L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Die letzten Ritter des (klassischen) Liberalismus (I)

Es ist als Liberaler teilweise zum Verzweifeln wie viele falsche Entscheidungen die Politiker Europas immer wieder, besonders in den letzten Jahren, treffen. Viele bereits vor Jahrzenten gewonnene Erkenntnisse über Finanzkrisen, Konjunkturzyklen, Währungsstabilität und das Entdeckungsverfahren des freien Marktes werden immer noch nicht zur Kenntnis genommen und es wird fröhlich an der Schaffung neuer Probleme gearbeitet. Nur wenige Liberale stellen sich alldem noch entgegen. Die meisten anonym in der Welt der Internetblogs, denn es gehört schon viel Courage dazu, gewisse unzeitgemässe Meinungen öffentlich mit Klarnamen zu äussern. Umso schöner finde ich es jedoch, wenn manche dann doch genau dies wagen um den Menschen überhaupt noch ordnungspolitische Alternativen aufzuzeigen.


In Deutschland wäre vor allem der immer fleissige Frank Schäffler(MdB/FDP) zu nennen, der gestern die richtigen Worte zur Begründung der von ihm per Votum abgelehnten „Energiewende“ der Bundesregierung fand. Stefan Quandt schlug in die gleiche Kerbe.

Auch die sympathische Marie-Christine Ostermann wäre zu nennen, die im Deutschlandfunk die sogenannte „Griechenland-Hilfe“ sowie die fragwürdige Entwicklung der EU zu einer Transferunion scharf attackierte. Was Jean-Claude Juncker als Vorsitzender der Eurogroup ihr wohl entgegen würde?

Apropos Juncker: der erzliberale Oliver Marc Hartwich lieferte gestern einen lesenswerten Artikel über unseren mächtigen Premierminister.

Der Ex-Grüne Oswald Metzger sprach sich derweil ebenfalls für eine Umschuldung aus und kritisierte die gar nicht mehr so unabhängige EZB.

Der Heidelberger Professor ist zurück mit einem neuen Entwurf für ein radikal vereinfachtes Steuersystem, doch dererlei Ideen werden leider nur allzu schnell verworfen, denn schliesslich sind diese ja per se nicht „sozial gerecht“ und zur Ablehnung gefühlter „sozialer Ungerechtigkeit“ braucht es keine rationale Begründung.

Aaron König (ehemals Piratenpartei, heute bei „Die Freiheit“, der neuen Partei des ehemaligen CDUlers René Stadtkewitz) fand die passenden Worte beim A-Team zum völlig berechtigten Freispruch von Geert Wilders.

Dieses Interview mit dem intelligenten Fürsten von Liechtenstein ist ebenfalls ein Genuß. (h/t LePenseur.)

Dies sind nur einige wenige Beispiele der letzten Tage von einigen von mir sehr geschätzten Menschen, die jedoch jedem Liberalen Hoffnung machen sollten.

P.S. In dieser Ritter-Rubrik werde ich in Zukunft unregelmässig gute Links festhalten. Quasi mein Pendant zur legendären, bunten Rubrik „Verschiedenes“ meines geschätzten Kollegen JayJay.

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Juli 1, 2011 - Posted by | Klassischer Liberalismus, Wirtschaft | , , , , , , , ,

3 Kommentare »

  1. Liberalismus kann sich nur der Politiker leisten, der keine Macht hat. Wenn er Macht will (und welcher Politiker will das nicht?), muss er vom Liberalismus Abschied nehmen, da Liberalismus und Politik Gegensätze sind.

    Kommentar von Adrian | Juli 3, 2011

  2. »Auch die sympathische Marie-Christine Ostermann wäre zu nennen, die im Deutschlandfunk die sogenannte „Griechenland-Hilfe“ sowie die fragwürdige Entwicklung der EU zu einer Transferunion scharf attackierte. Was Jean-Claude Juncker als Vorsitzender der Eurogroup ihr wohl entgegen würde?«

    Die Umschuldung wird kommen – aber erst, wenn sich die Banken und Versicherungen der griechischen Schrottpapiere großteils entledigt haben werden. Zwar ist das Risiko eingepreist, aber schöner ist es doch, die hohen Zinsen zu kassieren _und_ die Verluste zu minimieren, gell!

    Mit freundlichem Gruß

    Kommentar von Uwe Richard | Juli 3, 2011

  3. @Adrian. Warum sitzt dann Ron Paul seit den Siebzigern im Parlament? Und warum gibt es eine Frank Schäffler? Es stimmt zwar Liberal und Politik beisst sich nur, wenn man den nicht liberalen das Feld ganz überlässt dann hat man auch dem liberalen Credo nicht entsprochen. Tue nichts Böses….

    Nein liberale müssen sich in einer Partei finden deren „oberstes“ Ziel die Abschaffung der Parteien ist. Weiterhin könnte eine liberale Partei in Ihrem Programm den Anspruch reinschreiben, dass man das Fiat-Geld und auch die Zentralbanken abschafft.

    Man könnte auch im Steuerunrecht auf Recht setzen wie es z.B. Kirchhoff vorgeschlagen hat. Es gibt genügend Luft auch für „liberale“ Politik….

    Kommentar von FDominicus | Juli 13, 2011


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