L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Ein paar abschliessende Gedanken zum Biermann-Prozeß sowie den Luxemburger Juden und ihrem Verhältnis zum Zionismus

Marguerite Biermann wurde freigesprochen. Aus liberaler Sicht begrüsse ich das insofern, als daß dem Staat meines Erachtens nicht die Macht zuteil werden sollte, die Redefreiheit zu regulieren. Dass diese Frau für mich dennoch unverantwortlicherweise antisemitische Klischees bedient, daran ändert dieser Freispruch jedoch nichts.

Besagter Prozeß brachte mich die Tage jedoch auch dazu nochmal allgemein über die Luxemburger Juden, ihr Verhältnis zu Israel, dem Nahostkonflikt und dem Zionismus nachzudenken. Diese Gedankengänge möchte ich gerne hier festhalten und zur Diskussion einladen.


Abgesehen davon, dass dieser Prozeß in meinen Augen recht kontraproduktiv war, da ausgerechnet diese Frau zu meinem Missfallen plötzlich als politische Märtyrerin und Verteidigerin der Meinungsfreiheit dastand, fragte ich mich vor allem, was genau den Consistoire Israélite bewog, vor Gericht zu ziehen. Selbstverständlich hätte Frau Biermann nicht die Namen von Privatpersonen nennen sollen, aber was genau störte die Luxemburger Juden darüberhinaus an dem von ihr Gesagten?

Mich persönlich hat eine ganze Menge gestört: ihr Tiraden gegen das „von Gott auserwählte Volk“ (ein rein theologisches Konstrukt, was seit jeher zur antisemitischen Hetze missbraucht wird), ihre Mär vom jüdischen Landraub in Palästina, ihre vollkommen unverhältnismässige Kritik an der derzeitigen israelischen Regierung und überhaupt am jüdischen Staat und dessen Politik gegenüber den Palästinensern und in der Tat ihr Aufruf an die Luxemburger Juden, sich von derselben zu distanzieren oder nicht mehr als ehrenhafte Mitglieder der Luxemburger Gesellschaft angesehen zu werden. Dies alles ist zwar ungeheuerlich- wenngleich kein Argument für den Ruf nach der Staatsgewalt- aber mich irritierten von Anfang an manche Stellungsnahmen des Consistoire bzw. mancher luxemburgischen Juden sowohl zu diesem Prozeß als auch zu den Aussagen Biermanns, die ich hiermit gerne kommentieren möchte.

1. Nicht alle Juden stehen hinter der aktuellen israelischen Politik. Überhaupt haben nicht alle Juden die selbe Meinung zum Nahostkonflikt.

Sicherlich wahr. Einige Luxemburger Juden denken eher links, Andere eher rechts. Vermutlich gibt es diverse Sympathien von Merez bis hin zu Israel Beitenu. Und viele interessieren sich vielleicht auch wenig bis gar nicht für die Politik Israels. Genauso interessiert der Nahostkonflikt wohl manche Juden sehr, Andere hingegen weniger bis gar nicht. In einer Demokratie hat bekanntlich jeder Bürger das Recht auf seine ganz eigene Meinung oder darauf, überhaupt keine zu haben. Biermanns pauschale Aussage, alle Juden seien- und sei es nur durch ihr Schweigen- Unterstützer der aktuellen Regierung Netanjahus, ist so falsch wie „2 plus 2 gleich 5“ zu schreiben. Nur verklagt man niemanden, nur weil er etwas Unwahres sagt, sondern weil man seine Behauptung für einen Angriff auf die eigene Person hält. Dafür muss man aber- bewusst oder unbewusst- den Vorwurf als etwas Schlechtes und Negatives empfinden. Man mache sich das an folgender Analogie einmal klar: Wenn jemand schreibt „CK ist ein Sozialdemokrat“ würde ich lachen und nur sagen: „Nein, ein Liberaler“. Nicht im Traum käme ich auf die Idee, denjenigen zu verklagen, da ich bei aller Kritik an der Sozialdemokratie es nicht für ein Verbrechen oder auch nur eine beschämende Schande hielte, Sozialdemokrat zu sein. Wenn jemand hingegen schriebe „CK ist ein Kinderschänder“ würde ich ihn wegen Verleumdung verklagen. Kinder zu schänden ist ein Verbrechen und eine unmoralische Haltung. Nun ist es meines Erachtens aber eben kein Verbrechen oder sonstwie beklagenswert, die Politik Israels oder auch die derzeitige, ach so böse, rechte, israelische Regierung zu verteidigen. Wohlverstanden will ich nicht behaupten, dass der Consistoire dieser Meinung sei, wohl aber dass durch die Klage ein solch falscher Eindruck entstehen könnte. Also man so handelt, als wolle man sich bewusst distanzieren und somit gerade ironischerweise das tut, was Frau Biermann sich gewünscht hat.

Es ist absolut übel, wenn Frau Biermann den Juden vorwirft, mit einer kriminellen Regierung zu kollaborieren. Nur wo bleibt die Klarstellung, dass bei aller möglicherweise noch so berechtiger Kritik an Netanjahu oder Lieberman, es sich eben nicht um eine kriminelle Regierung handelt und insofern es niemandem vorzuwerfen wäre, mit ihr zu sympathisieren. Aber es geht bei dem Prozess- so musste ich mir öfters anhören!- eben nicht um die israelische Politik, sondern darum, dass den Luxemburger Juden Falsches unterstellt wird. Nur nochmal: wo wäre das Problem, wenn das Falsche nichts Böses oder Ehrenrüchiges wäre? (Wobei es in der Tat ein Problem ist, dass Solidarität mit Israel vielerorts längst leider als böse gilt, wogegen wir regelmässig hier anschreiben.) Im übrigen würde es mich nicht wundern, wenn es viele Juden gibt, die wirklich stark israelfreundlich sind, ich fände es schon fast normal. Wer soll denn das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels überhaupt noch verteidigen, wenn nicht einmal mehr die Juden selbst dies tun? Wobei eigentlich jeder vernünftige Nicht-Jude dies ebenfalls tun und sich für eine gelebte Freundschaft mit Israel aussprechen sollte. Auch angesichts gemeinsamer Feinde (Islamismus, Iran.)

Auch sind die Luxemburger Juden natürlich nicht verantwortlich dafür, was in Israel passiert (sie haben dort ja nichtmal ein Wahlrecht), aber auch diese Aussage legt wieder den Verdacht nahe, man wolle sich unbedingt von der bösen, aktuellen Politik distanzieren.

2. Nicht alle Luxemburger Juden sind Zionisten.

Hier stellt sich erstmal die Frage, was mit Zionismus überhaupt gemeint ist. Es gibt diverse, verschiedene Strömungen (sozialistische, religiöse) innerhalb des Zionismus, der für mich erstmal nur die Idee bezeichnet, dass die Juden einen eigenen freiheitlich-demokratischen Staat in ihrer alten, biblischen Heimat haben sollten. Dieser Definition zufolge bin sogar ich als Nicht-Jude und Atheist ein überzeugter Zionist, während ich mit manchem religiösen Brimborium gar nichts anfangen kann. Für Andere bedeutet es hingegen, dass man auch in Israel wohnt und jüdisch lebt. Demzufolge wären die Luxemburger Juden keine Zionisten, da sie eben in Luxemburg wohnen, manche zudem in Mischehen, und natürlich ganz normale Luxemburger Staatsbürger sind, die sich keinesfalls entwurzelt fühlen. Es wäre absolut falsch, diese jüdischen Mitbürger als Fremde anzusehen, die eigentlich nach Israel emigrieren sollten. Nur hat ja Frau Biermann eben gerade ebenfalls gesagt, dass so manche Juden keine Zionisten sind, was immer sie unter Zionismus versteht, sieht aber frecherweise nur diese als ehrenwerte Mitbürger an. Es hätte also gerade gegolten, auch diejenigen Juden zu verteidigen, die Zionisten sind bzw. einfach zu sagen „Alle gehören dazu“.

3. Ein gefährliches Amalgam Israeli-Jude wird konstruiert, welches Antisemitismus fördert.

Dieses Amalgam ist Fakt bzw. israelische Staatsräson. Jeder Jude wird als POTENTIELLER Staatsbürger angesehen, der morgen dorthin emigrieren dürfte, was natürlich eine rein freiwillige Option ist und auch bleiben sollte. Israel ist eben die mögliche Fluchtburg für alle Juden weltweit. Die Juden sind auch mehr als nur eine Religionsgruppe, sondern ähnlich wie die Drusen ein Volk, eine Ethnie (was überdies populationsgenetisch bewiesen werden kann.)

Dies bedeutet natürlich nicht, dass der Einzelne keine andere Nationalität haben kann als die israelische- Nationalität ist nicht unbedingt an Ethnie geknüpft, Paradebeispiel: USA- und ein sehr loyaler Bürger dieses Staates sein kann, was die Luxemburger Juden auch alle sind. Natürlich verlangt der Luxemburger Jude auch zurecht, erstmal nur als Luxemburger angesehen zu werden und sieht das Großherzogtum als seine geliebte Heimat an, aber die obige Aussage bleibt dennoch für mich grotesk. Als wolle man als Jude in der Diaspora ja nicht zu sehr mit Israel in Verbindung gebracht werden und als wäre Israel mitschuld am Antisemitismus.

4. Die Juden Luxemburgs kommen aus allen sozialen Schichten und sind nicht nur reiche Unternehmer der Bourgeoisie.

Sicherlich ebenso wahr. Biermanns Darstellung war einfach grob falsch. Nur was wäre schlimm daran, ein Geschäftsmann zu sein? Sicherlich, dieser Vorwurf, die Juden seien alle reich, ist uralt und er diente den Nazis zur Verknüpfung ihres primitiven Antikapitalismus mit ihrem barbarischen Vernichtungsantisemitismus, doch dies war eben gerade ein Musterbeispiel für „hatred of the good for being the good“ (Ayn Rand). Man sollte es meines Erachtens in Zukunft bitte vermeiden, den falschen Eindruck zu erwecken, Biermanns feindliche Haltung gegenüber Geschäftsleuten zu teilen. So einige Juden sind hart arbeitende Geschäftsleute und tragen somit viel zum Wohlstand Aller bei. Gut, dass es sie gibt!

Sicherlich wäre zu alldem noch vielmehr anzumerken und ich verstehe bestens, dass die Juden auch vielleicht mal nur ihre Ruhe haben wollen. Ich will nicht analog zu Biermann, nur mit umgedrehtem Vorzeichen, eine politische Stellungsnahme von ihnen verlangen, das steht mir nicht zu, aber so manche Fragen bleiben mir dennoch.

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März 12, 2011 - Posted by | Antisemitismus, Israel, Judentum, Neues aus Luxemburg | ,

8 Kommentare »

  1. „Als wolle man als Jude in der Diaspora ja nicht zu sehr mit Israel in Verbindung gebracht werden und als wäre Israel mitschuld am Antisemitismus.“
    Also, heimatt soen ech dat dann nach eemol: Ett ass geféierlech, deen Amalgam tëscht Nationalitéit a Relioun ze machen.
    Antisemitismus, wi och Rassismus, Xénophobie an all Form vun Haass kënnt duerch Généralisatiounen op.

    Wéi hei am Artikel jo och kloer steet, als nett israélesche Judd huet een an der israélescher Politik NAISCHT matt ze schwetzen. A méngen Aan mëscht di riets Regierung di momentan do um Pouvoir ass vill Fehler, ech wëll nett matt där identifizéiert ginn!
    Israél ass effektiv och an Europa schlecht gesinn, wat nett d’Uersach vu ménger Meenung ass. Ech sinn e Mënsch, dee selwer denkt, ech stinn och nett zum lëtzebuergeschen Gouvernement, hei hunn ech matt gewielt, awer nett de Gro vun de Leit déi hei d’Soen hunn krute méng Stëmm.

    De fait dass di israélesch Politik kee gudden Numm huet ass nett d’Uersach vum Antisémitismus, mee gett vu gescheite Leit wéi der Madame Biermann benotzt fir den Antisémitismus nees opkommen ze loossen, andeems sie di Amalgammer machen. Wann een an engem selwechten Artikel d’éischt vun enger krimineller Regierung schwetzt, an dann d’lëtzebuerger Judden „bëschellegt“ Collabo vun deser krimineller Regierung ze sinn, da manipuléiert een d’Leit. Di wéinegst Leit iwerléen dann, oder sinn um courant wat iwerhapt an Israel leeft, an all dess Leit soen sech dann, wat een och um site vum Tageblöd liese konnt, esou Sachen wi „houer kriminell Judden“, well se vun desen starken bewosst ausgewielten Wierder beaflosst ginn! A genau hei lait d’Gefor, an dofier hunn ech et richteg fonnt dass de Consistoire dat nett esou iwert sech goe gelooss huet! Ech si fier Meenungsfraiheet, mee, méng Fraiheet hällt do op wou deem anere séng ufängt.
    Wann een sech e bessi an der Geschicht vun de Judden auskennt, da wees een, dass dat Vollék reegelméisseg a Gefohr ass, an et ass wichteg, dofier ze kämpfen dass dat nett mi opkënnt. An dofier ass et engem Judd, dee perséinlech ugegraff gett, nett fier ze lachen, wann en als „collabo“ vun enger „krimineller Regierung“ (an heimatt zitéieren ech d’Madame Biermann) ugegraff gett, mee e muss sech verteidegen!

    Kommentar von Magali | März 12, 2011

  2. @Magali: Gin der natirlech absolut recht, datt et net witzeg ass, daer Fra nozelauschteren, ower guer net. Ech kréien gro Hoer bei quasi allem.

    Och fannen och ech, datt déi momentan Regéierong, wéi ALL Regéierong, alt emol Feeler mecht. Ech hunn och emmer déi israelesch Siedlungspolitik an der Westbank kritiséiert an och eemol hei um Blog den momentanen Aussenminister Liebermann fir sain Virschlach, d´Araber auszebirgeren. Trotzdem kann ech perséinlech net novollzéien datt des Regéierong an Israel allgemeng esou schlecht do stin, zumols ech am Essentiellen waitestgehend averstanen sinn. Israel muss sech wiren, daat missten och lénk Regéierongen genauso maachen bzw. hun daat an der Vergangenheet gemaach.

    Iwwregens och hei erem een Link mat lauter Sauereien an den Commentairen:
    http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ex-Richterin-Biermann-freigesprochen-23522276

    Mee wann d´Vollek esou schlecht informéiert ass, ower trotzdem emmer matbraddelen well (an net jhust Vollék, och d´Chamber, déi mat Ausnahm vum ADR Israel wéinst der Mavi Marmara verurdeelt huet), wir et dann net och un der Zait, déi israelesch Politik de Menschen mol ze erklären statt Thema Nahostkonflikt jhust deenen Aneren ze iwwerloossen?

    CK

    P.S. Hei am Land hunn ech lescht Kéier DP gewielt.

    Kommentar von CK | März 12, 2011

  3. Also, léiwen CK, da probéieren ech der mol su éierlech wi méiglech ze äntwerten:

    Du schéngs dech définitiv besser matt der israélescher Regierung auszekennen wéi ech.
    Di leschte Kéier wou ech dohi gereest sinn ass schon e puer Joer hier, mee hei méng Erfahrungen:

    Matt der Siedlungspolitik sinn ech natierlech nett averstanen, mee nett nemmen dat, ech hunn, ennert anerem duerch e Projet wou ech vierun etleche Jore mol responsabel war, vill Sache gesinn déi mer an Israel nett gefall hunn. Israel ass vlait eng Demokratie, mee nawell e politeschen Staat a générell behellt Israel sech sozial ganz schlecht a méngen Aan.

    Genau esou wéineg kann ech zu engem Sarkozy stoen, an deemols, wou de Le Pen an den 2. Tuer vun de Présidentielle war, hunn ech mech geschummt, nemmen well ech do gewunnt hunn, a sinn eng Woch lang all Dag op d’Stroos manifestéiere gangen, obwuel ech kee Recht hat do ze wielen.

    Zu Letzebuerg hunn ech och vill sozial Problémer erliewt, wou ech et dobai geloos hunn, deenen responsabelen Ministeren e Bréiw ze schreiwen wann ech Ongerechtegkeete gesinn hunn…

    Wi ech 3 Wochen duerch d’Türkei gereest sinn, war ech och frou dass ech keen tierkesch konnt, a wat ech vun der Regierung do mattkritt hunn huet mer bewosst gemach, dass ech trotz der Schéinheet vum Land an der Frendlechkeet vun de Leit nie do wunne wärt.

    A Mexico sinn ech 10 Deeg matt de Zapatisten ronderem gereest, hunn also politeschen Turismus gemach, a war och frou nett do mussen ze wunnen mat all deem wou ech do geléiert hunn….

    Wis de gesais gett et secher kee Land wou ech 100 % dozou stoe kéint…

    Natierlech, do ginn ech der Recht, ass Israel ständeg a Gefor a muss sech verteidegen!

    Secher wier ett wichteg hei och mol verschidde Versiounen vun Informatiounen ze hunn, nett nemmen wat Israel betrefft. Nett nemmen hei zu Letzebuerg, ech mengen dass dat e weltwaiten Phénomen ass, dass mer all désinforméiert ginn wat wierklech an der Welt leeft. Wisou ginn et esou vill Krischer an deser Welt, iwert déi nie geschwat gett? Ekonomesch Grenn?
    Wisou gett de Kadhafi elo réischt beschellegt, an ass nach vierun e puer Joer héich an helleg vun anere Statsmänner empfange ginn? Ween schwetzt vun all séngen eegenen an sénge Jongen hiere Suen, déi der letzebuergescher Finanzwelt hellefen? Ween huet eis deemols d’Wouerecht gesot, wéi hien matt sénge Leit emgeet?

    Wisou kommen öfters onwichteg Diskussiounen op, wi en neie Fändel fir d’Land, ass dat nett fier d’Leit vu richtege Problémer ewech ze halen?

    Mier sinn all ofhängeg vun de Journalisten, fier Informatiounen ze kréien, an dess Journalisten kréien nemmen déi informatiounen déi de Staat bestemmt…. Hei schwetzen ech natierlech nemmen vun deene Medien, déi statlech sinn, also vun deene meeschte Leit gelauschtert ginn. Natierlech hu mer e puer Alternativ Medien, mee och déi sinn iergend zuouch beaflosst…

    „Mach wéi d’Leit, da geet et der wi de Leit“, denk nett selwer, mee loos dech manipuléieren, da geet et der wi deenen aneren, du bass naiv, stells der keng Froen, a kanns roueg Liewen….

    A wat nach d’Wahlen hei am Land ugeet: Ech wielen nett eng Partei, ech wielen Leit, well eng Rei Leit sinn an der falscher Partei, bei de Sozialisten sinn der di grad su gudd bei der CSV wieren an emgedréint… Déi wou ech gewielt hunn waren deels gréng, deels blo, an da wärt och nach deen een oder anere rouden dobai gewiecht sinn… Ett gett och keng Partei déi 100% méng Meenung vertrett, also wielen ech mer déi eraus wou ech mech matt verschiddene Sachen identifizéiere kann…

    Kommentar von Magali | März 12, 2011

  4. Israel ass vlait eng Demokratie, mee nawell e politeschen Staat a générell behellt Israel sech sozial ganz schlecht a méngen Aan.

    Wat mengs de mat „POLITESCHEN Staat“? Verstin ech elo net.

    Wat daat Sozialt ugeet: mir sin hei an Letzebuerg eben verwinnt. Mir hun een gesetzlechen Mindestloun wou net emol d´Linkspartei an Daitschland giew verlangen. Selbstverständlech kann een den israeleschen Sozialstaat guer net mat eisem verglaichen.

    Israel huet och een enorm dereguleierten Arbechtsmarché, esouwait ech weess, et gett kaum Kennegungsschutz an och keng stuark Gewerkschaften, mee vlait grad derwéinster quasi Vollbeschäftegung.

    Vum Sarkozy haalen ech naischt, vun LePen, der tirkescher AKP a Verglaichbarem ganz ze schweigen. Och ech fillen mech vun kenger Partei hei am Land wirklech vertrueden. Alleguerten hun se Punkten, déi ech deelen an nach vill méi, déi ech net deelen. Panachéieren derfir och oft gaeren (jhust KPL an déi néi Lénk sind een absoluten No-Go fir mech). Mee lescht Kéier hun ech amfong baal nemmen DPler ugekraizt.

    Esou wéis Du schwätz, passt Du hei gutt als Lieser a Kommentator eran. Hei bass du bei den Querdenker wellkomm. Mir wuaren schons emmer géint de Castro, de Ghaddafi, den Al-Bashir (eis Medien hun seelen bis ni aus Darfur bericht) etcpp. An mir sinn géint all Ongerechtegkeet. Woubai ech allerdengs enner (sozialer) Gerechtegkeet net verstin, datt een munchen Leit (bspw. Chomeuren) jhust Steiergelder an den Arsch bléist.

    Mee sou gaeren ech mat daer iwwert allmeigleches diskuteieren well, esou well ech dach drem bieden datt mer hei am Thread aleng beim Thema Israel, Zionismus an Mme Biermann bleiwen(fir aner Themen sin aner Threads do). Merci fir d´Verständnis!

    Ontopic:
    http://rungholt.wordpress.com/2011/03/12/oh-nein/

    Furchtbar!

    Kommentar von CK | März 12, 2011

  5. Oh pardon, ech wollt am Fong “ e reliéise Staat“ schreiwen…
    Wat de Fall Biermann ugeet hunn ech gesot wat ech ze soen hunn 😉

    Kommentar von Magali | März 12, 2011

  6. @CK: deng Ugaben zum Arbechtsmarché an Israel schenge mir awer nët grad zouzetreffen, ëmmerhin läit de Chômage an Israel am Moment méi héich wéi bei ass, 6,8% am November 2010 (woubei déi läscht Joeren Taux’en vun 8-9% firkummen).
    Och d’Schwächt vun den israelesche Gewerkschaften ass relativ. Zwar ass d’Histadrut net méi daat waat se fréier waar (no der Aféierung vun enger staatlecher Krankeversecherung 1994 huet si 2/3 vun hire Membere verluer, nodeems si bis dohinner d’Krankeversecherung geréiert haat). Den „taux de syndicalisation“ ass och méi héich wéi zu Lëtzebuerg (23% 2004, hei ongeféier 18%; aaner Quellen schwätzen souguer vu 40% fir Israel). Am groussen a ganzen ass Israel ee sozialdemokrateschen „Welfare state“, quitte dass zanter den 1990er Joeren effektiv d’Arbechtsrecht gelackert guff.

    Kommentar von nestor | März 13, 2011

  7. @Nestor: Merci fir d´Richtegstellung! Ech hat do wuel effektiv munches dann falsch verstanen. Lila hat bspw. emol een Artikel wou dra stoung, Arbechtnehmer an Gewerkschaften haetten kaum Rechter an Israel. Mee bon, dat wuar vlait relativ gemengt, datt se net déi Macht hun wéi bspw. Big Labour an Daitschland. Och gett et laut dem Ruth vill manner Bürokratie an Israel an een Chomeur kann sech relativ einfach eng kleng, selbststaenneg Tätegkeet siichen.

    Mee bon, Statistiken sinn natirlech méi aussagekräfteg wéi esou subjektiv Statements.

    @Magali: Mee wat mengs Du dann derzou, datt een vlait israelesch Politik besser erklären sollt, och wann derfir de Consistoire leider eng Positioun bezéien misst?

    Kommentar von CK | März 13, 2011


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