L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Libertarismus=Nihilismus?

Auf youtube wurde ich heute auf einige Videos von qtronman aufmerksam, in denen er sich mit einer Schrift von Peter Schwartz beschäftigt, in der der Libertarismus von objektivistischer Seite komplett abgelehnt wird. Sie trägt den bezeichnenden Titel „Libertarianism – The Perversion of Liberty?“

Die Videos (insgesamt 9 Teile) dazu gibt es hier. Ich denke, sie sprechen für sich und beinhalten furchtbare Zitate, die auch wenn sie von einzelnen Spinnern nur stammen, doch weit blicken lassen.

Nur ein paar Anmerkungen meinerseits dazu:

-In Diskussionen über die Linke weise ich immer wieder darauf hin, dass, wenn die Nachfolgepartei der SED wirklich als demokratische Partei wahrgenommen werden möchte, sie ihre Vergangenheit aufarbeiten und rigoros alle entfernen muss, die auch nur im Geringsten die Verbrechen der DDR relativieren. Doch genau dies tut die Linke nicht, sie lässt hingegen auf offenen Wahllisten sogar DKP-Mitglieder zu und ein Ulrich Maurer darf nach Herzenslust seinen Unsinn in Talkshows im Namen der Linken verbreiten. Analog dazu kann man der LP nur raten, ebenso vehement solche Spinner wie diese von Schwartz zitierten Dummies aus der Partei zu entfernen und die Richtlinien und Parteiprogramme derselben vernünftiger zu gestalten. (Für einige Superschlaue gleich präventiv: Das hat rein gar nichts mit Zensur zu tun, denn zensieren kann nur der Staat!) Da zu befürchten ist, dass dies wohl so nicht passieren wird, ist die LP (die derzeit drittstärkste Partei der USA hinter den Demokraten und Republikanern) aus meiner Sicht leider unwählbar. Da brächte es definitiv mehr den liberalen Flügel der Republikaner zu stärken, für den sich ja jetzt auch Peter Schiff stark macht und der lange Jahre von Milton Friedman unterstützt wurde.

Murray Rothbard war in der Tat ein Spinner. Sicherlich hat er wohl auch viel Gutes und Richtiges gesagt und geschrieben (bspw. das von Claude Hemmer hier schonmal erwähnte Buch „America´s Great Depression“), doch wo er schlecht war, war er abgrundartig schlecht und peinlich. Nur drei furchtbare Dinge, die mir bei ihm von jeher sauer aufstießen und mir auf Anhieb als Beispiele einfallen: 1. Er dachte ernsthaft, das von Clans beherrschte tribalistische Irland des 9ten Jahrhunderts sei ein Beispiel für eine freiheitlichere Gesellschaft als die heutige (wo doch die Individualrechte erst vom modernen Rechtsstaat überhaupt garantiert wurden und werden), 2. In anarchokapitalistischer Manier plädierte er für das Recht(!!!) der Eltern, ungestraft ihre Kinder verhungern zu lassen und 3. Er begrüsste es, als die LP in ihr Programm schrieb, man solle die CIA und das FBI abschaffen und (einseitig) atomar abrüsten (eine Forderung, die so auch von der „New Left“ gestellt wurde und in der Tat arbeitete Rothbard ja in seiner Opposition zum Vietnamkrieg mit marxistischen und maoistischen Organisationen zusammen und unterstützte gar trotz seiner jüdischen Herkunft den „Befreiungskampf“ der Palästinenser(sic!)).

Diese Untaten erklären wohl sehr gut auch folgendes Zitat Ayn Rands in einem Brief an einen Fan, den ich sofort unterschreiben würde:

Please tell your daughter that I am profoundly opposed to today’s so-called libertarian movement and to the theories of Dr. Murray Rothbard.

-Auch ich habe leider mit manchen sogenannten Libertären negative Erfahrungen gemacht. So gibt es welche, die ernsthaft meinen, Armin Meiwes müsse freigesprochen werden, da sein Opfer sich ja freiwillig verstümmeln, töten und aufessen ließ (so tief sind einige also schon gesunken, dass Kannibalismus ernsthaft als „Freiheitsrecht“ betrachtet wird und anscheinend mit „Euthanasie“ in einen Topf geworfen wird! Wie geisteskrank kann man sein ?!), Andere sind gegen die US-Interventionen im Irak und in Afghanistan (das kann man ja durchaus sein, auch ich war zumindest gegen den Irakkrieg), aber begründen diese Opposition mit „Freiheitsrechten“ der „imperialistisch besetzten Völker“ (womit sie beweisen, dass sie von der Bedeutung des Wortes „Freiheit“ schlichtweg gar keine Ahnung haben und übrigens die gleiche Argumentation wie die Anti-Imps an den Tag legen), wiederum welche begrüssen die Sharia-Einführung in Großbritannien als ersten Schritt zum angestrebten „Rechtspluralismus“ und last but not least gibt es auch in dieser Szene die „wohlmeinenden Israelkritiker“ (u.a. Ron-Paul-Fans, die meinen, Gaza sei ein KZ). Von diesem- pardon, nihilistischen Abschaum- habe ich schon lange die Schnauze gestrichen voll.

-Ich weiß natürlich, dass es auch Libertäre, selbst Anarchisten, gibt, die nicht derart kaputten Blödsinn von sich geben, wir haben ja selbst libertäre Blogs bei uns verlinkt, aber auch (oder sogar gerade) die dürfen gerne mal über Schwartz´Artikel und meine Anmerkungen hier nachdenken und sich fragen ob eine Abgrenzung von solchen Deppen nicht Pflicht wäre. Im übrigen sollten sich diese Menschen doch endlich mal davon verabschieden, dass der Staat verschwinden solle. Der Staat an sich ist NICHT unser Feind. Das ist spätpubertärer Anarcho-Schmarrn. Vor allem wenn diese Staatsfeindlichkeit zu komischen Allianzen führt und ein Hans-Hermann Hoppe plötzlich in Zeitschriften von Holocaust-Leugnern seinen Senf abgibt. Dies zeigt den moralischen Total-Bankrott mancher AnCaps. Es ist eine Sache zu sagen, auch Holocaust-Leugner sollten nicht vom Staat wegen ihrer Meinung bestraft werden, eine komplett andere jedoch, sich mit solchem braunen Müll freiwillig gegen den Staat zusammenzutun.

Zum Abschluss noch ein paar Anmerkungen zu diesem Blog (die ich jetzt mal ganz persönlich im Alleingang formuliere, Kommentare meiner Mitblogger selber mit Spannung erwartend):

-Wir sehen uns in der Tradition des guten alten, klassischen Liberalismus und betrachten einen demokratischen Rechtsstaat nicht nur als notwendig, sondern als eine große Errungenschaft der Aufklärung, die es zu erhalten gilt (insofern und soweit wären wir demzufolge in der Tat Konservative.)
-Der Staat an sich ist nicht unser Feind, auch wenn der heutigen Bürokratie Einhalt geboten und endlich wieder eine vernünftige Ordnungspolitik betrieben werden muss. Wir sind für die Trennung von Staat und Wirtschaft, nicht aber für die Abschaffung des Staates.
-Die libertäre Klassenkampftheorie- die in Deutschland u.a. von Stefan Blankertz vertreten wird- halten wir für genauso lächerlich und unsinnig wie die marxistische. Auch wenn wir den Beamtenstatus auf elementare Kernaufgaben begrenzen wollen, sehen wir die eigentliche Funktion der Beamten nicht per se als schlecht an, zumal es genug wichtige Berufsgruppen (bspw. Lehrer) gibt, denen man nicht vorwerfen kann, dass es kaum Privatschulen gibt. Dass diese ihren heutigen Status als privilegierte Beamte verteidigen (wollen), ist aus ihrer Sicht nur legitim und gerecht. Wir schliessen uns dem Vorschlag Sabine Herolds in Frankreich an, den Beamtenstatus für zukünftige Jobs bei Papa Staat abzuschaffen und u.U. ein Gesetz einzubringen, was es ermöglicht, die Lebenszeitnominierung heutiger Beamter gegen eine finanzielle Entschädigung und die Gewährung eines unbefristeten Arbeitsvertrages (CDI) aufheben zu können.
-Wir sind nicht für eine einseitige Abrüstung Europas und der USA, auch, nein sogar gerade nicht nuklear. Sollte eine weltweite Abrüstung (Obamas etwas naiver Traum!) wirklich möglich sein, so fänden wir das, auch angesichts der Haushaltskosten für Militär und Aufrüstung, für vertretbar. Solange dies jedoch nicht möglich ist, sollten wir darauf achten, etwaigen Gegnern möglichst überlegen zu sein und im Falle eines Krieges unsere Freiheit verteidigen zu können. Bei einem nuklearen Erstschlag muss der Gegner wissen, dass ein etwaiger Gegenschlag des Westens seinen totalen Exodus bedeuten würde. Diese passive Abschreckung hat bereits im kalten Krieg wunderbar funktioniert.
-Wir sind durchaus für eine bessere, internationale Zusammenarbeit von Polizei und Militär auf europäischer Ebene, die sich jedoch auf „wahre Verbrechen“ wie Terrorismus konzentrieren sollten, der Anti-Drogen-Kampf ist hingegen einzustellen.
-Wir sind für eine Aussenpolitik der Selbstverteidigung, militärische Interventionen notfalls miteingeschlossen.
-Vor allem aber: Wir glauben, dass der Liberalismus vor allem auf philosophischer Basis verteidigt werden muss, indem den Wählern etwas über Ideale, Werte, Moral und Ethik erzählt wird, was wir auf LfL auch klar versuchen.
-Wir sind keine „Libertarians“ wie im Artikel von Schwartz. Libertäre wollen den Staat zerstören, wir wollen hingegen den Etatismus zerstören.

Richtig sympathisch ist mir übrigens auch längst weniger die LP in den USA, als vielmehr die kanadische Freedom Party of Ontario um Paul McKeever oder eben die AL in Frankreich.

Cf. dazu auch:
Wolfgang Scheide: Nein zur libertären Staatsverneinung

September 1, 2009 - Posted by | Anarchismus, Klassischer Liberalismus, Libertarismus, USA | , , , , ,

7 Kommentare »

  1. „Libertäre wollen den Staat zerstören, wir wollen hingegen den Etatismus zerstören.“ Das ist ziemlich gut gesagt und spricht dafür, dass aus „Sympathien“ schließlich Überzeugungen werden. Der von Dir erwähnte Paul McKeever ist übrigens auch Objektivist.

    Kommentar von Wolfgang Scheide | September 2, 2009

  2. @Wolfgang Scheide: Schön Sie auch mal hier zu lesen. Ihre Seite verfolge ich schon lange. Dass McKeever Objektivist ist, war mir bereits klar. Ich weiß zwar noch nicht soviel über den Objektivismus, aber ich habe schon einige Dinge entdeckt, wo ich anderer Meinung bin. Daher ziehe ich es vor mich „klassisch/ganzheitlich liberal“ zu nennen.

    Nur ein paar Beispiele, die mir grad auf Anhieb einfallen:

    1. Ein Objektivist meinte mal, er persönlich fände es zwar unmoralisch, aber der Staat dürfe „unterlassene Hilfeleistung“ nicht bestrafen. Genauso wie Eltern ihr Kind nicht verhungern lassen dürfen, darf aber m.E. kein Mensch an einem verblutenden Opfer auf der Strasse vorbeigehen oder einfach hinwegsehen, wenn ein Verbrechen passiert wie bei Kitty Genovese, sondern MUSS die Polizei rufen. Allerdings muss man schon klar definieren, wie weit man Hilfe erzwingen darf von seiten des Staates, damit man nicht in einem fetten Asozialstaat endet.
    2. Ich teile nicht die Meinung, dass BDSM krank ist (Denke, dass Miss Rand sich hier genauso verrannt hat wie bei den Homosexuellen.) Wohlverstanden rede ich von Menschen, die sich an SSC (safe, sane, consensusal) handeln, einen Marquis de Sade halte ich in der Tat ebenfalls für widerlich und abstossend. Soweit mir bekannt ist, sind die Sexszenen bei Rand ja auch nicht auf Blümchensex reduziert, die Grenzen sind da eh fliessend. Auch ist Sex aus Liebe der reinen Vögelei vorzuziehen, letztere dennoch vollkommen i.O.
    3. Da der Staat die Rechte der Kinder schützen muss, muss er ggf. auch Eltern dieselben wegnehmen können und braucht dafür wohl Jugendämter und Sozialarbeiter, eine Funktion, die Objektivisten bereits ablehnen.
    4. Ich lehne die Todesstrafe ab.
    5. Ich denke, dass regelmässiger Drogenkonsum eine Form der Selbstzerstörung ist, aber nicht, dass man Drogen nie nehmen darf. Genauso wie man mal ein Glas Wein trinkt, kann man auch mal einen Joint zur Entspannung rauchen. Eine bisschen Hedonismus, sofern er kontrolliert stattfindet, ist durchaus vertretbar.

    Vstl. würde mir noch mehr einfallen, würde ich länger drüber nachdenken. Fragen gibt es noch genug jedenfalls.

    Kommentar von CK | September 2, 2009

  3. Der Gerechtigkeit halber hier die Antwort Walter Blocks auf den Text von Schwartz:

    http://www.reasonpapers.com/pdf/26/rp_26_4.pdf

    Aber gleich auf Seite 2 muss ich den Kopf schütteln.

    „Libertarians oppose Nazis for their use of coercion, not because of their emblems or their marches or their songs or their views. Libertarianism is a theory concerning the just use of violence. Should people be put in jail because they have views which dismay most of us?“

    Auch wenn diese Frage in der Tat mit „Nein“ zu beantworten ist, so sind die Nazis eben gerade aufgrund ihrer Ideen abzulehnen.

    Kommentar von CK | September 2, 2009

  4. Ganz interessant was Peter Schwartz so von sich gibt. Nur einige Statements sind klar falsch. Das fängt schon damit an, dass Libertarismus und AnCap gleichgesetzt wird, was definitiv nicht so einfach ist. Er kann sich noch so abmühen es abzustreiten, aber Objektivismus und AnCap gehören zum gleichen Lager. Dann das Argument, wenn zwei aus verschiedenen Gründen das Gleiche meinen, sei es etwas Unterschiedliches. Das NAP ist präzise genug, so dass es in verschiedenen Kontexten immer noch das gleiche bedeutet. Die Aussage das libertäre das NAP aus dem nichts zaubern ist schlicht gelogen, sowohl Rothbart als auch dribble-H haben eine Begründung versucht. Auch die Aussage auf der das ganze Pamphlet beruht ist falsch, es gibt zwar einen „Plumb Line Libertarianism“ dem dieser Bloch auf dem die ganze Zeit herumgeritten wird angehört, die sind tatsächlich der Meinung das Moral und NAP unabhängig sind, aber es gibt genauso left-liberterians (z.B. die Paxxis) und die Paleos (HHH), die denken das bestimmte moralische Überzeugungen notwendig sind, damit eine freie Gesellschaft aufrecht erhalten werden kann. Das Grundargument konsequenter AnCap sei Nihilismus ist also wieder glatt gelogen, die Aussage aus der Schwatz das herleiten will, ist unter AnCaps nicht konsensfähig. (Gelogen schreibe ich weil ich davon ausgehe dass Schwartz es besser weiß.) Ich bin dir trotzdem dankbar die Videos zu verlinken, die Paxxis haben zwar schon einige Male versucht es mir zu erklären, aber erst heute habe ich verstanden, was an plumb Line Libertarianism eigentlich auszusetzen ist.

    Kommentar von Michel | September 2, 2009

  5. @Michel: Du hast natürlich recht, dass die AnCaps nur eine Untermenge der Libertarians sind. Der Anarchisten sowieso, zumal Anarchismus ja ursprünglich eine sozialistische Weltanschauung war.

    Ich betrachte den klassischen Liberalismus und den Objektivismus jedoch nicht als dem gleichen Lager zugehörend wie die AnCaps. Die AnCaps wollen nunmal keinen Staat. Das ist nicht nur ein Detail, das ist so bedeutend, dass die sich komplett gegenüberstehen, auch wenn sie sich in konkreten politischen Fällen meist wohl einig sind.

    Bzgl. Moral und NAP haben die Paxxis natürlich stets recht gehabt, hingegen HHH schon ein wenig arg meschugge ist. Aber beide Seiten können nicht erklären wie ein Rechtssystem funktionieren soll.

    Kommentar von CK | September 2, 2009

  6. Der Staat ist eine Organisation, die auf fundamentale Art offen gegen eine der grundlegendsten Regeln der Moral verstößt – die Goldene Regel. Denn die verbietet Monopolansprüche, und natürlich nicht nur Einzelnen, sondern auch Organisationen.

    Man kann natürlich pessimistisch sein und sagen, dass es einfach unvermeidlich ist, dass irgendwelche Verbrecher an die Macht kommen, und dass man wenigstens versuchen sollte, die Ausbeutung durch diese Verbrecher auf einigermaßen zivilisierte Weise zu organisieren, oder sich der gerade stärksten Mafia zu unterwerfen weil Bürgerkrieg noch schlimmer sei. Gut, mag sein, ich horte ja auch weder Waffen noch schieße ich Polizisten ab.

    Aber das unterscheidet sich doch meilenweit von einer Akzeptanz des Staates als notwendig oder gar gut. Ich halte die Goldene Regel schon für so grundlegend und wichtig, dass ich keine Organisation als moralisch akzeptabel akzeptieren kann, die sie völlig offen verletzt.

    Und ich kann auch keinen sachlichen Grund erkennen, warum nicht, statt des Staates, zivile Firmen, die die Goldene Regel anerkennen, die Aufgaben des Staates übernehmen könnten.

    Ansonsten, was soll das rummäkeln an Kleinigkeiten? Libertäre haben natürlich sehr verschiedene Vorstellungen von Moral, und man tippt sicherlich nicht allzu falsch, wenn man annimmt, dass diese sich von der Mainstrem-Moral deutlicher unterscheiden als das was Staatsanhänger vorziehen. Allerdings auch in den verschiedensten Richtungen. Was ja kein Problem ist, weil man sich in einer anarchokapitalistischen Welt ja nicht weltweit auf ein Gesetz einigen muss.

    Ein paar extremistische Ideen basieren auf dem Bestreben, aus möglichst wenig Axiomen möglichst alles herleiten zu können – und dabei kann es schon passieren, dass sich dann kein Grund mehr findet, einen Kannibalen, der einen Masochisten mit Todeswunsch gefunden hat und aufisst, zu bestrafen. Nur würde ja wohl selbst wenn das erlaubt wäre die Welt nicht zusammenbrechen, einfach weil Masochisten mit Todeswunsch nun wirklich nicht allzu einfach zu finden sind.

    Ähnliches betrifft verschiedene andere Fragen, wie die Pflicht zur Hilfeleistung oder die Pflicht, die eigenen Kinder zu versorgen. Wie begründet man sie objektiv? Eine philosophische Frage, und eine, die durchaus nicht unproblematisch ist, denn wenn es denn solche Pflichten gibt, wieso gibt es dann nicht auch die Pflicht, sein Leben für Familie, Volk, Rasse, Menschheit oder was auch immer zu opfern? Oder wenigstens zu 50%, in Form von Steuern? Da ist man, um vor diesem kollektivistisch-totalitären Müll sicher zu sein, schnell versucht, moralische Pfichten generell und pauschal abzulehnen – NAP und das wars. In solchem Kontext, ohne überhaupt zu verstehen, was die Motivation für solche Thesen ist, Worte wie „Abschaum“ zu verwenden, disqualifiziert dich nur.

    Ansonsten, wie ein anarchistisches Rechtssystem funktionieren könnte siehe
    http://ilja-schmelzer.de/network-de/

    Kommentar von Ilja | September 9, 2012


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