L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

The Power of the Poor

Oft werden Liberale gefragt, was denn die freie Marktwirtschaft für die Armen dieser Welt tun könnte und würde, meistens mit einem Unterton, der zugleich unterstellt, dass es sich hierbei doch eh nur um eine quasi-sozialdarwinistische Ideologie der Besserverdienenden, Mächtigen und Starken handeln würde.

Doch nichts könnte falscher sein als dieser Trugschluß, der allerdings leider auch durch viele kritikwürdigen Zustände im heutigen Real“kapitalismus“ wie die Sozialisierung von Verlusten, Subventionsirrsinn oder Klüngeleien zwischen Big Business und Big Government immer wieder Nahrung erhält.

Der genuin freie Markt hingegen befreit die Armen aus ihrer Unmündigkeit und erlaubt ihnen ein selbstbestimmtes Leben in wachsendem Wohlstand zu führen. Wettbewerb und Privilegienabbau bringen neue, hungrige Menschen nach oben und beschneiden die Macht der grösseren Konzerne, die sich nur zu gerne die ungeliebten Konkurrenten mittels Staatsgewalt vom Leib halten wollen. Der bürokratische Wahnsinn und die oft wuchernde Korruption in manchen Staaten sowie der dem Etatismus innewohnende Nepotismus sind das grösste Hindernis zur Armutsbekämpfung. Arme Menschen bekommen schwer ein legales Gewerbe angemeldet, der Schutz der Eigentumsrechte ist mangelhaft und die Unternehmer im informellen Sektor sind oft von der Aussenwelt und vor allem der Globalisierung abgeschnitten. An letzterer würden sie zum Erschrecken vieler Linker und Rechter nämlich gerne teilhaben.

Der liberale, peruanische Ökonom Hernando de Soto macht sich in diesem Sinne immer wieder stark für die Armen und ihre Kraft. Sowohl in seinen Büchern als auch in seinem neuen Dokumentarfilm „Power of the Poor“, dessen Website einen Klick wert ist, vor allem die Erläuterung der Schlüsselkonzepte. De Soto- der in der Tradition der Manchestermänner um Richard Cobden, dem „Champion of the Poor“, steht- hält die Graswurzelmarktwirtschaft für den besten und effizientesten Weg zur Armutsbekämpfung. In seinem Film setzt er sich dabei mit florierenden Schwarz- und Graumärkten in Lima auseinander. Der freie Markt als Mittel zu mehr Wohlstand Aller- und für Sozialisten kurioserweise- weniger Ungleichheit also.

(Inwiefern die von de Soto angesprochenen, „extralegalen“ Rechtssysteme Beweise für einen doch funktionierenden Anarchokapitalismus sein sollen, sei übrigens mal dahingestellt. Schliesslich funktionieren diese Systeme immer noch unter der Glocke eines Gewaltmonopolisten und de Soto weist ja selber daraufhin, dass die extralegalen Systeme nur lokal funktionieren (können). Der Staat hat also durchaus wichtige Aufgaben in einer liberalen Gesellschaft und es ist tragisch, dass er diese nicht erfüllt, sondern stattdessen engagierte Leute behindert.)

Genau hier hätte auch ein Guido Westerwelle in Deutschland übrigens ansetzen können statt eine Debatte über Leistungsträger und keine Leistung erbringende HartzIV-Empfänger loszutreten. Letztere mögen auch grösstenteils lieber arbeiten und auf eigenen Füssen stehen als als Problemfälle von einem trägen Sozialstaat verwaltet und bevormundet zu werden, zumal ein Arbeitsplatz ja nicht nur Geld einbringt, sondern auch wichtige soziale Funktionen erfüllt (Selbstachtung, Anerkennung Anderer, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bspw.) Auf die Talente, Fähigkeiten und Stärken jedes Individuums zu bauen und jedem Menschen den Glauben an sich selbst zu geben, ist das Gebot der Stunde.

(Gefunden via freilich.ch)


„Capitalism can be the engine by which the poor, set free in an open marketplace, can raise themselves from poverty. We must give them the tools. We ignore them at our peril.“

Februar 27, 2010 - Posted by | Klassischer Liberalismus, Video, Wirtschaft | , , ,

19 Kommentare »

  1. Die aktuelle Politik lösst sicher nicht alle Probleme aber deine Theorie klingt wieder wie eine Utopie.

    Und lebt der Kapitalismus denn nicht eigentlich davon, dass man immer noch jemanden findet der ärmer und verzweifelter ist als man selbst? Wie sollte man auch sonst billiger als der Konkurrent produzieren können? Und wenn dann die Arbeiter in Land X zu teuer werden dann verlegen wir die Produktion halt in Land Y. Auch wenn das Armut in Land X erzeugt …

    Und genauso würde es auch bei Armen unter sich funktionieren. Das Ziel des Kapitalismus ist ja Selbstbereicherung und nicht eine möglichst gerechte Gesellschaft.

    Kommentar von Grommel | Februar 27, 2010

  2. @Grommel: Wieso Utopie? De Soto orientiert sich an realen Fakten in seinem Film, auf die aufstrebenden Märkte Süd- und Lateinamerikas, insbes. Perus (wo seine vorgeschlagenen Reformen erfolgreich waren) und an historischen Erkenntnissen. Seine Seite zeugt von einem Ökonomen, der gerade nicht (nur) im Elfenbeinturm sitzt, sondern sich auch an der Realität der Slums orientiert und dessen Abhandlungen sehr intelligent und auch für den Laien verständlich geschrieben sind.

    „Und lebt der Kapitalismus denn nicht eigentlich davon, dass man immer noch jemanden findet der ärmer und verzweifelter ist als man selbst?“

    Also jmd., der billige Produkte, Arbeit und mehr Wohlstand braucht. Gut, dass so die Bedürftigen gefunden und ihnen geholfen wird.

    Wie sollte man auch sonst billiger als der Konkurrent produzieren können?

    Arbeitskosten sind nur ein Teil der Kosten eines Unternehmens. Um billiger produzieren zu können, kann man ausser Gehälter zu senken auch auf neue Produktionsmethoden, Energieffizienz, technologische Innovationen, Eigenständigkeitsmerkmale der Produkte oder eine andere Unternehmensorganisation bspw. setzen.

    „Das Ziel des Kapitalismus ist ja Selbstbereicherung und nicht eine möglichst gerechte Gesellschaft.“

    Autsch, mehr LfL lesen😉

    Wohlstand schaffen ist nunmal eine vom Eigennutz angetriebene Sache, der wiederum ist- richtig verstanden- moralisch gut.

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  3. Kommentar von JayJay | Februar 27, 2010

  4. Zum Thema Altruismus/Egoismus ebenfalls interessant:
    http://www.aynrand.org/site/PageServer?pagename=reg_ar_altruism

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  5. Holà,

    @CK:
    Den De Soto liewt trotzdem (wann net am Elfenbeinturm) dann am „La-la-Land“…(sorry fir d’Manéier ewéi ech mech äusdrécken)

    Ech géif him staark urooden mol nach eng Kéier déi allgeméng Wirtschaftsgeschicht, d’Gesellschaften, d’Entstéiung vun den Natiounen etc. etc. z’analiséieren…an dann wäert hien als „dénominateur commun“ eräusfannen, daat séng lokaal/punktuell certes richteg Approche mat der Zäit awer ëmmer ërem an egalwou op den „Nullpunkt“ zeréckféiert…

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Februar 27, 2010

  6. @Pancho: Kanns de daat méi genau erläuteren? Du schwätz an Rätselen.

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  7. Holà CK,

    …fir et ganz kuurz an bildlech ze maachen, d’Funktiounsweis vun de Gesellschaften ass déiselwecht ewéi en Dëppen deen mat Waasser gefëllt ass an wou duerobshinn d’Waasser gekacht gëtt…

    D’Hëtzt gëtt vun den Reiwungen an der Gesellschaft duergestallt (a.A. an z.B. social frictions, politik, bla bla bla…), an d’Bloosen déi am Waasser eropsteigen stellen „hungrige Menschen die nach oben streben wollen“ duer…

    De Prob ass, daat déijéineg déi et bis „uewen?“ geschafft hunn, probéieren d’Waasser „à leur tour“ oofzekillen…(manner „social frictions“ = méi kléng Wahrscheinlechkeet daat Bloosen enstoe kënnen, well manner Hëtzt càd manner „Nebenbuhler“…)

    Zesummegefaast heescht daat, daat ee Systeem deen am Ufank (fiktiiv gesinn) „totaal fräi“ ass, à long terme trotzdeem condamnéiert ass…(duerch d’menschlech Natuur déi sech jo säit eigentlech Joerdausenden net em een „cm“ geännert huet an och nët wäert äenneren…)

    Et handelt sech zwar nët em den Experiment vum Schroedinger mä em d’Thermodynamik…(waat par ailleurs dëst Lescht och ëmmer méi ee groussen „Echo“ an den Wirtschaftswëssenschaften fënnt…)

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Februar 27, 2010

  8. @Pancho: Wann een real Emanzipatiounsbewegungen kuckt, stellt een effektiv fest datt am Ufank fir d´Fraiheet gekämpft gouw an duerno sech déi Leit selwer un der Muecht arrangéiert hun. Bspw. um Feminismus. Et wuar wichteg géint fraenfeindlech Gesetzer ze kämpfen an fir Glaichberechtegung/Glaichheet vun der Fra virum Gesetz, mee elo geet et zousehends nemmen nach em Privilegien(Quotaen asw.). Denken den de Soto weess genausou wéi mir, datt de Kampf géint (zevill) Muecht a fir d´Fraiheet vum Eenzelnen een permanenten ass, deen zudem een systematescht, rational Denken erfuerdet, wat ech emol ze hun behapten well. Mee: „The price of liberty is eternal vigilance“.

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  9. CK:

    Behaapts du, dass fir all Mënsch genuch Aarbecht do ass?

    Wat wier dann zb deng, oder dengem Kapitalismus seng, Léisung fir déi 4 Milliounen Aarbechtsloser an Däitschland? Wells du lo hei wierklech behaapten, dass déi usech all kéinten eng kleng Firma, oder wat wees ech, opmaachen an dann kéinten déi op eemol sech an hier Famill ernähren?

    Kommentar von Grommel | Februar 27, 2010

  10. CK:

    Och bléiwen ech dobäi, dass Ausbeutung, oder opmanst onfair Bezuelung, en Haaptelement vum Kapitalismus ass. Irgendwou muss de Benefice jo hierkommen.

    Natierlech ass et gutt, dass Läit selwer kënnen eng Firma opmaachen etc. Mee dat ass net de Punkt. De Punkt ass dass se quasi all nëmmen doduercher iwwerliewen kënnen, dass irgendwou an der Hierarchie Läit net adequat bezuelt ginn.

    Zousätzlech dozou kommen dann nach die komplett absurd Payen vun den Manageren etc während hier Lakaien op engem Minimum gehalen ginn oder souguer ewegrationaliséiert ginn.

    Kommentar von Grommel | Februar 27, 2010

  11. @Grommel: Jo denken effektiv datt Vollbeschäftegung méiglech ass, well et emmer genuuch ze dinn gett. D´Menschen hun jo Bedürfnisser an déi sinn nie all erfellt. Daitschland ass dach iwwerreglementéiert. Do wou vill Chomage ass, ass Arbecht meeschtens och einfach schlecht verdeelt an/oder Strukturverännerungen hunn nach net stattfonnt.

    Benefice entsteet durch Produktioun an fair Bezuelung ass, wourobber AG an AN sech eenegen(win-win-Situation). An Managerpayen kennen och nemmen dann héich sinn, wann et do wéineg Konkurrenz gett.

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  12. CK:

    Jo denken effektiv datt Vollbeschäftegung méiglech ass, well et emmer genuuch ze dinn gett. D´Menschen hun jo Bedürfnisser an déi sinn nie all erfellt. Daitschland ass dach iwwerreglementéiert. Do wou vill Chomage ass, ass Arbecht meeschtens och einfach schlecht verdeelt an/oder Strukturverännerungen hunn nach net stattfonnt.

    Da kléngt nees diffus. Kanns de méi däitlech ginn? Wat kéinten déi 4 Milliounen Chômeuren KONKRET schaffen?

    Benefice entsteet durch Produktioun an fair Bezuelung ass, wourobber AG an AN sech eenegen(win-win-Situation). An Managerpayen kennen och nemmen dann héich sinn, wann et do wéineg Konkurrenz gett.

    Just dass den AN heiandsdo net vill Choix huet an dat muss unhuelen wat den AG him offréiert, och wann et NET fair ass oder well soss en aneren, nach méi verzweifelten, seng Plaz anhëllt.

    Dem AG gefällt dat jo wann AN sëch géigensäiteg ennerbidden! Sou klemmt säin Bénéfice nach méi.

    Managerpayen sinn sou absurd well et e geschlossenen Krees ass deen oft selwer seng eegen Payen festleet. Och ass et méi schwéier fir en Manager, deen ageschafft ass etc, ze ersetzen wéi en einfachen Aarbechter. En einfachen Aarbechter ass eng bëlleg Ressource déi liicht ze ersetzen ass.

    Mee d’Aarbechter sinn jo selwer schold, wann se just Aarbechter sinn, richteg?

    Kommentar von Grommel | Februar 27, 2010

  13. Wat kéinten déi 4 Milliounen Chômeuren KONKRET schaffen?

    Iwwwerall do wou Personalmangel herrscht. Bspw. an Kitaen oder am Gesondheetssektor, an privaten Sozialsystemer, an der Main d´Oeuvre (wou kleng Arbechten oft ze déier sin an d´Leit haut op Schwarzarbecht emklammen). Oder och einfach d´Platz deelen mat aneren Leit. Andeem d´Arbechtszaiten an d´Salairen erofginn. Dat kann keen plangen, de Marché regelt dat, wann een en léisst.

    Dem AG gefällt dat jo wann AN sëch géigensäiteg ennerbidden! Sou klemmt säin Bénéfice nach méi.

    Absolut, emgekéiert ower genausou.

    Managerpayen sinn sou absurd well et e geschlossenen Krees ass deen oft selwer seng eegen Payen festleet.

    Wat een Beweis fir ze wéineg Fraiheet ass.

    Kommentar von CK | Februar 27, 2010

  14. Iwwwerall do wou Personalmangel herrscht. Bspw. an Kitaen oder am Gesondheetssektor, an privaten Sozialsystemer, an der Main d´Oeuvre (wou kleng Arbechten oft ze déier sin an d´Leit haut op Schwarzarbecht emklammen). Oder och einfach d´Platz deelen mat aneren Leit. Andeem d´Arbechtszaiten an d´Salairen erofginn. Dat kann keen plangen, de Marché regelt dat, wann een en léisst.

    – Wat ass de Beweis, dass de Marché dat regelen giff?
    – Ween bezillt déi zousätzlech Läit an der Kita?
    – Ween ass bereet fir fräiwelleg manner ze schaffen an doduerch manner ze verdéngen? Wiers du et?

    Kommentar von Grommel | Februar 27, 2010

  15. Holà, („gaaaanz!!!“ graff, schnell & kuerz Meenung zu verschidde Saachen…)

    @Grommel:

    „Och bléiwen ech dobäi, dass Ausbeutung, oder opmanst onfair Bezuelung, en Haaptelement vum Kapitalismus ass.“

    Jaein, de Salär entsprecht (laut all Ecos-Bicher an meeschtens stëmmt daat och…) ëmmer dénger Produktivitéit…(homogeen Wirtschaftsreim)

    Natiirlech am Fall D ass daat erëm ëppes ganz aanescht…no der WV kruuten se een vun engem „Daag op deen aaneren“ immens groussen „reservoir“ un Aarbeschtskräften wou…

    Eischtens:

    …esouguer „skilled Bürger der neuen Bundesländer“ nët méi mat den westlechen an rentabelen Standardproduktiounsverfahren mathaalen konnten…(siehe z.B. alles waat an der Anstalt der treuen Hand gelaaf ass…)

    an Zweetens:

    …parallel dozou, woren déi „unskilled“ Aarbeschter extreem groussen „salary-pressures“ ënnerléen waat hinnen de Nodeel bruecht huet daat se egaal wéi d’Hänn gebonnen haaten (wann deen een fir eng X-définéiert an nët komplizéiert Aarbescht nët méi daacht, huele mer halt dee nächsten…et sinn der jo genuch do…duerfir ass de „Pancho“ och géint d’Unhänger vun enger flächendeckend Tarifeinigung…äusser bei ganz spezifesche Saachen…)

    „Zousätzlech dozou kommen dann nach die komplett absurd Payen vun den Manageren etc während hier Lakaien op engem Minimum gehalen ginn oder souguer ewegrationaliséiert ginn.“

    Jo, daat stëmmt…obwuel dem Sepp (Ackermann) säi Salär nët iwwerdriwwen méi héich läit…(méngen 20mol) ewéi de Salär vum kléngsten Employé bei der DB…(stoung an der Zeit…?)
    Bild, waat elo z.B. an der Industrie par konter totaal verzerrt ass…dem Marty (Winterkorn) säi Salär läit +/-120mol méi héich ewéi deen vum niddregsten Salär vun éngem Aarbeschter…(wahrscheinlech een onqulifizéierten CDD)…
    P.S.: Verhältnis vum Bsp. Sepp waat vill méi „korrekt“ ass am Verglach zum Verhältnis vun den LBen…(den Sepp huet opmannst ëppes geleescht…an zwuar kee „bail out“ vum Otto-Normal-Steuerzahler ugefroot…)

    Mä waat elo d’rectif vun deenen „Verzerrungen“ ubelaangt ass et nët un eis ze beurtdeelen ob daat „gudd“ oder „schlecht“ ass, mä um respektiven Aktionnariat deen déi „Kluft“ esou ze „managen“ huet ewéi hien daat fir gudd hält…(N.B.: d’Tinbergen Norm ass ower hautdesdaags wéint den neien géopoliteschen Spillreegelen totaal obseleet ginn…)

    ——–

    @CK:

    „Jo denken effektiv datt Vollbeschäftegung méiglech ass, well et emmer genuuch ze dinn gett. D´Menschen hun jo Bedürfnisser an déi sinn nie all erfellt. Daitschland ass dach iwwerreglementéiert.“

    Ech géif zwar nët graad vun enger Vollbeschäftegung äusgoen, mä sinn der Meenung, daat duerch eng adequat wirtschaftspolitik d’Aarbeschtlosequote effektiiv spierbar eroofgesaat kinnt gesaat ginn…
    Däitschland ass méi ewéi iwwerreglementéiert…eng Iwwerreglementatioun, déi ënnert vläit normalen Verhältnisser mat Secherheet ganz effektiiv wier, awer ënnert deenen heuteg Verhältnisser einfach an nëmmen totaal Kontra-Produktiiv ass…(Schwaarzmaart an D als parallellwirtschaft ass ee mini-Beispill…)

    „Do wou vill Chomage ass, ass Arbecht meeschtens och einfach schlecht verdeelt an/oder Strukturverännerungen hunn nach net stattfonnt.“
    Pauschal gesoot, sinn déi Géigenden wou et déi héchsten Aarbeschtslosenquoten ginn, déi östlech Grenzrégiounen…an do méngen ech daat esouguer mat villen Strukturverännerungen nët Villes wäert geschéien…daat sinn déi Géigenden, wou d’Mutatiounsgeschwindegkeet vun deem een Systeem op der Mutatiounsgeschwindegkeet vun deem aaneren Systeem openeen treffen…an esoulaang de „géigesäitegen politesche Wëllen“ net do ass un énger kompatibler „Interface“ (z.B. Handelszone) ze schaffen, gesinn ech weiderhinn „null Dynamik“ fir daat de Potential vum Gesamtsysteem voll äusgenotzt ka ginn…ergo…distanz Berlin-Stettin knapp 150km awer „Welten“ dotëscht…

    Kommentar von Pancho | Februar 27, 2010

  16. Holà (erëm „gaaaanz!!!“ graff, schnell & kuerz Meenung zu verschidde Saachen…)

    @CK:

    „Benefice entsteet durch Produktioun an fair Bezuelung ass, wourobber AG an AN sech eenegen(win-win-Situation).“

    Jo, déi „dynamik“ um Aarbeschtsmarché tëscht AG an AN stëmmt meeschtens genau ewéiste daat hei beschriwwen hues („win-win“-situatioun)…

    P.S.: Woubäi d’Dynamik vum Systeem ënnerschiedlech ass, ob et sech elo ëm „Kriisenzäiten“ handelt oder nët…
    Hei ass ee Buch vun énger mëttlerweil gudder Bekanntschaft🙂 deen dee Sujet (mMn. vill ze vill iwwerflächlech zwuar…) analiséiert huet…

    P.P.S.: Den Här B. ass par ailleurs Gaascht am Abrëll hei zu Lëtz., avis à tous les intéressés…

    ——

    „An Managerpayen kennen och nemmen dann héich sinn, wann et do wéineg Konkurrenz gett.“

    Stëmmt och erëm neess…“empiresch gesinn“ ass eräusfonnt (Summers&Co) ginn, daat an normalen Zäiten!… d’Payen (AN&AG) aA. méi héich sinn do wou den Konkurrenzdrock méi niddereg ass (Natur vun den incentives, psycho, etc. etc. etc.)…

    —–

    @Grommel:

    „Wat kéinten déi 4 Milliounen Chômeuren KONKRET schaffen?…“

    4 Milliounen Chômeren ass leider eng extreem héich Zuel…(haaptsechlech d’Folgen vum exzellenten Polit-Management bei der WV etc. etc. etc. càd. parameterenhéich100mio.)

    Mä ech méngen perséinlech, daat, pi mol daum, wann 4mio = +/- 10,8%, dann kann een (hätt een kinnten…’t ass vill manner Goss dank den super Fähegkeeten vu verschidde Artisten iwwereg…) duerch „intelligent!“ Strukturréformen déi Zuel (4mio) ëm (fir Réalist ze bläiwen) +/- 25-30% eroofgesaat kinnt kréien…càd. 1mio. bis 1.2mio…(perséinlech an subjektiiv Aschätzung!)

    …mat de Bedingungen awer daat d‘ „natural rate of unemployment“ 4,5% a Kaaf geholl gëtt an nodeems deen d’Kriisentsunami iwwerstaanen ass…

    —–

    „Dem AG gefällt dat jo wann AN sëch géigensäiteg ennerbidden! Sou klemmt säin Bénéfice nach méi.“

    …siehe post vu gescht…

    —–

    „Mee d’Aarbechter sinn jo selwer schold, wann se just Aarbechter sinn, richteg?“

    N.B.: Achtung!…de „Pancho“ gëtt elo hei „extreem politesch onkorrekt“…

    -Wannse sech ewéi „Kichelcher“ op den Samsteg freen fir am Stadion z.B. „BSC Olé, Olé…“ ze sangen, jo…

    -Wannse nodeems se mat 16 Joer hir Frëndinn geschwängert hunn, an duerno vun „Moies“ bis „Owes“ op der Couch einfach leie bläiwen an den „Bushido“ läuschteren an sech „Big Blödsinn“ ukucken, jo…

    -Wannse net bereet sinn fir sech parallel zu der Aarbescht (oder och nët) den „intellektuellen Hënneschten“ em een „Hoer“ ze beweegen, jo…

    -Wannse par konter bereet sinn een groussen Deel vun hierer Fräizäit ze opferen fir sech ëm „x-aaner-vill-méi-obwuel-indirekt!-produktiiv-Saachen“ (ët geet net ëm de „Goss!“) ze interesséieren, ewéi z.B. „A Theory of Justice“ (och wann de „Pancho“ den Rawls nët zu séngen Lieblingsauteuren zielt), NEEN!…

    N.B.: Dank dem Internet huet kee Mensch méi haut eng Entschëllegung…
    N.B.II: De Jürgen Schrempp, „ex-ober-Manitou“ vun Mercedes huet als Léierbouf!! do ugefaangen…eng Philosophie („etwas von der Pike auf zu lernen“…), déi zu Letz. an och op aaner Plaazen, leider ëmmer manner geleefëg ass…

    Hautdëstdaags gësste z.B. als „pseudo-u-la-la-universitären“ direkt no uewen „parachutéiert“, an hues „de facto“ vun „Tuuten a Bloosen“ 0,0 Aahnung ewéi de Betriib eigentlech richteg funktionéiert an muss trotzdeem Pseudo-Verantwortung droen…den „résultat des courses“ hu mer haaptsechlech am Bankewiesen mëttlerweil och matkritt…déi modern Kravatten-Zaldoten goufen anscheinend richteg gudd gedrillt…“Näischt Hannerfroen an egaalwéi produktiiv sinn“…daat ass leider den aktuellen Motto am 21ten Joerhonnert…

    P.S.: Den Dick Fooled (LehmanBros) z.B., haat esouguer säin eegen vun der „Belegschaft aka Mob“ getrennten Lift fir an séngem Büro ze goen…wann een daat héiert, dann ass een duerno vun der „mess“ guer nët méi erstaunt…

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Februar 28, 2010

  17. Frage mich langsam, ob große Teile der Liberalen (einschließlich der von mir geschätzten) hier nicht alle völlig in die Irre gehen, wenn da dieser AFL-Soupcon plötzlich westerwellisch Oberwasser in unserem Diskurs bekommt! Um einmal mehr Stefan Blankertz zu zitieren:

    “Es ist naheliegend, daß Menschen, denen die staatlichen Interventionen in die Wirtschaft die Möglichkeit zur Arbeit genommen haben, auf Unterstützung angewiesen sind. Sie könnten sich selbst erhalten, wenn man sie nur ließe. Sie sollten für die Unterstützung, die sie erhalten, alles andere als dankbar sein. Sie sollten erzürnt sein. Aber was bleibt ihnen übrig? Sie nehmen die Unterstützung und ballen die Faust in der Tasche. Nun verkündet der schlaue konservative Politiker, es handle sich doch um arbeitsfähige Menschen, denen darum keine Unterstützung zukomme. Die Unterstützung wird gestrichen, die wirtschaftlichen Möglichkeiten verbessern sich jedoch nicht. Was soll ein Mensch in einer solchen Situation anderes tun, als Vertreter des Wohlfahrtsstaates zu wählen?” – Stefan Blankertz

    Und meinen Freund Christian:

    “es ist völlig absurd. hartz 4 ist das kleinste problem das deutschland hat. solange der arbeitsmarkt nicht frei ist, soll man den menschen ihr hartz 4 doch lassen. was für ein scheiss system nimmt den menschen die möglichkeit zu arbeiten und drangsaliert sie dann wegen der mickerigen ersatzleistungen?”

    Und um abschließend noch Julika Hartmann von freilich.ch zu zitieren:

    “Reiche werden bespitzelt, Arme in Arbeitslager geschickt. Sind nur zwei Seiten einer Medaille. Und dass die jeweils eine Seite die Drangsalierung der anderen ok findet und verteidigt, ist halt einfach nur slave on slave brutality ohne die das System zusammenbrechen würde.”

    Kommentar von DDH | März 3, 2010

  18. Irgendwie in diesem Zusammenhang passend: David Harnasch entdeckt, dass er doch lieber APPD als FDP hätte wählen sollen: http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=34&kol_id=11054

    Kommentar von nestor | März 10, 2010

  19. Die Untersuchung belegt, dass das Bedürfnis und der Wille der Armen zu leben manchmal in der Lage sind, alle Hürden zu überwinden, die Etatismus, wirtschaftlicher Nationalismus, Kollektivismus und andere marktfeindliche Ideologien in den Ländern der Dritten Welt gegen die Eigeninitiative und die Freiheit errichten. Und dass in außerordentlichen Fällen fehlendes Kapital und eine nicht vorhandene Berufsausbildung durch praktische Erfahrung und Einsatz ausgeglichen werden können. Wenn die Flores und Añaños in Peru, die Supermarktkette Nakamatt in Kenia und das Industriedesignunternehmen Adire in Nigeria – die vier Fallstudien des Buches – trotz der vorgefundenen Hindernisse und Schwierigkeiten ihren heutigen Erfolg erreichten, fällt es nicht schwer sich vorzustellen, was geschähe, wenn die Armen der Dritten Welt in einem konstruktiven Umfeld arbeiten könnten, das die unternehmerische Initiative fördert, anstatt sie durch Überregulierung und eine Besteuerung mit Enteignungscharakter zu ersticken, und wenn die Händler, Handwerker und Industriellen an Stelle von Rechtsunsicherheit auf stabile, klare und gleiche Spielregeln vertrauen könnten.

    Eine weitere Lehre aus der Untersuchung besteht darin, dass der beste Beitrag der entwickelten Länder und der internationalen Finanzinstitutionen zur Bekämpfung der Armut und der Unterentwicklung nicht die Almosen und Subventionen sind, die im Gegensatz zu den hochherzigen Vorsätzen, die ihnen zugrunde liegen, lediglich die Initiative bremsen, passives Verhalten, Abhängigkeit und Schmarotzertum fördern und die Korruption anregen, sondern die Schaffung von freien Wettbewerbsbedingungen, die es den Armen ermöglichen, sich ihrer eigenen Mittel zu bedienen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und Fortschritte zu machen. Nach Ansicht aller Ökonomen, die sich in „Lessons from the poor“ äußern, wäre die Öffnung der Märkte, zu denen die Produkte aus den unterentwickelten Ländern keinen Zugang haben, die beste Hilfe, die die reichen Länder zur Förderung der Entwicklung in Afrika und Lateinamerika, den rückständigsten Regionen der Erde, anbieten könnten, denn Asien scheint mit Ausnahme von Militärregimen wie Myanmar bereits den Absprung geschafft zu haben.

    Die Armen wissen selbst am Besten, dass es nicht die vom Krebsgeschwür der Bürokratie gelähmten und von Ineffizienz, kriminellen Geschäften, Vetternwirtschaft und anderen Mängeln zerfressenen Staaten sein werden, die sie aus der Armut heben, sie haben diese Erfahrung schließlich am eigenen Leib gemacht. Sie wissen, dass ihr Überleben ausschließlich von ihrem Einfallsreichtum, ihrer Arbeit und ihrem Willen zum Aufstieg abhängt, wie Aquilino Flores, als er unermüdlich Autos wusch und Hemden auf den Straßen von Lima verkaufte, oder wie die Familie Añaños, als sie in der Küche ihres Hauses die Flaschen füllte und etikettierte. Diese Energie kann Berge versetzen, vorausgesetzt sie erschöpft und verliert sich nicht im Kampf gegen künstliche Hindernisse, die immer auf die staatliche Einmischung zurückzuführen sind. Diese zivilen Helden, deren überragende Leistungen die Studien in „Lessons from the Poor“ beschreiben, sind das lebende Beispiel dafür, dass die Armut, in der weltweit immer noch Hunderte Millionen Menschen leben, kein unabänderliches Schicksal ist, sondern ein Übel, das mit Hilfe der Waffen bekämpft und besiegt werden kann, die in der folgenden, aus vier Worten bestehenden Devise zusammengefasst sind: Arbeit, Privateigentum, Markt und Freiheit.
    (Mario Vargas Llosa, Nobelpreisträger für Literatur 2010)

    Touché!🙂

    Kommentar von CK | Oktober 12, 2010


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