L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Goldstone-Farce geht in Runde zwei

114:18 bei 44 Enthaltungen lautet das Ergebnis der Abstimmung der UN-Generalversammlung zum Goldstone-Report.

Luxemburg hat sich enthalten. Sehr diplomatisch, bravo! Dem Ziel eines Sitzes im Sicherheitsrat 2013 sind wir damit hoffentlich ein Stückchen näher gekommen, *kotz*. Immerhin befindet sich unser Land in guter Gesellschaft neben Frankreich, England, Belgien, Österreich, Spanien und den skandinavischen Ländern. Von der Schweiz reden wir lieber erst gar nicht. Neutralität scheint bei denen längst ein Synonym für Nihilismus geworden zu sein.

Neben Israel selbst stimmten folgende 17 Länder dagegen:

Australia, Canada, Czech Republic, Germany, Hungary, Italy, Marshall Islands, Micronesia (Federated States of), Nauru, Netherlands, Palau, Panama, Poland, Slovakia, The former Yugoslav Republic of Macedonia, Ukraine, United States.

Auf die USA, Kanada, Deutschland und die Niederlande ist doch immer wieder Verlass. Respekt! Danke auch an die Anderen! Es ist gut zu sehen, dass diese Welt noch nicht komplett der Vernunftlosigkeit, dem heute so angesagten, postmodernen Moralrelativismus oder zumindest dem fast alles entschuldigenden Konsens-Pragmatismus verfallen ist.

Jeder Steuercent an die UNO ist im Grunde längst einer zuviel. Da nutze ich doch gleich mal diesen neuerlichen Tiefpunkt in der Geschichte der Weltgemeinschaft um hierauf zu verweisen (man ersetze vielleicht nur Kommunismus durch Islamismus). Oder gleich auf Elan Journo´s Analyse. Wahre Worte!

What would you expect from a crime-fighting committee whose board of directors included the leading gangsters of the community?

Enough said.

Die ganzen Appeaser im Westen (Vor was haben die eigentlich Angst?) sind wirklich nicht mehr auszuhalten. Dieser Selbsthass- vermutlich auch eine Folge der Kolonialverbrechen Europas, d´accord, trotzdem…- ist mir unbegreiflich. Ich bin stolz auf den Westen, seine zig Errungenschaften und seine humanen Werte. Und ich habe nicht vor, jedem dahergelaufenen, wilden Banditen Respekt zu zollen, weil der ja irgendwo Diktator, ergo ein laut UNO achtbarer Staatsmann, sein soll. Ich habe noch Selbstachtung. Und ich werde in Zukunft keinem Politiker eine Stimme geben, der nicht selbige ebenfalls an den Tag legt.

Ich halte es nämlich mit Barry Goldwater:

„I would remind you that extremism in the defense of liberty is no vice! And let me remind you also that moderation in the pursuit of justice is no virtue!“

Yes, we can 😉

Advertisements

November 9, 2009 - Posted by | Aussenpolitik, Israel, Neues aus Luxemburg | ,

18 Kommentare »

  1. Mr.Moe hat mich heute abend per Mail dankenswerterweise hierauf aufmerksam gemacht:

    http://www.onejerusalem.org/2009/11/dore-gold-debates-goldstone-at.php

    Kommentar von CK | November 9, 2009

  2. „dem heute so angesagten, postmodernen Moralrelativismus oder zumindest dem fast alles entschuldigenden Konsens-Pragmatismus verfallen ist.“

    Den Sinn von 1500 Toten und 5000 Kriegsversehrten zu hinterfragen, ist Moralrelativismus?

    „I would remind you that extremism in the defense of liberty is no vice!“

    Falsch. Wenn bei der Verteidigung der Freiheit die Freiheit selbst umgebracht wird, dann wird die Verteidigung sinnlos.

    Der Goldstone-Bericht hat genau diese Perversion offengelegt. Der Maßstab der Verhältnismäßigkeit wurde völlig gesprengt. Seit 2001 gab es durch die Raketenattacken 28 Tote. In 8 Jahren soviele wie an einem halben Tag Gazakrieg. Bereits vor diesem Krieg haben die IDF durch Bombardements und andere Gewaltaktionen ein Vielfaches an Menschenleben genommen. Seit Jahren steht es im Verhältnis der Ermordeten 10 bis 20 zu 1 „für“ Israel. Diejenigen, die die anderen immer so pathetisch anklagen, Mord zu verüben, verüben selbst ein vielfaches davon. Soll die Realität als Maßstab dienen, oder die Widerwärtigkeit der Motive? Gibt es einen Mord an Unschuldigen aus hehren Motiven, den die westliche Zivilisation gutheißen muss?

    Es reicht nicht auf den faschistoiden Charakter von Hamas hinzuweisen. Ein westliches Land misst sich nicht an Menschenfeinden, es misst sich an den eigenen Standards. Und die wurden hier verfehlt. Das erkennt jedes Kind. Verbrechen bleibt Verbrechen, auch wenn die viel größeren Verbrecher in Sri Lanka oder Sudan nicht angeklagt werden.

    „http://www.onejerusalem.org/2009/11/dore-gold-debates-goldstone-at.php“

    Dore Gold ist der typische Likudnik. Null innovativ. Nicht verwunderlich, dass eine Seite wie „onejerusalem“ ihm huldigt. Die spricht ja schon im Titel der Mehrheit der Bevölkerung Ostjerusalems das Recht auf Selbstbestimmung ab.

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 10, 2009

  3. „Den Sinn von 1500 Toten und 5000 Kriegsversehrten zu hinterfragen, ist Moralrelativismus?“

    Generell nicht, aber hier schon, da der Report die IDF und die Hamas als (bestenfalls) moralische Äquivalente betrachtet.

    Wenn bei der Verteidigung der Freiheit die Freiheit selbst umgebracht wird, dann wird die Verteidigung sinnlos.

    Wie Sie selbst schreiben. „Wenn…“
    Einen Krieg ohne Tote, darunter auch Unschuldige, wird es jedoch nie geben. Das hat aber nichts mit „Mord“ zu tun. Verhältnismässigkeit hat auch nichts mit der Anzahl der Toten zu tun, diese Banalität wurde schon 100mal erklärt.

    „Das erkennt jedes Kind.“

    Na, dann ist es ja gut, dass ich mal erwachsen geworden bin 😉

    „Die spricht ja schon im Titel der Mehrheit der Bevölkerung Ostjerusalems das Recht auf Selbstbestimmung ab.“

    Es gibt nur ein Selbstbestimmungsrecht des Individuums und nur dort, wo dieses auch gewahrt ist, kann es auch ein kollektives Selbstbestimmungsrecht geben, weil sich dieses aus dem individuellen ableiten muss. Unter dem Deckmantel „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ oder „Souveränitätsprinzip“ wurde und wird schon genug Unheil angerichtet.

    Würde Luxemburg sich in der Lage wie Israel befinden, würde ich mich freiwillig zur Armee melden, weil die westliche Zivilisation gehört verteidigt. Und jeder tote Hamasnik ist ein guter Hamasnik. Für alle, die in Freiheit leben wollen, ob Israelis oder Palästinenser. Ja, erwachsen werden, heisst eben auch zu begreifen, dass jemand diese unschöne Arbeit verrichtet. Genauso wie jemand sich um die Müllabfuhr kümmern muss, muss jemand die Bastarde von Taliban, El Kaida usw. umlegen. Um Mark Steyn (bzgl. Afghanistan allerdings) zu zitieren:“We are there to kill as many bastards as possible!“ Da die Spinner sich leider einem offenen Kampf verweigern und sich menschlicher Schutzschilde bedienen, haben wir (immer und immer wieder!) ein moralisches Dilemma. Da gebe ich Ihnen recht, nur ist die UNO sicher nicht die Organisation die hierzu zu Gerichte sitzen darf. Ganz und gar nicht.

    Kommentar von CK | November 11, 2009

  4. „als (bestenfalls) moralische Äquivalente betrachtet.“

    Was ist schon „Moral“? Die Fakten liegen doch ganz eindeutig auf dem Tisch. Diejenige Seite, die sich als höchstmoralisch geriert, hat 1500 Tote und 5000 Kriegsversehrte zu verantworten. Dem steht an Fakten auf der anderen Seite nichts, aber auch gar nichts annäherndes gegenüber.

    „Einen Krieg ohne Tote, darunter auch Unschuldige, wird es jedoch nie geben.“

    Schon klar. Aber legitimiert das jetzt in irgendeiner Hinsicht diesen sinnlosen Krieg?

    „Das hat aber nichts mit „Mord“ zu tun.“

    Die absichtliche und fahrlässig in Kauf genommene Tötung von Hunderten von Unschuldigen ist Mord. Wie definierst Du das denn sonst?

    „Verhältnismässigkeit hat auch nichts mit der Anzahl der Toten zu tun, diese Banalität wurde schon 100mal erklärt.“

    Mir wurde diese Banalität nie erklärt. Aber mit diesem wahrlich banal-blöden Satz rechtfertigst Du ja alles. Ob die IDF nun 150, 1500, 15.000 oder 150.000 Menschen getötet haben – völlig egal, ne wahr? Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit – ein Ursprinzip menschlichen Zusammenlebens und Grundlage jeder Rechtsvorstellung – negierst Du völlig. Krasse Leistung.

    „Es gibt nur ein Selbstbestimmungsrecht des Individuums“

    Genau. Und das wurde tausendfach verletzt. Die Individuen, die annektiert wurden, wurden ja nie gefragt. So ein Basic Agreement zwischen den Bürgern eines Staates und dem Staat, dem sie angehören, sollte einer Demokratie schon anstehen.

    „Und jeder tote Hamasnik ist ein guter Hamasnik.“

    Platter geht’s nimmer.

    “We are there to kill as many bastards as possible!“

    Wer sich an solch geistreichen Zitaten orientiert… Putzig wie sich die vermeintlichen Verteidiger der westlichen Zivilisation in der Rolle des Erzprolls gefallen. Leider sind die meisten dieser Schreihälse nie in einer Armee gewesen. Da wird wohl was kompensiert. Armselig.

    „Da die Spinner sich leider einem offenen Kampf verweigern“

    Man beachte die Wortwahl. Die „Spinner“ verweigern sich einem offenen Kampf. Kluge „Spinner“ urteile ich. Würden sie sich dem offenen – d.h. reichlich aussichtslosen Kampf stellen, wären sie wahrlich Spinner.

    „haben wir (immer und immer wieder!) ein moralisches Dilemma.“

    Wieso denn? Oben meintest Du doch, dass es völlig egal ist, wieviele Unschuldige draufgehen? Verhältnismäßigkeit hat nach Deiner Definition schließlich rein gar nichts mit der Anzahl der Ermordeten zu tun.

    „nur ist die UNO sicher nicht die Organisation die hierzu zu Gerichte sitzen darf“

    Na, dann soll’s halt weg von der UNO. Hin zum internationalen Gerichtshof, oder zu den allseits respektierten Menschenrechts-NGOS. Die würden natürlich jeden der 1500 toten „Hamasniks“ als einen „Sieg der Freiheit“ bejubeln, gell?

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 11, 2009

  5. Was ist schon „Moral“?

    Die Frage passt zu Ihnen.

    Diejenige Seite, die sich als höchstmoralisch geriert, hat 1500 Tote und 5000 Kriegsversehrte zu verantworten.

    Zu diesem Krieg wäre es ohne die Hamas gar nicht gekommen. Aber abgesehen davon, woher wollen Sie denn wissen, dass diese 1500 alle „Opfer“ sind? Gut, ich kann sicher auch nicht belegen, dass alle 1500 Hamasniks waren, aber sicher doch so einige davon und diejenigen sind ja wohl dann kein Verlust für die Palästinenser, die von diesen Verbrechern als Geiseln genommen wurden. Es sei denn, sie wollen darauf hinaus, dass Hamas ja demokratisch legitimiert sei. In dem Falle allerdings WÄREN diese Wähler eben keine unschuldigen Opfer mehr. Das deutsche Volk musste auch dafür bezahlen, dass es falsch gewählt hat, so ist das Leben nunmal. Wer Tyrannen wählt, die eine tödliche Ideologie der Selbstdestruktion predigen, beschreitet nunmal den Weg des Todes. In dem Punkte bin ich genau der gleichen Meinung wie die Objektivisten.

    „Dem steht an Fakten auf der anderen Seite nichts, aber auch gar nichts annäherndes gegenüber.“

    Wie gesagt, wenn Sie Zahlen allein vergleichen, haben Sie nichts von Kriegsrecht verstanden. Ihrer Logik zufolge waren die Engländer viel schlimmer im Bombenkrieg als die Nazis, da die Zahlen von Dresden und Hamburg höher waren als die von Coventry.

    Was wäre denn egtl. verhältnismässig? Mit billigerem Geld Kassams kaufen und einfach wahllos in den Gazastreifen reinfeuern?

    „Schon klar. Aber legitimiert das jetzt in irgendeiner Hinsicht diesen sinnlosen Krieg?“

    Der Krieg war m.E. berechtigte Selbstverteidigung und die Menschen in Sderot und Umgebung sehen diesen Gazaeinsatz keineswegs als „sinnlos“ an.

    „Die absichtliche und fahrlässig in Kauf genommene Tötung von Hunderten von Unschuldigen ist Mord. Wie definierst Du das denn sonst?“

    Tja, Mord ist definiert als absichtliche und geplante Tötung aus niederen Motiven. Ist hier nicht gegeben. Was fahrlässig war und was nicht, muss ggf. analysiert werden bis hin zum obersten Gerichtshof Israels. Die richtige Definition wäre eben „Kollateralschäden“. Die gibt es leider in jedem Krieg.

    „Ob die IDF nun 150, 1500, 15.000 oder 150.000 Menschen getötet haben – völlig egal, ne wahr?“

    Nein.

    „Genau. Und das wurde tausendfach verletzt.“

    Sie hören sich langsam schon an wie gewisse Libertäre.

    „Die Individuen, die annektiert wurden, wurden ja nie gefragt. So ein Basic Agreement zwischen den Bürgern eines Staates und dem Staat, dem sie angehören, sollte einer Demokratie schon anstehen.

    Ostjerusalem wurde annektiert aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. Und sorry, dass man in einem Krieg nicht erst bei den Bürgern des Feindes nachfragt ob man einmarschieren darf 😉

    Leider sind die meisten dieser Schreihälse nie in einer Armee gewesen.

    Trifft natürlich genauso auf die meisten Pazifisten zu. *Gähn*

    Bei uns in Luxemburg gibt es keine Wehrpflicht und ich war nie ein besonderer Freund von Armee und Militär, aber in der Tat ändert man da seine Meinung, wenn man sich mal näher mit Politik auseinandersetzt und dann auch noch die linken „Friedensdemonstranten“ erlebt.

    Kluge „Spinner“ urteile ich. Würden sie sich dem offenen – d.h. reichlich aussichtslosen Kampf stellen, wären sie wahrlich Spinner.

    Sie sind Spinner wegen ihrer geisteskranken, fundamentalistischen Ideologie, für die zu kämpfen sie gar kein Recht haben. Ohne diese Spinner gäbe es längst Frieden.

    Oben meintest Du doch, dass es völlig egal ist, wieviele Unschuldige draufgehen? Verhältnismäßigkeit hat nach Deiner Definition schließlich rein gar nichts mit der Anzahl der Ermordeten zu tun.

    Natürlich ist das NICHT egal, aber dennoch geht es bei der Frage der Verhältnismässigkeit nicht nur um blanke Zahlen. Es geht auch um die angewandten Methoden (die eigenen wie auch gerade die des Gegners, der bspw. Kämpfe im zivilen Gebiet „erzwingt“), um die Frage der bewussten Absicht, um die Schuld am Krieg und um die Ideale, für die man kämpft.

    Kommentar von CK | November 11, 2009

  6. Aussenminister Asselborn wurde grade im Radio gefragt wieso er sich beim Goldstone-Report enthalten habe (was unsere „Freunde“ vom CPJPO, die auf eine Verurteilung Israels auch von Luxemburger Seite aus hofften, natürlich bedauern) und ob der angestrebte Weltsicherheitsratsitz hier eine Rolle gespielt haben möge. Letzteres hat der LSAP-Minister sofort verneint.

    Luxemburg habe anscheinend einen Konsens mit den anderen europäischen Partnern gesucht, aber leider keinen gefunden und sich daher enthalten. Asselborn bedauert dass Europa es nicht fertigbrächte mit einer Stimme in so einer schwierigen Frage zu sprechen und es quasi drei Lager gäbe.
    Luxemburg hat sich daraufhin enthalten. Israel und Palästina wüssten aber beide woran sie nun dran seien mit Luxemburg und er hätte die Aussenminister beider Seiten grad erst wieder getroffen. Ich erkenne da eher „keine Meinung“ und hauptsache keine Stellung beziehen um niemanden zu verärgern.

    Es dreht sich also alles um Konsens, Konsens und nochmal Konsens. Auch ich bedauere, dass hier nicht mit einer Stimme Europas gesprochen wurde. Und zwar mit einer klaren Stimme für Israel. Wenn Europa jetzt schon wieder soweit ist, dass es mehrheitlich angesichts der Frage Freiheit vs. Diktatur, Rechtsstaat vs. Terrorismus, Islamismus vs. Westliche Werte keine klare Position beziehen kann und für einen „moderaten, neutralen Mittelweg“, der es „allen rechtmachen soll“, votiert, dann haben schlichtweg zig Politiker Europas nichts gelernt aus ihren Fehlern der Vergangenheit. Wieder mal werden im Angesicht des Bösen Kompromisse eingegangen. Wieder mal versagt Europa. Es ist ne Schande. Nein, niemand würde das tugendhaft nennen, niemand der noch einen Haufen Verstand hat.

    Asselborn akzeptiert den Goldstonereport und allein deswegen muss er weg, besser heute als morgen. Europa braucht keine Appeaser wie ihn, sondern Staatsmänner mit Courage, die sich dem neuen Faschismus des 21ten Jahrhunderts, dem islamistischen Totalitarismus, tapfer entgegenstellen.

    Kommentar von CK | November 12, 2009

  7. Ich werde hierauf noch ausführlicher antworten. Es ist herrlich, wie Du Dich und Deine eigene Ideologie selbst demontierst.

    „angesichts der Frage Freiheit vs. Diktatur, Rechtsstaat vs. Terrorismus, Islamismus vs. Westliche Werte“

    1500 Menschen umzubringen hat NICHTS mit Freiheit, NICHTS mit Rechtsstaat und NICHTS mit westlichen Werten zu tun. Pfui!

    Es geht darum, dass massenhaft Unschuldige umgekommen sind, Tausende kriegsversehrt sind, Infrastruktur in Milliardenhöhe zerstört wurde. Dabei wurde das Ziel des Krieges völlig verfehlt. Hamas hat gerade eine 60 km Rakete ins Meer gefeuert. Die sind nicht schwächer, die sind furchterregend stärker geworden. Mit diesem Krieg hat Israel die Hamas geradezu befeuert. Was werden Familien fühlen, die ihre Söhne und Töchter, ihre Mütter und Väter verloren haben? Versöhnung etwa? Die Grundlagen für den nächsten Krieg sind schon gelegt.

    Deshalb muss eine Untersuchung angestrengt werden. Im Idealfall käme die von Israel selbst, so wie nach den beiden sinnlosen und dümmlichen Libanonkriegen geschehen. Diesmal verweigert man sich. Bei aller Kritik an diesem Gremium, hat der Menschenrechtsrat doch die Aufgabe genau diese Untersuchung wahrzunehmen. Wenn Israel meint, diese Untersuchung wäre nur Humbug, dann sollen sie doch eigene Argumente und Fakten entgegen setzen. Tun sie aber nicht. Stattdessen nur dümmlichstes ideologisches Gequatsche à la „was nicht sein soll, kann auch nicht sein“. So sieht keine überzeugende Position aus.

    Nochmal: Ich find’s echt krass, wie Du Mord rechtfertigst. Einmal Hamas gewählt – gleich vogelfrei und rechtlos zum Tode verdammt? Und dabei immer die dümmliche Nazianalogie. Ja, ja, alles Hitler. Darunter machen wir’s nicht.

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 13, 2009

  8. „1500 Menschen umzubringen hat NICHTS mit Freiheit, NICHTS mit Rechtsstaat und NICHTS mit westlichen Werten zu tun. Pfui!“

    Bäh, der pazifistische Hippie weint auf seiner Friedensdemo mal wieder und schreit genau solche lächerlichen Parolen. „The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants.“ (Thomas Jefferson) Ausserdem ist es das Recht eines jeden Rechtstaates sich und seine Werte im Krieg zu verteidigen. Wenn Sie über die Opfer klagen wollen, beschweren sie sich bitte bei der Hamas, die hat den Krieg ja angefangen.

    „Infrastruktur in Milliardenhöhe zerstört wurde“

    Die mit unseren Steuergeldern wieder aufgebaut wird 😦

    Hamas hat gerade eine 60 km Rakete ins Meer gefeuert.

    Woher die wohl wieder kommt?

    Wenn Israel meint, diese Untersuchung wäre nur Humbug, dann sollen sie doch eigene Argumente und Fakten entgegen setzen.

    Tun sie doch fortwährend, der Goldstonebericht wurde bereits in alle Einzelteile zerlegt.

    Und da die UNIFIL auch im Libanon komplett versagt hat und die Hisbollah grad wieder fröhlich aufrüstet, wird es wohl sicher auf einen neuen Krieg hinauslaufen.

    Kommentar von CK | November 13, 2009

  9. Wer den luxemburgischen Außenminister im (auch luxemburgischen) Wortlaut hören möchte, kann dies jetzt im Podcast zur Sendung tun:
    http://1007.valain.com/files/3/4/191689_owes-panorama.mp3 (ab 12:10min)
    Wenn er allerdings sagt, er habe die „israelische Außenministerin“ bei sich gehabt, so handelt es sich hoffentlich um einen kleinen Versprecher und sollte „Botschafterin“, eventuell „UN-Gesandte“ heißen. (13:16min)

    Vorher spricht er sich übrigens für FW Steinmeier als EU-Außenminister aus. Toll, wie dem Wähler (wenn er denn wähen dürfte) eine ganze Regierungsterminologie um die Ohren gehauen wird.

    Kommentar von JayJay | November 13, 2009

  10. Ah, eise kompetenten Asseljhang …

    Kommentar von Grommel | November 13, 2009

  11. „Tun sie doch fortwährend, der Goldstonebericht wurde bereits in alle Einzelteile zerlegt.“

    Das weisst Du vielleicht nicht, weil Du die israelische Presse nicht verfolgst. Aber bisher haben sich Netanyahu und vor allem Barak geweigert, eine Untersuchungskommission zum Gaza-Krieg einzusetzen.

    „Ausserdem ist es das Recht eines jeden Rechtstaates sich und seine Werte im Krieg zu verteidigen.“

    Welche Werte denn? Haben die was mit dem Schutz des Lebens Unschuldiger zu tun?

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 15, 2009

  12. „Welche Werte denn? Haben die was mit dem Schutz des Lebens Unschuldiger zu tun?“

    Die Werte der westlichen Zivilisation. Und dazu gehört auch immer ein signifikanter Schutz des Lebens Unschuldiger im Krieg (hier durch Telefonanrufe, SMS und Flugblätter), wenn auch nicht um jeden Preis.

    Kommentar von CK | November 15, 2009

  13. Derweil hat Dr. Yaron Brook mich die Tage auf dieses Video mit ihm aufmerksam gemacht:
    http://arc-tv.com/the-israeli-palestinian-conflict-what-is-the-solution/

    Kommentar von CK | November 15, 2009

  14. Telefonanrufe, SMS und Flugblätter mit der Botschaft „Hello IDF speaking, we are just starting to kill you. You better get out of your f***ing house.“ sind also die „Werte der westlichen Zivilisation“. Wow! So reduziert hab ich das noch nie gesehen. Was ist mit den 300 ermordeten Kindern? Haben die „die westliche Zivilisation“ abgelehnt – und mussten deshalb ermordet werden? Ist das die Essenz der „westlichen Zivilisation“? Wär‘ ja ne armselige Zivilisation… Ich würd das eher auf gut deutsch als „Kultur“ bezeichnen.

    „Derweil hat Dr. Yaron Brook mich die Tage auf dieses Video mit ihm aufmerksam gemacht“

    Gottchen. Wie der schon artikuliert. So ein richtiger „I am possessing the absolute truth“-Spießer. Toll, dass der Typ Dich jetzt drauf aufmerksam macht. Das Video stammt ja von vor 7 Jahren. Where are the news?

    „Central to the Israeli-Palestinian conflict is the question of whether the state of Israel has a moral right to exist.“

    Lächerlich. Was ist denn ein „moral right“, und wer definiert so einen Unsinn? Israel existiert. Punkt. Diese Existenz ist auch nicht widerrechtlich. Moral ist ne andere Sache. Das kann doch jeder für sich selbst definieren. Wie lange wollen Deppen wie Yaron eigentlich rumflennen, bis auch der hinterletzte Dorftaliban in Liebe zu den Juden entbrannt ist? Welche Idioten leiten eigentlich ein „moral right“ von den moralischen Vorstellungen von Verbrechern ab? Und: sind das wirklich rumflennende Idioten die Yarons dieser Welt, oder geht es ihnen vielmehr um was ganz anderes: nämlich einen widerrechtlichen, antifreiheitlichen Zustand zu legitimieren, den die Besatzung und die Diskriminierung der Palästinenser nämlich darstellt. Ich tippe auf letzteres, aber die Dummheit der Menschen ist bekanntlich unendlich.

    „In this talk Dr. Yaron Brook argues that Israel deserves—but is not receiving—America’s moral and political support“

    Muhahahahaha! LMAO! ROFL! In welcher Welt lebt dieser promovierte Yaron? Wir schreiben das Jahr 2002, ein Jahr nach Bushs „Wahlsieg“. Der War on Terror hat bereits begonnen. Israel erhält keine Unterstützung aus Amerika? Hallo?????? Muss man neuerdings promovieren um bei Ayn Rand und Konsorten Bullshit vortragen zu dürfen?

    Wenn Du mich fragst, Monsieur Klein, das ist peinlich. Auch Du warst schonmal reflektierter. Gib Dir mal nen Ruck!

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 16, 2009

  15. @Parsa: Die Telefonanrufe, SMS und Flugblätter gab es schon nicht erst kurz vor den Angriffen der IDF. Leider finde ich jetzt auf Anhieb nicht mehr die Geschichte mit dem Hamas-Terroristen, der daraufhin seinen vier Frauen befohlen hat erst recht aufs Dach zu steigen, was ja wohl genug über deren moralischen Bankrott aussagt.

    „Was ist mit den 300 ermordeten Kindern?“

    Tote Kinder sind immer schlimm. Nur ist es leider unmöglich, einen Krieg ohne tote Zivilisten zu führen, schon gar nicht in einem dicht besiedelten Wohngebiet wo der nicht erkennbare Feind sich menschlicher Schutzschilder bedient. Aber wenn wir schon über Kinderrechte uns unterhalten: wo bleibt dann Ihr Aufschrei wenn man Kindern von kleinauf Waffen die Hand drückt und in Schulbüchern und via Fernsehsendungen Ihnen erzählt, dass sie Juden hassen müssen? Denen wird systematisch die Zukunft versaut und dies wäre nach Errichtung eines „judenfreien“ palästinensischen Staates in Judäa, Samaria und Gaza (der bei den heutigen Leadern, egal ob Fatah oder Hamas, leider nur ein Terrorstaat sein würde) nicht anders. Vermutlich würde der Konflikt dann erst recht eskalieren und noch mehr Kinder sterben.

    Das Video stammt ja von vor 7 Jahren. Where are the news?

    Das dort Gesagte ist auch heute noch richtig.

    Was ist denn ein „moral right“, und wer definiert so einen Unsinn?(…)Moral ist ne andere Sache. Das kann doch jeder für sich selbst definieren.

    Ob ein Staat ein Existenzrecht hat oder nicht, kann man erkennen anhand seinem Umgang mit der eigenen Bevölkerung, anhand dessen wie er zu individueller Freiheit steht. Das ist kein Unsinn, sondern reine Vernunft. Und in dieser Frage ist Subjektivismus auch völlig fehl am Platze.

    Welche Idioten leiten eigentlich ein „moral right“ von den moralischen Vorstellungen von Verbrechern ab?

    Das Existenzrecht Israels hat nichts mit den Verbrechern der Gegenseite zu tun, sondern mit dem, wofür Israel steht. Wäre morgen die Besatzung zu Ende, wäre es mehr als fraglich, dass die Palästinenser mehr Freiheit hätten. Yaron geht wie ich davon aus, dass es dann eher noch schlimmer werden würde und auch die Palästinenser selbst daher heute (noch) besser unter israelischer Besatzung- trotz aller Unzulänglichkeiten- dran sind.

    Israel erhält keine Unterstützung aus Amerika?

    Nicht so wie Dr. Brook das erwartet und heute erleben wir einen Obama, der sich nur an der Siedlerfrage aufhängt. Die Bush-Administration hat zudem den gravierenden Fehler gemacht darauf zu drängen die Hamas im Gazastreifen zur Wahl antreten zu lassen.

    Kommentar von CK | November 16, 2009

  16. „Leider finde ich jetzt auf Anhieb nicht mehr die Geschichte mit dem Hamas-Terroristen, der daraufhin seinen vier Frauen befohlen hat erst recht aufs Dach zu steigen, was ja wohl genug über deren moralischen Bankrott aussagt.“

    Ich teile Deine Enttäuschung. Angenommen die vier Ischen stehen auf dem Dach und singen Allahu Akbar (dieser Slogan ist in letzter Zeit ja erstaunlich progressiv geworden). Wäre es angemessen, wenn die IDF die dann wegbombte?

    Eine andere Geschichte, die dich interessieren dürfte. Als fleissiger Israel-Besucher warst Du sicher in Massada und weisst, dass dort bis vor einigen Jahren die Rekruten vereidigt worden sind. Die Massada-Story ist einfach: Anstatt in die Hände der Feinde zu fallen, haben sich mehrere Hundert Juden samt Frauen und Kindern umgebracht. Wer sowas im 21. Jahrhundert für moralisch wertvoll hält, sollte sich über den Eifer der Eiferer nicht allzu wundern.

    „Tote Kinder sind immer schlimm. Nur ist es leider unmöglich, einen Krieg ohne tote Zivilisten zu führen, schon gar nicht in einem dicht besiedelten Wohngebiet wo der nicht erkennbare Feind sich menschlicher Schutzschilder bedient.“

    Mit dem Argument der menschlichen Schutzschilder versucht sich die IDF aus der Verantwortung zu stehlen. In Gaza leben pro Quadratkilometer soviele Menschen wie in Berlin. Selbst wenn die Hamas wollte, könnte sie keinen Krieg ohne die Gefährdung von Zivilisten führen. Die Entscheidung FÜR den Krieg wurde von beiden Seiten getroffen, mit der ganz bewussten Inkaufnahme von Mord an Unschuldigen.

    „wo bleibt dann Ihr Aufschrei wenn man Kindern von kleinauf Waffen die Hand drückt“

    Ich bin jetzt fast zwei Monate im Land. An den Anblick von Halbwüchsigen mit Feuerwaffen habe ich mich gewöhnt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf palästinensischer Seite noch viel krasser ist.

    „Errichtung eines „judenfreien“ palästinensischen Staates“

    Machen Sie jetzt auch mit bei der reichlich makabren Instrumentalisierung der Shoa durch Bibi und Lieberman?
    Es geht beim Palistaat nicht um „judenfrei“. Es geht vielmehr um die Frage ob die Siedler in einen Palistaat integrierbar wären. Die Araber in Israel zeigen ja, dass sie friedlich mit den Juden zusammen leben können. Aber die Siedlungen sind allesamt „araberfrei“. Glauben sie doch nicht, dass die Ultras in Hebron sich jemals einer Palisouveränität unterordnen würden. Im Geiste sind die ganz nah bei Baruch Goldstein. Oder sollte ich sagen: Teitel?

    „Das dort Gesagte ist auch heute noch richtig.“

    Nope. Sie übersehen die Tatsache, dass wir keine Intifada mehr haben. Es gibt seit Jahren keine Selbstmordattentate mehr.

    „egal ob Fatah oder Hamas“

    Sagt uns diese Gleichsetzung, dass Du keine Ahnung hast?

    „Ob ein Staat ein Existenzrecht hat oder nicht, kann man erkennen anhand seinem Umgang mit der eigenen Bevölkerung, anhand dessen wie er zu individueller Freiheit steht.“

    Nach dieser Definition sprechen sie ja jeder Menge Staaten das Existenzrecht ab. Im übrigen auch Israel, denn das unterdrückt ja seit einem halben Jahrhundert Millionen Araber.

    „Wäre morgen die Besatzung zu Ende, wäre es mehr als fraglich, dass die Palästinenser mehr Freiheit hätten. “

    Sicherlich. Aber es wäre nicht Israels Aufgabe dafür zu sorgen, dass unabhängige Palästinenser in einem unabhängigen Staat ihre Freiheit hätten. Genauso wenig wie es Deutschlands Aufgabe ist für die Freiheit der Polen zu sorgen.
    Solange die Besatzung allerdings andauert, und das tut sie bereits seit einem halben Jahrhundert, ist es sehr wohl Israels Aufgabe dafür zu sorgen, dass ALLEN Bürgern in seinem Souveränitätsbereich Freiheiten zukommen. Diese Aufgabe wird in den besetzten Gebieten klar verfehlt.

    „und auch die Palästinenser selbst daher heute (noch) besser unter israelischer Besatzung- trotz aller Unzulänglichkeiten- dran sind.“

    Ach Gottchen, soviel Paternalismus von einem passionierten Liberalen hätte ich wahrlich nicht erwartet 😉
    Die armen Israelis besetzen also damit es den Palästinensern besser geht. Nein, was für Gutmenschen.

    „heute erleben wir einen Obama, der sich nur an der Siedlerfrage aufhängt“

    Na, wenn das mit der Siedlerfrage so nebensächlicher Firlefanz ohne jegliche Relevanz wäre, dann frage ich mich, warum Israel die nicht einfach mal löst? Es reicht doch schon die Outposts abzureißen, entlegene Siedlungen aufzulösen, die Milliardensubventionen an die Siedler zurückzufahren, die Mauer dort abzubauen, wo sie den Palästinensern förmlich die Luft zum Atmen nimmt (waren Sie mal in Kalkiliya?). Aber nein, diese vermeintlichen Nebensächlichkeiten passieren nicht…
    Ich meinerseits kann die PA verstehen. Es macht keinen Spaß in langwierige Verhandlungen um ein Territorium einzusteigen, das währenddessen Stück für Stück vom Verhandlungspartner einverleibt wird.
    Meiner Ansicht nach ist ein Palistaat schon jetzt allein aus territorialen Gründen nicht mehr lebensfähig. Die Siedler, die sich gern als Ultrazionisten gerieren, arbeiten so Stück für Stück auf die Überwindung des Zionismus hin. Wenn nicht bald was passiert, dann sage ich Dir schon jetzt voraus, dass sich die Dritte Intifada um etwas drehen wird, was Dir ganz besonders am Herzen liegt: nämlich Bürger- und Grundrechte für ALLE Araber im Staate Israel samt seinen besetzten Gebieten.

    „Die Bush-Administration hat zudem den gravierenden Fehler gemacht darauf zu drängen die Hamas im Gazastreifen zur Wahl antreten zu lassen.“

    Ich stimme mit Dir darin überein, dass die naiv-dümmliche Demokratisierungsideologie der Bushisten die Situation eher verschärft denn verbessert hat. Allerdings ändert das nichts an den Tatsachen: mit oder ohne Wahl, Hamas ist fest verankert in der Bevölkerung. Das ist das eigentliche Problem. Meiner Ansicht nach auch eine Folge verfehlter israelischer Politik.

    Kommentar von Parsa Kakashanian | November 17, 2009

  17. „Wäre es angemessen, wenn die IDF die dann wegbombte?“

    Diese Frage ist nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Ein kategorisches Nein ist deshalb Unsinn, weil dann der Feind quasi Immunität geniessen würde und Israel kein Selbstverteidigungsrecht mehr hätte. Ich würde es wohl persönlich daran festmachen wie wichtig das zu bombardierende Ziel ist, welcher Topterrorist dort haust, wieviele und vor allem welche Waffen dort gelagert werden. Das wäre ein Beispiel für eine moralische Grauzone, wo ich utilitaristisch vorgehen würde. Es gibt sicher genug Beispiele wo die IDF solche Häuser bewusst NICHT bombardiert hat.

    „Wer sowas im 21. Jahrhundert für moralisch wertvoll hält, sollte sich über den Eifer der Eiferer nicht allzu wundern.“

    Ja, wieso finden dort wohl keine Vereidigungen mehr statt? Massada betrachte ich mehr als ein Symbol für Widerstand und Überlebenswillen. Erst als man verloren hatte, brachten die Menschen sich um. Ob ich das moralisch finde? Nein! Jedenfalls nicht was die Kinder angeht. Persönlich finde ich Selbstmord moralisch aber in Ordnung, falls der Feind ganz grausam wäre und man mit einem qualvollen Tod rechnen müsste. Oder ein anderes schreckliches Los auf einen warten würde, was das Leben wertlos macht. Bspw. Sklaverei. Generell würde ich jedoch bis auf extreme Ausnahmesituationen stets das Leben vorziehen. Aber das sind hypothetische Diskussionen, man müsste sehen wie man handelt wenn man in eine solche kommt.

    „Selbst wenn die Hamas wollte, könnte sie keinen Krieg ohne die Gefährdung von Zivilisten führen. Die Entscheidung FÜR den Krieg wurde von beiden Seiten getroffen, mit der ganz bewussten Inkaufnahme von Mord an Unschuldigen.“

    Wenn sie keinen will, braucht sie auch keinen zu führen und kann sich an den Verhandlungstisch sitzen. So einfach ist das. Will sie aber nicht. Die IDF reagiert nur auf die Angriffe des Agressors. Die meisten Israelis würden nämlich lieber echte Friedensverhandlungen führen. Das ist- vollkommen objektiv betrachtet- völlig klar. Ein Relativist und Subjektivist wird das aber wohl nicht verstehen.

    „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf palästinensischer Seite noch viel krasser ist.“

    Vlt. sehen Sie sich mal auf youtube ein paar Hamas-Videos an. Bei der IDF sind sicher keine kleinen Kinder engagiert, *KopfgegendieWandschlag*.

    „Es geht vielmehr um die Frage ob die Siedler in einen Palistaat integrierbar wären.“

    Ja, eine Frage, die nicht nur die Siedler zu beantworten hätten. Und dass ich kein Freund religiöser Fanatiker, egal welcher Religion, bin, habe ich schon oft genug klargemacht.

    „Sie übersehen die Tatsache, dass wir keine Intifada mehr haben. Es gibt seit Jahren keine Selbstmordattentate mehr.“

    Was m.E. ein Verdienst der Mauer ist, sorry.

    „Sagt uns diese Gleichsetzung, dass Du keine Ahnung hast?“

    Die Fatah ist nicht wirklich moderat. Erst gestern hat ja ein Mitglied der PA mit der Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes gedroht.

    „Nach dieser Definition sprechen sie ja jeder Menge Staaten das Existenzrecht ab.“

    Ja, sehr vielen, stimmt. Bis auf Israel egtl. sogar allen in dieser Region der Welt. Genauer gesagt den Regierungen und ihrem System. Aber es ist nicht mein Ziel, die Menschen in solchen Staaten zu befreien. Ich denke eben nur, dass diese das Recht zum Widerstand gegen ihre eigene Regierung haben, vorausgesetzt sie streben nach einem freieren Regime.

    „Aber es wäre nicht Israels Aufgabe dafür zu sorgen, dass unabhängige Palästinenser in einem unabhängigen Staat ihre Freiheit hätten. Genauso wenig wie es Deutschlands Aufgabe ist für die Freiheit der Polen zu sorgen.“

    Das ist richtig, ich bin KEIN Neocon. Und bzgl. der Mißstände in den besetzten Gebieten schliesse ich nicht aus, dass ich Ihnen in manchen Dingen sehr wohl recht geben würde.

    „Ach Gottchen, soviel Paternalismus von einem passionierten Liberalen hätte ich wahrlich nicht erwartet 😉
    Die armen Israelis besetzen also damit es den Palästinensern besser geht. Nein, was für Gutmenschen.“

    Wurde nie behauptet, wird auch nicht behauptet. Israels Aufgabe ist es, die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Dennoch behaupte ich, dass die Menschen im Gaza unter der IDF und trotz den Siedlern besser dran waren als heute wo die Hamas dort Terror veranstaltet und man den Streifen abriegeln musste.

    Kommentar von CK | November 17, 2009

  18. Und nochmal Prof. Alan Dershowitz:

    Kommentar von CK | Dezember 30, 2009


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: