L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Leonard Peikoff: Einführung in den Objektivismus

1995 hielt Dr. Leonard Peikoff eine vom ARI aufgezeichnete Einführungsvorlesung über Ayn Rands Philosophie des Objektivismus, die seit einiger Zeit bereits online zu Verfügung steht. Da immer mal wieder Leute wie beispielsweise der von uns geschätzte Leser und Kommentator Pancho fragen, was dies denn eigentlich für eine Weltanschauung sei, gibt es hier nun die besagte Philosophievorlesung für Interessierte (sogar mit anschliessenden Fragen und Antworten). Vom LfL-Team betrachtet sich zwar keiner direkt als Objektivist, aber vor allem meine Wenigkeit hegt doch gewisse Sympathien für diese Denkschule.

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August 21, 2010 - Posted by | Objektivismus, Philosophie, Video | ,

6 Kommentare »

  1. Am Ende ihrer Karriere war auch Ayn Rand leicht senil 😉

    Kommentar von Parsa Kakashanian | August 24, 2010

  2. @Parsa: Ich würde Dich darum bitten auf unserem Blog Beleidigungen gegen Miss Rand zu unterlassen. Sie war da nicht senil, auch wenn ich diese Antwort selber nie nachvollziehen konnte und kann. Sie konnte sich halt wohl einfach nicht vorstellen, dass eine Frau Commander-In-Chief der Armee sein könnte. Ausgehend von ihrer Ansicht, dass eine noch so starke Frau auch immer einen Mann braucht zu dem sie aufschauen kann.

    M.E. kann ein solcher Posten auch von einer Frau geführt werden, wenn sie die nötigen Qualifikationen dafür mitbringt. Da widerspreche ich ihr.

    Kommentar von CK | August 24, 2010

  3. @ CK

    Ich möchte euer Idol natürlich nicht mit Dreck bewerfen, sondern respektiere euren Glauben an Ihre Heiligkeit.

    Mit der Beschreibung „senil“ wollte ich euer Idol vielmehr schützen! Für fortschreitende Demenz ist der Demente nicht selbst verantwortlich.

    Wenn Miss Rand allerdings obige Bemerkung im Zustand klaren Geistes gemacht haben sollte, dann solltet ihr euren Glauben vielleicht doch mal hinterfragen.

    Lustiger ist allerdings Peikoffs Verneinung einer Dichotomie zwischen „moral and practical“ (Part 3; 3:10). Wahrscheinlich sind wir alle zu sehr vom Brechts Gutem Menschen von Sezuan korrumpiert worden. Aber die Aussage, dass alles, was pragmatisch ist, auch moralisch sei, halte ich für reichlich naiv. Das mag im Kommunismus so sein oder in Gottes himmlischem Reich. Mir fällt allerdings spontan keine irdische Gesellschaftsordnung ein, in der man nicht bisweilen in moralische Dilemmata geriete. Das Aufrechterhalten eigener moralischer Standards ist jedenfalls eine schwierigere Angelegenheit als Peikoffs Absolution für alle Opportunisten dieser Welt.

    Kommentar von Parsa Kakashanian | August 29, 2010

  4. @Parsa: Wir sind durchaus auch gegenüber Ayn Rand kritisch und wo es Fehler gibt (die es bei jedem Menschen und in jedem Gedankengebäude zu finden gibt), sollen die thematisiert werden (und keineswegs plump mit „senil“ betitelt werden, gerade, weil man als Objektivist sich nicht aus der Eigenverantwortung für seine Fehler stehlen sollte und auch nicht möchte.)

    Vor allem JayJay ist ein sehr harscher Kritiker des Objektivismus, Nestor wohl auch. Aber selbst für mich ist AR keine Heilige. Heilige gibt es nicht und wir sind auch keine Gläubige, aber wir verbieten Lesern zurecht hier auf dem Blog uns mit Schmutz zu bewerfen. Niemand muss sich in seiner eigenen Wohnung dumm anpöbeln lassen, also bitte die Contenance bewahren und Respekt zeigen.

    Lustiger ist allerdings Peikoffs Verneinung einer Dichotomie zwischen „moral and practical“.

    Da hat er vollkommen recht. Diese Dichtomie existiert nur, weil man eine „unpraktische Moral“ (die er als „Altruismus“ bezeichnet) gewählt hat. Man stellt dann andauernd fest, dass was nach dieser Moral gut und richtig wäre, in der Praxis dem eigenen Leben leider widerspricht.

    Aber die Aussage, dass alles, was pragmatisch ist, auch moralisch sei, halte ich für reichlich naiv.

    Wo hat Peikoff eine solche Aussage getätigt? Entschuldige vielmals, aber Du hast rein gar nichts punkto objektivistischer Ethik verstanden. Pragmatismus und Opportunismus waren AR (und sind heute Peikoff) zutiefst zuwider, weil sie von klaren ethisch-moralischen Prinzipien überzeugt war, die man nicht verwässern sollte. Prinzipien, die jedoch in der Praxis funktionieren (würden) und insofern eben praktisch sind.

    Und natürlich kann man im Leben in moralische Dilemma geraten. Niemand sagt, moralisch leben, sei leicht. Und um Absolution für unmoralische Menschen geht es erst recht nicht. Der rationale Eigennutz der Objektivisten ist nicht mit der gängigen Vorstellung von Egoismus (Andere für sich zu opfern) zu verwechseln.

    Kommentar von CK | August 29, 2010

  5. Ich setze mal hier an, auch wenn das Zitat, das mich angeregt hat, aus einem anderen Bereich stammt:

    „Aber ich bin eigentlich auf der Suche nach echter (romantischer) Liebe wie alle Sympathisanten des Objektivismus.“ schriebt CK in der Diskussion zu Charlotte Roche.

    Immer wieder Objektivismus. Da mir das Ganze noch nicht eingegangen ist, d.h. ich es noch nicht vom Verstand her ausreichend durchdrungen habe, fände ich eine Diskussion hier, die auch eine Weiterführung der Einführung sein könnte, interessant.

    Ich bin erstmal zu wikipedia gesprungen, auch wenn das keine echte Autorität ist, aber es wurde da auch schon eifrig diskutiert, d.h. am Text rumgewerkelt.

    Gleich an der Stelle Metaphysik, die hier nicht behandelt worden ist, bin ich auf den Satz gestoßen:

    >>Das Verhältnis zwischen Existenz und Bewusstsein ist bestimmt vom Primat der Existenz, d. h. die Welt existiert unabhängig von unserem Bewusstsein: Eine Welt ohne Bewusstsein ist möglich; und ein Akt des Bewusstseins alleine (z. B. ein Wunsch, eine Vorstellung) übt keinerlei Einfluss auf die äußere Existenz aus (Wortlaut Ayn Rand: „Wishing won’t make it so“).<<

    Das ist nun mit Sicherheit eine arge Verkürzung des Objektivismus an diesem Punkt. Aber ich vermisse grundsätzlich eine ausreichende Reflexion über das Verhältnis von Bewusstsein und Welt. Eine Welt ohne Bewusstsein ist möglich, aber wie sollte diese beschrieben werden? Ein Akt des Bewusstseins alleine übt keinerlei Einfluss auf die äußere Existenz aus, aber was, wenn er ausgesprochen wird? Blendet der Objektivismus diese Fragen aus? Oder negiert er sie?

    Dies ist jetzt nur ein Anknüpfungspunkt. Vielleicht sind ja andere Fragen interessanter. Aber es ist ja quasi der "objektive" Aufhänger dieser Philosophie.

    EDIT, Anmerk. CK: Bewusst verschoben von mir.

    Kommentar von Christian Rode | November 17, 2010

  6. @CR: Es geht darum, dass die Welt unabhängig von unseren Wünschen und Bedürfnissen existiert und so ist wie sie eben nunmal ist. So gibt es Naturgesetze, die wir nicht überwinden können, sondern deren Regeln bindend für uns sind, auch wenn uns das nicht immer gefallen mag.

    Um die Welt zu analysieren und zu beschreiben, brauchen wir natürlich unseren Verstand.

    Du musst jedoch unterscheiden zwischen dem metaphysisch Gegegebenen (den Naturgesetzen eben bspw.) und dem Menschengemachten, was von uns formbar ist (menschliche Gesetze, soziale Institutionen.)

    Kommentar von CK | November 17, 2010


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