L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Bankkundengeheimnis: die lautlose Kapitulation

Fast im 24 Stunden-Takt hat die Regierung im Sommer Doppelbesteuerungsabkommen unterschrieben, nicht so sehr wegen der Vermeidung von Doppelbesteuerungen im Interesse des Steuerpflichtigen, sondern vielmehr wegen des in diesen Verträgen enthaltenen obligatorischen Informationsaustauschs. Diese weitreichende Schritte erfolgten auf Druck von Außen, von der OECD mit ihren schwarzen, grauen und sonstigen Listen jedoch besonders auf Grund von Erpressungen von Seiten der USA und der EU, jenen interventionistischen Zentralstaaten mit zunehmend totalitären Neigungen…

Mit diesen Abkommen war unser Bankgeheimnis- eigentlich müsste es Bankkundengeheimnis heißen- zum Tode verurteilt, es obliegt jetzt nur noch dem Abgeordnetenhaus durch ein Zustimmungsgesetz dieses Todesurteil zu vollstrecken.

Hiermit wird ein jahrzehntelang verteidigtes Prinzip quasi kampflos aufgegeben. Die Hüter unseres Bankplatzes haben kapituliert und es täte mich nicht wundern, wenn nicht schon während den Debatten erste Wendehälse diesen Verrat als neue, bessere Basis für den Ausbau des Bankplatzes würdigen und preisen würden. Vergessen wird dabei, die wahre und wirkliche Berechtigung des Bankgeheimnisses, welche nicht viel mit Bankplatz und noch viel weniger mit der Steuereintreibungshysterie unserer Wohlfahrtstaaten zu tun hat.

Das Bankgeheimnis stammt aus dem liberalen Wirtschaftsdenken des 19.Jahrhunderts, das – heute vielfach verglichen mit der Verschwiegenheitspflicht des Arztes oder Rechtsanwalts – dem Schutz des individuellen Kunden gegenüber dem Staat und der Öffentlichkeit dienen sollte, weshalb man es auch (s.o) als Bankkunden-geheimnis bezeichnen sollte. Somit ist es die Inkarnation der Begrenzung staatlicher Macht gegenüber der Individualsphäre des einzelnen Bürgers. Das Bankkundengeheimnis ist die Folge eines elementaren Rechts auf Eigentum und Privatsphäre, das in anderen Lebensbereichen auch als selbstverständlich anerkannt wird.

Diese Überlegung entspringt einer freiheitlichen Staatsphilosophie, die das Individuum höher bewertet als den Staat, Freiwilligkeit höher als Zwang und Unterschiede der Ideen, Temperamente, Fähigkeiten, Neigungen und Lebensumstände, aber auch der Einkommen und Vermögen höher als Gleichförmigkeit und staatlich erzwungene Gleichmacherei. Der Schutz der Privatsphäre der Individuen vor allem gegenüber dem Staat ist ein starker Pfeiler dieser Philosophie. Der Staat darf nur in gravierenden Fallen in die Privatsphäre eingreifen. Ausdruck findet dieser Schutz eben auch und nicht zuletzt in der Institution des Bankkundengeheimnisses, weil man anhand finanzieller Transaktionen fast alle Handlungen eines Menschen verfolgen kann. In Frankreich ist es heute schon untersagt höhere Rechnungsbeträge in Bar zu begleichen. Solche Transaktionen müssen dann obligatorisch über ein – staatlich kontrolliertes oder zumindest kontrollierbares- Bankkonto abgewickelt werden.

Der Schutz des Bankkunden kann jedoch jederzeit aufgehoben werden, wenn Kriminalität im Spiel ist, daher gewährt unser Land, wie fast alle anderen Länder, bei allen Tatbeständen, die über bloße Vergehen hinausgehen, großzügige Amts- und Rechtshilfe. Doch eine Gesellschaft, die den Schutz der Privatsphäre leichtfertig aufgibt, weil Staatskassen Not leiden oder der Verdacht besteht, dass Steuerpflichtige gegenüber den Behörden nicht alles deklarieren, droht in den Totalitarismus abzugleiten.

Wer den Schutz der Privatsphäre als Grundrecht ansieht, wird diese nur verletzen, wenn Gewichtigeres auf dem Spiel steht. Das ist jene Verhältnismäßigkeit, die dem Fiskus in den meisten Ländern abgeht.

Hinter der aufgeworfenen Fragestellung steht ein anderes, noch tieferes Problem, das sich auf unterschiedliche Staatsauffassungen zurückführen lässt. Das traditionelle Verständnis im Verhältnis zwischen Bürger und Staat basiert in den meisten Ländern auf der organischen Staatsauffassung, der zufolge der Staat als eine hierarchisch über den Privaten stehende Institution mit Entscheidungs- und Durchsetzungsmonopol gegenüber den Privaten begriffen wird. Dem gegenüber steht die vertragstheoretische Staatsauffassung der Verfassungsökonomik, in der der Staat als ein freiwilliger Zusammenschluss von Bürgern aufgefasst wird, durch den sie gemeinsame Vorteile generieren wollen. Während beim organischen Staat Zwang in der Beziehung zwischen Bürger und Staat eine dominierende Rolle spielt, kennzeichnen Freiwilligkeit und Äquivalenz den verfassungsökonomischen Staat in seinem Verhältnis zu den Bürgern.

Da ein Systemwettbewerb der komparativen Regulierungsvorteile, den die harmonisierungswütige EU hysterisch verhindern will, die Exit-Optionen für die Privaten international ausdehnt, ist äquivalenzloser einseitiger Zwang gegenüber den Privaten, wie er im organischen Staatsverständnis mit seinem Opferfähigkeitsprinzip der (progressiven) Besteuerung inkorporiert ist, umso weniger durchsetzbar, je mehr Ausweichoptionen offen stehen. Ausweichmöglichkeiten bieten den Privaten das Unterlaufen des staatlichen Zwangs an, ebenso die Hinwendung zu Äquivalenzbeziehungen in Form des freiwilligen Tausches außerhalb der nationalen Grenzen. Die Regierungen werden damit in ihrer Regulierungsmacht zunehmend begrenzt. Den Bürgern eines Landes mit Zwangsabgaben ohne äquivalente staatliche Gegenleistungen erwächst die Möglichkeit sich selbst oder einen Teil ihres Einkommens oder Vermögens gegenüber dem kleptomanischen Staat durch Auswanderung oder Auslagerung in Sicherheit zu bringen. Globalisierung und Systemwettbewerb verändern somit grundlegend die Bedingungen, unter denen die Steuer- und Abgabensysteme traditionellen Zuschnitts für mehr oder minder abgeschlossene Staaten konzipiert worden sind. Aus einem hoheitlich, willkürlich festgelegtem partiellem Enteignungssystem (Steuern und Abgaben) sollte ein äquivalenzbetonendes Beitragssystem entstehen, das im internationalen Wettbewerbsumfeld bestehen kann. (1)

Zum Abschluss möchte ich Pierre Bessard, den Leiter des Liberalen Instituts in Zürich zitieren, der in in einem in der „Weltwoche“ publiziertem Artikel folgende Schlussfolgerung in Bezug auf das Schweizer Bank(kunden)geheimnis zog:

„Nur der Wettbewerb der Systeme dämmt das machtmissbräuchliche und konfiskatorische Potenzial des Staates ein. Er ermöglicht das Experimentieren mit unterschiedlichen Ordnungen und erlaubt Bürgern, in ein bevorzugtes System auszuweichen. Aus diesem Grund ist es moralisch legitim, sein Einkommen nicht bedingungslos einer konfiskatorischen Besteuerung auszusetzen, sondern andere Optionen zu erkunden. Natürlich erhöht die Steuervermeidung dabei auch den Druck auf die Regierungen, ihre Abgaben auf ein erträgliches Niveau zu senken. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die US-Regierung sowie viele EU-Staaten vor allem aus fiskalischer Verzweiflung handeln, sie wollen sich der lästigen Konkurrenz entledigen. Keine Spur von höherer Moral. Eine Aufgabe des Bankgeheimnisses wäre aus diesen Gründen nicht nur ein schwerwiegender ökonomischer und rechtlicher Rückschritt, sie wäre auch der Ausdruck eines geistig-moralischen Verfalls unseres Landes. Die Schweiz musste sich schon mehrmals in der Geschichte als Hort der Freiheit in Europa behaupten. Das Schweizer Bankgeheimnis wird umso bedeutender, je weniger andere Staaten es respektieren. Anders als vielerorts behauptet, geht es daher heute nicht um die Erörterung von Alternativen zum Bankgeheimnis. Vielmehr ist das Schweizer Bankgeheimnis gerade jetzt mit allen Mitteln und aller Kraft zu verteidigen und zu stärken. Selbst dann, wenn dafür kurzfristig wirtschaftliche Nachteile in Kauf genommen werden müssen.“

(1) vgl: Wolf Schäfer:Nach Liechtenstein: Ein Requiem für das Bankgeheimnis?

Weitere Links zum Thema:

nestor76: Pro Bankgeheimnis
CK: Die Kavallerie der Fiskalkleptokraten und unser Häuptling
Christian Hoffmann: Bittere Ironie der Geschichte

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November 24, 2009 - Posted by | Aussenpolitik, Klassischer Liberalismus, Kolumne im Journal, Neues aus Luxemburg, Wirtschaft | ,

15 Kommentare »

  1. Holà,

    …muss zouginn daat ech perséinlech nët ëmmer d’Meenung vum Här Hemmer, waat verschidde Saachen ubelaangt, 100pro deelen kann…mä hei, géif ech wahrscheinlech nët een eenzegen Komma äenneren…(an ech weisen niewebäi mam Fanger op den Auszoch vum Här Bessard hin…)

    „Dumm nur“ daat d'“Finanzjongleure/Finanzgéniën“ vun der Union des Banques Stu…Suisses „ferm, awer wiirklech ferm!…(Banging my head against the wall…)“ matgehollef hunn d’schwäizeresch Reegierung emsou méi op der „défensive“ ze zwéngen…

    Eng „Pflichtlektüre“ aka „a must-read“ nët nëmmen fir d’Konsorten J.-C.J & L.F. (an ech betounen déi zwéin lescht Sätz vum Här Bessard…), mä „paradoxerweis“ och fir all richtëg iwwerzeechtenen Europäer, deen déi verschidden eenorm wichtëg „éléments de politique économique qui concernent la stabilité, la structure et la construction européenne“ verstaanen huet…

    Chapeau Monsieur Hemmer…

    Mat Beschte Gréiss an „Hasta“
    Pancho

    Kommentar von Pancho | November 26, 2009

  2. Holà (part II),

    „…daat d’“Finanzjongleure/Finanzgéniën“ vun der Union des Banques Stu…Suisses „ferm, awer wiirklech ferm!…(Banging my head against the wall…)“…“

    …fir weider „spontan Informatiounen???“ un déijéineg déi sech gären mat „ganz résuméiert mathematesch Makroökonomesch-Modeller/Funktiounen“ (toujours en essayant de garder une certaine simplicité/rigueur à la „Keynes“ dans l’expression des „fonctions macro-économiques“…) auserneen wëllen setzen…hei een (vun x) Auszich wou de „Pancho“ deemools nach Loscht haat…“Analysen“ iwwert d’Entwécklung vun der „wirtschaftspolitescher Laag“ (haaptsechlech an den „Staaten“) ze veröffentlechen…

    http://www.pkarchive.org/MB052805070305.html#6783.1824238351522

    P.S.: E puer Sekonne wuaarden nodeems de „Link“ ugeklickt ginn ass…

    Tenga un buen dia amigos…y hasta

    Pancho

    Kommentar von Pancho | November 30, 2009

  3. Holà (part „post“-rectificatif),

    Beim Link am „Holà (part II)“ haat an deem „Mini-Modell/Szenario“ de „Pancho“ leider ee Feehler gemeet…

    „X = f(interest rate; fiscal debt) (although i.r. is f(f.d.))“…

    …et soll heeschen („afin d’actualiser un peu le tout“):

    „X = f(interest rate; fiscal debt^lr) (although i.r. is f(f.d.^lr))“ mat: „lr“ = „d’Duerchschnettszomm vun der allgeméng ugewandten leverage ratio“ déi deemools (donnez à „Pancho“ le bénéfice du doute…aka: „Qui pouvait bien s’imaginer que tant de monde en Europe avait été „hooked-up“ dans ce „pseudo perpetuum mobile financier“…) vergiess ginn ass…

    …an elo…fir eis an „Stëmmung“ ze bréngen…
    http://www.wecker.de/cgi-bin/cgi_lieder1?id=18&ok

    gebonnen mat…(dëst Kéier, e bessi méi Kloertext…)

    http://www.pkarchive.org/MB121804012805.html#9816.51623327984384

    idem: „e puer Sekonne wuaarden nodeems de „Link“ ugeklickt ginn ass…“

    P.S.: „La maîtrise de langue vulgaire de „Dante A.“ a quand même bien utile afin de pouvoir mener un débat très constructif avec un „ex-étudiant“ et „ex-nobody“ de la „Bocconi“…LOL…

    Hasta an Bescht Gréiss

    Pancho

    Kommentar von Pancho | Dezember 3, 2009

  4. Holà (part „hun de Fuedem mëttlerweil verluer…“)

    quote:

    „…and inflation (US) goes through the roof.“

    Hätt u sech och missen geschéien…mä well de „flux du surplus de la masse monétaire“ nët méi an d'“domestic economy (US)“ „réck-injektéiert“ konnt ginn, ass et och nët méi zur deemools, vum „Pancho“ an vum „Houdini“ erwuaarten „hyper-infla“ komm…dem Phillips säin „Moniac“ haat anscheinend e puer „Secherheetsventiller“ an Europa fonnt…

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Dezember 3, 2009

  5. @Pancho: Deng Inflatioun kennt esou secher wéi d´Amen an der Kirch. Deemols wuar déi Prognos vlait nach ze fréi, mee méi denn je ass deen Szenario do haut wahrscheinlech.

    Kommentar von CK | Dezember 4, 2009

  6. Holà CK,

    „…mee méi denn je ass deen Szenario do haut wahrscheinlech.“…

    Jo, du kinns recht hunn (de „Pancho“ huet sech nët weider mat déer „Problematik“ befaasst…duerfir huet hien och kéng richteg Meenung ewéi „d’infla-expectations“ an dëser „brave new financial world/architecture“ an Zukunft kinnten äusgesinn…
    Ët deet sech awer den Ament Villes…haaptsechlech ganz vill „hasty patchworking by those who tolerated the „ex-ante system“…“)

    Mä…(„car il y a toujours un „mä/un hic“…“)…

    Ee „Big Prob.“ bei der „Big Pic.“ ass deen, daat d’Uwendung vum „Standardmodell der monetären Ökonomie“ am „Fall der Fälle“ „nada/zip“ méi klappt…ergo, dëst Kriis ass u sech éng grouss „avant?-première“ („faites entrer les artistes“…) an de Film heescht: „New Problems Need New Answers“ oder „Terra Oeconomica Incognita“ (à vous de choisir…)

    Add.:“Le prix pour la meilleure interprétation de l’inflation revient à…(„Blechtrommel(n)“…)…Keynes…“

    „By a continuing process of inflation, government can confiscate, secretly and unobserved, an important part of the wealth of their citizens.“

    Bref,…passons…hei:

    http://www.nytimes.com/2009/05/29/opinion/29krugman.html

    …ass een (fir de „Pancho“ mol…) interessanten Artikkel…

    P.S.: Mat all deenen „Möchtegern-Chancellors-of-the-Exchequers“ (och „Profilneurotiker“ genannt…) dobäussen, weess ee meeschtens ni sou richteg wou een drunn ass…LOL…

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Dezember 4, 2009

  7. Natirlech geet et hei em Politik. Grad ower och dem Krugman selwer, deen jo Berooder vun der Obama-Administratioun ass an een vun den heftegsten Bush-Kritiker wuar. Also wéisou geheit en daat elo sengen Géigner fir?

    Och haalen mir hei op LfL guer naischt vun staatlechen Konjunkturprogrammer an Verscholdung, aus ökonomeschen wéi ethesch-moraleschen Grenn. Dat huet schons ennert dem Roosevelt sws net fonctionnéiert.

    Interessant um Text fannen ech ower dei Passage wou en uschwätzt datt GBen daat neit gedruckten ZB-Geld enner Verschloss haalen. Do kinnt een vlait fraigeldtheoretesch usetzen an froen op den Zenssatz op der Geldbasis selwer (haut konstant nominal 0) net vlait och variabel misst sinn…

    Kommentar von CK | Dezember 5, 2009

  8. Holà CK,

    „Natirlech geet et hei em Politik….“

    Jo, mä alles dréit sech eigentlech ëmt d’Politik, an nët nëmmen „hei“…Dem „Pancho“ séng eegen Def. vun „Politik“:

    D’Politik ass de Moyen, am Allgeméngen, fir kennen Interessen ze verdeedegen…ergo, vu <-(fr.) daat all Mënsch iergentwéi an ëmmer "Interessen" ze verdeedegen huet…mecht all Mënsch (bewosst oder unbewosst!/direkt oder indirekt), daagdeeglech "Micro-Politik"…(déi eng dinn kéng Kravatt un = eng indirekt politesch Ausso…déi aaner sinn frustréiert an féieren d'Politik vum "Mobbing" (Selbstunsicherheit aka "Schutzmechanismus"), aanerer erëm fueren am Wanter Cabrio = erëm politesch ausso etc. etc. etc.)

    Do komme mer erëm zeréck op d'Tatsaach, daat de Mënsch (bewosst oder erëm onbewosst) e "politescht Déier" ass…

    Verschidden phantastesch Texter vum génialen, wäitsiichtegen an realitéitstrei-liberalen Condorcet, Ur-Papp vun der franséischer Republik maachen daat, bei séngen deemolegen otemberaubenden Analiisen, "teschent den Zeilen" méi ewéi kloer…

    Mä fir zeréckzekommen op den "hei" aus déngem Saaz…
    "Hei" (Débatt) simmer par konter, am "Tempel" vun der Interessenverdeedegung aka d'Verdeedegung vun hyper groussen nationalen Interessen…an et soll mier kee Mensch dobäi soen kommen, daat d"FED" eng "a-politesch Institutioun" ass…(ce n'est que du pur charabia…)

    http://news.yahoo.com/s/afp/20091204/pl_afp/useconomyfinancepoliticsbankbernanke

    "…deen jo Berooder vun der Obama-Administratioun ass…"

    Ah sou…? Ech wousst zwar daat hien mam "Larry" fir d'Reagan admin geschafft huet, mä daat hien fir d'Obama admin den Ament täteg wier, ass mier par konter e bessi "schleierhaft"…;-)

    P.S.: Ech méngen du verwiessels den Här Krugman mam Här Summers…

    "… an een vun den heftegsten Bush-Kritiker wuar."

    Wor de "Pancho" och, awer mëttels vun engem "extreem gudde Intimus…" vum Larry…
    Kritiker haaptsechlech vun deer "klénger totaal, duerch daat Gefill vun "Vendetta" verblendten an onvierbereeten Affair do"…ewéi heescht se méi…? "Irak Krich II Fiasko" oder ähnlech…méngen ech… (an de "Pancho" bereiht daat och glaat a guer nët…)

    "Also wéisou geheit en daat elo sengen Géigner fir?"

    Well een vun den "indirekt repressiven" Haaptattributen vun der Politik vun den "GOPMembers", "d'Politics of Fear" schons ëmmer wor an ass…Zitat: "But it’s hard to escape the sense that the current inflation fear-mongering is bla, bla, bla…", an et ass déi "Handhabung/Management" (ménger Meenung no) déi de "Poli" der Géigenpartei am Meeschten widdert de Kapp gehäit…also, nët d'Intrigen oder d'Stäerkt vun den Argumenter (gehéiert zwar Alles zum Spill)…mä d'Manéier vum "the end justify the means"…

    "Och haalen mir hei op LfL guer naischt vun staatlechen Konjunkturprogrammer an Verscholdung,…"

    "Affaire de gout"…sinn der Meenung daat staatlech Konjunkturprogrammer nëtzlech kënne sinn, esoulaang se zu enger "augmentation de la dynamique économique à travers l'implémentation d'incentives spécifiques qui stimulent le développement du bien commun" (à court et à long terme) féieren…(Vill an Näischt gläichzäiteg gesoot… "Rhetorik würdig eines echten Politikers"…LOL…)

    "Verscholdung"…hmmm…ass effektiv kéng fäin Saach…zemools fir déi nofolgend Génératiounen…
    Mais soyons sincères…du weess jo och daat an deemheiten Fall, (d'Kriis) d'Politik vum "Vogel friss oder stirb" bei "systemrelevanten" Ur-Institutiounen käum eng Chance gehaat hätt…(am "Idealfall' wier ech och dofir, mä am "Realfall" ass daat "une autre paire de manches"…"Waat ee Baam méi déifräichend Wuerzelen huet, emsou méi schwéier gëtt et deen eräus wëllen ze zerappen…")

    "Dat huet schons ennert dem Roosevelt sws net fonctionnéiert. "

    Do kinnt een "Stonnen an Stonnen" laang doriwwer "palavréieren"…waat se, par ailleurs, op der aanerer "Säit vum Pond" emsou méi elo maachen…

    http://press.princeton.edu/chapters/s6817.html

    "…net vlait och variabel misst sinn…"

    Holllaaa…jetzt mal "e bissle" langsam bitte…Wann d'gesamt Welt, een eenzegen Fräihandelsräum (ouni Grenzen, totaal oppen Wirtschaftsreim, kéng Natiounen etc. etc.) wier…dann kinnt een dorunner dénken…mä esou…Нет! Mилее CK…

    Schon ëppes vun "carry trading" héieren…?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Carry_trade#Currency
    (siehe ënnert "currency"….)

    Wann daat "effektiv" enges Daags de Fall sollt sinn/ginn (de Maché diktéiert den "taux d'intérêts" an den USA, an nët nëmmen do…)…da wier de "Pancho" ferm interesséiert fir an der éischter Rei wëllen do ze sëtzen…("Beim FOREX sitzen Sie in der ersten Reihe"…)

    E bessi "Pancho" hier, eng kléng pincée de "Soros" duer, daat Ganzt gepeffert mat enger uerdentlech duerduerchten "Hedge-Fund Architektur" à la "C. Hohn"…da wier den "Schwaarzen Mëttwoch", "Peanuts" am Vergläich…LOL…

    http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Wednesday

    Schéinen Daag nach an Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Dezember 6, 2009

  9. @Pancho: Natirlech ass d´FED eng politesch Institutioun.

    Dat mam Beroder vun der Obama-Regierung wuar schlecht vu mir augedréckt. Ech behaapten net, datt de Krugman vun daer Administratioun bezuelt gett an fir si schafft (och wann een sech denken kann, dat do Kontakter gett), mee datt hien a sengen Commentairen den Obama regelrecht derzou opfuerdert an ufeiert, keynesianesch Mesuren ze huelen.

    Ech wuar och géint den Irakkrich deemols an wuar an sinn sws keen Frend vum George W.Bush (cf. main Artikel virun e puer Wochen zu dem wuel an Europa onbeléiwtesten Ex-US-Präsident.) An bei aller Kritik un den Republikaner, Demokraten spillen genausou mat Ängschten vun der Bevölkerung, siehe Health Care Debat.

    Fir de Rescht huet eben jhiddereen seng Meenung.

    Kommentar von CK | Dezember 7, 2009

  10. Holà CK,

    „…Natirlech ass d´FED eng politesch Institutioun. “

    Do sin mer eis méi ewéi eens…LOL…

    …woubäi de „Pancho“ ganz kuerz hei erwähnen wëllt daat „de gros“ (5/6?) vun de „FOMC-Memberen“ ennërt der Greenspan-Hegemonie „Hawks“ woren…
    (beim „Benny B.“ ass momentan ee „shift“ an Richtung „balancing of the apart-chicks“ erkennbar…)

    switch…

    De „Conseil vun der EZB“ (graff gekuckt…) wor/ass +/- équilibréiert…càd: +/- 3/5 (nët 47,x%…) „doves“ mat e puer „hawks“…Bsp.: „Grieschicher Wein…“
    Dëst Prozedur bedingt duerch d'“zwei Säulen Strategie“ vun der „BUBA“…ooopps…“EZB“…

    —-

    „Dat mam Beroder vun der Obama-Regierung wuar schlecht vu mir augedréckt. …“

    Sorry daat de „Pancho“ daat esou verstaanen haat…

    —-

    „…och wann een sech denken kann, dat do Kontakter gett…“

    Natiirlech huet de „Pol“ „extreem gudd“ Kontakter…
    Fir nëmmen ee Bsp. als „Spëtzt vun der Spëtzt vum „Äisbierg“ ze nennen, den Här Goolsbee = „ex-MITSchüler“ vum „Pol“…de Rescht vun der „small family business architecture“ bläiwt dem Pancho säin Geheimnis…LOL…

    Fiktiven Dialog tëscht dem „Pol“ an dem „Larry“…

    „Hi Larry, come on…now seriously…you’ve got to admit…and you know aswell as I do that the domestic economy cannot find its path to recovery without the forced application of some specific keynesian measures tied to some fiscal undertakings…“…LOL…

    An iwwerhaapt…“die -List des Editors-“ ass jo u sech haaptséchlech d’Funktioun vum „Fer de lance“ aka „Cheerleader“ aka „Stimmungsmacher“ sponsored by der jeeweileger „Ballermann?-Party“, ergo, entspriechend „Ballermann?-Zeidong“…Neen…?

    —-

    „…keynesianesch Mesuren ze huelen….“

    De „Pancho“ ass matt de Mesuren déi vum „Pol“ prékoniséiert ginn averstaanen…(„Fir de Rescht huet eben jiddereen seng Meenung“)…

    Déi partiell Relance? vun der amerikanescher Wirtschaft, bedingt duerch den Opbäu/Struktur, kann (bei hinnen) nëmmen haaptsechlech duerch en „keynesianeschen Stimulus“ a Verbindung mat e puer „drastesch fiskalesch Mesuren?“ (Welch?…hun méng „Iddi“…)zestaane kommen…

    D’Volatilitéit/Flexibilitéit vun der „Kapitalallokation“…ass nach ze grouss…den Zënssaaz muss fir d’éischt mol erop gessat ginn…esouguer den „Benny B.“ géif dobäi (keynesianeschen Stilmulus) „Der Grosse Preis“ gewannen…an de „Präis“ wier:
    „Een éventuellen „Sonnenschäin“ getarnt als Zënserhéigung am däischteren „Schuldenhimmel“…mat enger éventueller Vermeidung vun enger neier Bloos?…“, géif de „Wim“ soen…

    P.S.: Daat ass deem „Pancho“ séng pauschal an aktuell Meenung…
    De „Pancho“ méngt, hien hät säin „ex-ante-Kriis-Job“ (nët hei an Europa) gudd erfëllt, duerfir huet hien sech mat der aktueller makroökonomesch Entwécklung an der „ex-post-Kriis“ nët weiderhin richteg beschäftegt…

    Fir awer nach eng Kéier kuurz zeréckzekommen…de „Pancho“ géif spontan „pi mol daum“ schätzen, daat 70-80% heivunner…:

    …tëscht 2001 an 2007 duerch d’Adoptioun vun der „OSS-politik“ aka „OwnerShit Society“ aka „housing gloom“ zeréckzeféieren sinn…an daat géifen als f(unemployment rate) entspriechen…:

    „aktuellen réellen taux de chômage“ – „idealen taux de chomage“ = ronn +/- 7-8%…(situation actuellement et heureusement stagnante…)

    —-

    An elo, hei nach ëppes Klénges fir ee „glimpse“ vun der „CO2-Kaufmannshafen-Stëmmung“ matzekréien…

    http://www.spiegel.de/international/zeitgeist/0,1518,665182,00.html

    oooppps…neen…falsch gerooden…(que les „bigots“ me pardonnent)…hei de richtege link…:

    http://www.pkarchive.org/MB052805070305.html#3214.7934311605165

    (LOL…dem „Pancho“ séng mat-éischt „mini-Skizzen/mini-Modeller“, déi hien d’ailleurs, totaal vergiess haat…vill méi déifgräifend „Wirtschaftsanaliisen“ concernant ce sujet, misst et enzwouch an der „immense immensité du web“ erëmzefannen sinn…)

    P.P.S.: „Hint“ zum Artikkel „Hoffen auf ein Scheitern“…
    den „CO2-Rumtata“ as nëmmen eng „Fassade“…déi eigentlech Ziiler vum globalen „CO2-Agenda“ hunn eng ganz aanescht „Iwwerleeungsbasis“…

    …je vous laisse deviner laquelle…

    Mat Beschte Gréiss an Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Dezember 9, 2009

  11. Holà, („Stiglitz“-Update…)

    Quote I:
    „Fir awer nach eng Kéier kuurz zeréckzekommen…de „Pancho“ géif spontan „pi mol daum“ schätzen, daat 70-80% heivunner…:

    …tëscht 2001 an 2007 duerch d’Adoptioun vun der „OSS-politik“ aka „OwnerShit Society“ aka „housing gloom“ zeréckzeféieren sinn…“

    Knapp daneben ist auch vorbei…

    Quote II:
    „You mention in your book that, before the crisis, as much as two-thirds of our GDP in America was housing-related.“…LOL…

    http://www.huffingtonpost.com/2010/01/20/joseph-stiglitz-interview_n_429437.html?page=2

    Mat Beschten & Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Januar 21, 2010

  12. Holà (mini-update…)

    „Fiktiven Dialog tëscht dem “Pol” an dem “Larry”…“

    Update…
    „In the first few months of the new Administration, Krugman tried to be sympathetic. It was not in his nature to be hopeful or understanding of human frailty, but he tried to be both. Finally, he had a chance to sway people in power. All over Washington, people read his columns and brought up his arguments in meetings. He met the President. He spoke on the phone to Lawrence Summers, the director of the National Economic Council, every month or so. Peter Orszag, the director of the Office of Management and Budget, read his blog every morning. Senators phoned him, to thank him for a column, or to discuss a policy.“ 😉

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | Februar 23, 2010

  13. Holà, („Léiwer Spéit, ewéi nii…“-Update)

    [quote]:
    „(beim “Benny B.” ass momentan ee “shift” an Richtung “balancing of the apart-chicks” erkennbar…)“

    http://ftalphaville.ft.com/blog/2010/03/12/173771/flight-of-the-doves-to-the-fed/

    Buenas tardes, amigos
    „Pancho“

    Kommentar von Pancho | April 27, 2010

  14. Holà,

    …schéngt daat d’FED éngem „remaniement général de la réserve fédérale“ zum Opfer ginn ass…d’Fiskalpolitik gëtt do erëm (ganz) grouss geschriwwen…

    http://news.yahoo.com/s/nm/20100429/ts_nm/us_usa_fed_nominees_4

    P.S.: Loosse mech elo vun der „Argumentatioun“ an Ëmsétzung vun den zukünftegen WIPO-Moossnaahmen iwwerraschen…(daat gett nach eng ganz spannend an interessant Geschicht…)

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | April 29, 2010

  15. Holà,

    Update vum 14.03.2011…

    [quote]:
    „Ee „Big Prob.“ bei der „Big Pic.“ ass deen, daat d’Uwendung vum „Standardmodell der monetären Ökonomie“ am „Fall der Fälle“ „nada/zip“ méi klappt…ergo, dëst Kriis ass u sech éng grouss „avant?-première“ („faites entrer les artistes“…) an de Film heescht: „New Problems Need New Answers“ oder „Terra Oeconomica Incognita“ (à vous de choisir…)“

    —–

    …den (gudden)“Olli“ huet „die Zeichen der Zeit“ gudd erkannt…

    http://www.imf.org/external/mmedia/view.aspx?vid=818671475001

    Hasta
    Pancho

    Kommentar von Pancho | März 14, 2011


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