren ze kurz komm. Richteg ass: datt den Marché net all Bedürfnisser kann befriddegen, daat kann ower keng Institutioun. Och dem Staat seng Ressourcen sin limitéiert.

    Mee et giff mer gefalen, wann Liberalismus net op Marktwirtschaft reduzéiert giff ginn, mee och emol erem Biergerrechter ernimmt giffe ginn.

    Déi gin jo oft ernimmt, och hei op LfL.

    „ keen verbidd et de Radikal-Liberalen, sech e liberalen Kibbuz anzeriichte“

    Ass leider eben net méiglech. Well et giew een jo direkt géint lauter Gesetzer verstoussen (Mindestloun, Schwarzarbecht, Steierrecht etc). Emgekeiert ass ower méiglech.

    Cf.
    https://lforliberty.wordpress.com/2009/04/01/was-ist-kapitalismus/

    Kommentar von CK | Mai 14, 2012

  6. @CK, dass d’Verdeelung vu Wueren duerch de Marché funktionéiert, dat ass jo onbestridden. Ech mengen net, dass haut nach een no klassescher sowjetescher Planwirtschaft striewt…

    Wat net funktionéiert, ass de fait, dass ech mer weder eng Kuuscht nach eng Häip leeschte kann, wann ech keen Akommes hun. Wann ech haut zu Letzebuerg mat engem Mindestloun iwwerliewe muss, kann ech zwar glëcklech ginn, wéi ech well, mee et ass besser, wa mäi Gleck dann éischter net materiell orientéiert ass😉

    Wann ech dann net z.B. eng Secherheet vun engem Mindestloun hun, an éirenswou an d’Situatioun kommen, dass ech, trotz Aarbecht, net mat menge Souen auskommen kann, an de Choix entweder Haip oder Kuuscht ass… dann ass dat e bessche problematesch.

    Lo kann ech et esouguer novollzéien, wanns de seess, dass dat sech wäert ausbalancéiren: de marché vun den Iesswueren an de Wunnechten wäert sech adaptéiren, fir och deenen eppes ze bidden, déi nemmen 1000 oder 500 oder wat och emmer kennen ausginn. Mee wann dat dann awer bedeitend méi laang brauch, wéi de Contenu vu mengem Frigo hällt, hunn ech eng Tendenz an der Teschenzäit nawell nervös, an kuerz drop ganz gezielt rosen ze ginn🙂

    Wat den liberalen Kibbuz ugeet: natierlech geet dat – och wann et z.B. e Mindestloun gett, kennen zwee Parteien awer ennert sech ausmaachen, dass déi, déi deen marktwirtschaftlech ze héiche Mindestloun kritt, mee direkt erem un déi aner Partei d’halschecht zreckiwwerweist. Legal wier dat. Et kéint allerdengs schwéier ginn, Kandidaten fir sou e Kibbuz ze fannen, déi do fräiwelleg matmaachen😉

    Kommentar von Marc | Mai 14, 2012

  7. @Marc: Dem Claude seng Ausso am Artikel ass jo amfong grad déi, datt de Staat de Marché behennert. „Ze weineg wirtschaftlech Fraiheet“ bspw. durch ze restriktiv Gesetzer, zevill Bürokratie an esou verhenneren datt Praiser (an dermatter d’Liewenskäschten) kennen senken.

    Grad Wunnraum ass hei am Land enorm deier, mee da loss eis emol Steieren erofsetzen, looss eis de Bauperimeter an munchen Gemengen erweideren, looss eis virun allem emol Baurecht vereinfachen (fir bspw. méi an d‘ Heicht daerfen ze bauen oder méi séier Autorisatiounen ze vergin asw. asf.), do gett d‘ Offer jo oft künstlech verknappt bzw. de Marché drun gehennert, méi séier sech ze adaptéieren. An daat ass Quintessenz vum Artikel. Ze oft gett gesoot, een ze fraien Marché wir de Problem, mee de Contraire ass leider oft wouer an de Staat probéiert selwer geschafften Problemer dann ze léisen.

    De Mindestloun ass faulen Zauber. Nemmen well et een Gesetz gett wat een Mindestloun virschreiwt, bezillt de Patroun der trotzdem net méi wéi Deng Arbecht wert ass. Wann déi manner wert ass wéi de Mindestloun gess de eben net agestallt a kanns dann Chomage ufroen. Trotzdem kann ech verstoen datt keng Partei un de Mindestloun rüttelen geet, well déi mannsten Leit giewen daat heiten begraifen an de Virworf, (zevill) onsozial ze sin, faert ALL Partei.

    Jo, Gesetzer kann een emmer emgoen (et gett jo och Entreprisen déi Leit einfach net umellen an schwarz astellen an dann och bezuelen wat se wellen), mee ech well hei net onbedengt zum Agorismus opruffen.😉

    Kommentar von CK | Mai 14, 2012

  8. Mmmh, beim Wunnraum gesinn ech d’Saach anescht wéi’s Du – et ass a mengen Aen keng Fro, dass net genuch Wunnraum do wier – kuck Dech um, wéivill eidel steet, a wéivill Terrain am Perimeter zur Verfügung steet. Hei funktionéiert de Marché net, well et eng ganz Rei grouss Playeren op der Ubiddersäit gett, déi en Interesse dorunner hun, de Marché ze kontrolléiren. Wann eng Rei Promoteuren masseweis Terrain’en opkafen, an déi 10 oder 20 Joer leie loossen kennen, well se sech doduerch méi Rendement erwaarden, kann de Maart jo net fonctionnéiren.

    Meng Approche hei wir eng aner: Eigentum verpflichtet.

    Zum Mindestloun enttäuschst de mech elo e besschen an Denger Naivitéit.

    De Patron/Entrepreneur/wirtschaftlech rational denkend Entitéit (fir hei keng wäertend Bezeechnung ze huelen) bezillt Dech net zum Mindestloun, well Deng Aarbecht net méi Wäert ass. Fir déi allermeeschten Salariéen ass d’Héicht vum Salaire genausou onofhängeg vum ‚Wäert‘ vun hierer Aarbecht wéi de Präis vun deene meeschte Produit’en keng Relatioun zu hieren Hierstellungskäschten huet. A genausou wéi et am Senn vun der Profitmaximéirung interessant ass, eng Wuer belleg hierzestellen an deier ze verkafen, ass et och interessant, Aarbechtskraaft belleg disponibel ze hun a méiglechst vill Wäert erauszekréien. A priori ass déi Gewennmaximéirung jo och an der Rei. Mee wann se net e besschen an der Gidd gehalen gett, dann dégéneréiert dat zimmlech séier.

    Sou sinn ebe Geschäftsmodeller, déi dorobber baséieren, dass Salariéen op enner Mindestliewenshaltungskäschte gedreckt ginn, net profitorientéiert duerchzeféiren. Dat schengt mer net a priori e Problem fir d’Gesellschaft ze sinn.

    Kommentar von Marc G | Mai 14, 2012

  9. @Marc: Also mat der Parol „Eigentum verpflichtet“ hunn ech nach nie eppes konnten ufaenken. Entweder eppes ass main Eegentum oder net. Wann et main Eegentum ass, kann ech och alles dermatter maan, wat ech well (notamment och et brach leien ze loossen.) Derbai gin kengem aneren Individuum seng Rechter verletzt.

    Natirlech kann een sech ower virstellen datt een fraiwelleg e Kontrakt ennerschreiwt, deen Verpflichtungen mat sech bréngt an déi sin natirlech dann och anzehaalen. Wann d´öffentlech Hand (oder theoretisch soss een Acteur) also engem privaten Entrepreneur een Terrain verkeeft an am Verdrag ausgemach ass, datt en bspw. ennerhalb vun 2 Joer eppes drop bauen muss (esou ähnlech Konditiounen also wéi een et vun den Subsiden hir och kennt), esou hunn ech do naischt dergeint, au contraire. Ech wir derfir datt se verstärkt esou Mesuren giewen entaméieren. Wanns de also esou eppes mengs, d´accord. Mee daat nennen ech „Verdragsfraiheet“ (déi jo vun baiden Saiten ausgeet) bzw. „Verdreeg verpflichten“, Pacta sund servanda, ower net „Eegentum verpflichtet“ (eben fir Messverständnisser ze vermeiden, well Eegentum ass fir mech een Grondrecht wéi Liewen an Fraiheet.)

    Mam Mindestloun hunn ech mech vlait als Vertrieder vun der subjektiver Wertléier ongenau ausgedreckt. Léin gin teschent Patron an Ugestallten ausgehandelt (siew et direkt individuell, siew et indirekt iwwer Organisatiounen wéi Patronatsverbänn an Gewerkschaften). An esou wei ech als Konsument iwwerleen wéivill mir een Produit perséinlech wert ass (=weivill wielt ech derfir bezuelen?), iwwerleet den Patron weivill ass mer deen dooten als Arbechtskraft wert? Natirlech well hien den Salaire meiglechst niddreg haalen an den Arbechtnehmer well en meiglechst héich hun an dann trefft een sech eben an engem Punkt (oder och net, da kennt keen Contrat zustann.) Eben durch d´Spill vun Offer an Demand. Ech sin KEEN Vertrieder vun der Arbechtswertléier vun Smith an Ricardo, sollten do Messverständnisser entstann sin. An een deen een fir een Loun X agestallt haett, gett eben net agestallt, wann X<Mindestloun. Ausser et kinnt en wirklech net op seng Arbecht verzichten, mee da huet et aner Repercussiounen wei daat een manner Leit astellt oder mei Iwwerstonnen verlangt oder soss eppes. Eng Staatsinterventioun huet emmer och onerwuarden/net gewollten Konsequenzen (niewt deenen gewollten an erwuardeten). Daat féiert jo dann zur sougenannten "Interventiounsspiral" (Ludwig von Mises).

    Ech denken eben datt Léin frai arrangéiert sollen gin.

    Kommentar von CK | Mai 14, 2012

  10. Am Fall vun der Terrainsspekulatioun si mer jo an enger Situatioun, wou de fait, dass den Eegentum vun e puer groussen Acteuren kontrolléiert gett, de Marché behennert. Deen disfonctionnellen Marché dréit derzou bäi, dass vill Leit an der Sich no hierem Gleck – wann et dann net grad an der Immobiliespekulatioun läit – blockéiert ginn: all Frang geet an de Loyer/Pret.

    Ech sinn lo net der Meenung, dass een den Eegentum u grousse Quantitéiten vun Wunnraum reguléiren/blockéiren däerf. Wien dat well hun an et sech leeschte kann – gäeren. Mee et muss eng Méiglechkeet ginn, fir dass d’Gesellschaft enger kenstlecher Verknappung entgéint wierke kann, wann des Verknappung d’Fräiheet vun enger grousser Zuel vun de Bierger behennert.

    Zum Mindestloun – huele mer mol un, et gett en net, an den Employeur stellt seng Employéen zu ennert Lieweshaltungskäschten an. Do ginn et zwee denkbar Ausweer. Deen een ass, dass d’Gesellschaft dem Employé helleft, säin Akommes opstockt oder ähnleches. An desem Fall gett den Employeur indirekt duerch d’Gesellschaft subventionnéiert. Am anere Fall, wou d’Gesellschaft net helleft: do huet den Employé de Problem, dass en net iwwerliewe kann.

    Béides schengt mer net erstrieweswäert.

    Et kann een déi Emstänn bei Gesellschaften, déi manner reguléiert wéi eis sinn, jo an der Praxis gesinn. Ech si mer net secher, op dat derzou bäidréit, dass d’Leit méi fräi sinn, no hierem Gleck ze sichen.

    Kommentar von Marc G | Mai 15, 2012

  11. Ech gin der- grad als Liberalen!- recht, datt Praiser künstlech héich gehaalen gin an sech daat emol aenneren muss.

    et muss eng Méiglechkeet ginn, fir dass d’Gesellschaft enger kenstlecher Verknappung entgéint wierke kann, wann des Verknappung d’Fräiheet vun enger grousser Zuel vun de Bierger behennert.

    Jo, déi gett et. Déi schons ugeschwaaten Verdragsklauselen sin denkbar (jhidderfalls beim Verkaf vun Terrainen aus öffentlecher Hand), eng Vereinfachung vum Baurecht, da kann een natirlech iwwert Steieren probéieren Impulser ze setzen (bspw. onbebauten Terrain (vill) méi besteieren wéi bebauten Grondstécker, Steieren um Bauen selwer erofsetzen bspw.), och kinnt een Subsiden un Baueren kierzen (da mussen déi eventuell och Terrainer verkafen) etc. Et ass also NET esou datt Liberaler sech doriwwer keng Gedanken giewen maan an keng Iddien hun.

    Zum Mindestloun: wéi gesoot, keng Partei well deen hei am Land ofschaafen! Och net DP. Mee genausou wéi een kann soen, ouni Mindestloun misst de Staat/Gesellschaft Sozialhellef bezuelen fir déi Leit, déi net genuuch Suen zum Liewen hun, kann een soen, datt en mam Mindestloun eben (méi) Chomeuren Suen muss gin.

    Kommentar von CK | Mai 15, 2012


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