L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Sie wollten den totalen Krieg haben. Wir haben ihnen gegeben worum sie gebettelt haben.

Mit obigen Worten kommentierte Sir Arthur Harris von der Royal Air Force später die vernichtende Angriffe der Briten- teilweise in Zusammenarbeit mit den USA- auf Dresden vom 13ten bis zum 15ten Februar 1945. Doch was ist von diesem Zitat zu halten?


Eins vorweg: persönlich feiere ich die Bombardierung von Dresden natürlich nicht. Bombardierungen sind nichts was man feiern und toll finden sollte. Feiern sollte man das Ende der Naziherrschaft in Europa und das Ende des furchtbaren zweiten Weltkrieges, der soviele unnötige Opfer forderte. Den toten Zivilisten sollen die Deutschen zudem von mir aus heute gerne still gedenken und sich über das neu errichtete sehr schöne Elbflorenz freuen. Für den Wiederaufbau der Frauenkirche haben übrigens so einige Briten versöhnlich Geld gespendet. Jedoch sollte nie vergessen werden, wie es zu dem Feuersturm kam. Vor allem angesichts der Tatsache, dass jedes Jahr wieder Neonazis ihre widerlichen Aufmärsche veranstalten um die Dresdner Bombennacht politisch zu instrumentalisieren (Ich hatte übrigens mal das „Vergnügen“ einen solchen Aufmarsch und die linke Gegendemo in Dresden mitzuerleben, da war ich echt glücklich darüber, Polizisten um mich zu haben. Und ich war auch schnell wieder aus dem Irish Pub raus, wo ich zu Abend aß, als lauter Glatzen reinstürmten. Nie war ich schneller in einem Fluchttaxi.)

Es war allein Hitlers Grössenwahn, der Dresden und andere Städte (alle reden vor allem von Dresden, dabei wurden auch viele andere Städte dem Erdboden gleichgemacht) Tod und Zerstörung brachte. Verantwortlich für den Aufstieg Hitlers waren wiederum die vielen Deutschen, die- sicherlich aus verschiedensten Gründen- die NSDAP gewählt haben. Eine Partei, die von Anfang an Landraub im Osten, imperialistische Machtausweitung, agressivsten Nationalismus und Antisemitismus propagierte. Dies sollte nicht verkannt werden. Zumindest jeder, der die NSDAP wählte (und sei es nur wegen ihrer vulgärkeynesianischen Wirtschaftspolitik), ist im Grunde nicht unschuldig gewesen und somit auch kein wirkliches Opfer.

Doch waren die britischen Angriffe auf Dresden und andere deutsche Städte- die vollkommen bewusst nicht nur Rüstungsfabriken und Infrastrukturen, sondern ganze Wohnflächen dem Erdboden gleichmachten- wirklich notwendig? Historiker streiten darüber und selbst Winston Churchill distanzierte sich später von ihnen. Zweifellos war zu diesem Zeitpunkt die Kriegsführung der Alliierten aufgrund des unbeschreiblich unmenschlichen Vernichtungskriegs der Nazis längst selber vieler Hemmungen beraubt und es wurde als legitim angesehen, die deutsche Zivilbevölkerung leiden zu lassen um deren Kriegsmoral zu zermürben. Manche Menschen behaupten daher gar, Dresden sei ein Kriegsverbrechen gewesen. Die Meinungen der Völkerrechtler gehen diesbezüglich auseinander. Nach heutigen Maßstäben wäre dies in der Tat wohl der Fall und persönlich bin ich froh, dass Kriege- jedenfalls von Seiten des Westens- heute humaner geführt werden (vielleicht im Gegenzug jetzt sogar leider zu human, insofern als dass meines Erachtens manchmal unnötig Soldatenleben gefährdet werden um Zivilisten zu schonen), aber angesichts der brutalen Verbrechen der Nazis, angesichts dessen, dass nichts weniger als der Erhalt der Zivilisation vor totaler Barbarei auf dem Spiel stand und auch eine unglaublich zähe, mehrheitlich nicht aufgeben wollende deutsche Zivilbevölkerung hinter dem schrecklichen Feind stand, kann ich verstehen, dass gehandelt wurde, wie eben gehandelt wurde. Krieg ist die Hölle. Und es muss manchmal Hässliches getan werden um schnellstmöglich zu siegen. Selbst wenn dabei traurigerweise Unschuldige, insbesondere Kinder, ums Leben kommen.

Dass es letzendlich so weit kam, ist natürlich auch die Schuld der Appeasementpolitik Großbritanniens und Frankreichs in den Dreißigern gewesen, die, um den Frieden zu bewahren, der Wiederaufrüstung Nazideutschlands nur zusahen statt dererlei Bestrebungen gleich mit einem frühen Militärschlag im Keim zu ersticken. So entstand später überhaupt erst eine solch verheerende Situation.

Krieg wirft sicherlich immer viele schwierige, moralische Fragen auf und diese sollten nie allzu leichtfertig und schnell beantwortet werden. Allerdings sollte man erst recht auch nicht den Fehler machen, Jahre später allzu schnell historische Urteile zu fällen. Ich verwahre mich jedenfalls davor, „Bomber Harris“ heute zu verurteilen. Seine Methoden mögen grausam gewesen sein, doch er tat, was er damals für notwendig hielt im Kampf gegen das „absolut Böse“, welches überdies zuerst Guernica, Warschau, Rotterdam, London und Coventry gnadenlos ausbombte. Man kann die Kollateralschäden der britischen Vergeltung in deutschen Städten betrauern, aber der Krieg gegen den braunen Totalitarismus, die abscheulichste Mördermaschinerie aller Zeiten, musste nunmal gewonnen werden und Kriege gewinnt man leider nicht mit großer Rücksicht.

Zu den genauen Opferzahlen (vermutlich waren es 25-35 000) will ich mich nicht weiter äussern. Dafür sind Historiker zuständig. Die Zahl von ca. 200 000- wie sie LePenseur einfach so in den Raum wirft– halte ich jedoch für komplett verrückt, an solche Zahlen glauben normalerweise nur David Irving und seine braunen Freunde.

Siehe auch:
Welt online: Dresden ist für Neonazis ideales Propagandamitttel

Sir Arthur Harris

Februar 16, 2011 - Posted by | Deutschland, Großbritannien | ,

12 Kommentare »

  1. „Und es muss manchmal Hässliches getan werden um schnellstmöglich zu siegen.“

    Es wäre tatsächlich Wunschkonzert, wenn man diesen Satz ignoriert. Soweit mir jedoch bekannt ist und was ich „Bomber Harris“ zu Vorwurf mache ist, dass sie nicht die Abwägung getroffen ob das Hässliche wirklich zu einem schnelleren Sieg führt. Es schien ihnen in ihrem kollektivistischen Hass keinem Gedanken wert zu sein.

    Kommentar von Robert Michel | Februar 16, 2011

  2. @Michel: Wundert Dich das etwa? Also nicht dass ich Hass udgl. persönlich gutfände, aber solche Vorfälle wie Dresden sind m.E. die logische Konsequenz einer Kriegsführung wie der der Nazis.

    Kommentar von CK | Februar 16, 2011

  3. Krieg ist scheiße. Und Krieg bedeutet immer auch Verbrechen – es gibt keinen durch und durch „fairen Krieg“.

    Meiner Ansicht nach kann man beides tun: Den Angriff auf Dresden als ein nach heutigen Maßstäben als Kriegsverbrechen einzuordnende Tat bezeichnen und – wenn man so will – auch verurteilen, sie zugleich aber auch in den Kontext des gesamten, von Deutschland begonnenen und nicht zuletzt auch zum Völkermord genutzten Krieges rücken. Nur ist es nicht besonders sinnvoll, bei dieser Rückschau stehen zu bleiben und gesonderte Schuldkonten anzulegen. Es gilt vielmehr, die richtigen Lehren zu ziehen, und das ist dann ein Feld, auf dem sich dann auch aktuelle politische Debatten abspielen.

    Die Dresdner machen das, glaube ich, ganz angemessen, und die Tatsache, dass die Städtepartnerschaft mit Coventry besteht und gerade zu diesem Gedenktag auch wieder in den Vordergrund rückt, halte ich für ein sehr richtiges Signal an die Nachwelt.

    Kommentar von Rayson | Februar 17, 2011

  4. @CK:

    Die Zahl von ca. 200 000- wie sie LePenseur einfach so in den Raum wirft- halte ich jedoch für komplett verrückt

    Herzlichen »Dank«, daß Sie — rhetorisch durchaus nicht ungeschickt — eine Assoziation »David Irving und seine braunen Freunde« mit LePenseur herstellen.

    Ich darf Ihnen daher zur Kenntnis bringen, daß beispielsweise der bekanntlicherweise bekennende Neonazi;-) und Autor Rolf Hochhuth am 2.12.1974 in einer Fernsehreportage von 202.000 Toten sprach.

    Der damalige LDPD-Vorsitzende und Finanzminister Dr. Hans Loch, ganz sicher auch ein bekennender Neonazis, sprach 1955 sogar von mehr als 300.000 Opfern in Dresden.

    Interessant ist auch die Mitteilung des damaligen ersten Generalstabsoffiziers des Bereichs Dresden (und späteren Bundeswehr-Oberstleutnants) Eberhard Matthes*), der 1945 die Verlustzahlen zusammenzustellen hatte: nach seinen Angaben waren 35.000 Leichen voll identifiziert, 50.000 »teilidentifiziert an Hand von Eheringen usw.«, darüberhinaus hätte es 168.000 Opfer gegeben, »an denen es nichts mehr zu identifizieren gab«.

    Alles Neonazis und braune Freunde Irvings, nicht wahr?

    Weiters las ich, daß 1992-94 verschiedene Bürger der Stadt Dresden von dieser auf Anfrage nach den Geschehnissen 1945 die briefliche Antwort erhielten, es »dürften 250.000 bis 300.000 Tote realistisch sein«.

    Das Dresdner Rathaus, 1992-94 ein Hort der Neonazis, versteht sich doch von selbst …

    Mir ist bewußt, daß die tatsächliche Zahl der Opfer dieses Flächenbombardements nie mehr feststellbar sein wird. Ich verwahre mich aber entschieden dagegen, wenn Sie mir unterstellen (noch dazu unter Insinuuierung eines neonazistischen Hintergrundes — was ich, gelinde gesagt, schäbig finde), ich hätte die »verrückte« Zahl von ca. 200.000 »einfach so« in den Raum geworfen.

    ——

    *) Mir ist bekannt, daß dessen Aussagen von an einem niedrigen Ergebnis interessierter Seite angezweifelt werden. Bisweilen wird sogar seine Existenz bezweifelt. Hans-Joachim von Leesen hat indes sich mit dem Fall in einem höchst ausführlichen Artikel »Schindluder mit den Opfern« in der Preußischen Allgemeinen Zeitung vom 19.2.2005 beschäftigt. Der Artikel in auf Google-Cache verfügbar.

    Kommentar von LePenseur | Februar 17, 2011

  5. @LePenseur: Die DDR hatte jawohl ein Interesse daran, die Opferzahlen des „anglo-amerikanischen Bombenterrors“ künstlich nach oben zu treiben. Und Eberhard Matthes stand im Dienst der Nazis, der von ihnen erwähnte Autor der PZ ist ein Mitarbeiter der JF. Aber ich halte wenig von ad homini-Argumenten, für mich ist entscheidender, welche historischen Indizien es gibt. Und ihre Zahlen nimmt aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen kaum ein Historiker ernst.

    Ich verwahre mich aber entschieden dagegen, wenn Sie mir unterstellen (noch dazu unter Insinuuierung eines neonazistischen Hintergrundes — was ich, gelinde gesagt, schäbig finde), ich hätte die »verrückte« Zahl von ca. 200.000 »einfach so« in den Raum geworfen.

    Ok, ich berichtige: Sie stützen sich dabei auf andere Leute, die diese Zahl mal so in den Raum warfen.

    Und für Sie gilt dasselbe wie für H.H.Hoppe: Sie sind zwar kein Neonazi, aber bitte überlegen Sie mal wen Sie unterstützen mit solchen, unbewiesenen Aussagen/Gerüchten/Provokationen…

    Kommentar von CK | Februar 17, 2011

  6. @CK:

    Eberhard Matthes stand im Dienst der Nazis, der von ihnen erwähnte Autor der PZ ist ein Mitarbeiter der JF.

    1. Ein Generalstabsoffizier stand im Dienst des deutschen Reiches, nicht der Nazis. Ein DDR-Offizier stand ja auch im Dienst der DDR und nicht im Dienst der SED …

    Nach Ihrer Logik wären demnach alle Aussagen von Wehrmachtsangehörigen als irrelevant zu betrachten, weil sie »in Dienst der Nazis« standen? Wie war das doch in einem früheren Artikel mit »unzulässigem Generalverdacht« …?

    2. Ja, Hans-Joachim von Leesen ist Autor bei der Jungen Freiheit — so what?! Die »Junge Freiheit« ist ein durchaus interessantes Blatt mit zum großen Teil höchst qualitätsvollen Artikeln. Jedenfalls ist sie mir aber (wie man bei uns in Wien deftig, aber treffend sagen würde) beim Arsch lieber, als SPON-Zeit-SZ & Co. beim Gesicht.

    Und, ach ja, fast gätte ich’s vergessen: die »Junge Freiheit« ist auch kein rechtsextremes Blatt, wie Ihnen sicher bekannt ist. Falls nicht — die bekanntermaßen allem, was rechts von SPD und GrünInnen steht, nicht gerade holde Wikipedia.de schreibt dazu u.a.:

    Die JF führte einen jahrelangen Rechtsstreit gegen ihre Einordnung durch den Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalens. Nach einer Verfassungsbeschwerde des ehemaligen Generalbundesanwalts Alexander von Stahl hob das Bundesverfassungsgericht am 24. Mai 2005 die bisherigen Urteile nordrhein-westfälischer Verwaltungsgerichte mit Verweis auf die Pressefreiheit auf. Nach diesem Junge-Freiheit-Urteil hätten die VS-Berichte tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen der JF nicht ausreichend dargelegt. Es verwies die Streitsache an das Verwaltungsgericht Düsseldorf zurück mit der Vorgabe, erneut zu prüfen, ob die Berichterstattung der JF mit dem Grundrecht der Pressefreiheit vereinbar sei. Daraufhin verzichteten die Streitgegner am 23. Juni 2006 auf ein erneutes Verfahren. Der Verfassungsschutz von Nordrhein-Westfalen zog eine die JF betreffende Passage aus seinem Jahresbericht für 2005 zurück. Ein ähnlicher Rechtsstreit der JF mit dem baden-württembergischen Verfassungsschutz (2000 bis 2004) endete am 7. Juli 2006 ebenfalls durch Vergleich. Auch Baden-Württemberg und der Bund erwähnen die JF in ihren Verfassungsschutzberichten nicht mehr.

    Und für Sie gilt dasselbe wie für H.H.Hoppe: Sie sind zwar kein Neonazi, aber bitte überlegen Sie mal wen Sie unterstützen mit solchen, unbewiesenen Aussagen/Gerüchten/Provokationen…

    Welch gnädige Exkulpierung! Muß ich jetzt ergriffen »Danke!« schluchzen, daß ich von Ihnen nicht als Neonazi angesehen werde?

    Ich bedauere, dieses Forum nunmehr zu verlassen — aber irgendwie habe ich nicht die offenbar notwendige Biegsamkeit, Dinge, die mir plausibel erscheinen, solange verbal zu behübschen, bis sie von irgendwelchen linken Geschichtsklitterern und Gesellschaftsveränderern nicht mehr als »Provokation« aufgefaßt werden. Ich halte es eher mit dem Sprichwort: »Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!«

    Und da ich dazu keine Lust verspüre — Adieu!

    ———

    P.S.: der Vergleich mit H.H. Hoppe (wiewohl ich mit ihm nun oft genug nicht einer Meinung bin!) ist höchst ehrenvoll. Ich werde »L for Liberty« dafür in dankbarer Erinnerung bewahren!

    Kommentar von LePenseur | Februar 17, 2011

  7. @LePenseur:Ein Generalstabsoffizier stand im Dienst des deutschen Reiches, nicht der Nazis. Ein DDR-Offizier stand ja auch im Dienst der DDR und nicht im Dienst der SED …

    In Diktaturen ist die Partei der Staat. Insofern macht eine solche Unterscheidung, so sinnvoll sie auch in Demokratien sein mag, in obigen Fällen wenig Sinn.

    Nach Ihrer Logik wären demnach alle Aussagen von Wehrmachtsangehörigen als irrelevant zu betrachten, weil sie »in Dienst der Nazis« standen?

    Nein, das nicht unbedingt (nur weil jemand ein Nazi war, lügt er nicht unbedingt), aber in diesem Fall ist m.E. große Skepsis angebracht.

    Die JF wurde von mir übrigens nie als verfassungsfeindlich oder rechtsextrem bezeichnet, wohl aber ist sie bei solchen(!) Themen wohl meist leider nicht sehr objektiv.

    Muß ich jetzt ergriffen »Danke!« schluchzen, daß ich von Ihnen nicht als Neonazi angesehen werde?

    Nein, ich hab nur für alle Fälle festhalten wollen, dass ich Sie NICHT als Neonazi bezeichnet habe.

    Ich bedauere, dieses Forum nunmehr zu verlassen

    Das steht Ihnen natürlich frei. Es ist allein Ihre Sache zu entscheiden wo Sie schreiben wollen oder auch nicht und wen Sie bei sich verlinken und wen nicht.

    Nur: Sie teilen bei sich auf dem Blog zwar gnadenlos aus (was ja auch Ihr gutes Recht ist), aber sobald man Sie umgekehrt mal ein wenig härter kritisiert, reagieren Sie doch sehr dünnhäutig mittlerweile(*).

    (*)Bei paxx früher konnten Sie nämlich meiner Erinnerung nach noch mehr wegstecken.

    Kommentar von CK | Februar 17, 2011

  8. @CK:

    In Ihrem Artikel schrieben Sie:

    Die Zahl von ca. 200 000- wie sie LePenseur einfach so in den Raum wirft- halte ich jedoch für komplett verrückt, an solche Zahlen glauben normalerweise nur David Irving und seine braunen Freunde.

    Daraus ist auch ohne raffinierte Interpretationskünste zu schließen, daß Sie mithin annehmen, daß ich etwas glaube, was »normalerweise« nur die »braunen Freunden« von Irving glauben.

    Mit anderen Worten: Sie halten mich entweder für nicht ganz normal, oder für einen Nazi.

    Nun, es ist Ihr freies Recht der Meinungsäußerung, mich so zu qualifizieren (auch wenn Sie es im Kommentarteil dann relativieren). Es ist aber mein ebensolches Recht, mir das nicht gefallen zu lassen.

    Sie teilen bei sich auf dem Blog zwar gnadenlos aus (was ja auch Ihr gutes Recht ist), aber sobald man Sie umgekehrt mal ein wenig härter kritisiert, reagieren Sie doch sehr dünnhäutig mittlerweile(*).

    (*)Bei paxx früher konnten Sie nämlich meiner Erinnerung nach noch mehr wegstecken.

    Es geht nicht darum, mehr wegstecken zu können — ich will es einfach nicht.

    Ich lege keinen Wert auf Diskussionen, in denen meine Argumente als »normalerweise« nur von Neonazis so argumentiert bezeichnet werden — schließlich ist, wie Ihnen nicht unbekannt ist, NS-Wiederbetätigung in Deutschland wie Österreich ein Kapitalverbrechen, das mit jahrelangen Freiheitsstrafen geahndet wird.

    Und ich habe nun schlicht keine Lust, als Krimineller verdächtigt zu werden.

    Ich würde ebenso einen Blog verlassen, in dem man mir — offen oder durch die Blume — vorwirft, ein Mörder, Kinderschänder, Bankräuber oder Erpresser zu sein.

    Mir ist nicht erinnerlich, daß ich jemals einen anderen Poster als Kriminellen bezeichnet hätte. Wer solches durch Unterstellung von NS-Gesinnung an meine Adresse tut, mit dem rede ich eben nicht länger.

    »Dünnhäutig«? Sparen Sie sich die Antwort …

    Kommentar von LePenseur | Februar 17, 2011

  9. Sie halten mich entweder für nicht ganz normal, oder für einen Nazi.

    In der Tat kann ich Ihre kruden Aussagen einfach nicht nachvollziehen. Sie werden allerdings nicht viele Menschen finden, die das können.

    Schließlich ist, wie Ihnen nicht unbekannt ist, NS-Wiederbetätigung in Deutschland wie Österreich ein Kapitalverbrechen, das mit jahrelangen Freiheitsstrafen geahndet wird.

    Wie Sie sicher ebenso wissen, ist das- jedenfalls soweit es nur um Meinungsäusserungen geht- gegen meinen Willen der Fall. Ginge es mir nach, wäre ein HC-Leugner odgl. kein Krimineller (im rechtlichen Sinne). Wohl aber in meinen Augen ein unmoralischer Mensch.

    Nochmal: mein Vorwurf an Sie war, dass Sie mit sehr abstrusen Zahlen jonglieren und ich habe Sie gebeten darüber nachzudenken, wem das helfen soll, wenn nicht dem braunen Pack und warum Sie dergleichen tun. Nicht mehr, nicht weniger.

    Kommentar von CK | Februar 17, 2011

  10. CK, ich teile eindeutig deine Ansicht, die Bombardierung Dresdens kann nur im Kontext der Zeit gesehen werden. Verantwortlich für den Krieg waren allein die Deutschen, eher zu spät als zu früh ist die Gewalt (die bis dahin halb Europa verwüstet hat) auch bei den Deutschen selbst angekommen. Ob die Bombardierung Dresdens notwendig war, steht dahin, wahrscheinlich muss man sagen, sie war es nicht, aber das ist die leichte Sicht der Nachgeborenen, die wissen, welcher Ausgang der Krieg genommen hat. Feiern muss man weder die Sache selbst noch Harris als verantwortlich Handelnder, Kritik ist aber auch nicht angesagt (schon gar nicht von Deutschen), allenfalls eine sachliche Auseinandersetzung ohne moralische Entrüstung, um für die Zukunft Lehren ziehen zu können.

    (Von mir hier reingestellt, ursprüngliche Antwort kam per Mail, Anm.CK.)

    Kommentar von Fernand | Februar 18, 2011

  11. LePenseur und ich haben uns per Mail ausgesprochen.

    Ich erkläre hiermit nochmal ausdrücklich, dass ich NICHT behaupten wollte, LePenseur habe in irgendeiner Weise etwas mit NS-Ideen zu tun.

    Desweiteren wollte ich auch keinen Zusammenhang Dresdens zur HC-Leugnung darstellen, sondern nur ganz generell und urliberal anmerken, dass für mich Meinungsfreiheit absolut ist und daher rein theoretisch nicht mal eine solche Widerlichkeit strafbar sein sollte, geschweige denn die Meinung, man halte andere als die offiziellen Opferzahlen in Dresden für möglich.

    LePenseur hat mir seinen Standpunkt zudem näher erläutert und ich verstehe nun besser wieso er so denkt wie er eben denkt. Auch wenn ich ihm nicht zustimme, so kann ich doch damit leben. Die genaue Opferzahl ändert zudem für mich nichts daran, was man aus dem großen Ganzen lernen sollte.

    Kommentar von CK | Februar 20, 2011


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