L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Wider den Hass auf Menschen

Arne Hoffmann zitiert eine interessante Frage aus der taz in seinem Blog.

LfL möchte an dieser Stelle seine Abscheu gegenüber diesem schändlichen Verbrechen an der Ägypterin Marwa al-Scherbini ausdrücken. Diese Tat ist mit Nichts zu entschuldigen und mit Nichts zu rechtfertigen. Der Täter muss die volle Härte des Strafrechts zu spüren bekommen.

Ganz abgesehen davon, dass es in einem Rechtsstaat eh nicht angehen kann, dass überhaupt irgendwer wegen seiner Religion, seiner Meinung oder seinen politischen Ansichten umgebracht wird (auch dann nicht, wenn der Betroffene wirklich Extremist, welcher Couleur auch immer, WÄRE) ist ein solches Verbrechen auch ein Beispiel für sinnlosen Haß auf Menschen einer anderen Religion und/oder Kultur.

Jeder Mensch hat qua Mensch ein Recht auf Leben und auf die Unantastbarkeit seiner Würde, welches er nur dann verwirken könnte, wenn er vorher Andere tötet oder zu töten versucht. Hass auf Muslime ist genauso intolerabel wie Hass auf Juden oder Christen. Muslime haben die selben Rechte wie wir alle verdient. Daher setzt LfL sich ja auch massiv für die Menschenrechte der Iraner und ihre Befreiung von Tyrannei und Staatsterrorismus der Mullahs ein.

Wir sind nicht feindlich gegenüber Muslimen eingestellt. Hass auf Muslime lehnen wir so ab wie Hass auf Juden. Wir akzeptieren den muslimischen Glauben, solange er nicht zu einem politischen Programm wird und im Einklang mit den Grundwerten unserer Demokratie und den Menschenrechten gelebt wird. Wir wollen, dass Muslime oder allgemeiner formuliert- Menschen aus und in muslimischen Ländern- die gleiche Freiheit wir wir geniessen können. Daher unsere Kritik an Rechtsverletzungen an Frauen oder Homosexuellen in manchen muslimischen Ländern.

Nichtsdestotrotz bzw. sogar gerade deswegen muss sich mit dem Islamismus (also dem extremistischen, politischen Islam) weiter auseinandergesetzt werden. Besonders innerhalb, aber aber auch ausserhalb der muslimischen Gemeinschaften. Auch muss der Dialog der Kulturen in Europa vorangetrieben werden. Eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem faschistischen Islamismus ist hierbei ideologiekritischer, politischer Natur, sie richtet sich niemals gegen ein ganze Religionsgruppe oder artet gar in blanken Hass aus. Eine offene Gesellschaft wird zersetzt, wenn Hass auf andere Menschen sich mehrheitlich durchsetzt, dies dürfen wir alle nicht zulassen, wohlwissend welche Konsequenzen daraus entstehen könnten.

Islamkritik ist wichtig und notwendig, wie Kritik immer wichtig und notwendig ist, aber sie muss sachlich und fair bleiben und darf nicht Rassismus legitimieren. Es wäre aber falsch wegen diesem Vorfall nun jegliche Islamkritik als Islamophobie zu bezeichnen und im Keim zu ersticken. LfL wird als liberaler Blog auch in Zukunft seine Augen offen halten und die Dinge beim Namen nennen.

Nachtrag: Sowas wie das hier geht schonmal gar nicht!!! Was hat das noch mit vernünftiger Islamkritik zu tun? Anscheinend geht es Einigen nur noch darum billig Stimmung gegen Migranten zu machen. Widerlich!

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Juli 9, 2009 - Posted by | Islamismus, Offene Gesellschaft | , ,

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