L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Verschiedenes

Von B wie Barry bis T wie Truth

Beginnen wir aber mit S. Mit den Artikel und Kommentaren zum Thema Sarrazin könnte man mittlerweile ganze Bücher füllen. Entgegen den meisten meiner Kollegen und Kolleginnen der liberalen Bloggerwelt, war mir allerdings unwohl bei dem Gedanken für Sarrazin Partei zu ergreifen. Zu sehr objektivierte er die Subjekte seiner Angriffe zu einem bloßen Störfaktor. Und 51% der Deutschen, von denen mit Sicherheit die wenigsten das ganze Interview gelesen haben, stimmen ihm zu. Die Schlagworte scheinen also anzukommen, nur weisen sie nicht nur rhetorisch in die völlig falsche Richtung. Der beste Kommentar zur ganzen Affäre findet sich bei Nichtidentisches.

Ebenfalls alles gesagt wurde zum Thema Polanski. Doch dass ich einmal Alice Schwarzer in einer Sache zustimmen würde, hätte ich nicht gedacht. Und warum ein offensichtlich heller Kopf wie Bernard-Henri Lévi Polanski verteidigt, will mir auch nicht in den Schädel.

Zur Wirtschaft. Der Klassiker der Wirtschaftswissenschaft, „Economics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft“ von Henry Hazlitt gibt es in einer Neuauflage. K.P. Krause erinnert daran, warum das Buch mehr Beachtung verdient.

Der Luxemburger Anarchist stellt sich die berechtigte Frage, ob die Träger des Wirtschaftsnobelpr „Preises für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel“ von 2009 eher für ein kollektives oder liberales Wirtschaftsverständnis stehen. Leider steht in den meisten Artikel zum Thema eher das Geschlecht der ersten Preisträgerin im Mittelpunkt und nicht ihre Arbeit. Zum Wirken und Werken der beiden Ökonomen findet man was in der FAZ.

Und auch „konkret“-Autoren können fast schon liberale Ansichten haben? Aber hallo! Auch wenn man dann doch nicht alles unterschreiben würde.

Unterschreiben kann man aber dies. Endlich eine gute Zusammenfassung, warum der CSU-geführte Diskurs über Videospiele scheinheilig und heuchlerisch ist.

„Truthing for Beginners“ („Truthing for Dummies“ wäre eine Tautologie). Wenn man dieses Video sieht, wo der ehemalige dänische Ministerpräsident Rasmussen erzählt, wie er 9/11 erlebte, versteht man sofort, dass da zwei Zeitlinien und viel Vages in dem Satz stecken. Doch was machen unsere Verschwörungsheinis draus? „Rasmussen wusste Bescheid!“ Und schon haben sie wieder einen Kronzeugen um ihre abstrusen Theorien zu verfestigen. Aber egal wie groß Luftschlösser sind, ein Fundament haben sie nie. (gefunden bei den üblichen Verdächtigen)

Zum Redensnobelpreis von Barry O. hat sich Barry Rubin Gedanken gemacht. Aber die Gegenseite schläft auch nicht.

MUSIK!! Dass meine ultrageheime Ukulele-Version von „I was made for loving you“ noch nicht bei youtube gelandet ist, zeigt mir, dass der Überwachungsstaat doch nicht überall seine Krakenarme hat. Bis es aber soweit ist, begnügen wir uns mit der Tango-Version.

Oktober 15, 2009 - Posted by | Allgemeines, Kurioses, Lesestoff, Wirtschaft |

6 Kommentare »

  1. Ach so gut ist mein Artikel auch nicht. Da gibt es bessere zum verlinken. Von mir, meine ich…

    Kommentar von Nichtidentisches | Oktober 15, 2009

  2. > Schwarzer schrieb dazu: „Wenn ein Priester nach Jahrzehnten endlich zur Rechenschaft gezogen wird wegen Missbrauchs und Vergewaltigung Minderjähriger, dann sind alle zufrieden. Wenn ein Filmregisseur wie Roman Polanski, der eingestandenermaßen eine 13-Jährige mehrfach vergewaltigt hat, endlich zur Rechenschaft gezogen wird, sind viele empört.“ Sie kritisierte, dass Polanski Zeit seines Lebens kein Wort des Bedauerns für seine Tat gefunden habe.

    En effet. Do muss ech dem Schwarzer jo dann och zoustëmmen!

    Kommentar von Grommel | Oktober 17, 2009

  3. ps.

    just firwëtzeg: wat huet dech zum konservativenAmerika-konservativenIsrael Fan gemaach? ech duecht du wiers liberal an net neokonservativ? oder leien ech do falsch?

    Kommentar von Grommel | Oktober 17, 2009

  4. > just firwëtzeg: wat huet dech zum konservativenAmerika-konservativenIsrael Fan gemaach?

    Ben, ass zwar OT an den Term „konservativ“ ass villäit e bessen klischeebeluerden & fördert falsch Assoziatiounen. Mä als Äntwert: Vill Gespréicher mat mengem sozialdemokratesch bis lénken Emfeld. Opeemol mierkt een, datt do villes onstemmeg ass, an et fängt een un daat alles ze hannerfroen.

    > ech duecht du wiers liberal an net neokonservativ? oder leien ech do falsch?

    Jo, wa mer onbedingt een Tiroir brauchen, nenne mer et liberal (nemmen well een di momentan US-Dems kritiséiert, muss een net automatesch eng republikanesch Memberskaart hunn). Wirtschaftlech gett et zwar vill Gemeinsamkeeten zu den US-Konservativer (zumindest an der Theorie), net emsoss beruffen si sech gären och op Atheisten wi d’Ayn Rand oder Agnostiker wi den Friedrich von Hayek, mä gesellschaftlech sinn ech u sech fir eng Agenda, di keen (Neo-)Konservativen giff ennerschreiwen: Fräigab vun Drogen, Homo-Ehe, Liberaliséierung vum Awanderungsgesetz, etc. Net, well et simpel „Rechter“ sinn, mä och well et enger Regierung net zousteet do Bestemmungen ze maan.

    Kommentar von JayJay | Oktober 17, 2009

  5. […] (via) Categories: Gesellschaft, Politik, Sex Comments (0) Trackbacks (0) Leave a comment Trackback […]

    Pingback von A. Schwarzer vs R. Polanski. « Grommel deLuxe | Oktober 18, 2009

  6. John Stossel spricht mir wieder aus der Seele:
    http://reason.com/archives/2009/10/22/a-nobel-prize-for-showing-that

    Und ja, Selbstorganisation funktioniert und zwar allemal besser als zentralistischer Konstruktivismus.

    Kommentar von CK | Oktober 23, 2009


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