L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Für das Recht auf Selbstverteidigung, auch mit Schußwaffen!

Selbst ein rational denkender, kühler Kopf wie ich rastet schonmal aus. Nämlich wenn ich sowas lese. Da werde ich rasend vor Wut über soviel Ungerechtigkeit.

Der Staat schikaniert seine gesetzestreuen Bürger sonst wo es nur geht, aber wenn es darum geht, seiner eigentlichen Kernaufgabe nachzukommen, nämlich unsere Grundrechte auf Leben, Freiheit und Eigentum vor Abschaum (ein anderes Wort ist hier leider nicht angebracht) zu schützen, versagt er traurigerweise eklatant.


Sicherlich kann man zu dem Fall sehr viel anmerken (strengere Strafen oder Sicherheitsverwahrung für den Täter oder eben ein elektronisches Warnsystem zum Schutz des Opfers, wenn man schon meint, so ein Schwein nach nur acht Jahren wieder freilassen zu müssen), aber bezeichnend finde ich bei dem ganzen Versagen der Staatsmacht folgenden Abschnitt:

„Wenn ich keine Kinder hätte, dann hätte ich vielleicht gezögert, hätte mehr riskiert“, erklärt sie. „Dann hätte ich mir eine Waffe besorgt, um mich im Notfall wehren zu können.“ Allerdings: Der Antrag der ausgebildeten Sportschützin auf Erteilung einer Waffenbesitzkarte wurde abgelehnt.“

Unfassbar! Könnte ja sonst passieren, dass sie dem armen Schwein in Notwehr eventuell in den Fuß oder gar in die Eier schiesst, das kann natürlich nicht angehen.

Sowas würde es in manchen US-Bundesstaaten wie Texas gottseidank einfach nicht geben. In Zeiten, wo viele Menschen in Europa mal wieder dummem Antiamerikanismus frönen, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, dass ein freier, gesetzestreuer Bürger in den USA sich wenigstens nicht vom Staat entwaffnen lassen muss und dann im Stich gelassen wird oder alternativ sein ganzes Leben aufgeben muss um in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden, was bei der Mafia sicherlich Sinn machen würde, aber nicht bei einem kranken, vergewaltigenden Einzeltäter.

Zur Beruhigung ein paar schöne Videos:



Und nein, ich entschuldige mich nicht für meine Wortwahl in diesem sehr provokativen, polemischen Posting, dem sicher wieder reflektiertere, weniger emotionalistische folgen werden, keine Sorge. Ich habe aber heute einfach die Schnauze voll. Das ist wieder mal nur ein Beispiel von vielen. Es reicht mir endgültig. Ich bin kein Anarchist, ich war nie einer und ich werde nie einer sein, ich wünsche mir den starken demokratischen Rechtstaat, der uns aber zugleich das Recht auf Selbstverteidigung, auch mit Waffen, zugesteht und vor allem selber gnadenlos gegen echte Kriminelle vorgeht, ob im Inland oder Ausland.

Wohlverstanden: echte Kriminelle, nicht harmlose Kiffer, SexarbeiterInnen oder Wehrpflichtverweigerer. Leider wird sobald wohl bei einer politischen Wahl kein „Richter Gnadenlos“ zur Auswahl stehen, der nur noch echte Kriminelle jagen will. Schade, denn meine Stimme hätte ein solcher und das übrigens nicht erst seit heute. (Hierbei handelt es sich übrigens wieder ganz explizit um einen Beitrag, der nur meine Meinung und nicht unbedingt die meiner Mitblogger wiedergibt.)

Women with Gun

November 10, 2010 - Posted by | Deutschland, USA, Video | , ,

2 Kommentare »

  1. Deine Wut ist verständlich. Immer wieder gibt es Ereignisse, bei denen man das Gefühl hat, dass das Gesetz und die Gesetzeshüter in Deutschland nicht ausreichend schützen. Da ist man schnell nach dem Ruf nach Volksbewaffnung oder Todesstrafe, wie es in den USA möglich ist, der Waffenbesitz ja sogar durch die Bill of Rights abgesichert.

    Stichwort USA: da muss man die historischen Gründe sehen, ein weites Land, in dem dem Gesetz nur schwer Geltung zu verschaffen ist und das sich gerade erst seine Freiheit von kolonialer Herrschaft erkämpft hat. Man müsste sehen, inwieweit das Waffentragen in den USA noch zeitgemäß ist, aber es ist sicher tief in der amerikanischen Psyche verwurzelt. Dies trifft bei uns nicht zu.

    Wenn ich deinen Beitrag lese, habe ich den Eindruck, dass du auch nicht prinzipiell die Gültigkeit des Gesetzes für alle in Frage stellst. Die anarcho-kapitalistische Lösung könnte ja so aussehen, dass es keine Polizei und kein allgemeines Gesetz gibt, sondern dass sich jeder bewaffnen kann bzw. die Dienste einer Sicherheitsfirma in Anspruch nehmen kann, um seine Interessen durchzusetzen. Wer die besseren Leute hat oder besser mit seinen Waffen umgehen kann, der behauptet sich (kürzlich hatten wir ja schon mal das Thema Evolution…). Ich persönlich habe da auch starke Bedenken, weil ich eine für alle gültige Rechtsordnung schon für das Zusammenleben förderlich halte. Dass nicht alles bis ins Kleinste gesetzlich geregelt werden muss, wie man es heute erlebt, ist ein anderes Thema.

    Wenn man aber einer gemeinsamen Rechtsordnung zustimmt, dann darf das Gesetz nur im Notfall in die eigenen Hände genommen werden (Notwehr, Ergreifung eines flüchtigen Verbrechers). Das ist heute schon möglich. Die Mittel der Selbstverteidigung sind allerdings beschränkt, wenn es um Waffen geht. Ein Messer darf jeder benutzen, aber eine Schusswaffe bedarf der Erlaubnis. Es ist allerdings schon möglich, so eine Erlaubnis zu erhalten. Eines allgemeinen Schusswaffennutzungsrecht bedarf es da nicht. Allerdings kann die Verweigerung einer solchen Erlaubnis – wie in dem genannten Fall geschehen – das Opfer schon zur Verzweiflung treiben. Es ist aber kein grundsätzlicher Einwand.

    Auch Gerichte entscheiden nicht immer sinnvoll, auch wenn dies möglich wäre. Ich habe kürzlich erst von einer Frau gelesen, die wegen des Mordes an ihrem Kind zu lebenslänglicher Haft verurteilt war. Nach der Verkündigung des Urteils durfte die Frau wieder nach Hause gehen und sollte sich an einem andren Tag zur Strafverbüßung im Gefängnis einfinden. Sie ist bis heute nicht erschienen, sonder auf der Flucht. Die Richter werden für so einen Unsinn übrigens nicht zur Verantwortung gezogen.

    Ich habe den Eindruck, dass die allgemeine Zulassung von Schusswaffen eine Verrohung der Gesellschaft bedeuten würde, weil jeder dann leichter als bislang irreversible Fakten schaffen könnte. Das häufig geforderte stärkerere Verbot von Schusswaffen könnte aber andererseits auch dazu führen, dass zukünftig nur Verbrecher sich noch mit Schusswaffen bewaffnen könnten – auf illegalem Wege.

    Ein abschließendes Urteil fällt mir schwer, aber ich spüre ein Unbehagen in mir bei dem Gedanken, dass jeder mit einer Knarre rumlaufen könnte. Leicht ist auch ein ungewünschter Unfall geschehen. Es sollte vielleicht doch besser die Ausnahme bleiben.

    Kommentar von Christian Rode | November 11, 2010

  2. @CR: Also mit AnCaps habe ich nichts am Hut. Ich bin für Recht, Gesetz und Polizei. Und Notwehr muss ggf. vor Gericht auch nachgewiesen werden.

    Zudem sollte es natürlich ein Gesetz geben, was die Registrierung der Waffen vorschreibt und regelt unter welchen Bedingungen man keine haben darf bzw. wie man einen Waffenschein bekommt. (Bspw. psychologische Untersuchung.)

    Kommentar von CK | November 11, 2010


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: