Die etwas andere Schulreform
Erste Erfahrungen mit Schulreformen machte ich Ende der 60ger Jahren als Lyzeumsschüler. Auf den Weg waren sie vom damaligen Erziehungsminister, meinem späteren Kollegen im Staatsrat, Jean Dupong, gebracht worden. Seitdem jagt eine Reform die andere, mit mehr oder weniger Gerangel und Protesten, wobei die jeweilig neue Reform eigentlich nur beweist, dass die kurzzeitig vorangegangene doch nicht der große Wurf war.
Die Revolution findet nicht statt
Studentinnen und Studenten streiken. Gegen schlechte Studienbedingungen und für „Solidarität für Bildungsfreiheit“ (was immer das genau zu bedeuten hat). Die momentanen Hörraumbesetzungen haben einige interessante Merkmale. Ein surrealer Kern ist dabei nicht zu übersehen.
Bildungsfreiheit braucht das Land !
Seit meiner eigenen Schulzeit führe ich immer wieder kontroverse Diskussionen zum Thema Bildungssystem mit den unterschiedlichsten Menschen. Wenn diese Diskussionen mir eines gezeigt haben, dann dass es ein flexibles, durchlässiges, vielfältiges Schulsystem braucht, was Lehrern, Eltern wie Schülern gleichermassen Freiheit lässt und vor allem auf Eigenverantwortung setzt.



