L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Popkultur und Freiheit (I): Dirty Harry

Achtung: Wer den Film nicht gesehen hat, sollte diesen Artikel noch nicht lesen. Erstens beziehe ich mich auf spezifische Szenen, zweitens wollen wir niemandem irgendetwas vorwegnehmen.

Zum 100sten LfL-Artikel eine Ikone: Dirty Harry. Der Klassiker von 1971 spaltet seit jeher die Kritiker. Die Einen (wie Roger Ebert) sehen ein faschistisches Machwerk, welches zur Selbstjustiz aufruft. Andere sehen in Harry Callahan den Prototyp des libertären Helden schlechthin. Es ist nicht verwunderlich, dass er gleichermaßen zu einer Hass- und Idolfigur geworden ist.

Bereits die ersten Szenen sind in Bezug zu setzen. Ganz am Anfang erschießt der Serienkiller Scorpio per Sniperschuss eine junge Frau auf dem Dach eines gegenüberliegenden Hochhauses. Natürlich kommt Callahan schnell drauf, wo der Schuss herkommt. Er begibt sich alleine auf das Dach des Hochhauses, von wo der Killer, geschossen haben könnte und findet tatsächlich eine Hülse. Diese Szene ist formell spannend, weil sie bereits eine Besonderheit zeigt: um den Killer zu fassen, muss sich Callahan auf seine Höhe begeben, wortwörtlich und übertragen auf dessen Niveau. Warum dieser Umstand wichtig ist, sehen wir später. Dieser symbolische Umstand des „über allem stehen“ (wie auch die Szene mit dem Selbstmörder zeigt) zieht sich durch den ganzen Film.

Aber zunächst beleuchten wir Callahans Verhältnis zu Autoritäten. Im Dialog mit dem Bürgermeister San Franciscos zeigt, wie es um Autoritäten und Bürokratie gestellt ist:

Bürgermeister: Well let’s have it.
Callahan: Have what?
Bürgermeister: A report! What have you been doing?
Callahan: Well, for the past three quarters of an hour I’ve been sitting on my ass in your outer office waiting on you!

Der Bürgermeister als Vorgesetzter ist nicht hilfreich in Callahans Augen. Bereits so etwas wie einen Bericht abzulegen sieht er als Zeitverschwendung an, Zeit, die er auf den Straßen verbringen könnte um dort aufzuräumen. Und wer keinen Respekt verdient, dem soll auch kein Respekt vorgeheuchelt werden, denn der Bürgermeister erwägt auf die Erpressung des Killers einzugehen. Die Beziehung Callahans mit dem Bürgermeister ist allerdings auch vorbelastet:

Bürgermeister: I don’t want any more trouble like you had last year in the Fillmore District. Understand? That’s my policy.
Callahan: Well, when an adult male is chasing a female with intent to commit rape, I shoot the bastard. That’s my policy.

Hier entsteht also ein Widerstreit zwischen zwei Prototypen: der Appeaser und der Macher. Dieser Charakterzug wird in der darauf folgenden Szene deutlich, als Callahan quasi im Alleingang einen Bankraub verhindert; das dabei angestellte Chaos spricht für sich. Der Bürgermeister ist durch und durch Politiker, solange es seinem Image nützt, ist das Vorgehen Callahans in Ordnung. Ihn interessieren keine Resultate, sondern nur das, das sich gut nach außen verkaufen lässt. Image ist alles.

Harrys Freundschaften sind oberflächlich. Er pflegt wage Bekanntschaften z.B. zum Brötchenverkäufer.

Chico Gonzales: Why do they call you „Dirty Harry“?
De Georgio: Ah that’s one thing about our Harry, doesn’t play any favorites! Harry hates everybody: Limeys, Micks, Hebes, Fat Dagos, Niggers, Honkies, Chinks, you name it.

Die Figur des Inspektor Callahan muss ein Einzelgänger sein. Als gesellige Rampensau würde sie nicht funktionieren, ein Dirty Harry als Sunnyboy würde sein ‚Dirty’ verlieren. Alleine dies macht die Figur für heutige Augen anachronistisch – bei CSI wird beispielsweise im Team gearbeitet, das Bild des lonely wolf ist einfach nicht mehr aktuell. Der alte Held von Actionfilmen hat in den letzten 20 Jahren viel eingebüßt, sogar McClane bekam im vierten Teil einen Geek an die Seite verpasst und bereits der dritte „Die Hard“ kam nicht ohne Sidekick aus. Bei „Dirty Harry“ hingegen ist trotz eines zeitweiligen Partners an der Seite immer klar, wer der dominantere Part ist.

Diese Verbindung, der einsame Wolf und der Dominierende, ist ein Grundpfeiler der Figur Callahans. Nur so kann er nämlich eine Funktion erfüllen, welche ihn erst zu einer Ausnahmefigur macht: er ist ein Jäger. Und San Francisco ist sein Revier. Ein kleiner Dialog, wo der Polizeichef Waffen ordnet, ein Gewehr zur Hand nimmt und sagt

.458 Magnum, huh? This thing will stopp an elephant.

untermauert diese Annahme. Sein Einwand, dass der Killer kein Elefant, sondern ein Mensch sei, interessiert Harry wenig. Erinnern wir uns, Callahan selbst trägt eine .44ger Magnum:

Callahan: (…) But being this is a .44 Magnum, the most powerful handgun in the world and will blow you head clean off, you’ve gotta ask yourself a question: „Do I feel lucky?“ Well, do ya, punk?

Wenn wir nun das alles zusammen nehmen, kommen wir zum Schluss, dass Harry und der Killer sehr ähnlich denken müssen. Nur richtet sich der Zorn des Killers gegen Unschuldige. Der Zorn Callahans gegen Schuldige. Und der Schuldigste ist derjenige, der sich an Unschuldigen vergreift.

Eine Falle der Polizei hat fast Erfolg, doch Scorpio entkommt. Daraufhin entführt er eine junge Frau und fordert noch mehr Lösegeld, die „Polizei habe ihn gezwungen“. Callahan übernimmt die Übergabe. Nachdem der erste Köder aus der Distanz (von einem Hochhaus) fast Erfolg hatte, wirft sich Callahan nun selbst in den Wald. Die alte Jägermethode vom Hochsitz aus hatte keinen Erfolg und so leichtsinnig wird der Killer nicht sein, ein zweites Mal in eine solche Falle zu tappen. Die Kampfzone verlagert sich. Vom Großstadtdschungel geht es nun in die Dunkelheit der Nacht am Rande der Stadt. Callahan folgt den Anweisungen Scorpios zur Geldübergabe. Es geht in den Untergrund, die sicheren Häfen der Zivilisation werden verlassen. Der Jäger wird zum Gejagten.

Die Übergabe geschieht an einem steinernen Kreuz. Hier kreuzen sich symbolträchtig die Wege Scorpios und Callahans. Callahan rammt Scorpio benommen ein Messer ins Bein. Dieser humpelt in den Wald. Doch durch Callahans Messer kommen sie dem Täter auf die Schliche.

Nun folgt eine Schlüsselszene im Film. Callahan und DeGeorgio treffen am Stadion ein, wo Scorpio vermutet wird. Callahan schickt DeGeorgio weg. Er verfolgt Scorpio alleine, und er holt ihn inmitten eines leeren Stadions ein. Er schießt. Die nun folgende Szene mag die Kontroverse um den Film verständlich machen:

Scorpio: Please. Stop. No more! Can’t you see I’m hurt? Can’t you see I’m hurt? You shoot me! Please, don’t! Don’t! Let me have a doctor? Let me have a doctor! Please get me the doctor! Don’t kill me!
Callahan: The girl, where is she?
Scorpio: You tried to kill me.
Callahan: If I tried that your head would be splattered all over this field. Now, where’s the girl?
Scorpio: I want a lawyer.
Callahan: Where ist the girl?
Scorpio: I have the right to a lawyer.
Callahan: Where ist the girl?
Scorpio: I have the right to a lawyer. Need to go to the doctor. Please! I have rights. I want a lawyer!

Callahan tritt auf die Schusswunde. Der Killer schreit, die Kamera zoomt in einem langen Shot zurück und die Szene verschwindet im Nebel.
Doch es hat nichts gebracht, das Mädchen ist bereits tot.

Hier haben wir wieder diese zwei Welten, die Welt des Rechts des Stärkeren und die Welt, die sich zivilisiert nennt. In der Ersteren hatte Callahan ohne Zweifel ein Argument: die Rettung des Mädchens geht vor den Annehmlichkeiten des Mörders. Sie zu retten hatte oberste Priorität. Zurück in der Welt der Polizeiregeln ist Callahan nun auch ein Schuldiger. Dort gelten Miranda-Rights auch für Monster. Und genau jene Gesetze sind es, welche sich nun gegen Callahan wenden und zugunsten Scorpios.

Staatsanwalt Rothko: You’re lucky I’m not indicting you for assault with intent to commit murder.
Callahan: What?
Staatsanwalt Rothko: Where the hell does it say that you’ve got a right to kick down doors, torture suspects, deny medical attention and legal counsel? Where have you been? Does Escobedo ring a bell? Miranda? I mean, you must have heard of the Fourth Amendment. What I’m saying is that man had rights.
Callahan: Well, I’m all broken up over that man’s rights!

Durch Callahans Rechtsbruch ist Scorpio gleich wieder frei. Beweise gelten nichts, weil die Durchsuchung illegal war. Die Polizei hat viel gegen den Killer in der Hand, doch die Gesetze erkennen die Beweise nicht an.

Hier outet sich Callahan endgültig als (Rechts-)Libertärer:

Staatsanwalt Rothko: It does not matter what ballistics can do. This rifle might make a nice souvenir. But it’s inadmissible as evidence.
Callahan: And who says that?
Staatsanwalt Rothko: It’s the law.
Callahan: Well, then the law is crazy.

Gesetze, welche Schuldige schützen sind „crazy“. Die Zwickmühle ist nämlich, ob in einer solchen Frage der Rechtsstaat versagt hat (indem er einen offensichtlich Schuldigen laufen lässt) oder gerade gestärkt worden ist (weil er unter keinen Umständen in den Rechten des Einzelnen nachgibt). Und die Frage ist, auf wessen Seite die Gerichte stehen. Ob das Wohl eines entführten Mädchens weniger wert ist als die Rechte des Entführers.

Callahan: And Ann Mary Deacon. What about her rights? I mean, she’s raped and left in a hole to die. Who speaks for her?

Im Grunde der Staatsanwalt. Denn dieser war nicht effektiv genug. Deshalb beginnt die Jagd von vorne, doch diesmal wird Callahan nicht mehr so nachsichtig sein. Doch auch Scorpio geht in die Offensive. Er lässt sich verprügeln und gibt Callahan die Schuld. Diesem wird daraufhin nahegelegt kürzer zu treten. Mediengeilheit und Rechte, die leider auch Kriminelle schützen, sei dank. Interessant dabei ist, dass nicht nur solche Gesetze und Rechte den Schuldigen schützen, mehr noch können sie offensiv verwendet werden um gegen ungeliebte Personen vorzugehen.

Polizeichef: Have you been following that man?
Callahan: Yeah, I’ve been following him on my own time. And anybody can tell I didn’t do that to him.
Polizeichef: How?
Callahan: Cause he looks too damn good, that’s how!

Es kommt wie es kommen musste, Scorpio entführt einen Bus voller Kinder. Der Bürgermeister, als typischer Appeaser, fürchtet Imageschaden, und verbietet Callahan der Entführung nachzugehen. Callahan wäre aber nicht Callahan, wenn er dem nachkommen würde. Callahan weiß, dass er recht hat und wird daher niemals einem Vorgesetzten folgen, der sich offensichtlich irrt und dessen Irrtum zum Tode vieler Unschuldiger führen kann.

Nach einer Verfolgungsjagd erschießt Callahan Scorpio, als dieser es, entgegen dem Bankräuber vom Anfang, wagt daran zu zweifeln, ob Callahan noch eine Kugel in seiner Magnum hat und nach seiner Pistole greift. Scorpio fällt leblos ins Wasser. Schließlich wirft Callahan seine Polizeimarke hinterher.

Diese Szene ist missverständlich. Man könnte sie so deuten, dass er sich seine Schuld eingesteht und kein Cop mehr sein will. Ich denke aber es geht um etwas ganz anderes, worauf auch die Kamerastellung hindeutet.

Wie am Anfang erwähnt, ist die Integrität Callahans „über allem zu stehen“. Als Gegenpart zum Killer muss auch er außerhalb des Systems sein. Er konnte Scorpio nur besiegen, indem er sich auf seine Aktionen einließ und die passenden Gegenaktionen suchte. Nur waren diese gegenüber einem wahnsinnigen Killer nicht mit rechtsstaatlichen Methoden beizukommen. Das Wegwerfen der Polizeimarke ist eine Form der Kapitulation gegenüber einem Rechtsstaat, der sogar die übelsten Verbrecher schützt. Und einem solchen System will er als freier Mann nicht angehören. Die Figur des Callahan ist so gezeichnet, dass er niemals diese Bürokratie unterstützen könnte. In seinen Augen hat der Rechtsstaat versagt und mit ihm die Polizei. Was soll er also anderes tun als sich von dieser Marke zu befreien wie von einer Kette?

Ob „Dirty Harry“ nun tatsächlich ein faschistischer Film ist, der zur Selbstjustiz aufruft, soll jeder für sich entscheiden. In meinen Augen ist das falsch. Die Figur des Callahan ist eine Figur größter moralischer Integrität, welche allerdings manchmal auf die dunkle Seite wechseln muss, um von dort die wirklich wahnsinnigen Gesellen zu bekämpfen. Und genau deshalb wird sie niemals glücklich sein können. Es ist der Außenseiter, der die Gesellschaft erst zu der sicheren Blase macht, welche sie darstellen soll. Es ist der Kämpfer, der außerhalb im Abseits steht und von dort verhindert, dass der Wahnsinn in den sicheren Hafen der Zivilisation eindringt. Wenn niemand die Drecksarbeit tun will, soll man sich nicht wundern, wenn langsam aber sicher alles verdreckt.

Unbestritten ist jedoch, dass, der Film vom Aufbau und Kameraführung, vom Setting und Charakterzeichnungen ganz großes Kino ist. Unbedingt anschauen und selbst ein Urteil bilden, hinter „Dirty Harry“ steckt mehr als man von Action- und Polizeifilmen erwarten würde.

„Popkultur und Freiheit“ wird eine ganze Serie, wo zeitgenössische Filme, TV, Musik, Bücher und Kunst auf ihre Philosophie der Freiheit untersucht werden soll. Für Wünsche sind wir offen.

Juli 24, 2009 - Posted by | Popkultur und Freiheit | , ,

15 Kommentare »

  1. Ich muss meinem Mitblogger ein wenig widersprechen. Sicherlich ist Dirty Harry ein Kultfilm und Clint Eastwood ein großer Liberaler (der ja mal Bürgermeister war und dort wirklich eine Offensive der Entbürokratisierung startete), aber ich finde seine Ausführungen ein wenig einseitig.

    Ich stimme ihm zunächst mal zu, dass Callahan ein moralisch absolut integerer Mensch ist und der Vorwurf des Faschismus an den Film komplett überzogen ist. Aber ich glaube nicht, dass sich Harry auf Scorpios Niveau begeben muss um ihn zu fangen, wenngleich er sich in sein Denken reinversetzen muss, wie jeder Cop dies u.U. tun muss, bei einem Serienmörder sowieso.

    Appeasement ist mehr als problematisch, ich selber habe den französischen Staat ja erst dafür kritisiert, nichts gegen die mit Sprengung drohenden Erpresser unternommen zu haben. Und die Bürokratie hat längst unzumutbare Zustände erreicht.

    ABER:

    -Als Angestellter kann und darf ich mich nicht einfach über Hierarchien hinwegsetzen. Dirty Harry ist ein Actionfilm und dient der Unterhaltung der Zuschauer. Würde jemand real so handeln, würde er zurecht entlassen werden. Und Teamwork ist heute in der Tat überall unverzichtbar, was ja nicht individualfeindlich ist, denn- ähnlich wie in der objektorientierten Programmierwelt- hat halt in dieser modernen Arbeitsteilung jeder seine ganz eigene (autonome) Aufgabe.

    -Folter oder auch nur die Androhung derselben ist ein schwieriges Thema. Jeder vernünftige Mensch lehnt sie ab (zumal ihr Erfolg zudem noch eher fraglich ist), aber in Extremsituationen kann ich verstehen, dass man schonmal überreagiert (ich erinnere mich daran, Daschner verteidigt zu haben vor ein paar Jahren.) Was ist, wenn man einen Unschuldigen foltert? Nicht immer ist die Lage so eindeutig wie im Film.

    -Dito für die Miranda Rights. Und auch für die Vorschriften bzgl. Hausdurchsuchung, andernfalls könnte ein korrupter Bulle evtl. falsche Beweise legen und einen Unschuldigen hinter Gittern bringen.

    Die einseitige Haltung des Films ist insofern problematisch. Man könnte genausogut einen Film mit einem bösen, kriminellen Cop drehen, der seine Macht missbraucht, und so aufzeigen, dass diese Gesetze sehr wohl Sinn ergeben und den Bürger schützen. Gerade Libertäre sollten doch egtl. wissen wie gefährlich es ist, dem Staat bzw. seinen Vertretern zuviel Macht zu geben. Nicht jeder Cop ist ein Callahan, auch ein Cop kann ein Scorpio sein.

    Callahan ist zudem Vertreter der Exekutive. Es ist nicht seine Aufgabe, Recht zu sprechen oder Recht zu setzen, sondern nur ihm zu dienen. Die Gewaltenteilung ist ein wichtiges Merkmal unserer Demokratie, die nicht-vorhandene die eines Machtstaates. Gerichte haben auf keiner Seite zu stehen, sondern auf der des objektiven Rechts.

    -Verhandlungen bei Geiselnahmen können durchaus wertvolle Zeit zur Planung einer Aktion bringen (siehe Landshut), bei manchen Tätern vlt. sogar eine freiwillige Aufgabe. Gleich Appeasement zu schreien, wenn jemand nicht gleich wild herumballert, was auch meist nur in Filmen ohne tote Geiseln blitzsauber abläuft, halte ich für falsch. (Wobei ja hier der Bürgermeister gar nichts tun wollte, das ist auf jeden Fall falsch, klar.)

    -„Nur waren diese gegenüber einem wahnsinnigen Killer nicht mit rechtsstaatlichen Methoden beizukommen.“- Das wollen uns manche Rechten in den USA heute auch im Kampf gegen den Terror weismachen. Ohne Waterboarding, ohne Guantanamo, ohne Folter sei dem Gegner nicht beizukommen. Hier bin ich hin- und hergerissen, zumal ich nicht zwischen Freiheit und Rechtsstaat entscheiden will, sondern irgendwie beides vereint sehen möchte, ich aber auch weiss, dass dies in Extremfällen schwierig ist.

    -Ein perfektes Rechtssystem wird es niemals geben. Ein Rechtsstaat ist daher immer im Fluss. Den Rechtsstaat abzulehnen, weil er mal versagt hat, halte ich daher für falsch. Man schüttet das Kind nicht mit dem Badewasser aus. Immerhin kommt Harry in weiteren Filmen ja zurück und scheint dies wohl doch dann auch einzusehen.

    Fazit: gute, alte schwarz-weiß-Actionunterhaltung mit dem Guten und den Bösen, aber der Film ist in der Tat sehr weit „rechts“, wenngleich nicht faschistisch. Er schlägt zudem in die Kerbe des Vorurteils des amerikanischen Wild-West-Cowboys, dem ja auch Bush permanent ausgesetzt war während seiner Amtszeit.

    Kommentar von CK | Juli 24, 2009

  2. „Als Angestellter kann und darf ich mich nicht einfach über Hierarchien hinwegsetzen.“
    Das ist mir jetzt aber etwas arg viel Untertanengeist…

    Kommentar von nestor | Juli 24, 2009

  3. @nestor: Lass es mich mal genauer formulieren: Selbstverständlich kann ich es tun, aber ich muss dann auch die Konsequenzen für mein Handeln übernehmen. Dies kann u.U. sogar meine Entlassung bedeuten. Immerhin gilt die Vertragsfreiheit und ich habe mal einen Vertrag mit meinem Arbeitgeber unterschrieben, der die Einhaltung der Firmencharta vorsieht. (Bei Beamten liegt zudem ein Eid vor, die Gesetze einzuhalten!!!)

    Je nachdem um was es geht, würde ich eine Entlassung aber jederzeit einer gänzlich unmoralischen Handlung vorziehen (nichts also mit Untertanengeist bei mir persönlich), auch klar. Ob eine solche Entlassung dann je nach Fall wirklich rechtens wäre, ist wiederum eine andere Frage und obliegt u.U. Gerichten. Ein Polizist kann aber nicht Gesetze brechen und erwarten, dass seine Vorgesetzten dazu schweigen.

    Vergiß auch nicht, dass wir hier von einer Domäne reden, wo es legitim ist, anderer Leute Rechte unter gewissen Bedingungen zu verletzen bzw. aufzuheben und wenn sich dort einer nach eigenem Gutdünken „mehr Möglichkeiten“ rausnimmt, ist das gerade eine Bedrohung für die Rechte und die Freiheit des Einzelnen (DER liberale und libertäre Grundpfeiler!!!)

    Kommentar von CK | Juli 25, 2009

  4. DH ist nur in Europa bei den Linken zur Hassfigur geworden, so wie bspw. auch Rambo, der in First Blood eine ganz beachtliche Qualität hatte.
    Verachtet wurde ebenfalls Charles Bronson („Ein Mann sieht rot“) und auch Mel Gibson („Mad Max“) bestand nicht den Qualitätstest der Linken.
    Woody Allen ging allerdings immer, auch als der aufhörte lustige Filme zu machen. Naja, jetzt hat man ja auch den Sicko Moore.

    Kommentar von webbaer | August 16, 2009

  5. Was DH übrigens konkret verübelt wurde war seine Angewohnheit sich in Notwehrsituationen zu bringen und dann erfolgreich Notwehr auszuüben, LOL.

    Kommentar von webbaer | August 16, 2009

  6. BTW, warum kann ich hier keine Kommentare markieren und kopieren? (Kanns natürlich selbst prüfen, denke aber erst mal, dass ein Feature vorliegt, oder?)

    Kommentar von webbaer | August 16, 2009

  7. @webbaer: Das geht bei mir problemlos, auch ohne eingeloggt zu sein. K.A. was da bei Dir nicht klappt.

    Kommentar von CK | August 16, 2009

  8. Ich kann in den Kommentaren nicht markieren. Im Blogeintrag selbst geht das. Realisieren kann man so eine Sperre bspw. mit Javascript.

    Kommentar von webbaer | August 17, 2009

  9. @webbaer: Hab jetzt zu meinem Erstaunen festgestellt, dass ich das gleiche Problem habe, wenn ich IE benutze. Mit Mozilla Firefox hingegen funktioniert es. Welchen Browser hast Du denn?

    „Realisieren kann man so eine Sperre bspw. mit Javascript.“

    Ich weiss, benutzen wir aber hier nicht.

    Kommentar von CK | August 17, 2009

  10. IE natürlich, aber Moment, ich lasse mal die anderen hochkommen…
    Safari, Chrome und FF gehen, hmmm.
    Ist aber ein echtes Problem, wenn man zitieren möchte.

    Kommentar von webbaer | August 17, 2009

  11. @webbaer: Wieso natürlich? Mozilla Firefox ist DER Browser schlechthin😉

    Das Problem betrifft aber sicher nicht nur uns, sondern ganz WordPress?

    Kommentar von CK | August 17, 2009

  12. Nee, nur „uns“.
    Und der FF kommt so scheisse-langsam hoch, hasse das Teil.
    Chrome ist mE der Beste.

    Kommentar von webbaer | August 17, 2009

  13. Hat vielleicht was mit dem ausgewählten Design zu tun…

    Kommentar von webbaer | August 17, 2009

  14. Möglich dass es am Design liegt, aber nur für den Webbären werden wir es leider nicht ändern, sorry.

    Kommentar von CK | August 17, 2009

  15. Die IE-Nutzer können sich ja den Quelltext anzeigen lassen, darin navigieren und ggf. Zitate herauskopieren.
    Ist eigentlich ohnehin immer besser den Quelltext zu lesen…
    Harhar

    Kommentar von webbaer | August 18, 2009


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