L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Popkultur und Freiheit (II): Green Street Hooligans

Im folgenden Beitrag will ich aus gegebenem Anlass (ich habe mir den Film gerade mal wieder angesehen) auf Green Street Hooligans von Alexander Lexi eingehen.

GSH erzählt die Geschichte des jungen Amerikaners Matt Buckner (Elijah Wood), der kurz vor dem Abschluss seines Journalismus-Studiums unrechtmäßig von der Eliteuniversität Harvard fliegt. Sein Zimmergenosse Jeremy Van Holden hatte sein Kokain in Matts Schrank versteckt, welches bei einer Zimmerkontrolle leider entdeckt wurde. Van Holden ist der typische „fils à papa“, der Sohn eines gut betuchten Politikers, der von klein auf mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen ist, vom mächtigen Vater beschützt wird, sich dekadent benimmt und glaubt sich aufgrund seiner Herkunft alles erlauben zu können. Nach Abschluß seines Studiums winken ja ohnehin bereits jede Menge interessante vom Vater vermittelte Deals auf ihn. Im Grunde ist Jeremy eine lächerliche, kleine Flachpfeife. Dennoch versucht Matt erst gar nicht seine Unschuld zu beweisen, sondern lässt sich mit 10 000 Dollar und dem vagen Versprechen auf einen späteren Job von van Holden bestechen, nimmt resignierend die Schuld auf sich und verlässt die Staaten. „Gegen einen van Holden ist ja eh nichts auszurichten“, so sein Motto. Matt ist der nette Kerl von nebenan, der nie gelernt hat sich zu wehren, Konflikten lieber aus dem Weg geht, an einem Mangel an Selbstbewusstsein leidet und Appeasement praktiziert.

Er fliegt zu seiner Schwester Shannon (Claire Forlani) nach London. Jene hat er nach dem Tod ihrer Mutter nicht mehr gesehen. Dort trifft er zum ersten Mal seinen Schwager Steve Dunham (Marc Warren) und dessen Bruder Pete (Charlie Hunnam). Auf Vorschlag Steves nimmt Pete Matt mit zu einem Fußballspiel von West Ham United, dem Verein des Londoner Stadteils, in dem Steve lebt. Im Vorfeld des Spiels begeben sich die beiden Jungs aber noch ins „Abbey“, den Fanpub. Hier lernt Pete die Mitglieder der GSE, der Green Street Elite, einer landesweit bekannten Hooligangruppierung (zu englisch: „Firm“) kennen, mit denen er sich nach und nach anfreundet. Er lernt nun Cockney, jede Menge Fussballsongs und wie man richtig säuft. Im Anschluß geht es zum Spiel gegen Birmingham, welches West Ham 1-0 gewinnt und Matt hat Spaß an dem Spektakel unter den frenetischen Fans.

Als Matt nach dem Spiel sich alleine auf den Nachhauseweg macht, wird er von Hooligans von Birmingham überfallen, doch seine neuen Freunde kommen ihm zu Hilfe und schlagen trotz Unterzahl die Zulus in die Flucht. Auch Matt beteiligt sich notgedrungen an den Kämpfen und erntet daraufhin Akzeptanz bei den anderen Jungs. Nach einer durchzechten Nacht schläft er bei Pete und zieht tags darauf auch bei ihm ein. Er erfährt dann auch zu seinem Erstaunen, dass Pete Lehrer für Geschichte und Sport ist. Somit alles Andere als ein ungebildeter Proll ist.

Pete klärt Matt in der Folge über die Firms auf, was ihre Ziele und Aufgaben sind, darüber dass ein Mitglied jederzeit immer und überall die Ehre seiner Firm, seines Vereins und seine eigene mit allen Mitteln zu verteidigen hat. Jede Firm hat auch ihren Boß und der Boß der GSE war früher ein gewisser „Major“, der die Gruppe gegründet hat und von dem alle als einer Art Legende sprechen. Sein Nachfolger ist heute Pete. Jeder Anführer einer Firm hat auch eine „rechte Hand“. Für Pete ist dies Bower, der ausser Fussball nichts im Leben hat und als Einziger von Anfang an Matt gegenüber feindlich gesinnt ist, weil der „Yankee“ sich zwischen ihn und Pete zu drängen scheint. Bower ist abhängig von der GSE, ohne die GSE ist er ein Nichts. Im Grunde eine recht schwache Persönlichkeit, die sich allein durch Gewalt, Härte und Bierseligkeit Respekt erkauft hat.

Die Welt der Hooligans ist bekanntlich eine reine Männerdomäne, eine Spielwiese für Machos mit zuviel Testosteron, die sich mal gut austoben und niedere Instinkte ausleben wollen. Es geht um Macht, um Männlichkeit (im archäischen Sinne), um (körperliche) Stärke und um den Adrenalinkick. Während der Kämpfe fühlen sich die Jungs lebendiger und freier als sonst. Es ist eine triebgesteuerte Es-Welt, die zudem das Individuum zu einem Teil einer Masse, eines größeren Ganzes, macht, die über ihm selber steht. Matt wird von diesem Kollektivismus und Machismus mit der Zeit in den Bann gezogen. Vor allem die Kameradschaft und der bedingungslose Zusammenhalt imponieren ihm.

Da ich selber Fussballfan (wenngleich sicher kein Hooligan) bin, kann ich Matts Begeisterung für die Fanszene verstehen. Menschen sind nunmal soziale Wesen, sie brauchen andere Menschen in ihrem Leben, Liebe und Freundschaft, Zusammenhalt und Solidarität sind wichtig und müssen nicht erzwungen werden. Beim Fussball kann man die tollsten Menschen kennenlernen und jede Menge Spaß haben. Die Fanszene wird zu einer großen Familie. Solche freiwillig gewählten Sozialstrukturen ermöglichen unter Umständen bessere Hilfestellungen als ein Sozialstaat, für den man nur eine anonyme Nummer ist. Auch Anerkennung ist dem Menschen wichtig und hier mag manch einer mehr Anerkennung bekommen als sonst irgendwo (was allerdings nicht gerade ein Kompliment für diesen Menschen wäre).

Es stimmt, dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist. Die Marktwirtschaft beweist dies seit Jahrzenten. Allerdings stimmt dies umso mehr, je mehr den einzelnen Teilen möglichst viel Freiheit und Autonomie zugesagt wird. Der Kollektivismus der GSE ist jedoch voller ungeschriebener Gesetze, die den Einzelnen in seiner Freiheit einengen. So muss Matt verschweigen, dass er Journalismus studiert hat, da Journalisten neben Polizisten als die grössten Feinde einer Firm gelten. Der Moralkodex der Truppe wird zum Leitfaden des Lebens, für den man seine eigene Gesundheit regelmässig aufs Spiel setzen muss.

Bei einer Auswärtsfahrt nach Manchester gelingt der GSE ein Husarenstreich. Sie überfallen aus dem Hinterhalt vor dem Bahnhof auf sie wartende ManU-Hools, boxen einige von ihnen um und flüchten, während die Polizei die Manchester-Rowdies verhaftet. Die Geschichte verbreitet sich in England schneller als der Tod von Lady Dy, im Überschwang der Gefühle feieren sich sogar Bower und Matt gegenseitig. Matt wird nun zu einem festen Bestandteil der Firm, kämpft in vorderster Reihe mit Pete zusammen, findet zunehmend Freude an der Gewalt, lässt sich das Logo West Hams als Tattoo in die Brust stechen und wird landesweit als „der Yankee“ bekannt. Frauen fangen an sich für ihn zu interessieren und er hat Selbstbewusstsein wie nie zuvor im Leben. Jedoch scheint er dabei, sein eigenes Selbst aufzugeben, lebt er doch nur noch für West Ham und hat fast komplett mit seinem alten Leben abgeschlossen.

Als Matts Vater, ein angesehener und prominenter Journalist, auftaucht, macht er seinem Sohn Vorwürfe, dass dieser sich nicht an ihn gewandt habe nach seinem Rauswurf in Harvard und nimmt ihn mit zur Times, wo er ihm Freunde vorstellt. Vermutlich in der Hoffnung, Matt würde einen Job als Journalist in Erwägung ziehen statt nur noch mit seinen Fussballfreunden rumzuhängen und van Holdens Kohle auszugeben. Doch Matt macht seinem Vater schnell klar, dass er keine Hilfe braucht und allein zurechtkommt.

Beim Besuch der Times wird er leider von einem GSE-Mitglied gesehen, welches darüber sofort Bower informiert. Bower macht sich zusammen mit zwei Freunden auf den Weg zur Pete wo sie Matts Laptop untersuchen und sein Tagebuch entdecken, in dem er seine Erlebnisse mit der Firm niederschreibt. Es sieht nun so aus, als sei Matt ein eingeschleuster Undercover-Journalist, der nur eine spannende Story über Hooligans der Presse liefern möchte. Dies gilt als Hochverrat in der Szene.

Derweil hat Steve von seiner Frau Shannon erfahren, dass Matt Journalismus studiert hat und begibt sich ins Abbey um seinen Schwager zu warnen. Als die anderen Gäste dort Steve sehen, stoßen alle auf den Major an, der seit langer Zeit sich mal wieder im Pub blicken lässt. Steve also war der legendäre Major und ist es heute noch für viele. Matt fällt aus allen Wolken und will natürlich wissen wieso Steve der Gewalt und selbst dem Fussball abgeschworen hat. Steve erzählt ihm von seinem letzten Spiel als Major gegen Millwall. Millwall sind die Erzrivalen West Hams („West Ham und Millwall hassen sich so wie die Israelis und die Palästinenser“, so Pete am Anfang des Films). Nach einer 3-0-Niederlage im Stadion des Erzfeindes versammelte Steve seine Truppe um Jagd auf die Millwall-Firm zu machen. Anführer Millwalls war damals und ist heute immer noch Tommy Hatcher, der an dem Tag seinen zwölfjährigen Sohn mit zum Spiel nahm, welcher unglücklich bei Steves Angriff ums Leben kam, da er zu Boden fiel und von den Stiefeln der GSE zu Tode getrampelt wurde. Während Steve seitdem nie mehr ein Fussballspiel besucht hat, ist Tommy vollkommen durchgeknallt und zelebriert die Gewalt wie kein Anderer, die ganze Welt um sich herum hassend und in nichts ausserhalb seiner kranken Welt mehr einen Sinn sehend. Er verkörpert den fanatischen, destruktiven Nihilisten. Steve hingegen traf Shannon, verliebte sich und wurde Vater. Er erkannte, dass sein altes, wildes Leben wenig wert war, verglichen zu seinem neuen, der Wert der Familie wie des beruflichen Erfolgs, seine Selbstentfaltung wurde ihm wichtig. Er entwickelte sich weiter, wurde „gutbürgerlich“ (was oft als Schimpfwort gilt, besonders unter Linken, aber auch allgemein in diversen Subkulturen) und geniesst heute sein neues Leben. Wenn er spürt, dass seine alten Triebe wieder in ihm aufkommen, denkt er an seine Familie und weiß wo er wirklich hingehört und was das Leben wirklich ausmacht. Gewalt hingegen ist- Notwehrsituationen mal ausgenommen- dumm, primitiv, gefährlich und falsch. Steves Ausstieg war zuvorderst also eine zutiefst eigennützige Tat. Natürlich spielten auch Schuldgefühle wegen Tommys totem Sohn eine große Rolle, aber es gibt längst genug andere Gründe, um nicht wieder mit der Gewalt anzufangen. Niemand sollte sein eigenes Leben einer Firm und/oder einem Verein opfern. Dies ist zutiefst unsinnig und selbstverleugnend.

Nun tauchen Pete und Bower auf und stellen Matt zu Rede, Bower boxt Matt gar nieder. Matt schwört, kein Verräter zu sein, bei der Times nur seinen Vater besucht und auf seinem Laptop nur ein Tagebuch zu führen. Pete glaubt ihm und versucht die Anderen davon zu überzeugen. Dies führt endgültig zum Bruch mit Bower, der daraufhin seinerseits wirklich Hochverrat begeht und mit seinem Motorrad zu Tommy fährt. Als Tommy erfährt, dass Steve im Abbey ist, fährt er mit seiner Firm dorthin um den Pub zu überfallen, niederzubrennen und Rache an Steve zu üben, der durch einen Stich mit einer zerbrochenen Glasflasche in den Hals schwer verletzt wird. „Stirb heute abend und wir sind quitt“, so der Millwall-Anführer.

Pete, Matt und Bower bringen Steve ins Krankenhaus. Die Ärzte können ihm gerade noch das Leben retten. Shannon taucht nun mit ihrem Sohn im Krankenhaus auf und macht Pete schlimme Vorwürfe. Bower ist nur noch ein Häufchen Elend, wohlwissend dass alles seine Schuld ist. Pete verbannt ihn aus der GSE. Das uralte Stammesritual der Ausstoßung aus dem Kollektiv als grausamste Strafe. Bower weint. „Ein Wort von Dir und ich bringe Tommy um!“ schluchzt er. Bower ist ein Nichts und Niemand ohne das Kollektiv. Er ist bereit alles zu tun, sogar einen Mord zu begehen (!!!) um seine Loyalität zur Gruppe neu zu beweisen und nicht als Ausgestossener zu enden. Eine erbärmliche Gestalt, die in der Folge sich am Hafen einsam und allein ins Koma trinkt und tränenüberströmt Fansongs skandiert. Pete seinerseits lässt Tommy ausrichten, er wolle eine Revanche und lässt gleich für den Morgen danach eine große Schlacht am Hafen ausrufen, die der Vergeltung genüge tun soll. Shannon, ihr Sohn und Matt hingegen sollen London verlassen, da sie nun als Steves Familienmitglieder in Lebensgefahr schweben. Matt ist entgeistert. Steve wurde fast getötet und er soll sich nun wirklich raushalten? „Das ist nicht mehr Dein Kampf“, meint Pete zu ihm.

Am Morgen der Schlacht warten Shannon und Matt auf ihr Taxi, als Letzterer ohne das Wissen seiner Schwester verschwindet und zum Hafen rennt. Auf dem Hinweg trifft er seinen geliebten Mob und gesellt sich gleich zu Pete an vorderste Front. Niemand spricht ihn an oder stellt eine Frage. Auch Pete sagt nichts. Stillschweigend nehmen sie Matts Solidarität zu Gruppe und zum gemeinsamen Kampf zu Kenntnis. Shannon, den Sohn im Kindersitz, macht derweil den Fehler sich mit dem Auto auf die Suche nach Matt zu begeben.

Die Schlacht wird ein einziges Blutbad. Ziegelsteine fliegen, Holzbretter werden als Waffen benutzt, die beiden Gruppen gehen wie Tiere aufeinander los. Auch Bower taucht auf um seinen Freunden zu Hilfe zu kommen. Als Shannon dort auftaucht, will Tommy sich ihrer annehmen. Pete verspricht Bower ihm zu verzeihen, wenn er seinen Fehler wieder gutmacht und Petes Familienmitglieder rettet. Bower hilft Matt und Shannon zu flüchten, die von Tommys „rechter Hand“ angegriffen werden. Pete versucht derweil Tommy abzulenken und meint zu ihm, der Tod seines Sohnes sei allein seine eigene Schuld, da er als Vater hätte auf ihn aufpassen müssen. Tommy dreht nun komplett durch und schlägt daraufhin solange auf Pete ein, bis ihn GSE-Mitglieder wegziehen. Doch es ist bereits zu spät: Pete stirbt an den Verletzungen, einen weinenden Bower an seiner Seite. Petes Tod ist die Folge seines „Stolz und Ehre“-Denkens, seiner Unfähigkeit als Klügerer mal nachzugeben, seinen Entschluß sein Leben seinem Verein, seiner Firm, seiner Gang, einer „Ideologie“ bzw. einer „Religion“ zu opfern, sein Ich dem Kollektiv bis zur Selbstaufgabe ohne Rücksicht auf Verluste unterzuordnen. Man muss sich im Leben wehren, notfalls mit Gewalt, man darf sich nicht alles gefallen lassen, aber Gewalt darf kein Selbstzweck zur Selbstdarstellung werden. Gewalt selbst ist keine Tugend, wenngleich sie manchmal leider eine Notwendigkeit sein mag, Gewaltverherrlichung führt nur zu einer Gewaltspirale und letzendlich zu Zerstörung und Tod. Das Individuum kommt innerhalb der GSE zu kurz. Trotz all der positiven Dinge, die eine solche Gruppe durchaus mit sich bringen kann, bleibt unter dem Strich das Individuum auf der Strecke. Die GSE war auch nie zur Selbstreflektion tätig. Dass der Anführer der ManU-Hooligans bei einem Duell mit Pete sein rechtes Augenlicht verlor, wurde beispielsweise als lustiger Spass angesehen. Der Respekt vor dem menschlichen Leben, vor der körperlichen Unversehrtheit und den Rechten der Mitmenschen war zu keinem Zeitpunkt gegeben, jedenfalls solange diese zu den „Feinden“ der gegnerischen Firms zählten. Wer sich nicht schnell genug aus dieser Welt verabschiedet (was- wie ich selber bestätigen kann- viele Hooligans tun, nachdem sie eine eigene Familie haben, älter und reifer geworden sind), wirft sein eigenes Leben weg. Im Extremfall landet er im Knast oder gleich in der Grube. Vieles in dieser Welt ist auch nicht mehr zeitgemäß. Ein Mann zeichnet sich heute durch soviel mehr aus als nur durch seine Fähigkeit kämpfen und sich mittels Gewalt behaupten zu können.

Matt fliegt nun nach Harvard zurück und sucht van Holden auf, der auf einer Toilette in einem noblen Restaurant gerade wieder eine Line zieht. Der gute Jeremy will- trotz Matts Aufnahme der Schuld bzgl. Drogen auf sich- nichts mehr von dem Jobversprechen wissen und meint, Matt solle einfach seine Sekretärin aufsuchen. Die ganze Konversation mit dem Kokser nimmt Matt ohne van Holdens Wissen auf Band auf. Als dieser ihm die Toilettentür vor der Nase zuschlägt, lässt Matt das Band laufen. Jeremy läuft ensetzt aus der Toilette und will Matt das Band abnehmen, doch dieser ballt seine Hand zur Faust und droht den Yuppie auf der Stelle zusammen zu boxen. Jeremy leistet wie erwartet keinerlei Widerstand, sondern nimmt eine defensive Stellung ein. Matt lächelt, verzichtet auf Gewalt und verlässt mit seinem „Rückfahrticket nach Harvard“ das Restaurant.

Der Film endet damit, dass Matt die Straße entlang läuft und „I’m Forever Blowing Bubbles“, die Hymne von West Ham United, singt. Er hat verstanden, dass Gewalt nicht der richtige Weg ist und Gewalt an sich verachtenswert ist, aber dass es genauso falsch ist, sich nicht zu wehren, wenn man im Recht ist und Appeasement nur den falschen Leuten in die Hände spielt. Sich zu wehren hat er nunmal bei der GSE gelernt, ohne die er heute noch vor den van Holdens dieser Welt kuschen würde. Das weiss er auch und er hält seine alten Freunde und sein altes Leben daher in Ehren. Doch er muss sein Leben leben, seinen Weg alleine gehen. Er will das Beste aus seinem Leben machen. Sein Studium beenden, einen guten Job bekommen, vielleicht irgendwann die Frau seines Lebens finden, sich in jeglicher Hinsicht frei entfalten als autonomes Individuum, produktive Leistung erbringen und somit ein wahrhaft ehrenvolles, respektvolles, ehrliches und gerechtes, seinen eigenen Werten treues Leben führen. Ein Leben als Mensch. Frei geboren, voller Selbstvertrauen und zu allem fähig. (Und vermutlich durchaus noch ein Fan des Sports „Fussball“ und einer gesunden, gewaltfreien, doch begeisterungsfähigen Fankultur.)

August 16, 2009 - Posted by | Popkultur und Freiheit | , ,

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