L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Capitalism: Who Needs It?

Zum Thema Kapitalismus/freie Marktwirtschaft hier eine wieder mal brilliante Rede von Dr. Yaron Brook mit anschliessender Fragerunde:

Part 2 Part 3 Part 4
Part 5 Part 6 Part 7
Part 8

Ich würde mir nur wünschen, dass er mehr auf die unheilvollen Verquickungen zwischen Big Government und Big Business eingehen würde und klarmachen würde, dass wirklich freie Märkte vom heutigen Korporatismus Marke Stuttgart21 zu unterscheiden sind. Wenn politische Machthaber und große Wirtschaftsbosse sich zusammentun, womit Konzerne sich der Staatsgewalt zur unlauteren Gewinnmaximierung durch Wettbewerbsverhinderung und Förderung mittels Steuergelder bedienen können, entsteht eine neue Art herrschende Klasse, die die Freiheit des Individuums gefährdet. Das Gleiche gilt natürlich auch für Kooperationen der Regierung mit Big Labour, sprich dem Gewerkschaftskartell. Kleinere Alternativen, ob kleinere Unternehmen und Betriebe, kleinere Gewerkschaften oder einfach dezentralere Formen eigener Sozialhilfenetzwerke werden somit leider immer wieder erfolgreich verhindert.

Oktober 2, 2010 - Posted by | Kapitalismus, USA, Video, Wirtschaft | ,

7 Kommentare »

  1. ja, klar, das ist natürlich kein Kapitalismus in Reinkultur, wenn die Regierung da ordentlich subventioniert. Keine Frage. Aber Kapitalismus muss sich nicht zwangsläufig in „kleinen Unternehmen“ oder „dezentralen Sozialhilfenetzwerken“ ausdrücken.

    Natürlich gibt es allerhand Beispiele für staatlich subentionierte Großunternehmen, aber haben es Apple, Google, Microsoft, Mediamarkt, Metro oder McDonalds durch staatliche Unterstützung so weit gebracht?

    Im Wettbewerb setzen sich doch auch so Unternehmen durch und steigen auf. Das entspricht durchaus der Logik des Kapitalismus. Was ist daran schlecht?

    Kommentar von Christian Rode | Oktober 2, 2010

  2. @Christian Rode: Da ist natürlich nichts daran schlecht, im Gegenteil. Sorry, wenn das missverständlich rüberkam. Ich habe nichts gegen Großkonzerne.

    Ein Unternehmen wie Rearden Steel oder in der Realität eben Google, Apple usw. finde ich sogar bewundernswert, sie liefern uns ja Produkte die wir haben wollen, können zudem gerade aufgrund ihrer Größe Massenproduktion betreiben und Lohnsttückkosten gering halten usw. Und gegen Subventionen bin ich generell, auch wenn sie nur an Klein- und Mittelstand gehen würden.

    Aber ich wollte eben darauf hinaus, dass solange es keine ordnungspolitisch klare Trennung zwischen Staat und Wirtschaft gibt und somit zwischen politischer Macht, die auf Zwang und Gewalt basiert und wirtschaftlicher Macht, die auf dem Handelsprinzip beruht, dass dann- wie schon Adam Smith im „Wealth of Nations“ es schreibt- die Unternehmer alles versuchen werden um sich mittels geschickter Lobbyarbeit ungerechte Vorteile zu verschaffen und Konkurrenten vom Leib zu halten. Und je kleiner die Unternehmen, desto geringer eben ihre Chance sich dagegen zu wehren. Und gerade gegenüber Linken ist klarzumachen, dass wir dergleichen nicht wollen und sie aufhören sollen, das mit „freier Marktwirtschaft“ zu verwechseln.

    Die Tragik bei vielen „gutgemeinten“ sozialen Standards ist ja gerade, dass große Unternehmen diese noch erfüllen können, während kleine Betriebe daran zugrunde gehen. Im internationalen Vergleich wird das erst recht klar. Ein Fehler, der bspw. bei der Wiedervereinigung Deutschlands gemacht wurde, war der Ex-DDR das Arbeits- und Wirtschaftsrecht der BRD überzustülpen. Die Ideologie der Gleichmacherei ist der grösste Feind derer, die egtl. aufsteigen wollen.

    Kommentar von CK | Oktober 3, 2010

  3. Der Hinweis, dass ein staatlich gelenkter Kapitalismus nicht „freie Marktwirtschaft“ ist, ist in der Tat nötig. Denn – wie du zurecht bemerkst – ist das für viele Kritiker des Kapitalismus ja gerade das, was sie – fälschlicherweise – mit Marktwirtschaft gleichsetzen.

    Nur, solange es Politik gibt, die etwas in der Wirtschaft entscheiden will – und sei es dem Anspruch nach nur zum Besten der Menschen, wie es ja die Regel ist – wird es einen Einfluss des Staates in die Wirtschaft geben.

    Eine klare Trennung zwischen Staat/Politik und Wirtschaft wird es mMn vermutlich nicht/nie geben. Als Libertäre können wir daher eigentlich nur dahin wirken, dass der Einfluss sich in wirtschaftlich relativ unschädlichen Bahnen bewegt. Zumal libertäre Ideen gesamtpolitisch vermutlich nie eine echte Mehrheitsposition einnehmen werden.

    Die FDP ist dafür ein gutes Beispiel, dass auch bei besten Absichten nur recht wenig zu erreichen ist. Dass entweder Positionen nach koalitionärem Ringen oder auch vorauseilend aufgegeben werden. Andere Parteien – wie die CDU/CSU oder die SPD und z.T. die Grünen bewegen sich noch stärker auf einem Schlingerkurs, auch wenn sie prinzipiell keine Planwirtschaft wollen.

    Kommentar von Christian Rode | Oktober 4, 2010

  4. Passt vielleicht auch zum Thema: Gerade habe ich in der Welt am Sonntag gelesen, dass China eine stärkere Liberalisierung seiner Kapitalmärkte mit seinem nächsten 5-Jahresplan (!) plant.

    http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article10038887/China-holt-zum-grossen-Schlag-aus.html

    Der Artikel weist darauf hin, dass dies gerade gegenläufig der aktuellen Entwicklung im Westen verläuft. Klar. Die Chinesen haben da noch aufzuholen. Bei aller Liberalisierung ist es jedoch in China – und mehr noch als im Westen – so, dass eben der Staat die Regeln bestimmt. Wenn die Entwicklung der chinesischen KP nicht mehr passt, holt sie eben wieder zum rollback aus. So erfreulich man die Entwicklung in China also vielleicht beurteilen mag, so stark gesteuert bleibt sie doch. Und das eben auf undemokratische Art.

    Kommentar von Christian Rode | Oktober 4, 2010

  5. Ich poste das mal hier…

    Kommentar von allat | Oktober 6, 2010

  6. bei mir kommt kein Ton an…

    Kommentar von Christian Rode | Oktober 6, 2010

  7. @CR: bei mir kommt der Ton an…
    ————————————
    Ich poste das auch mal hier…

    Kommentar von allat | Oktober 12, 2010


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