L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Abrechnung mit dem Vulgär-Liberalismus

Die SPD-nahe Seite Rot steht uns gut bringt einen bemerkenswerten Artikel von Kalle Kappner zum Thema Vulgärliberalismus.

Die darin enthaltene (Teil-)Kritik an den Bloggerkollegen der FDGO ist natürlich vollkommener Unsinn, aber vieles Andere ist meines Erachtens wunderbar auf den Punkt gebracht, vor allem die Abrechnung mit dem Partei-Liberalismus. Auch mich regt die FDP nämlich oft viel zu sehr auf. Daher hier nun meine Gedanken zu Kappners Posting.

Ich bin selber nicht gegen Atomenergie und will diese auch nicht verbieten, von mir aus können auch gerne die Laufzeiten von AKW´s verlängert werden. Jedoch wünsche ich mir einen freien Energiemarkt, auf dem möglichst viele Anbieter diversester Energieformen agieren, sich einen fairen Wettbewerb um Preis-Leistungsqualität liefern und der Kunde frei wählen kann, für welchen Preis er bei welchem Anbieter welche Art Energie kaufen möchte. Der heutige Energie“markt“ ist aber bestenfalls ein Rumpfmarkt voller staatlicher protegierter Oligopole, die mit Subventionen reichlich gefüttert werden.

Natürlich haben Liberale und Konservative recht, wenn sie auf die gigantische Subventionierung erneuerbarer Energieformen hinweisen, aber die Atomlobby räumt eben genauso ab. Alle Subventionen gehören daher schnellstmöglich abgeschafft, egal ob für Atomenergie, Solarenergie, Kohleabbau oder sonstwas. Desweiteren sollten überhaupt alle staatlichen Interventionen schrittweise bis zur vollständigen Abschaffung derselben zurückgefahren werden. Freie Energie für freie Bürger.

Besonders widerlich im Rahmen des schwarz-gelben Atomdeals ist die Wiedereinführung der von Rot-Grün abgeschafften Möglichkeit der staatlichen Enteignung von Landbesitzern zum Bau von Endlagern. Was ist mit Eigentumsschutz, einem liberalen Grundprinzip? Wenn Atomkonzerne ein solches Lager brauchen, müssen sie halt den fairen Marktpreis für ein solches bezahlen, egal wieviel es kostet, wie sie überhaupt alle Unternehmenskosten selber schultern sollten. Dito für Anbieter anderer Energien. Eine Ausnahme würde ich nur bei den Castortransporten machen, weil die dortigen Kosten durch die AKW-Gegner entstehen und die Sicherheit in diesem Fall als staatliche Hoheitsaufgabe zu werten ist.

Wenn wir aber schon von Subventionitis sprechen, diese Krankheit grassiert natürlich nicht nur auf dem Energie“markt“, sondern überall und sie muss endlich bekämpft werden. Auch der Niedriglohnsektor dient im Grunde vor allem der Externalisierung von Unternehmenskosten auf den Staat, welcher wiederum auf einen überregulierten Arbeitsmarkt zu reagieren versucht.

An dieser Stelle sei dann auch gleich noch gesagt, dass die Attacken gegen HartzIV-„Schmarotzer“ mich schon lange stören. Sicherlich mag es schwarze Schafe geben (wie überall) aber die meisten Empfänger von Sozialtransfers sind ohne Job wegen einer grösstenteils vom Staat, sprich von den Politikern, verschuldeten strukturellen (Massen-)Arbeitslosigkeit. Erst Arbeit verhindern, dann den Arbeitslosen Geld geben (mit allen damit verbundenen Schikanen der Kontrolle und Gängelung) und anschliessend auf sie einprügeln, weil sie die produktive Bevölkerung schröpfen. Wenn das liberal sein soll, ohne mich!

Der fette Sozialstaat muss ein Ende haben, aber gerade auch zugunsten der HartzIV-Empfänger, von denen die meisten auch lieber auf eigenen Füssen stehen und unabhängig sein wollen. Der optimale Sozialstaat sollte sich wohl auf ein Bürgergeld oder negative Einkommenssteuer beschränken. Noch besser wäre natürlich die komplette Privatisierung der Sozialhilfe, aber dafür bräuchte es eine ganz andere gesellschaftliche Kultur und die ist leider nicht von heute auf morgen zu schaffen.

Punkto „Schwulenkult“: Solche Artikel sind leider längst normal geworden bei EF (alias Junge Freiheit light.) Ehemals ein liberal-libertäres Magazin, bewegt es sich nun leider im kulturkonservativen, nicht selten homophoben und sexistischen Milieu. Es gibt immer noch jede Menge Vorurteile in unserer Gesellschaft gegen Homosexuelle und auch rechtlich ist wohl noch einiges zu tun (Ehe, Adoptions- und Familienrecht.) Dies festzustellen hat mit einem Schwulenkult rein gar nichts zu tun. Natürlich ist es richtig, dass die sogenannten Antidiskriminierungsgesetze bürokratischer Unfug sind, dies rechtfertigt aber keine illiberale Hetze gegen Schwule und andere darin angesprochene Gruppen. Mehr zu diesem Thema gibt es regelmässig bei den Kollegen von GayWest.

Ebensowenig legitimiert die berechtigte Kritik an manchen Strömungen innerhalb des Feminismus und insbesondere an staatlich organisierter, dem Ungeist der Gleichmacherei folgender Frauen- und Genderpolitik keine Hetze gegen berufstätige Frauen oder eine reaktionäre Sympathie für die guten, alten fünfziger Jahre. Gleichberechtigung im Sinne von kompletter Rechtsgleichheit zwischen Mann und Frau ist für beide Geschlechter nur zu begrüssen (hier gilt es noch einiges zu tun, sowohl zugunsten von Frauen wie aber auch zugunsten von Männern, bei Letzteren bspw. die Abschaffung der Wehrpflicht). Wie Menschen zusammenleben wollen und wie ihre Familienorganisation aussieht, sollte aber Privatsache bleiben. In den USA beackeren Wendy McElroy und ihre Freunde dieses Feld.

Sarrazin seinerseits hatte sicherlich mit vielem recht punkto Sozialstaat und Integration, aber seine Flucht in den Biologismus fand ich schon sehr bedenklich. Nichtsdestotrotz ist es ein Unding, wie mit ihm umgegangen wurde. TV-Talkshows arteten in Schauprozesse aus, von seinem Job bei der Bundesbank wurde er hart an der Grenze der Legalität weggemobbt und wegen Morddrohungen braucht er nun auch noch Polizeischutz. Hier geht es um das Prinzip der Meinungsfreiheit und dieses gehört eisern verteidigt. Doch diese zu verteidigen ist das Eine, Sarrazin uneingeschränkt recht zu geben, etwas Anderes. Aber viele Blogger äusserten sich ja auch sehr kontrovers. Allerdings wäre Sarrazin selber ein Beispiel für Vulgärliberalismus, aber er ist ja auch Sozialdemokrat 😉

Der Kritik an China kann ich mich auch nur anschliessen. Natürlich ist es gut, dass dieses Land sich vom Kommunismus verabschiedet hat zugunsten eines bemerkenswerten Wirtschaftswachstums, aber nichtsdestotrotz herrscht dort heute der reinste Staatskorporatismus, um nicht zu sagen „Wirtschaftsfaschismus“. Freie Märkte sehen anders aus. Von dem weiterhin bestehenden Mangel an Bürgerrechten und der Parteientyrannei der KP ganz zu schweigen. Aber hier halte ich es mit Milton Friedman und denke, dass der wirtschaftliche Aufschwung früher oder später auch mehr politische Freiheit bringen wird.

Die Bankenrettung und die Griechenlandhilfe- beides laut der FDP alternativlos- waren aus klassisch-liberaler Sicht ohnehin ein Unding. Vermutlich wäre in diesen Fällen selbst eine geregelte Insolvenz noch besser gewesen. Die Hypo Real Estate erweist sich ja auch gerade wieder als Fass ohne Boden.

Last but not least: die Aussenpolitik. Diese sollte allein der nationalen Selbstverteidigung dienen, weniger neokonservativen Feldzügen.

Hier allerdings irrte Kappner: „Ein Guido Westerwelle, der den Liberalismus zur völligen Farce verkommen lässt, indem er ihn als eine Ideologie der Egoisten darstellt, die einfach nur weniger Steuern zahlen wollen, den Sozialstaat in die Tonne kloppen wollen, sich nicht mehr für den Obdachlosen um die Ecke verantwortlich fühlen wollen.“

Egal was man von Westerwelles Politik hält, Liberalismus ist in der Tat die Ideologie der Egoisten. Liberalismus basiert auf der Idee, dass jedes Individuum frei geboren ist. Auch frei dazu selber zu entscheiden wem es helfen möchte und wem nicht. Das bedeutet nicht, dass man nichts für Obdachlosenhilfe spenden würde, aber dass man es freiwillig aus Überzeugung tun möchte und nicht erzwungen. Im Mittelpunkt steht eben das Ego, nicht das Kollektiv. Und in der Tat: der moralische Kampf für den Liberalismus kann nur durch ein ehrliches und schamfreies Bekenntnis zum Egoismus gewonnen werden. Ansonsten bleiben nur diverse Spielformen der „mixed economy“, ergo die Wahl zwischen den beiden korporatistischen Scheinalternativen schwarz-gelb und rot-grün.

Die FDP wird meines Wissens leider ebenso wenig wie die DP demnächst wirklich liberal werden. Schade eigentlich, denn eine klassisch-liberale (Anti-Klientel-)Partei hätte vielleicht durchaus gute Wahlchancen.

Siehe auch (inklusive Links in den dortigen Kommentarspalten):
Freier Markt, Kapitalismus und Sozialismus
Der angepasste Liberalismus
Bush ein Wirtschaftsliberaler?
Tripartite(I)-Zentralverwaltungswirtschaft made in Luxembourg

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September 14, 2010 - Posted by | Innenpolitik, Klassischer Liberalismus, Sozialismus | , , ,

27 Kommentare »

  1. Danke für die intelligente Replik ;).

    Ich kann es nicht oft genug betonen: Der liberale Diskurs, der Streit darüber, was „liberal“ ist, findet nicht allein in der libertären Blogosphäre statt! „Liberalismus“ wird in Deutschland immernoch und vermutlich noch lange Zeit durch die FDP und ihr intellektuelles Umfeld definiert werden. Und dort gibt es auch eine Menge Menschen, die der Meinung sind, die FDP müsste wahlweise „sozialer“ werden oder „konservativer“ oder „islamkritischer“ etc. Ihr seid nicht die einzigen Spieler in diesem Streit um die Zukunft des Liberalismus‘! Insofern ist es auch unnötig, die Kritik auf die libertäre Blogszene zu beziehen. Die macht nämlich nur einen schwindend geringen Anteil an der liberalen Welt aus. Das wollte ich übrigens damit ausdrücken, als ich schrieb, dass ich niemanden in „Sippenhaft“ nehmen will.

    Was den „Egoismus“ angeht: Korrekt, was du hier schreibst. Was ich meinte, ist „freiwilliger Egoismus“. Ich bin überzeugt, dass Solidarität aus Freiwilligkeit entstehen kann. Das tut sie jeden Tag. Was allerdings Sloterdijk & co. grade an den Tag legen, ist eine Verachtung für jede Form von Solidarität – sei sie freiwillig oder erzwungen.

    Ich freue mich übrigens sehr, dass mein Artikel von einigen Liberalen kommentiert und (zumindest in Teilen) gewürdigt wird – das macht Hoffnung, finde ich. (Und nebenbei trägt es hoffentlich ein wenig dazu bei, „Rot steht uns gut“ bekannter zu machen ;))

    PS: „Kappner“ ist mein Nachname :).

    Kommentar von Kalle Kappner | September 14, 2010

  2. Gern geschehen. Name wurde im Text verbessert, sorry. Der Vorwurf der Kritik entstand durchs Verlinken auf konkrete Texte wie den von lalibertine zu den Laberwissenschaften, wo sie zurecht drauf hinweist, dass die Sozialwissenschaften gerettet werden müssen.

    Kommentar von CK | September 14, 2010

  3. @ Kalle Kappner

    Solidarität kann nur freiwillig sein. „Erzwungene Solidarität“ gibt es nicht.

    „Was ich meinte, ist „freiwilliger Egoismus“.“

    Gibt es auch erzwungenen Egoismus?

    Kommentar von Adrian | September 14, 2010

  4. Jeder Mensch ist egoistisch, die ganze Zeit.

    Das hat für die anderen Menschen sowohl Vor- als auch Nachteile, je nachdem halt.

    Kommentar von Grommel | September 14, 2010

  5. Jeder Mensch ist egoistisch, die ganze Zeit.

    Nicht jeder Mensch handelt jederzeit rational. Manche Menschen fügen sich deshalb mitunter auch selber Schaden zu. Schaden ist aber nicht im eigenen Interesse, insofern nicht eigennützig. Die Frage ist also: was nützt mir wirklich und was nicht? 😉

    Hedonismus gilt heute als der Inbegriff des Egoismus, doch gerade Hedonismus muss nicht unbedingt egoistisch sein. Schwierig, ich weiß.

    Der Liberalismus geht jedoch davon aus, dass man das Recht haben sollte, sein eigenes Leben zu leben, für sich selbst, selbst wenn man dabei die falschen Entscheidungen trifft, man muss eben auch die Konsequenzen für falsche Entscheidungen dann selber tragen.

    Kommentar von CK | September 14, 2010

  6. prächtiger Artikel! Und danke für den Hinweis auf die rotstehtunsgut-Seite, die ich noch nicht kannte.

    Wir egoistischen Menschen sollten vielleicht mal wieder – im Jahr seines 150. Todestages – den alten Schopenhauer zur Hand nehmen und sehen, dass es Mitleid in dieser Welt braucht.

    Kommentar von Christian Rode | September 14, 2010

  7. @Christian Rode: Danke und gern geschehen. Vor allem aber muß man Kevin Carson kennen (lernen.) 😉

    Kommentar von CK | September 14, 2010

  8. o.k. Kevin Carson. Der ist mir schon anderweitig empfohlen worden. Muss ich wohl doch mal meine Englisch-Kenntnisse aufbessern.

    Kommentar von Christian Rode | September 14, 2010

  9. Naja, ich kann vor allem
    „dafür bräuchte es eine ganz andere gesellschaftliche Kultur und die ist leider nicht von heute auf morgen zu schaffen.“
    unterschreiben!
    Deswegen begrüße ich zwar den Liberalen Aufbruch, teile aber nicht die Auffassung, dass er 20% erreichen kann in Deutschland – was wohl auch ein Grund ist, warum Sozialdemokraten ihn hypen 😉
    Kurzum, Politik kann momentan nichts ändern, schafft die metaphysischen, epistemologischen und dann ethischen Grundlagen – den Egoismus hast du ja zurecht erwähnt. Der muss richtig verstanden werden!

    Kommentar von Bastian | September 14, 2010

  10. […] September 2010 um 22:27 · Gespeichert unter Ethik, Politik (deutsch) L for Liberty nimmt Stellung zu einer „Vulgärliberalismus“-Debatte, die vom Blog Rot steht uns Gut ausgelöst […]

    Pingback von Vulgärliberalismus und Enteignung « Laissez Fair!e | September 14, 2010

  11. Hat die jahrelange Paxx-Lektüre ja doch was gefruchtet. Schön! 🙂

    Kommentar von DDH | September 14, 2010

  12. @DDH: Ja klar, paxx hat vmtl. echt viele Leute inspiriert, denke ich mal. Mich auf jeden Fall. Schade, dass ihr aufgehört habt.

    Kommentar von CK | September 15, 2010

  13. CK:

    Nicht jeder Mensch handelt jederzeit rational. Manche Menschen fügen sich deshalb mitunter auch selber Schaden zu. Schaden ist aber nicht im eigenen Interesse, insofern nicht eigennützig. Die Frage ist also: was nützt mir wirklich und was nicht?

    Auch der Mensch der sich selbst Schaden zufügt tut dies weil ihm dies, für ihn und zu dem Zeitpunkt, als beste Möglichkeit erscheint. Natürlich kann es sein, dass er zu dem Zeitpunkt nicht rational denkt oder denken kann. Aber das liegt ausserhalb seiner Kontrolle.

    Eine Mutter, die sich für ihr Kind opfert, tut dies, weil ihr die Vorstellung, es nicht zu tun, als schlechter , für sie selbst!, erscheint.

    Der Liberalismus geht jedoch davon aus, dass man das Recht haben sollte, sein eigenes Leben zu leben, für sich selbst, selbst wenn man dabei die falschen Entscheidungen trifft, man muss eben auch die Konsequenzen für falsche Entscheidungen dann selber tragen.

    Und dazu brauch man nicht einmal echten freien Willen, die Illusion davon genügt 😉

    Falsche Entscheidungen stellen sich ja meistens, wenn nicht sogar immer, erst danach als falsch heraus. Sonst würde man sie ja nicht machen.

    Kommentar von Grommel | September 15, 2010

  14. @Bastian: Ja, so ist es. Daher auch meine Skepsis gegenüber der Politik, insbes. gegenüber der heutigen Form von Parteipolitik. Danke aber fürs Verlinken!

    @Grommel:
    Natürlich kann es sein, dass er zu dem Zeitpunkt nicht rational denkt oder denken kann.

    Oder es nicht will. Viele Menschen meinen ja heute auch, blinde Emotionen (man nennt das oft noch Empathie) seien eine Rechtfertigung für nahezu fast alles. Nicht denken, fühlen blabla. Das ist allerdings ein Zeichen dafür, dass man sich immer noch geistig im Teeniealter befindet. Eine solche infantile Gesellschaft wird auf Dauer nicht überlebensfähig sein.

    Eine Mutter, die sich für ihr Kind opfert…

    Au weh. Opfer in diesem Kontext lässt mich immer erschauern.
    Da fällt mir doch glatt dieses Video mit Yaron Brook ein:

    Eben, das Kind ist wichtiger für die Mutter als ins Kino zu gehen.

    Ich glaub, das ist ein Musterbeispiel dafür, dass Egoismus heut meistens für Hedonismus (und natürlich auch Materialismus) verwendet wird, als sei das Leben nach dem Lustprinzip und/oder für Geld das Beste für ein Individuum und jedes Abweichen davon ein „Opfer“. Dass heute in Europa viele Paare keine Kinder bekommen wollen, ist allerdings in der Tat eine Ausprägung von Hedonismus, denn Kinder machen ja auch viel Arbeit und nicht nur Spass.

    Und dazu braucht man nicht einmal echten freien Willen, die Illusion davon genügt.

    Freier Wille ist eh axiomatisch.

    Sonst würde man sie ja nicht machen.

    Schön wäre es. Schonmal was von Evasion, Verdrängungsmechanismen gehört? Eben.

    Aber back ontopic.

    Kommentar von CK | September 15, 2010

  15. Der Liberalismus ist ganz sicher nicht die Ideologie der Egoisten. Hört doch endlich mit diesem objektivistischen Quatsch auf! Der Liberalismus beruht auf der Erkenntnis, dass alle Menschen als Menschen gleich sind und gleiche Rechte haben sollen. Der Liberalismus beschreibt eine Sozialordnung, er ist auf ein friedliches Miteinander ausgerichtet.
    All das hat nichts mit Egoismus zu tun!
    Mit Freunden wie den Objektivisten braucht der Liberalismus echt keine Feinde mehr…

    Kommentar von Christian Hoffmann | September 15, 2010

  16. @CH: Kein Lob für den Artikel, nur Kritik an diesem Abschnitt?

    Natürlich hat Liberalismus nichts mit dem zu tun, was Du unter „Egoismus“ verstehst. Vielleicht gefällt es Dir so besser: Jedes Individuum hat das Recht nach SEINEN EIGENEN Vorstellungen zu leben und FÜR SICH zu leben. (Allerdings glaube ich nicht, dass das einer nicht für egoistisch hält.)

    Natürlich ist Liberalismus auch das beste System für den Wohlstand aller und eine friedliche Gesellschaft, dieses utilitaristische Argument findet man ja bei den meisten Liberalen von Smith über von Hayek und Erhard bis Friedman. Aber dies ist m.E. ein gefährliches moralisches Argument, weil man ja dann sagt, dass die Gesellschaft/das Kollektiv das Mass der Dinge ist.

    Kommentar von CK | September 15, 2010

  17. „Der Liberalismus beruht auf der Erkenntnis, dass alle Menschen als Menschen gleich sind und gleiche Rechte haben sollen. Der Liberalismus beschreibt eine Sozialordnung, er ist auf ein friedliches Miteinander ausgerichtet.“
    Ich sehe da keinen Gegensatz zum objektivistischen Egoismus-Begriff.
    Im Übrigen stört es mich wenig, dass Sie mich als Feind bezeichnen. Ich sehe Sie nicht als Feind an, es ist mir egal.

    Kommentar von Bastian | September 15, 2010

  18. @Bastian: Lass gut sein. CH versteht den objektivistischen Egoismusbegriff wohl einfach nicht. Da ist er ja nicht allein, sondern in würdiger Gesellschaft.

    Kommentar von CK | September 15, 2010

  19. @Adrian: Ja. Man kann Menschen auch einreden, dass Solidarität etwas schlechtes ist und dass sie weder freiwillig noch erzwungen stattfinden soll.

    Man kann den Egoismus wohl auf zweierlei Weise verstehen: Einerseits ist er grundlegend für Menschen und auch nicht schlecht. Andererseits aber, kann man Menschen auch davon überzeugen, dass Solidarität etwas schlechtes, selbst freiwillige Wohltätigkeit, ist und Egoismus immerzu gelebt werden muss.

    Kommentar von Kalle Kappner | September 15, 2010

  20. @ Kalle Kappner

    Noch mal: „Erzwungene“ Solidarität gibt es nicht. Entweder ich bin mit etwas/jemandem solidarisch, oder nicht. Wenn durch andere Menschen/Politiker/Steuern dazu gezwungen werde, bspw. die Schauspieler der hiesige Kleinkunstbühne zu subventionieren, dann ist das nicht Solidarität, sondern ist Zwang, ist Herrschaftsausübung, ist Ausbeutung.

    Kommentar von Adrian | September 16, 2010

  21. @CK

    Viele Menschen meinen ja heute auch, blinde Emotionen (man nennt das oft noch Empathie) seien eine Rechtfertigung für nahezu fast alles.

    Empathie ist was anderes! Zudem kann es altruistisches Verhalten erklären!

    Kommentar von allat | September 16, 2010

  22. @allat: Empathie ist was anderes!

    Ja, eben. Sorry, wenn das missverständlich war. Ich wollte darauf hinaus, dass diese Leute gar noch die Frechheit haben, das Empathie zu nennen.

    Kommentar von CK | September 16, 2010

  23. http://paxxreloaded.wordpress.com/

    Und weiter geht’s!

    Kommentar von dominikhennig | September 18, 2010

  24. Zum Punkto Schwulenkult hab ich euch ein schönes Schmankerl mitgebracht:

    http://www.nrwz.de/v5/rottweil/00034648/

    Fröhliches Erbrechen!

    Kommentar von Andreas | September 19, 2010

  25. Selber noch nicht gelesen, aber angeblich sehr empfehlenswert:
    http://mises.de/public_home/article/403/1

    Kommentar von CK | November 16, 2010


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