L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Schneechaos in Luxemburg – wo bleibt die globale Erwärmung?

In Luxemburg ging gestern die Welt quasi unter. Ein Arbeitskollege brauchte beispielsweise über drei Stunden vom Zentrum der Hauptstadt bis zum Senningerberg. Ein geübter Wanderer wie ich würde das in einer solchen Zeit locker zu Fuß schaffen. Aber sobald es hier richtig schneit, was vor allem im Dezember eher ungewohnt ist (jahrelang kam der Schnee eher im Februar oder März, wenn überhaupt), geht NICHTS mehr auf den Strassen. Vor allem die Deppen mit ihren Sommerreifen behindern den Verkehr, wieso der Staat nun Winterreifen im Winter vorschreiben will.


Die Streudienste sind überfordert, Busse stehen quer, Strassen werden komplett verstopft und zugesetzt oder gar ganz gesperrt (wie heute die A31), jede Menge Unfälle, LKW-Fahrverbot am Grenzübergang zu Frankreich, der Flugverkehr ist eh lahmgelegt und Grundschulen und Lyzeen haben zur Freude von Lehrern und Schülern heute gar schneefrei. Sowas gab es in meiner eigenen Schulzeit wirklich NIE.

Schöne Bilder und Videos und teilweise auch lustige Kurzmeldungen gibt es bei RTL. Einer meiner Favoriten: 19h35 Stinn schons 2 Stonnen bei der Wiertsfra um Tresen. Sie gett emmer mei flott 😀 😀 😀

Bei all dem Chaos frage ich mich nur wo die globale Erwärmung bleibt. Sieht mir derzeit eher nach einer neuen Eiszeit aus, wie in den 70ern noch prognostiziert. Aber wie auch immer, die Grünen aller Parteien werden es eh wieder so drehen, dass auch dieses Schneechaos natürlich nur ein weiterer Beweis für die drohende Klimakatastrofe sein wird. Auch wenn niemand sagen kann, ob wir Menschen nun wegen unserer Sünden an der Natur geröstet und gebraten oder doch eher in den Kühlschrank gelegt werden. Die Debatte ist beendet (O-Ton Al Gore) und jeder noch übriggebliebene kritische Hinterfrager der drohenden Apokalypse zur Bestrafung der Menschen durch die rachsüchtige Mutter Erde ist halt ein ewiggestriger, ignoranter Klimaleugner. So wie ich heute einer bin. (Wobei da auch ein gewisser Denkprozess stattfand, in meiner Jugendzeit war ich nämlich mal bei den jungen Grünen um die Welt zu retten, kein Scherz! Aber jeder hat seine Leichen im Keller, oder?)

Ach ja, eins noch: gut, dass ich mit dem Zug fahre. Viel weniger Stress derzeit und es ist ja auch CO2-freundlicher und ich trage so dazu bei, dass die Kinder meiner Nachbarn auch in den nächsten Jahren fröhlich Schneeballschlachten austragen können, bevor Luxemburg noch zur Savanne wird 😉

Schneemann

Siehe auch:
LePenseur-Wir sind im Bild

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Dezember 9, 2010 - Posted by | Neues aus Luxemburg | , , ,

26 Kommentare »

  1. Na, warten wir mal ab, auf welchem Rang sich der gegenwärtige Winter global platzieren kann… der harte Winter letztes Jahr war ja der zweitwärmste seit Menschengedenken…

    http://www.wetteronline.de/wotexte/redaktion/klimawandel/2010/03/0318_id.htm

    Aber ich glaube auch, dass die Klimaentwicklung eine ganz schwer vorhersehbare Sache ist.

    Kommentar von Christian Rode | Dezember 9, 2010

  2. @CR: Ich glaube vor allem nicht daran, dass der Mensch der Hauptverantwortliche am Klimawandel sein soll. Und dass das Klima natürlich keine statische Grösse ist, eh klar.

    Zu dem Thema Klimawandel findest bei uns übrigens so einige lesenswerte Artikel. Einfach mal nachschlagen! 🙂

    Kommentar von CK | Dezember 9, 2010

  3. @CK: Ja, etwas mehr Bescheidenheit stünde der Menschheit manchmal gut zu Angesicht. Es soll ja noch andere Einflussfaktoren als das narzistische menschliche Selbst geben… 🙂 Dieses verantwortlich-für-alles-sein scheint mir auch eine Spielart menschlicher Hybris zu sein.

    Kommentar von Christian Rode | Dezember 9, 2010

  4. quasi der böse Zwilling des Machbarkeitswahns…

    Kommentar von Christian Rode | Dezember 9, 2010

  5. Dieses ‚Argument‘ (respektive diese Frage) ist das lächerlichste was es zu diesem Thema gibt … *facepalm*

    Kommentar von Grommel | Dezember 9, 2010

  6. Dei 2 Linken hei drécken meng Meenung zum Thema „Klimawandel“ ganz gudd aus:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1337543/

    an http://rankzero.de/?p=4433 (och Kommentaren sin interessant)

    Souguer wann de Problem wirklech esou eescht ze huele wier wei Turmes, Cohn Bendit an Co eis dat welle gleewen doen, dei lächerlech PR gekoppelt mat den peinlechen Enthüllunge vum Climagate lescht Joer machen dei ganz alarmistesch Clique ongleefwürdeg.

    Kommentar von cb04 | Dezember 9, 2010

  7. „Dieses ‘Argument’ (respektive diese Frage) ist das lächerlichste was es zu diesem Thema gibt.“

    Stimmt. Nämlich genauso lächerlich wie die Argumente der ganzen Apokalyptiker.

    Für alle, denen es nämlich bisher entgangen sein sollte, mein Beitrag ist ganz einfach eine die ganze Chose verarschende Retourkutsche auf die ganzen Stimmen, die nach einem „heissen Jahrhundertsommer“ oder anderweitigen Katastrofen (wie Tornados, Tsnuamis usw.) stets auf den anthropogenen Klimawandel verweisen.

    Doch genauso wie diese einzelnen Ereignisse wenig über ein komplexes, dynamisches System wie das Klima aussagen, so sagt dieser Winter wenig aus.

    Betrachtet man hingegen wirklich sinnvolle, signifikante Zeitabstände, stellt man dann aber eh fest, dass das mit dem Klimawandel religiöse Hysterie ist.

    https://lforliberty.wordpress.com/2009/11/28/co2-schuld-am-klimawandel/

    @cb04: Danke für die Links! Maxeiner hat recht. Mit dem Klima ist es wie mit 1860 München. Egal, was auch immer los ist mit dem Wetter, alles ist schlecht für den Verein/die Welt.

    Kommentar von CK | Dezember 9, 2010

  8. Klar, dass ein lokales Wetterereignis nicht nur Indiz, sondern Beweis für die Unrichtigkeit von Klima(!)prognosen ist, die weltweit von so gut wie allen Forscher_innen (98%, wenn ich mich richtig erinnere?) getragen werden. Und nein, kalte, schneereiche Winter haben nicht unbedingt etwas mit der Jahresmitteltemperatur zu tun. Die steigt nämlich trotzdem. Und was hier manche Menschen zum Thema Statistik von sich geben könnte glatt aus dem Religionsuntericht stammen.

    Dass Wetter und Klima zwei unterschiedliche Dinge sind, ist schon klar, oder?

    Kommentar von Joël | Dezember 9, 2010

  9. @Joel: Ja. Sieh Dir einfach die Videos an 😉

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2010

  10. Euckens Erbe mit einem brillianten Statement zur heutigen Welt:

    http://fdogblog.wordpress.com/2010/12/10/der-ganz-normale-wahnsinn/

    Kommentar von CK | Dezember 10, 2010

  11. @Joel,

    Um deine Frage korrekt zu beantworten :

    „Climate is what you expect; wheater is what you get“

    Kommentar von G. | Dezember 10, 2010

  12. M.E. der beste Kommentar zu Cancún so far: http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2010/12/12/bureaucrats-swindle-greens-in-cancun/

    Kommentar von nestor | Dezember 13, 2010

  13. Climate Change explained (in a very easy to understand manner): http://darryl-cunningham.blogspot.com/2010/12/climate-change.html

    Kommentar von mnhnstats | Dezember 14, 2010

  14. Der Comic ist ja lustig. Nun wird zwar wohl niemand die Interessen der Öl- und Gaslobby verleugnen, aber genauso gibt es eine Lobby der Atomenergie und eine der erneuerbaren Energien.

    Und natürlich die diversen, ideologisch oder sonstwie motivierten, politischen Lobbys. Manche weniger, manche mehr informiert. Viele Greenpeace-Aktivisten gehören definitiv zur Ersteren, wie die Videos von Lord Monckton beweisen.

    Ich denke alle sollten sich aber drauf einigen können, dass Wissenschaft frei sein sollte.

    Wer aber auch immer recht hat, Staaten und Regierungen, sprich Politik, sind NICHT die Lösung. Vor Klimawandel schützen allein Technik und Fortschritt, sprich Produkte freier Märkte/freien Denkens.

    Und die Industrialisierung war selbstverständlich ne super Sache im Interesse aller! (Nicht nur der Lobbyisten fossiler Energie.)Ausser für ein paar geisteskranke Naturromantiker vielleicht.
    Und genau deswegen wollen auch die Drittweltländer daran teilhaben.

    Kommentar von CK | Dezember 15, 2010

  15. http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-12-19/globale-temperatur-2010

    Aber die wollen sicher auch nur Geld für ihre Forschung!

    Kommentar von Joël | Dezember 20, 2010

  16. @CK:

    Der Comic ist nicht nur ‚lustig‘, er erklärt auch gut worum es geht.

    Kommentar von Grommel | Dezember 20, 2010

  17. @Joel: Geld ist nicht der einzige Faktor in solchen Diskussionen, bei weitem nicht.

    Wer meint, alles werde nur vom Geld bestimmt (eine reduzierte, materialistische Sichtweise, die ich nicht teile, ebenso wie ich den Materialismus als Lebensphilosophie sogar entschieden angreife), der irrt gewaltig. Menschen geht es eben nicht nur ums Geld, sondern auch um Ethik/Moral/Ideologie/Religion. Darüberhinaus gibt es ja viele ehrliche Kontroversen und Irrtümer.

    Wie auch immer, es liegt mir fern irgendwelchen Klimatologen, egal welcher Seite, ihr Fachgebiet zu erklären. Soviel Hybris fiele mir nicht mal im Traum ein. Meine Angriffe gelten allein falscher Politik wie falscher Philosophie.

    Interessant ist ja auch, wie man subjektiv Dinge anders wahrnimmt als sie denn wohl waren. Ich hätte nämlich dieses Jahr keineswegs als sehr warm empfunden, vom Juli mal abgesehen.

    Meine egtl. seriöse Aussage fernab jeder Polemik ist folgende: Klimawandel ist eine Tatsache (so wie die Schwerkraft auch) und das seit 4,7 Billionen Jahren. Die Frage ist nun, wie der Mensch sich vor etwaigen neuen Eiszeiten oder Hitzeperioden bestmöglichst schützt. Dafür braucht es Fortschritt und Technik. Und keine globale, staatliche Bürokratie des Verzichtes. (Verzicht/Energie sparen ist eh eine automatische Funktion des Preissystem des Marktes, da Energie Geld kostet.) So weit kann ich mitreden, da kenne ich mich aus, für diese Erkenntnis braucht man kein Klimatologe zu sein.

    Kommentar von CK | Dezember 20, 2010

  18. Deine Aussage ist unseriös und auch polemisch, da sie sich nicht mit den Meinungen der meisten Klimatolog_innenen, denen du nicht ins Handwerk puschen willst, deckt. Für die ist nämlich klar, dass der Klimawandel den wir jetzt erleben anthropogenen Ursprungs ist.

    Subjektiv nimmst du ja das Wetter und nicht das Klima wahr. Außerdem geht es um weltweite Jahresmittel, wie willst du die bitte bewerten?

    Der Markt ist leider keine genaue Abbildung der Realität sondern verzerrt durch die Externalisierung der Umweltkosten. Wie die unsichtbare Hand das jedoch hinkriegen soll, ist mir schleierhaft.

    Kommentar von Joël | Dezember 21, 2010

  19. @Joel: „Für die ist nämlich klar, dass der Klimawandel den wir jetzt erleben anthropogenen Ursprungs ist.“

    1. Sehen das bei weitem nicht alle so.
    2. Darüber habe ICH gar keine Aussage getätigt. Der Mensch ist Teil der Erde/Natur und wird also wohl auch Einfluss darauf haben. In welchem Ausmass kann ich nicht beurteilen, das liegt nicht in meiner Kompetenz.

    Wohl aber sage ich folgendes: Der Mensch hat jedes Recht darauf auf der Erde zu leben. Auch wenn er dabei das Klima (mit-)verändert.
    Wieso sind die anthropogenen Auswirkungen böse und die „natürlichen“ (man bemerke die künstliche Trennung Mensch-Natur!) nicht? Und hier sind wir eben mitten in der Philosophie/Ideologie und DA rede ich natürlich mit.

    Der Markt ist leider keine genaue Abbildung der Realität sondern verzerrt durch die Externalisierung der Umweltkosten.

    Es gibt durchaus liberale Überlegungen zur (marktgerechten) Internalisierung externer Kosten. Aber dazu ein andermal mehr.

    Kommentar von CK | Dezember 21, 2010

  20. Zu 1.: Die, die es nicht so sehen, sind klar in der Minderheit.

    Wir verändern bereits das Klima. Haben wir das Recht dazu? Wenn du Mensch und Umwelt nicht trennen willst, sondern den Menschen als Teil des Ökosystems Erde betrachtest, dann gibt es zwei Möglichkeiten, mit dieser Betrachtungsweise umzugehen:
    1. die Menschen sind eine „Naturgewalt“ und dürfen somit tun und lassen, wie es ihnen beliebt, weil das Ökosystem es eh regeln wird. (Wird es auch. Es wird nur nicht sonderlich schön.)
    2. die Menschen haben als Lebewesen, die ihre Umwelt im erheblichen Maßen verändern, eine besondere Verantwortung gegenüber dem Rest vom Ökosystem (das sich nicht sonderlich gut wehren kann) und den nachkommenden Generationen. Das ist ein Standpunkt, den ich als ethisch betrachte und ich denke, die meisten Umweltethiker_innen würden mir zustimmen.

    „Natürliche“ Klimaänderungen passieren in relativ langen Zeiträumen, was dem Ökosystem zumindest etwas Zeit zur Anpassung gibt.

    Kommentar von Joël | Dezember 21, 2010

  21. Die, die es nicht so sehen, sind klar in der Minderheit.

    Das mit dem „klar“ sehe ich anders, aber das ist eh vollkommen irrelevant, da Recht und Unrecht keine Frage der demokratischen Mehrheit sind.

    Wir verändern bereits das Klima. Haben wir das Recht dazu?

    Ja, selbstverständlich. Wieso sollten wir das NICHT haben?

    Was die ethische Verantwortung gegenüber nachkommenden Generationen, den Mitmenschen oder der Umwelt angeht, stimme ich allerdings dennoch zu. Ich bin ja durchaus für Umwelt- und Naturschutz (Eh am besten gesichert durch starke Eigentumsrechte).

    Und vor allem will ich meinen etwaigen Kindern nicht neue Technik, neuen Fortschritt, ihre Grundrechte auf Leben und Freiheit und die Chance auf Wohlstand verbauen. Das alles zu verlieren, ist die weitaus grössere Gefahr als irgendeine angebliche Klimakatastrofe.

    Lustig ist aber vor allem, dass es Menschen gibt, die anscheinend glauben, man könne sowas komplexes wie das Klima global „steuern“, das kann man sowenig wie die Wirtschaft zu „steuern“. Hier liegt der religiöse Wahn unter dem rationalistischen Deckmantel.

    Gut, dass ich als Ex-Grüner immun gegen solchen Unsinn geworden bin. Der Staat kann nicht mal vernünftige Autos bauen, er will aber das Klima planen… herrlicher Witz!

    Ich wiederhole mich, aber es ist eben NICHT die Klimatologie selbst, die ich angreifen möchte. Sei´s drum. In 20-30 Jahren redet eh keiner mehr darüber. Da gehe ich jede Wette drauf ein…

    Kommentar von CK | Dezember 21, 2010

  22. Siehe auch: http://www.wendymcelroy.com/news.php?item.3684.14

    Kommentar von nestor | Dezember 21, 2010

  23. Die, die das Klima planen wollen, versagen schon bei Glühbirnen:

    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article11767506/EU-Politiker-wollen-Energiesparlampen-verbieten.html

    Man kommt sich vor wie in einem Irrenhaus, wenn man sich mit Politik beschäftigt 😉

    Kommentar von CK | Dezember 22, 2010

  24. Dat woer jo och eng blann Iddi … Ech hoffen déi aal kënt erem.

    Kommentar von Grommel | Dezember 22, 2010

  25. @Grommel: Déi meescht politesch Iddien sinn leider blann. An vun sou blannen Leit well ech mir net virschreiwen loossen, wéi ech main Liewen liewen.

    A well et grad esou schéin hei erapasst:
    http://oekowatch.org/index.php/de/component/content/article/1-beitraege/300-anmerkungen-zum-oekologischen-fussabdruck

    Iwwerhapt eng gutt Sait 🙂

    Kommentar von CK | Dezember 23, 2010

  26. 😉

    Kommentar von CK | Dezember 28, 2010


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