L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Kapitalismus vs. Sozialismus – eine Debatte in 1984

Anlässlich der erneuten Semantik-Debatten über Kapitalismus, Sozialismus und freie Märkte, die ja bereits auch hier auf dem Blog angesprochen wurden, würde ich gerne auf eine Debatte an der kanadischen University of Toronto aus dem Jahre 1984 (als der reale Staatssozialismus für viele leider noch nicht offensichtlich gescheitert war) verweisen.

Dort standen sich bei einem Duell, welches nun endlich online kostenfrei zu Verfügung steht, die (Staats-)Sozialisten Caplan und Vickers und die Kapitalisten wie Objektivisten Ridpath und Peikoff gegenüber.

Das Besondere an der Debatte ist, dass es nicht um utilitaristische Fragen geht wie die, welches System nun wohl mehr Wohlstand für alle schafft, sondern darum, welches System das moralisch Bessere sei. Es geht also darum eine Ethik zu formulieren, die dem persönlich bevorzugten System zugrundeliegt und dieses so moralisch zu rechtfertigen. Die Debatte begeisterte seinerzeit viele Zuschauer und es gab im Anschluß auch noch Fragen aus dem Publikum.

Ich persönlich fand Peikoff und Ridpath recht brilliant, die Sozialisten hingegen setzen m.E. grösstenteils auf billigen Emotionalismus und schaffen es zu keinem Zeitpunkt ein konsistentes Ethiksystem zu entwickeln. Aber unsere Leser mögen sich die Videos selber ansehen und sich ihre eigene Gedanken dazu zu machen.

Kapitalismus wird hier natürlich synonym zur laissez-faire-Marktwirtschaft verwendet, sprich einem idealen, real so bisher nicht wirklich existierenden, freien Markt ganz ohne Staatsinterventionen. Oder genauer ausgedrückt: einem politischen System, in dem Staat und Wirtschaft genauso getrennt sind wie Staat und Religion/Kirche.














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März 30, 2010 - Posted by | Kapitalismus, Klassischer Liberalismus, Sozialismus, Video, Wirtschaft | , , ,

7 Kommentare »

  1. Sicherlich ein interessantes Dokument. Damals soll es auch noch einen Schneesturm gegeben haben, aber trotzdem war der Zuschauerzuspruch sehr groß!

    Kommentar von Wolfgang Scheide | März 31, 2010

  2. Es ja nun nicht mehr verfügbar!

    wer noch interessiert ist (die die Debatte ist wirklich sehr gut) kann es hier kaufen http://www.aynrandbookstore2.com/prodinfo.asp?number=CP01DV
    evtl. auch für privaten Gebrauch ausleihen
    http://www.houstonobjectivism.com/index.html

    Wie hat das eigentlich die Runde gemacht? Kann es sein, dass es ein Mitglied von freedomainradio hochgeladen hat, es empfohlen wurde und nun ist es wegen dem Urheberrecht wieder runtergenommen?

    Kommentar von Neocool | April 2, 2010

  3. Mist, hätte ich das gewusst, hätte ich es auf meiner Festplatte gespeichert.

    Das Video wurde wohl über Facebook promotet, da ist dann schnell einer vom ARI wohl drauf aufmerksam geworden.

    Kommentar von CK | April 2, 2010

  4. Ich habe tatsächlich alles runtergeladen, da ich es auf meiner Terrasse angeschaut habe!

    nicht ganz koscher das alles, aber das mache ich auch bei anderen Videos so ^

    Kommentar von Neocool | April 2, 2010

  5. @neocool: Die Feministin mit ihrer „laundry“ war verdammt lustig in dem Video 😉

    Kommentar von CK | April 2, 2010

  6. Sie war halt die nette besorgte alte Tante von nebenan, die es doch nur gut meint mit jeden. Da kann man einen für fast verrückt halten, wenn man ausspricht, dass die Denke eines Sozialisten (die sogar niedliche Witze mit Studenten macht) in eine totalitäre Diktatur ausartet und man es mit 3. Reich und mit Maoismus vergleichen kann. Muss!

    Ich jedenfalls bin ein Kapitalist und wasche meine Unterhosen selbst. LOL 😉

    Jetzt weiß ich nicht, ob es bessere Kaliber gibt, die man hätte als Gegenpart der Kapitalisten auswählen sollen. Die Fixierung auf die Moral hat Peikoff hervorragend gemacht, genauso wie sein Partner.

    Das Publikum war glaube sehr auf Seiten der Kapitalisten, aber bei dieser Antwort Peikoffs auf die Frage, was denn mit der dritten Welt sei und wie man das löst und man das doch nicht vernachlässigen kann, antwortete er

    Peikoff (kein Wortlaut) : if you’re concerned with the Third World and want them to become very wealthy, I’d say let American investment go there …. that would be the most humanitarian thing you could do

    und das war eine Stelle wo es deutlich Buhrufe gab. Weiterhin hat er ausgeführt, dass man Arme nicht ausbeuten kann, da sie doch nichts haben und es absolut lächerlich sei. Genau das war aber die Prämisse der Sozialisten. Es gibt einen großen Stück Kuchen, den man aufteilen kann und Wohlstand fällt wohl vom Baum

    Kommentar von Neocool | April 2, 2010

  7. Schade, dass die Diskussion weg ist, für ein so altes, und zudem nicht gerade wichtiges Dokument, hätte es ruhig vom ARI freigegeben werden können.

    Frau Vickers hatte manchmal diesen irren Blick drauf, wo man schnell wusste, dass jegliche Argmentation vergebens ist. In der Tat wurde von Seitens der Sozialisten nicht immer sauber argumentiert, auf eine Frage antworteten sie häufig ausweichend mit Anekdoten oder Angriffen. Interessant, dass trotz mehrmaliger Erklärung und Differenzierung von Peikoff und Ridpath alle staatsgemachten Übel der Welt dem Kapitalismus angedichtet wurden, so als ob die Gegenseite überhaupt nicht zugehört habe. Diese Taubheit (die Blindheit gegenüber den Argumenten ist ja noch erklärbar) einer totalitären Linke hat sich seit den letzten 26 Jahren leider nicht geändert.

    Kommentar von JayJay | April 2, 2010


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