L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Der kleine Pieks

Heute abend nach der Arbeit habe ich es hinter mich gebracht und mir die Nadel setzen lassen. Ich habe mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, bin somit der Medienpanik verfallen und habe die böse Pharmaindustrie unterstützt. 😉

Nachdem ich bereits letzten Donnerstag das Impfzentrum in Luxemburg-Merl aufgesucht hatte, dann aber wegen einem mir zu vollen Wartesaal umdrehte, habe ich diesmal in einem etwas leereren Saal bereitwillig Platz genommen. An der Rezeption bekam ich zwei Zettel (einen mit den möglichen Nebenwirkungen von Pandemrix, einen Anderen mit kurzen Instruktionen über den Ablauf im Zentrum) sowie eine Wartenummer, die ca. zehn Minuten später aufgerufen wurde.

Ein Herr im eigentlichen Impfsaal kontrollierte meinen Pass und meine Sozialversicherungskarte und reichte mir ein Formular, welches ich an einem der bereitgestellten Tische mit Kulis ausfüllen musste. Dort wurde gefragt, ob ich nicht vielleicht eine Allergie auf Hühnereiweiß hätte, erkältet wäre bzw. Fieber hätte, bereits bei früheren Impfungen eine Allergiereaktion gezeigt hätte, an chronischen Krankheiten litte und/oder regelmässig Medikamente einnehmen würde (falls ja, welche?). Ich verneinte alle Fragen und unterschrieb dass ich auf meine Verantwortung hin die Impfung wünschen würde.

Nach einer weiteren kurzen Wartezeit brachte ein Helfer mich zu einem anderen Tisch, wo eine Ärztin nochmal kurz mit mir ein paar Wörter wechselte. Ob ich wirklich gesund sei, ob ich mir die Nebenwirkungen durchgelesen hätte, ob ich noch Fragen hätte. Ich winkte ab. Die Frau warnte mich dann nur noch kurz, dass ich nicht darüber erschrecken solle, dass diese Impfung leicht schmerzhafter sei als andere Impfungen. Aeh?!!

Ich wurde dann hinter eine Holzwand gebracht und dort injizierte ein älterer Herr in wahrer Rekordzeit mir das Wundermittel (also so schnell wurde mir noch nie eine Spritze gesetzt und der Impfstoff komplett reingedrückt, man merkt dass diese Leute ihr Handwerk beherrschen!) Der kleine Pieks war kaum zu spüren und ich merkte verdutzt an: „Das tut doch gar nicht mehr weh als sonstige Impfungen.“-„Nein, natürlich nicht.“- „Nein, ich meinte bloss, weil die Frau vorhin gemeint hat, diese Impfung sei schmerzhafter als sonstige.“ Egal. Ich ging an einer weiteren, hinteren Holzwand wieder heraus und begab mich noch 5-10 Minuten in den „Repos“-Bereich, wo man ein wenig ausharren sollte um sicherzugehen dass man keine allergische Reaktion auf die Impfung machen würde. Eine solche Reaktion erfolgt nämlich in den ersten Minuten nach der Impfung und im Fall des Falles stünde in dem Bereich sofort medizinisches Rettungspersonal bereit. Ich tat wie mir gehiessen und fuhr im Anschluß mit dem Bus nach Hause. Zahlen musste ich natürlich nicht, weil der Staat ja die Ampullen bereitgestellt hat.

Wie es mir nun geht? Ganz gut eigentlich. Bis jetzt keine Nebenwirkungen. Nur der gestochene Oberarm ist ein wenig zu spüren. Vielleicht meinte die Dame das ja mit „dem Schmerz“. Ist aber bei ner Tetanus-Impfung auch nicht anders. Ich werde meine Leser jedoch auf dem Laufenden halten, was mein weiteres Wohlbefinden die nächsten Tage angehen wird.

Wieso habe ich mich impfen lassen? Nun, zum Einen weil ich nicht unbedingt die Grippe bekommen und auch in meinem privaten Umfeld etwaige „schwächere“ Menschen nicht anstecken möchte und zum Anderen um mitzuhelfen die Verbreitung dieses durchaus gefährlichen, weil jederzeit mutationsfähigen Viruses zu stoppen. Sprich wegen der „Volksgesundheit“, wenn man so will, obschon dieses abgedroschene Wort sehr hässlich klingt und einen kollektivistischen Geist widerspiegelt, der mir so gar nicht gefällt. Zu 95% also aus sozialer Verantwortung. Als massiver Verfechter der individuellen Freiheit überlasse ich aber natürlich jedem Mitbürger selbst, ob er sich impfen lässt oder nicht. Die Regierung hat jedenfalls genug Impfstoff eingekauft (600 000 Ampullen angeblich bei ca. 480 000 Einwohnern) und es drohen keine Engpässe wie in Deutschland oder den USA.

Nun kann man sicherlich darüber streiten, ob es wirklich die Aufgabe des Staates sein sollte, sich um die Bereitstellung des Impfstoffes zu kümmern. Angesichts viel unnützigerer und sinnloserer Dinge, für die der Staat Steuergelder verschwendet, halte ich diese Aktion hier aber durchaus noch für vertretbar. Auch wenn sich in Deutschland ja anscheinend gerade wieder zeigt, dass zentralistische, planwirtschaftliche Strukturen nicht so toll funktionieren.

Ob die Medien Panik schüren? Weiß nicht. Medien halt. So wirklich verfolge ich die Diskussion dort aber auch nicht. Ich vertraue eher meinem Hausarzt, der mir diese Impfung durchaus ans Herz gelegt hat.

Richtig blöd finde ich das Argument Einiger, dass die Pharmaindustrie Geld verdienen möchte. Ja, selbstverständlich will sie das. Der Bäcker und der Metzger wollen das auch und beuten mich aus, weil ich Hunger habe. Der Autoverkäufer will mir einen Wagen andrehen, der Bus zur Arbeit ist auch nicht kostenlos (wenngleich staatlich subventioniert, d´accord, aber dieses Geld kommt auch nicht aus dem Nichts), die Kleidergeschäfte und Schneider wollen auch Geld für ihre Arbeit ohne die ich nackt rumlaufen würde, der Arzt profitiert davon, wenn ich krank werde usw. usf. Ein solches Argument kann nur einem primitiven Antikapitalismus geschuldet sein. Oder um es mit Ayn Rand zu sagen: der Moralität des Altruismus und der Selbstaufopferung. Die Pharmaindustrie soll nach Meinung dieser „Moralisten“ gefälligst kostenlos Medikamente herstellen und ihre Dienste an der Gesundheit der Gesellschaft für lau ausüben. Klar, wird es auch an der Pharmaindustrie genug zu kritisieren und einige schwarze Schafe geben, wie in jeder Branche, aber die meisten Menschen dort leisten gute Arbeit ohne die wir heute nicht so lange leben würden wie wir eben heute leben. Viele Menschen wären ohne die böse Pharmaindustrie längst tot. Die Erfolgsstory der Schulmedizin und der pharmazeutischen Forschung ist kolossal. Wir sollten ihnen allen also für diese Dienste DANKBAR sein statt sie als „unmoralisch“ anzugreifen. Unmoralisch sind m.E. die, die meinen, die Pharmaindustrie müsse uns ihre Dienste schenken, sich uns aufopfern sozusagen. Freiwillig darf sie das natürlich gerne tun, aber es kann keine Pflicht dazu geben. Die Leute in der Pharmaindustrie sind nicht unsere Sklaven!!!

Über die Schweinegrippe-Impfung findet eine kontroverse, sachliche Diskussion in der Medizinwelt statt. Sei es um die Wirkverstärker, mögliche Nebenwirkungen oder Testverfahren usw. Als Laie werde ich mich daran nicht wirklich beteiligen können, sondern denke, dass die Fachleute das unter sich klären sollten und jeder Bürger sich am liebsten bei einem Hausarzt seines Vertrauens (der ja auch seinen Patienten am besten kennt) über die Notwendigkeit oder Nicht-Notwendigkeit der Impfung informieren sollte. Ich habe mir jedenfalls hier und da Vor- und Nachteile angehört und danach meine persönliche Entscheidung gefällt.

Nicht vertragen tue ich jedoch diese generellen Impfkritiker, meist aus dem esoterischen Milieu. Jene behaupten allerhand lustige Dinge wie u.a. einen angeblichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus oder auch Autoimmunerkrankungen. Wenn man bedenkt wieviele schlimme Kinderkrankheiten dank Impfungen besiegt wurden, kriege ich nen richtigen Hals. Leider haben diese Spinner natürlich zur Zeit gerade wieder Hochkonjunktur. Solche Leute gibt es übrigens auch so einige an der grünen Basis in Deutschland, aber anscheinend zu meinem Erschrecken auch mittlerweile in Luxemburg.

Zu diesen sonderlichen Gestalten empfehle ich:
Impfen: Ja oder Nein?
Oder auch gleich die Jungs und Mädels von Esowatch.

Wie auch immer, noch zwei Wochen ausharren und ich bin vor der Schweinegrippe geschützt 😉

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November 11, 2009 - Posted by | Innenpolitik, Neues aus Luxemburg | , , ,

15 Kommentare »

  1. Nachtrag: bin eben grad aufgestanden und mein Oberarm schmerzt jetzt doch mehr als gestern. Ansonsten aber alles bestens.

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  2. Danke für den Erfahrungsbericht (und nebenbei auch für das umändern meines Blognamens in der Blogroll!), das hat ja fast schon was von Enthüllungsjournalismus! 😉

    Ich finde die Diskusion „Darf man mit Medikamenten Geld verdienen?“ (Sicher kann man das auch noch ausweiten) interessant. Und man sollte vielleicht versuchen, sie abseits von wirtschaftspolitischen Grabenkämpfen zu führen und versuchen, sie ethisch auszuleuchten. Das hat vielleicht jetzt mal wieder wenig mit dem eigentlichen Thema Schweinegrippe zu tun. Insbesondere was Generika und „Raubkopien“, die Leben retten, angehen. Also generell bin ich der Meinung dass private Forschung, auch wenn ich der Meinung bin dass Forschung generell so „öffentlich“ und frei zugänglich wie möglich gestaltet werden sollte(Ja, das mit der rein ethischen Diskusion wird schwierig!), wenn sie dann passiert, sich auch bezahlen lassen darf/muss, aber ich finde die Frage, ob es ab einem bestimmten Punkt eine „moralische Pflicht“ gibt, Generika freizugeben, interessant. Aber das kann man sicherlich auch nur von Fall zu Fall unterscheiden.

    Kommentar von Joël | November 12, 2009

  3. Dann hoffe mer jo mol, dass däin Aarm net offällt 😉

    Du bass also lo een vun deenen 15’000 déi sech impfen gelooss hunn? Naja, 480’000 Läit sinn et net. Wat och ëmmer dat ausseet.

    An ech gesinn nach ëmmer net d’Urgence fir mech impfen ze loossen.

    Kommentar von Grommel | November 12, 2009

  4. @Grommel: 480 000 ass jo eis Bevölkerungszuel, wollt déi fir eis daitsch Lieser uginn.

    „An ech gesinn nach ëmmer net d’Urgence fir mech impfen ze loossen.“

    Muss de jo och net.

    @Joël: Gern geschehen! 😉

    Man sollte vielleicht versuchen, sie abseits von wirtschaftspolitischen Grabenkämpfen zu führen und versuchen, sie ethisch auszuleuchten.

    Genau das habe ich doch getan. Moralisch ist für mich „Handel“ weil „Geben und Nehmen“.

    „Geistiges Eigentum“ ist eine Spezialdiskussion, dazu ein andermal mehr.

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  5. Richtig blöd finde ich das Argument Einiger, dass die Pharmaindustrie Geld verdienen möchte. Ja, selbstverständlich will sie das. Der Bäcker und der Metzger wollen das auch und beuten mich aus, weil ich Hunger habe. Der Autoverkäufer will mir einen Wagen andrehen, der Bus zur Arbeit ist auch nicht kostenlos (wenngleich staatlich subventioniert, d´accord, aber dieses Geld kommt auch nicht aus dem Nichts), die Kleidergeschäfte und Schneider wollen auch Geld für ihre Arbeit ohne die ich nackt rumlaufen würde, der Arzt profitiert davon, wenn ich krank werde usw. usf. Ein solches Argument kann nur einem primitiven Antikapitalismus geschuldet sein.

    Ich glaube, hier interpretierst du die Argumentation falsch. Es geht den meisten Leuten wohl nicht darum, dass die Pharmaindustrie grundsätzlich kein Geld verdienen soll. Viel mehr verdächtigen viele die Pharmaindustrie, die Panik vor der Schweinegrippe bewusst zu schüren, damit sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Allerdings dürfte diese Unterstellung mittlerweile obsolet sein, die Verträge sind ja bereits abgeschlossen, die Impfstoffe werden geliefert oder sind schon geliefert. Jetzt können ja dann nur noch die Ärzte profitieren – und denen wird ja dann als nächstes unterstellt, sie würden die Bevölkerung bewusst in Panik versetzen.

    Egal, ob man diese Sichtweise teilt oder nicht: Mit Antikapitalismus hat das nichts zu tun. Hätte ich das Gefühl, die Industrie oder die Ärzte würden bewusst versuchen, die Bevölkerung in Panik zu versetzen, dann würde ich das auch verurteilen. Es ist nämlich noch ein Unterschied, ob ein Süßwarenproduzent so gute Schokoriegel herstellt, dass jeder sie kaufen will – oder ob die Bevölkerung hinsichtlich einer Krankheit manipuliert wird. Denn alle im Gesundheitswesen tätigen haben eben eine besondere Verantwortung. Die hat ein Bäcker beispielsweise nicht.

    Also: Sowohl Industrie als auch Ärzte sollen selbstverständlich an ihrer Arbeit verdienen – sie dürfen aber nicht versuchen, die Zahl ihrer Kunden künstlich zu erhöhen. Ich sehe das Problem derzeit übrigens überhaupt nicht, sondern wollte dich lediglich auf eine in meinen Augen fehlerhafte Interpretation der Argumente mancher Impfgegner aufmerksam machen.

    Kommentar von Steffen | November 12, 2009

  6. @Steffen: Wenn es sowas wie „Panikmache“ derzeit gibt, dann in den Medien wohl. Und von Leuten, die behaupten, Impfungen seien schuld an MS (!!!) udgl.

    Mag sein, dass Deine Interpretation richtiger ist als meine (in diesem Fall.) Leider habe ich aber auch schon oft Dinge gehört wie bspw.: „Wieso liefern die nicht kostenlos Medikamente nach Afrika?“ usw.

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  7. Die Panikmache ist das Resultat verzerrter Informationen (Hilfe! Die Mexikaner sterben wie die Mücken an der Schweinegrippe!!!), dem Bedarf von 24/7 Nachrichtensendern (aber auch Tabloids wie BILD) an sensationellem Material welches sie ausschlachten können, dem Dilemma in welchem die Regierungen stecken (sie MÜSSEN einfach den schlimmsten Fall annehmen, auch wenn er sehr unwahrscheinlich ist) und natürlich auch der Pharmaindustrie, die das Ganze unterstützt, da dadurch Geld zu machen ist.

    Kommentar von Grommel | November 12, 2009

  8. @Grommel: Da haben wir ja noch ein Thema gefunden, wo wir uns anscheinend recht einig sind. 😉

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  9. Scheint so 😉

    Ausser dass ich es (noch?) nicht für nötig halte mich impfen zu lassen.

    Kommentar von Grommel | November 12, 2009

  10. Hmm, ich frage mich ob ich mich das einbilde, aber ich habe- abgesehen vom leicht schmerzenden Arm und der leicht juckenden Einstichstelle- seit heute mittag den Eindruck dass mir ein wenig heiss ist (Fieber???) und ich meine Glieder spüre. Also nicht dass ich da irgendwie wirklich Schmerzen hätte, aber ich merke schon irgendwie, dass ich nicht komplett fit bin und mich leicht komisch fühle.

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  11. Keep us updated …

    Kommentar von Grommel | November 12, 2009

  12. @Grommel: Gerne. Jedenfalls solange ich noch lebe 😉 Ich liege jetzt mal mit meinem Laptop im Bett und ruhe mich aus. Symptome immer noch wie gehabt (in Beitrag 10).

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  13. Symptome heute alle weg bis auf die „Schmerzen“ im Arm.

    Kommentar von CK | November 13, 2009

  14. @ CK
    Endlich mal eine mehr rationale Begründung zum Thema. Auf zettelsraum gibt es auch einen schönen Beitrag dazu. Ich hoffe mal dein Zustand bessert sich.

    Es ist nämlich noch ein Unterschied, ob ein Süßwarenproduzent so gute Schokoriegel herstellt, dass jeder sie kaufen will – oder ob die Bevölkerung hinsichtlich einer Krankheit manipuliert wird. Denn alle im Gesundheitswesen tätigen haben eben eine besondere Verantwortung. Die hat ein Bäcker beispielsweise nicht.

    Gehen wir davon aus, dass wir einen freien Markt im Gesundheitswesen hätten oder zumindest so frei, wie es bei Bäckereien üblich ist. Würdest du dann immer noch so argumentieren?
    Was heißt schon Verantwortung? Der Bäcker wird den Leuten auch erzählen, dass ihr Brot gesund ist. Dies kann man ihn nun abkaufen oder auch nicht. Gleiches bei Medikamenten. Die Verantwortung deckt ein Vertrag ab, an denen man sich halten muss. Klar, mit Menschenleben spielt man nicht, aber ich halte zum einen Verbraucher für nicht so dumm und auch die meisten Ärzte für nicht so böswillig. Oft ist man aber fehlgeleitet, aber Medizin ist auch nach so viel Fortschritt noch ein schwieriges Thema.
    Und auch Ernährung kann krank machen 😉
    Wo willst du da also die Linie ziehen?
    Welche Verantwortung haben Süßigkeiten-Produzenten die Mittags Werbespots zwischen Kindersendungen schalten lassen?
    Ist Actimel Werbung Panikmache?! ala „Wenn du keins trinkst, dann wirst du krank“
    Produzenten können nur soweit zur Verantwortung herangezogen werden, dessen sie befähigt sind.

    Jegliches Verantwortungsversprechen ersetzt keine persönliche Aufmerksamkeit. Gerade die Bereiche, die unter staatl. Fittiche genommen sind, werden immer wieder aufs neue darauf getrimmt, ja dem Gemeinwohl zu dienen und Verantwortung zu übernehmen. Nur wie kann jemand zur Verantwortung herangezogen werden, wenn er für nichts haftet?! Je mehr sich Pharmaproduzenten im Staat einnisten, desto weniger brauchen sie Repressalien bei Fehlern befürchten. Was ist, wenn das Impfmittel sich als schädlich herausstellt? Wer hat Schuld? Übernimmt die Verantwortung die Politk, Herr Rösler, Ärzte die auf Geheiß von gesetzl. Krankenkassen Leute impfen, Pharmafirmen oder das Volk? Also niemand. Der Produzent kann vertraglich Sachen garantieren und auf Gefahren hinweisen.

    sie dürfen aber nicht versuchen, die Zahl ihrer Kunden künstlich zu erhöhen
    wenn das mit Hilfe des Staates geschieht, dann ist das wahrlich eine künstliche Nachfrage, ansonsten soll ihn jedes Mittel Recht sein, denn ich muss es ja nicht nutzen. Es gibt die seltsamsten esoterischen Heilpraktikermethoden. Kann man solchen Ärzten Verantwortung absprechen?!

    Kommentar von neocool | November 16, 2009

  15. @neocool: Danke, ich bin längst wieder topfit.

    Zum Thema selbst gebe ich Dir vollkommen recht. Natürlich kann es immer wieder schlimme Fehler à la Contergan geben (gegen eine minimale, staatliche Kontrolle ist daher an sich auch nichts einzuwenden, auch wenn auch diese Fehler nicht komplett verhindern kann, zumal sie im Gegenteil auch welche produzieren kann, bspw. durch zu strenge Kontrollen eine Medikamentenzulassung zu lange verhindert), aber entscheidend ist dann eben, dass der betreffende Konzern dann voll und ganz für die Folgekosten haften muss, auch wenn dies natürlich die Versicherungskosten für Pharmafirmen steigen lassen wird.

    Kommentar von CK | November 16, 2009


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