L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Die letzten Ritter des (klassischen) Liberalismus (II)

Steve Jobs ist tot. Diese Meldung machte mich die Tage (obwohl ich kein Apple-Jünger bin, mir aber durchaus das neue iPhone zuzulegen gedenke) traurig. Ein großer Mann, ein Visionär unserer Zeit, einer der letzten echten Self-Made-Men, ist von uns gegangen. Ein Mann, der vieles erreicht hat in seinem facettenreichen Leben und auf dessen Grabstein man eigentlich folgendes Zitat aus „The Fountainhead“ von Ayn Rand einmeisseln sollte: „Throughout the centuries there were men who took first steps down new roads armed with nothing but their own vision.“ Menschen wie er haben unser aller Leben entscheidend verändert.


Menschen wie Steve Jobs- der im übrigen- wie soviele Macher im Silicon Valley– Ayn Rand bewunderte- geben uns allen soviel mehr als wir ihnen jemals zurückgeben können, Geld hin oder her, sie schaffen Arbeitsplätze, technologischen Fortschritt und das Leben ungemein bereichernde Produkte, kurzum jede Menge Wohlstand und dies für die breite Masse. „Doch wissen wir dies immer gebührend zu schätzen?“ fragen Yaron Brook und Don Watkins leider vollkommen zurecht. Auch Raysons Hommage ist lesenswert.
Steve Wozniak über seinen alten Freund.

Legendär war Jobs Rede 2005 an der Universität Stanford. Als ich sie zum ersten Mal sah, fand ich sie sehr bewegend und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Anderorts macht die Kapitalismuskritik nicht mal vor der Pietät halt, lalibertine fand bei den Freunden der offenen Gesellschaft dazu die richtigen Worte.

Ein anderes großes Thema beschäftigte neben Jobs Tod die Menschen in den USA: die Okkupation der Wall Street. Doch auch wenn gerade in der Finanzbranche zuviele Lobbyisten heute tätig sind, dieser Protest ist mitnichten von freiheitsliebenden Menschen getrieben, die sich über Bailouts aufregen und konstruktive Reformvorschläge machen, sondern grösstenteils eine dumpfe Veranstaltung, bei der Hass und Neid regieren und teilweise sogar antisemitische Verschwörungstheorien. Doch anstatt mich jetzt groß darüber aufzuregen, ziehe ich es jetzt einfach mal vor, mich darüber lustig zu machen. So wie der Macher dieses Bildes.

SesameStreet

😉

Sehr lustig auch Finanzkabarettist Chin Meyers Humor bei Markus Lanz:

An dieser Stelle sei jedoch auch an Yaron Brook´s Rede zur Finanzindustrie erinnert.

In Europa bleibt derweil der europäische Rettungsschirm das Thema Nummer Eins. Zur Aufstockung des EFSF fand Frank Schäffler bereits die richtigen und klaren Worte im Bundestag:

Mich beunruhigt vor allem der Gesetzesentwurf zum ESM, über den Carlos Gebauer in Offenburg sprach:

Hier wird meines Erachtens eindeutig der Weg in die Knechtschaft eingeschlagen…

Man darf immmerhin gespannt sein, wie die von Frank Schäffler und Burkhard Hirsch initiierte FDP-Mitgliederbefragung- die bei den Bissigen Liberalen bereits für reichlich Gesprächsstoff sorgt– ausgehen wird. Vielleicht die letzte Hoffnung, das oben angesprochene „finanzielle Ermächtigungsgesetz“ noch zu verhindern.

Hier in Luxemburg stimmten übrigens bereits im Juli mit Ausnahme des ADR alle Parteien einstimmig für die Aufstockung. Auch die DP. 😦

Recht empfehlenswert ist zudem dieses FAZ-Interview mit dem griechischen „Euro-Rebell“ Michael Kelpanides. Die Handlungen der europäischen Politiker sind eben ganz und gar nicht alternativlos.

Last but not least: heute ist großer Wahltag! Von 8 bis 14 Uhr haben die Wahlbüros auf. Wer auch immer in meiner Gemeinde Sassenheim zur Wahl geht, sei hiermit also nochmal darin erinnert, mir (und auch gerne Parteikollegen von mir) zwei Stimmen zu geben. Danke schonmal im voraus! 🙂

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Oktober 9, 2011 - Posted by | Klassischer Liberalismus, Wirtschaft | , , , , , ,

3 Kommentare »

  1. Na, Na. Ich hatte auch meine Probleme mit Jobs, aber ein Rand-Zitat auf dem Grabstein hat niemand verdient.
    Er mag sie bewundert haben – ich wusste das nicht – aber auch sowas kann man vergeben. Wir sind alle nicht perfekt.

    Kommentar von Muriel | Oktober 9, 2011

  2. Mit dem Wall Street Protests haben sich auch die großen politischen Pundits wie John Stewart in’s eigene Bein geschnitten. Sie waren permanent damit beschäftigt die Tea Party in das Lächerliche zu ziehen, indem sie fragwürdige Protestler als die Mehrheit deklarierten, wie z.B. Birther oder „Obama is Hitler“ Leute und nun wird von der Gegenseite ausgeholt.
    Der Artikel bei gawker ist auch sehr entlarvend für viele linke Medien (hier auch deine antisemitische Verschwörungstheorie, die von den Linken mehr oder weniger als rechte „Inside Jobs“ gebrandmarkt werden lol)
    http://gawker.com/5846642/this-crazy-protester-is-a-conservatives-wet-dream

    Ich beobachte das aus der Ferne als ein absurdes ekelhaftes politisches Spiel. Business as usual. Ich will damit nie was zu tun haben. Respekt für deine Kandidatur.

    Woher weißt du, dass speziell Seve Jobs Rand bewunderte? Jobs war, abgesehen von seiner veganischen Position, immer sehr bedeckt was seine politischen Einstellungen waren. Er war auch kein Philantrophist, zumindest kein öffentlicher, was ich im Gegensatz zu allen Medien immer sehr geschätzt habe.

    Kommentar von Milfweed | Oktober 9, 2011

  3. Danke. Dass Jobs Rand bewundert hat, habe ich vom Hörensagen, Stefan Metzeler behauptet das.

    Kommentar von CK | Oktober 10, 2011


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