L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Impressionen aus Israel (1) – Sderot

Sderot liegt an der Grenze zum Gaza-Streifen im westlichen Teil der Negev-Wüste. Über 8600 Raketen, Kassams wie Katyushas, der Hamas landeten hier zwischen 2001 und 2009, davon allein über 1000 im Januar und Februar des Jahres 2008. Besonders schlimm wurde es ab 2005 nach dem Abzug der IDF-Truppen aus dem Gazastreifen.

Die Überreste der abgefeuerten Raketen werden hinter der Polizeistation aufbewahrt.

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Raketenhaufen

Vom Ertönen des in Sderot installierten Frühwarnsystems („Tseva Adom“, zu deutsch „Farbe Rot“) bis zum Einschlag der Rakete bleiben nur ca. fünfzehn Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Neben den Schutzräumen in den Häusern gibt es jede Menge Bunker draussen auf der Strasse. So dienen die Bushäuschen gleich einem doppelten Zweck: zum Einen kann man sich bei sengender Hitze dort in den Schatten unterstellen, zum Anderen dienen dieselben längst als Schutzbunker.

Bushäuschen

Bushäuschen

Der Eingang:

Eingang

Drinnen gibt es ein kleines Fenster:

Fenster

Aber auch „reine“ Schutzbunker gibt es genug:

Bunker

Ein älterer Herr sprach lalibertine und mich auf französisch an, als er sah, dass wir Fotos schossen. Er meinte, es sei viel ruhiger geworden nach der „Operation Gegossenes Blei“, vorher jedoch hätten die Einwohner Sderots lange furchtbar gelitten. Besonders die Kinder werden von Alpträumen nachts heimgesucht. Der gute Mann meinte jedoch, er habe schon viel erlebt, auch mehrere Kriege und eine schwere OP, aber er würde durchhalten. So sei das halt in Israel. Auch eine Dame wollte uns noch ansprechen, ließ dies aber dann doch bleiben, als sie feststellte, dass wir kein hebräisch konnten.

Wer Sderot erlebt hat, kann den Überlebenskampf Israels, die Sorge um die Sicherheit seiner Bürger und die Angst vor Terrorismus, nachvollziehen. Hier würde niemand auf die Idee kommen, den Gazaeinsatz im letzten Winter zu verurteilen, denn erst dieser Einsatz hat Sderot- zumindest vorerst- wieder etwas Ruhe verschafft. Das mag dem europäischen Pazifisten nicht gefallen, aber dies ist nunmal Fakt.

Ich war meinerseits übrigens ganz froh, Sderot, ohne die Erfahrung eines Bombenalarms, nach nur zwei Stunden wieder verlassen zu können.

Übrigens: auf Strommasten sollte man natürlich auch in Sderot nicht steigen 😉

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September 24, 2009 - Posted by | Israel | , , ,

5 Kommentare »

  1. Was, die warnen auch auf Arabisch? Diese schlimmen Rassisten! (-;

    Bitte noch mehr Fotos! Gibt es in Sderot nicht auch diesen geschützten Spielplatz?

    Kommentar von Popeye | September 25, 2009

  2. Den Spielplatz haben wir leider nicht gesehen. Es werden aber noch jede Menge Fotos die nächsten Tage folgen, wenn auch keine mehr aus Sderot. Da habe ich leider nicht mehr.

    Kommentar von CK | September 25, 2009

  3. Hier ein Foto der Schlange, in der Kinder Schutz haben auf dem Spielplatz (via Google):

    Kommentar von CK | September 25, 2009

  4. Danke!
    Ich finde es unglaublich, das dies alles von den „Israelkritikern“ permanent geleugnet wird.

    Kommentar von Popeye | September 25, 2009

  5. Schön, dass die Bilder jetzt online sind. Hat Spaß gemacht 😉

    Kommentar von lalibertine | September 26, 2009


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