L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Der Euro, zu jung zum Sterben?

Am letzten Dienstag war sie in Luxemburg, die gelernte Sozialistin (Wahlfach: Physik) Angela Merkel um mit ihrem Parteifreund und Eurogroup Präsident J.C. Juncker u.a. über die griechische Überschuldung und die drohende Euro-Krise zu beraten. Beide gaben sich optimistisch, sie geben vor zu glauben, die Konsolidierung der Staatsfinanzen sei auf gutem Wege. Handlungsbedarf bestehe jedoch auch, und es gelte die Schuldigen zu bestrafen. Es sollen die Spekulanten sein und diesen soll das Handwerk gelegt werden. Ähnlich hatte sich Juncker ausgedrückt als er behauptete, die Folterinstrument stünden im Keller bereit und sie könnten gegen diese bösen Spekulanten eingesetzt werden. Diese Aussage weist Parallelen auf zu der Ausdrucksweise eines ehemaligen deutschen Ministers Steinbrück der meinte, es genüge, wenn die Indianer wüssten, dass die Kavallerie da sei… Diese Aussage hatte unserem Premier damals nicht so recht gefallen. Zusammen mit dem interventionsgeilen Präsidenten Frankreichs, der sich auch schon mehrmals für eine europäische Wirtschaftsregierung – Plan- und Kommandowirtschaft lassen grüssen – ausgesprochen hat, sowie dem griechischen Bankrotteur Papandreou haben Merkel und Juncker jetzt den Kommissionspräsidenten angeschrieben damit die Kommission weitere Regulierungen und Verbote erlassen soll.

Das ist die neue Marschroute in Europa: Erstens wird suggeriert, die Politiker hätten ein wasserdichtes Konzept zur Lösung der Krise. Zum anderen wird ein Feindbild aufgebaut, um den Zorn der Bürger von den wirklichen Verursachern abzulenken.

Die Probleme, die Griechenland hat, sind in erster Linie selbstverschuldet. Korrupte und machtversessene Politiker haben immer mehr Staatsschulden angehäuft. Haushaltsdisziplin ist für sie ein Fremdwort.
Jeder Unternehmer, der sich so verhalten würde wie diese Politiker, würde nach kürzester Zeit Pleite gehen und sein gesamtes Vermögen verlieren. Trotzdem versuchen unsere Politiker im Zusammenspiel mit den „Qualitätsmedien“ jetzt, die Schuld einer Handvoll Banker in die Schuhe zu stecken, die gegen den Euro spekulieren. Der „Spiegel“ etwa schiebt den Schwarzen Peter allen Banken gleichzeitig zu, während er die verantwortlichen Regierungen zu heldenhaften Verteidigern Euros hochstilisiert, so als seien sie unschuldig an der wirtschaftlichen Misere: „Auf der einen Seite steht die internationale Finanzindustrie, die mit Milliarden auf die Pleite Griechenlands oder auf den Niedergang des Euros spekuliert. Auf der anderen Seite stehen die europäischen Regierungen, die ihre vor elf Jahren eingeführte Gemeinschaftswährung um jeden Preis erhalten wollen.“

Griechenland ist nur die Spitze des Eisberges; dabei hat Griechenland schon zu Anfang die Konvergenzkriterien nicht erfüllt, sie waren jedoch nicht die einzigen. Da der Euro jedoch eher eine politische Errungenschaft als eine stabile Währung sein sollte, hat die Politik damals wie heute gemogelt. Obschon die Griechen – wie viele andere – Besserung gelobten, fuhren sie fort über ihre Verhältnisse zu leben und den Stimmen bringenden Wohlfahrtstaat bis zum Ruin ausufern zu lassen. Gemeinschaftlich geförderte Staatsverschuldung machte es möglich, und geht es nach Merkel und Co wird auch kaum Abhilfe geschaffen.
Die mangelnde Härte des Euros zeigt sich nicht nur im Verfehlen der Referenzkriterien, sondern auch im Fehlen von Instrumenten zur Durchsetzung der geforderten Disziplin. Es ist sowohl faktisch und möglicherweise rechtlich unmöglich, aus dem Euro auszutreten, wie es ebenso unmöglich ist, von ihm ausgeschlossen zu werden. Zwar sind Hilfen der EZB und der Mitgliedsstaaten des Euros an wankende Mitglieder verboten. Die Rechtslage spielt indes keine Rolle, da der politische Wille ein Unterlaufen möglich macht. Statt des Staates eilen nun Staatsbanken den griechischen Verschwendern zu Hilfe. Das mag rechtlich einen Unterschied machen, faktisch aber zeigt sich nur umso deutlicher, dass die den Euro bestimmenden Gesetze wertlos und Verfügungsmasse der Politik sind. Tatsächlich haben sich Staatsbanken als die größten Gläubiger Griechenlands herausgestellt. Es gibt wohl kaum ein deutlicheres Anzeichen für den Verfall des Geldes, als eine Staatsbank, die Staatsanleihen in ihrem Portfolio hält.

Ein weiterer Grund für diese enormen Summen liegt zusätzlich darin begründet, dass für Staatsanleihen von den Geschäftsbanken kein Kapital vorgehalten werden muss. Der Erwerb solcher Staatsanleihen ist daher attraktiv, solange die Fiktion hält, dass Staaten nicht insolvent werden können. Vorschriften wie die, dass Staatsanleihen ohne Belastung für das Eigenkapital erworben werden können, dienen dem Zweck, dass Staaten sich einfach und billig verschulden können. Hier geht es also ausnahmsweise nicht um ein Versagen von Regulierung. Vielmehr hat die Regulierung genau das bewirkt, was sie sollte, nämlich den Erwerb von Staatsanleihen so günstig wie möglich zu gestalten.

Das Teilreservesystem dient hauptsächlich dem Zweck, Verschuldung zu ermöglichen. Wo Geld einer Warenbindung unterliegt, da ist die staatliche Kreditaufnahme limitiert. Ausgaben, die für die Kriegsführung und umverteilerische Wohltaten gebraucht werden, können nicht in dem Maße finanziert werden, wie die Regierungen es sich wünschen. Es ist daher immer das Verlangen der Regierungen gewesen, jede limitierende Bindung zu beseitigen, damit das politisch Mögliche nicht durch profanen Geldmangel eingeengt wird. In Bezug auf staatliche Anleihen wird deshalb aus dem Teilreservesystem ein Nullreservesystem. Der fiskalischen Geldschöpfung ist – anders als der privaten – die letzte gesetzliche Grenze genommen. Das Dilemma, vor dem die europäischen Regierungen nun stehen, ist somit hausgemacht. Zwar soll sparsam gewirtschaftet werden und Haushaltsdisziplin eingehalten werden, doch weisen die zugrunde liegenden Regeln den entgegengesetzten Weg der Verschwendung.

Innerhalb des Euro-Raums hat sich eine besondere Anreizstruktur herausgebildet. Belohnt wird der, der haushaltspolitisch unverantwortlich ist, weil er die Kosten seiner Verschwendung nicht allein tragen muss. Hierin liegt der Grund für den Anstieg der fiskalischen Verschwendung auf ein bisher unbekanntes Rekordniveau. Der Crash des Euros ist die nach den ökonomischen Gesetzen vorhersehbare und logische Folge, wenn diese Anreize der Verschwendung zu Lasten Dritter nicht beseitigt werden. Der vorgeschlagene europäische Währungsfonds, ein Hilfsfonds für Bankrotteure, geht leider eindeutig in die falsche Richtung.

Siehe auch:
1) „Griechenlandkrise und Regierungspropaganda: Der klassische Sündenbock“ von Ronald Gläser,
2) „Euro: Wie mit Regulierung das Ziel der totalen Verschuldung erreicht wird“ von Dirk Friedrich
beide in: ef-online

März 15, 2010 - Posted by | Griechenland, Klassischer Liberalismus, Kolumne im Journal, Neues aus Luxemburg, Wirtschaft | , ,

11 Kommentare »

  1. Holà,

    …“Der Euro, steckt noch in den Kindersch…zu jung zum Sterben?“…not bad…kommen nach éng Kéier drop zeréck…

    —-

    „Am letzten Dienstag war sie in Luxemburg, die gelernte Sozialistin (Wahlfach: Physik)…“

    Nomen est Omen…?

    „Am 8. Januar 1986 reichte sie ihre Dissertation ein, deren Titel lautete „Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen (des Euro…) mit einfachem Bindungsbruch (Austreten GR aus EZ…) und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten (Ansteckungsreihenfolge&Geschwindigkeit „PIIGS“??? als Funktion des BIP…?) auf der Grundlage quantenchemischer (Born-Oppenh…Juncker-Merkel-Näherung) und statistischer Methoden. (…“statistischer Methoden“…z.Z. noch keine empirischen Daten vorhanden…)““… 🙂

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 15, 2010

  2. E puer Bemierkungen nach:

    GoldmanSachs haat den Griechen gehollef hiert Defizit ze verstoppen, mat den legalen Mettelen iwwert CDS. Lo as et awer sou dass GoldmannSachs do Insiderwessen mat erangezunn huet, well GS wousst wei et mat den Finanzen vun GR steet. GS huet also 2x drun verdengt:
    1x dei 300 Milliounen aus der Hëllefsaktioun, an nach eng Keier aus dem Wetten op den Verfall vun GR. Do ass lo eng Enquete an den VSA ugestouss gin, well et geint Insidertrading versteisst.D’Fro dei een lo stellen kann ass WIEM huet GS nach gehollef an waat vir e Insiderwessen huet GS?
    Ech vermessen do eng kloer Stellungsnahm vun den EU-Politprofis.

    Problem mam Euro as dass et eng Esperanto-Wärung as. Am Regelwierk as leider de Fall vun enger staatlecher Insolvenz net viergesinn. Deen greissten Problem ass awer deen dass een net kann – wei noom amerik. Vierbild, do sin mer eis jo eens – eng gemeinsam Wärung fir dei verschiddenlechst Wirtschaften ennerhalb vun der EU maachen, wou d’Diskrepanzen an punkto Wirtschaftlechkeet sou auserneen driften.

    D’Christine Lagarde huet economesch ganz korrekt dorops higewisen dass Daitschland – mat engem, wann net deen greissten Niddreglounsekteur aus der EU – sech sain Exportweltmeeschtertitel um Bockel vun sengen EU-Memberen erschaftt huet. Wärend iwwerall d’Lein an deenen leschten 9 Joeren an d’Luucht gaangen sin, waat bei enger gudder Croissance jo misst sin, as an Daitschland den ‚Aufschwung‘ net beim Mann ukomm, och wann den Hosenanzug daat vollmundeg iwwert seng MainStreamMedien propageiert huet.Real gesin sin d’Lein souguer gefall. An aaneren Wierder, Daitschland huet sain Bannemarché futti gespuert fir kennen seng Produit’n z’exporteiren! An DE seng meeschten Exporter gin nunmol an d’EU, wou d’Leit sech d’Saachen aus DE leeschten konnten, well bei deenen effektiv d’Lein an d’Luucht gaagnen sin. Wann lo, wei daitsch Expert’n mengen d’EU misst den daitschen Modell fueren, dann bonjour les dégâts, well kee mei sech dei Saachen leeschten kann.

    Den Fractional Monetary System as De Facto en Nullreservesystem. D’EZB gett vir dass den Mindestreservesaatz fir Banken tescht 2%(min)- 10%(max.) leien soll. Effektiv haaten dei meeschten en Saatz vun 3%. 3% vun 100% sin eng Drëps op den waarmen Steen, also sougudd wei faktesch naischt, durfir hun jo och all Regierungen eng Garantie fir d’Suen op den Banken räusposaunt fir dass nemmen keen BankRun ensteet.

    „Belohnt wird der, der haushaltspolitisch unverantwortlich ist, weil er die Kosten seiner Verschwendung nicht allein tragen muss.“
    JAein, daat muss een mei spezifesch gesin: En iwwerdriwwenen Iwwerschoss an der Handelsbilanz as genee sou schiedlech wei daat waat GR gemeet huet. Sou as nunmol Compta, Geld verschwennt net, et wiesselt nemmen d’Täschen, an daat waat dei eng mei exporteiren mussen dei aaner kaafen. An aaneren Wierder, och DE dreit en Deel Matschold un deem Misere.

    „Der Crash des Euros ist die nach den ökonomischen Gesetzen vorhersehbare und logische Folge, wenn diese Anreize der Verschwendung zu Lasten Dritter nicht beseitigt werden.“
    Net nemmen daat, ALL LAND soll gesond wirtschaften, Exzesser vermeiden an seng Bilanzen an der Balance haalen.

    Den Euro wor net nemmen eng Politesch Decisioun,mee och eng wirtschaftlech, fir daat Suprantionalt Gebilde vun Europa weiderzedreiwen. Keen anstännegen Econom huet den Euro als Stuermresistent gesin, an lo, wou den Kaka vrun der Dier steet kommen se mat Wirtschaftsregierung, jo daat wor d’Ziil. De Länner hier mündegkeet eweghuelen fir dass dei omnipotent Komissioun zu Breissel walten kann. Souwait ech wees, muss d’EP an Wirtschaftsfroen nemmen ugeheiert gin, op dei kenne mer eis also net verloosen.

    Wei daat soll ausgesinn, gesin mer jo an GR, wou zB Bezuelungen iwwert 1500,-€ nemmen nach mat der Kaart gemeet gin – aneschtes as schon Stroofdoot, an fir alles aneschtes muss een dem Staat d’Rechnungen schecken.

    „Es gibt wohl kaum ein deutlicheres Anzeichen für den Verfall des Geldes, als eine Staatsbank, die Staatsanleihen in ihrem Portfolio hält.“
    D’FED huet lescht Joer 80% vun den amerik. Staatsanleihen kaaf, DEI sin komplett um Enn, do kraacht et geschwenn.

    Kommentar von Jung P. | März 17, 2010

  3. Holà,

    (elo mol, ganz kuurz…)
    @Jung:

    „GS huet also 2x drun verdengt“

    GS sinn jo d'“Long-Short“ Spezialisten…LOL..

    „Modus Operandi“ Subprime = +\-„Modus Operandi“ GR…LOL…
    Waat hunn déi zwéin MO gemeinsam? Insiderwëssen gebonnen mat énger „hawkish-er“ Manéier d’Situatioun z’encadréieren…an 99,9% äuszenotzen…(Vollprofien..quoi…)

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 17, 2010

  4. @PJ: Merci fir den interessanten Kommentar zum Claude séngem Text!

    D’Roll vun GS ass effektiv méi wéi fraglech. Wann bewiesen kann ginn, datt si wirklech bewosst aktiv un deem Bedruuch vun GR deelgeholl hunn (wann eng Entreprise Bilanzfälschung bedreiwt, gett se och zur Rechenschaft gezunn, dat daerft beim Staat an séngen Amigoen net aneschters sinn), mussen se streng bestroft ginn. Genausou wéi Politiker an héich Beamten an GR fir dat dooten bezuelen missten. Direkt d’Arbechtsplatz beim Staat fort, bei de Politiker fir emmer een Verbued un Wahlen deelzehuelen an zergutts Sozialstonnen ofliwwweren, wir hei mMn gerecht an vollkommen ubruet.

    Den Euro haett mMn an enger éischter Phas just dierften an Westeuropa agefouert ginn. Et wuar een Feeler, GR, I an E do direkt mat an d’Boot ze huelen. Spunien ass sws déi nächst Economie, déi komplett un d’Mauer firt (elo schons 20% Chomage) an dergéint wuar GR dann nach naischt.

    Den daitschen Staat ass de gréissten Raiber un sengen eegenen Birger. Hien huet derfir gesuergt datt den Opschwong an Form vun héicheren (Netto-)Léin net ukomm ass.

    Den Niddreglounsekteur ass eng ambivalent Geschicht: zum engen ass en extrem staatlech subsidéiert (woumatter Entreprisen Arbechtskäschten iwwert de Staat externaliséieren), zum Aneren ower och dat eenzegt Iwwerdrockventil vun engem Arbechtsmarché, wou dat Suffix „Marché“ sws nemmen nach een Witz ass. D’Léisung kann nemmen sinn, endlech een wirklech fraien Arbechtsmarché ze erméiglechen.

    Allerdéngs bleiwt et trotzdem falsch, Daitschland derfir ze kritiséieren datt si ower nach méi wettbewerbsfäheg sinn wéi aner EU-Länner (grad Wettbewerbsfähegkeet ass haut enorm wichteg!) an nach méi Glaichmacherei dierft och net d’Zill vun der EU sinn (wat et leider ower ass).

    „En iwwerdriwwenen Iwwerschoss an der Handelsbilanz as genee sou schiedlech wei daat waat GR gemeet huet.“

    (Langfristeg) ausgeglachen Handelsbilanzen wiren effektiv wichteg. (Kurzfristeg kann et natirlech Senn machen, een Iwwer- oder Ennerschoss zouzeloossen.) Hei kann een ausnahmsvlait vlait wirklech emol de Keynes (deen selwer wuel net esou domm wéi séng heiteg Jünger wuar) luewen, deen zu Bretton Woods schons de Virschlo vun engem Währungssystem (Bancor als Alternativ zur US-Dollarhegemonie) gemaach huet, waat daat erméiglechen kinnt an an déi ähnlech Richtung geet wéi dem Gesell séng international Valuta-Assoziatioun.

    „De Länner hier mündegkeet eweghuelen fir dass dei omnipotent Komissioun zu Breissel walten kann.

    D’EU wuar ufanks een ganz gudden Projet, eng grouss Iddi. Mee all déi positiv Errongenschaften (liberté de circulation pour citoyens, entreprises, biens et capitaux) ginn op d’Réimer Verdreeg zeréck. Saitdeem ower ass d’EU leider zu engem Bürokratiemonster ginn, wat alles reglementéieren well an sukzessiv d’perséinlech an wirtschaftech Fraiheet aschränkt.

    „D’FED huet lescht Joer 80% vun den amerik. Staatsanleihen kaaf, DEI sin komplett um Enn, do kraacht et geschwenn.“

    Absolut. De Peter Schiff seet daat schons sait Joren. Den Dollarcrash waert kommen, Bernanke an Co. sei dank.

    Kommentar von CK | März 18, 2010

  5. Holà,

    …ech hunn och nach e puer perséinlech a (trotzdeem…) ganz schnell Bemierkungen dozou…

    @Jung P.
    „…mat den legalen Mettelen iwwert CDS.“

    Sinn zwar mat der Komplexitéit vum „Hexentopfengineering“ nët esou verwandt…mä ech haat éischter ëppes vun „Cross-Currency-Swaps“ héieren…
    http://en.wikipedia.org/wiki/Currency_swap
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677750,00.html
    —-

    „Lo as et awer sou dass GoldmannSachs do Insiderwessen mat erangezunn huet,…“

    Nët onbedingt…wannste z.B. mat enger/engem „fille/homme de joie“ an éngem Hotel (Mayflower-Hotel?) geess, an du wëlls en Zëmmer hunn…da gësste jo och vum Concierge nët gefroot:
    „Fir waat wëll der en Zëmmer?“…oder…?
    d.h. „Insiderwëssen“ vläit nët elo direkt (mam ganzen Gebeichts un GS)…mä sech kënnen ee +/- korrekt Bild maachen (Concierge)…jo…wann een nët „blann“ (Redewendung!) ass…
    —-

    „…well GS wousst wei et mat den Finanzen vun GR steet.“

    Ewéi gesoot…do bräuch een keen „Hexer“ ze sinn, fir sech ee +/- korrekt Bild maachen ze kënnen…(„Sag mir die Summe die du brauchst, und ich sag dir wie tief du in der (peep) steckst…“)
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    „“GS huet also 2x drun verdengt:…“

    Ech géif esouguer vun éngem „Finanz-Hattrick“ (wann nët méi…) schwätzen

    1. CCS (an gläichzäiteg sech mat CDSsen bedéckt…)
    2. Panik äusléisen…(CDSsen verkaaft…“Long“…)
    3. Mam Verkaaft vun CDSsen…gläichzäiteg mam € „short“ gaangen…la loi du capitalisme „pur et dur“…quoi…
    (ewéi gesoot, sinn keen Spezialist an deene „Finanz-Hexereien?“…sinn awer extreem „flexibel-pragmatesch-realist&kreatiiv“…)
    —-

    „Ech vermessen do eng kloer Stellungsnahm vun den EU-Politprofis.“

    Et ass eng momentan „politesch heikel“ Fro…(„Mikado-Spillchen“ am méga-groussen…keen traut sech richteg…de Systeem ass „erstarrt“…)
    —-

    „Problem mam Euro as dass et eng Esperanto-Wärung as.“

    Huh!…(kratz, kratz…)
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    „Am Regelwierk as leider de Fall vun enger staatlecher Insolvenz net viergesinn.“

    Stëmmt…mä kee Mënsch haat jo mat esou énger gewalteger(!) an op esou laang Zäit ausgedeehnten (Polit-kriminell…?) Manipulatioun (den H. Tietmeyer haat de Risiko awer virun der Euro-Intro ugeschwaat) vun den Statistiken gerechent…(oder: Kee Mënsch haat de „Mumm“ fir een aaneren „microcosmos“ ze beschëllegen…
    Motto: „Esoulaang ech mer nët 100% sécher sinn, däerf ech nët de Risiko agoën mech ze äusseren…well falls ech Falsch leien…uh-la-la…Diplomatesche Konflikt héich 1000 virprogramméiert…“
    —-

    „…eng gemeinsam Wärung fir dei verschiddenlechst Wirtschaften ennerhalb vun der EU maachen, wou d’Diskrepanzen an punkto Wirtschaftlechkeet sou auserneen driften.“

    Firwaat dann nët? D’Amiën hunn daat, mat hieren internen Diskrepanzen, jo och virgemeet…(Här Juncker séng Ausso)…de Prob. an Europa ass, daat (u sech!) keen eng ze staark zentraliséiert an esou politesch büro-&technokratesch biirgerfriem? Unioun wëllt hunn…(ganz graff résuméiert…)
    —-

    „D’Christine Lagarde huet economesch ganz korrekt dorops higewisen dass Daitschland – mat engem, wann net deen greissten Niddreglounsekteur aus der EU – sech sain Exportweltmeeschtertitel um Bockel vun sengen EU-Memberen erschaftt huet.“

    D’Christine Lagarde huet Recht ze behaapten daat Däitschland d’Bannennofro muss probéieren esouvill et geet (et ass awer net vill „Sputt“ méi iwwerech) ze fuerderen…
    Mä wann d’Madamm gläichzäiteg méngt daat se sech den Exportweltmeeschtertittel op de Käschten vun séngen EU-Memberen erschafft huet…dann ass séng Meenung que „du lait caillé“…

    Mini-(Dalli-Klick)-Analiis…

    1. 1990 WV…(Ideologesch-soziokulturellen-politeschen-etc.-etc.-etc.-„Big-Bang“/“Armageddon“…)

    2. „Shift“ vun villen Produktionsstätten gen Osten (Nei Bundesländer)

    3. Duerch dee „Shift“, ass och automatesch ee „Shift“ waat d’Produktivitéit ubelaangt, matgaangen…(an den NBL mat voll Karacho duerchgestart…)

    4. Eenorm groussen „Reservoir“ (deen räumlech gesinn och nët limitéiert ass!) un „Produktiounsagenten“ mat „de facto“ eenorm „downward pressures“ op d’Léin…
    …d.h. d’Léin kënnen&wëllen nët mam „Produktivitéits-Quantensprong“ mathaalen (wéint dem „Reservoir“ vun Leit déi zur Verfügung stinn, an wéint der Zounaahm vun der „Handhabungsvereinfachung“??? an den Produktiounsstätten càd. waat Z.B. eng Produktiounslinn méi einfach ze handhaben gëtt, waat de Besoin un héichqualifizéiertem Personal fir déi Linn ze bedreiwen méi kléng gëtt…aka „Rationalisierung“ oder „Effizienzsteigerung“…egaal…(siehe d’Äentwert déi ech enzwouch dem Grommel ginn haat)
    P.S.: Hunn leider nach ni een „äusführlechen“ NBER-Paper doriwwer (bis elo) gelies…(den J. Bhagwati haat daat awer enzwouch „makro-ökonomesch“ ugeschwaat…weess leider nët méi wou…)

    5. d.h. Präis (Produktioun;NBL)↓ an Präis (Lounkäschten;NBL) ↓ ergo Präis „tutti-quanti/frutti“ ↓

    6. Op eng Kéier haat een eng „Kluft“ tëscht „Produktioun“ (NBL) an „Kréatioun“ (ABL)…(äusser bei der Produktioun vun komplexen Saachen déi héichqualifizéierten/héichspézialiséierten Personal bräuchen…“shift“ soss nët esou „einfach“ méigelech…)

    7. D’Taatsaach daat se „Exportweltmeeschter“ gi sinn, ass mMn. nëmmen doduerger bedéngt, daat déi aaner (haaptsechlech d’Kwalitéit an den Äusbildungsstrukturen bei der Produktioun&Entwécklung vu Gidder) den Usaaz mMn. (méi ewéi kloer) „verpennt“ hunn…
    P.S.: D’Madamm Lagarde (avec tout le respect) muss mol d'“Big European Picture“ matkréien an nët bei der Grenz stoë bläiwen…
    —-

    „Wärend iwwerall d’Lein an deenen leschten 9 Joeren an d’Luucht gaangen sin,…“

    Jo..stëmmt…d’Léin äus dem „Käereuruopa“ sinn steeteg mä lues an d’Luut gaangen…d’Léin äus den ehemoolegen Ostblock Länner par konter&leider mMn. exponentiell…ewéi normalerweis d’Infla…(leider Näischt am Netz fonnt…)
    P.S.: Infla an den ehemoolege Ostblockstaaten ass eng aaner Débatt…
    —-

    „…as an Daitschland den ‘Aufschwung’ net beim Mann ukomm…“

    …dach, den Opschwong ass och beim „Mann“ ukomm, mä se befannen sech an énger „Dilemmasituatioun“…entweeder…

    a)…“wéinege“ Leit „réell“, càd. der EU-Duerchschnëttsproduktivitéit entspriechend, Léin ginn…(Léin ginn erop, an d’Aarbeschtslosequote geet vill méi ewéi d’Léin erop…)
    oder…
    b)…“ville“ Leit „verzerrten“, càd. der EU-Duerchschnëttsproduktivitéit nët entspriechend, Léin ginn…
    (Léin bläiwen déif, an d’Aarbeschtslosequote +/- och…)
    …se hunn sech fir b) entscheed…hätt ech net aanescht gemeet…
    P.S.: Beispiller haapts. bezunn op NBL…
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    „Real gesin sin d’Lein souguer gefall.“

    Däitschland ass een oppenen Wirtschaftsräum!!!…mat ganz villen Noperen…
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    „An aaneren Wierder, Daitschland huet sain Bannemarché futti gespuert fir kennen seng Produit’n z’exporteiren!“

    „Stopknopf“ gedréckt…
    …se hunn u sech guer Näischt gemeet…daat alles ass d’Resultaat vum „Big-stochastically-controlled-melting-pot“ aka Geschicht, Politik, Wirtschaft, Kapitalzouflëss etc. etc. etc héich^10E100…fir kënnen d’WV (als „soziales System“) esougudd et geet ze „managen“…(an daat bréngen se och „mit Hochachtung“ ganz gudd fäerdeg…)
    —-

    „An DE seng meeschten Exporter gin nunmol an d’EU,…“

    Jaein…+/-50%, jo…+/-50%…Neen…

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    „…well bei deenen effektiv d’Lein an d’Luucht gaagnen sin.“
    Huh! Kënnen sie dann ëppes duerfir, daat déi aaner Länner an deenen heiten Branchen z.B….

    …nët „konkurrenzfäheg“ kënne/wëlle sinn…?
    (Ginn och nët an dee Sujeet do eran…mä soen nëmmen…“Et ass nët fir Näischt daat, fir ee Beisp. ze nennen, an Italien, an nët nëmmen do, d'“Déckkäpp“ an den USA flüchte wëllen …“la fuite des cerveaux est en train de faire à nouveau des ravages…“)
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    „Wann lo, wei daitsch Expert’n mengen d’EU misst den daitschen Modell fueren, dann bonjour les dégâts, well kee mei sech dei Saachen leeschten kann.“

    Aplaaz (bei verschiddener) d’Politik vum „voll duerchtränkten, awer verständlechen&legitiimen Nepotismus“ ze bedreiwen, sollten se, effektiiv z.D. nom (éier konservativen mä effizienten) däitschen Modell fueren…(hätt zwar léiwer den „mit-Persil-gewaschen“ skandinavesche Modell…“Pisa“ vun haut ass de Reflét vun der Produktivitéit/Konkurrenzfähegkeet vu muar…)
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    „Den Fractional Monetary System as De Facto en Nullreservesystem….“

    Jo, stëmmt alles…
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    „…och DE dreit en Deel Matschold un deem Misere.“

    Dann och alleguerten déi (weltwäit)…déi deen „snake oil“ kaaft hunn…et j’en passe…
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    „Den Euro wor net nemmen eng Politesch Decisioun,mee och eng wirtschaftlech,…“

    Et wor eng (vun den Franzousen esou gewollt) indirekt politesch Décisioun fir wëllen fir d’éischt mol d’Wirtschaftsgemeinschaft „standfest“ ze maachen fir duerno d’Politesch „Zwangsehe“ (FR+DE) kënnen anzegoën…(Däitschland mat den Hären Kohl/Genscher wollten daat emgekéiert dréinen…den duo Mitterand/Delors haat gewonn…)
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    „Keen anstännegen Econom huet den Euro als Stuermresistent gesin,…“

    Dach…verschidden (awer nët all) Ökonomen hunn den „Teuro“ als Stuermresistent gesinn…äusser Feldstein&Co…mä daat sinn jo och kéng „Vollblut-Ökonomen“…éischter „Wirtschaftspolitik-Strateegen“…Lol…
    P.S.: D’Stuermresistenz vum Euro mat der gréisster post-GD-Kriis/GR-Kriis am Kontext wëllen ze sétzen, ass nët graad fair…

    …an keen anstännegen Ökonom huet dëst „Tsunami-Kriis“ gesinn kommen…(dach, „déi“ déi bahaapt hunn: „Shit happens…every 5 or 10 years…“
    http://www.youtube.com/watch?v=2ObH4f4y-vQ&feature=player_embedded )
    …LOL…
    —-

    „Wei daat soll ausgesinn, gesin mer jo an GR, wou zB Bezuelungen iwwert 1500,-€ nemmen nach mat der Kaart gemeet gin…“ E Beweis, daat de Systeem an GR „klever“ muss voll liberaliséiert ginn..

    (obwuel: „De Systeem ass nëmmen esou gudd, ewéi d’Leit déi hien bedreiwen…“ quote Rousseau…lol…)

    Ich möchte ’nen „Fakelaki“ bitte…
    Mit oder ohne „Tzatziki“…?
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68425686.html
    P.S.: Aaner Länner, aaner Sitten…daat ass jo och daat waat „Patchwork Europa“ esou eenzegaarteg mecht…oder?
    P.P.S.: Waat de Systeem méi „heterogeen“ ass, waat d’Beherrschung vum Systeem méi komplex gëtt…
    P.P.P.S.: Falls een en U-Boot bräucht…hei ass d’Adress:
    MINISTRY OF DEFENCE
    Mesogeion 227-231, Holargos
    15451 – Greece
    Tel.: +30 210 6598100
    Fax: +30 210 6443832
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,684256,00.html

    Assez pour aujourd’hui…
    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 19, 2010

  6. Holà,(IMF-Update)

    [quote]
    „b)…”ville” Leit “verzerrten”, càd. der EU-Duerchschnëttsproduktivitéit nët entspriechend, Léin ginn…
    (Léin bläiwen déif, an d’Aarbeschtslosequote +/- och…)
    …se hunn sech fir b) entscheed…hätt ech net aanescht gemeet…“

    „IMF-Report“ by SZ…

    „Der IWF spricht auch das Problem der deutschen Exportüberschüsse an, allerdings auf eine Weise, die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der europäischen Diskussion eher nützen dürfte.“

    „Laut IWF haben sowohl Hartz IV als auch Lohn-Zugeständnisse der Gewerkschaften die Beschäftigungschancen in Deutschland erhöht.“

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/266/507425/text/

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 30, 2010

  7. Holà (Huh!-Edition)

    …ee Franzous deen ee „nostra culpa“ mecht…

    http://www.lepoint.fr/actualites-chroniques/2010-04-01/l-allemagne-bouc-emissaire-du-declin-francais/989/0/440334

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | April 8, 2010

  8. Holà (GS-update)

    [quote]
    „GS sinn jo d’”Long-Short” Spezialisten…LOL..“

    …neierdéngs net méi „LOL“ fir „GS“…???

    [quote]
    „Dieser Hedgefonds – Paulson & Co., einer der größten der Welt – habe einen Absturz dieser Werte bewusst einkalkuliert, um dann davon zu profitieren.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,689486,00.html

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | April 16, 2010

  9. Holà, („vläit net USA, mä awer de Kéis…“-update)

    [quote]
    „(Ginn och nët an dee Sujeet do eran…mä soen nëmmen…”Et ass nët fir Näischt daat, fir ee Beisp. ze nennen, an Italien, an nët nëmmen do, d’”Déckkäpp” an den USA flüchte wëllen …”la fuite des cerveaux est en train de faire à nouveau des ravages…”)“

    http://bit.ly/aOQrc7

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Mai 4, 2010

  10. Holà,

    „The Greek Crisis Explained“

    y

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Juni 5, 2010

  11. Holà,

    [quote]:
    „… an wéint der Zounaahm vun der „Handhabungsvereinfachung“??? an den Produktiounsstätten càd. waat Z.B. eng Produktiounslinn méi einfach ze handhaben gëtt, waat de Besoin un héichqualifizéiertem Personal fir déi Linn ze bedreiwen méi kléng gëtt…aka „Rationalisierung“ oder „Effizienzsteigerung“…egaal…(siehe d’Äentwert déi ech enzwouch dem Grommel ginn haat)
    P.S.: Hunn leider nach ni een „äusführlechen“ NBER-Paper doriwwer (bis elo) gelies…(den J. Bhagwati haat daat awer enzwouch „makro-ökonomesch“ ugeschwaat…weess leider nët méi wou…)“

    UPDATE (06/03/2011):

    Hei (leider hannert énger paywall…5$…), een aktuellen Bäitraag deen +/- an déer Richtung geeht, vum ëmmer ganz liesenswäerten Acemoglu…

    http://www.nber.org/papers/w16082

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 6, 2011


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