Die Revolution findet nicht statt
Studentinnen und Studenten streiken. Gegen schlechte Studienbedingungen und für „Solidarität für Bildungsfreiheit“ (was immer das genau zu bedeuten hat). Die momentanen Hörraumbesetzungen haben einige interessante Merkmale. Ein surrealer Kern ist dabei nicht zu übersehen.
Neuer Unsinn aus Ancapistan
Dass Anarchokapitalisten, also Hoppeaner udgl. einfach einen an der Klatsche haben, wurde ja bereits hier und auch hier angesprochen. Doch beweist der nun folgende Artikel, dass es möglich ist, da immer noch einen draufzusetzen: Israel and Palestine: A Statist War.
Wir finden in diesem Artikel eines schwedischen(sic!) Ancap namens Markus Bergstrom über den Nahostkonflikt nicht nur den üblichen moralischen Relativismus bis hin zur Delegitimation Israels sowie das aus Europa bestens bekannte Gelaber von „Gewaltspirale“, sondern auch allerhand furchtbar lächerlichen Unfug, wie ihn nur naive, von allen guten Geistern verlassene Anarchokapitalisten („Hippies from the Right“) von sich geben können.
Kurz was von der (neo)liberalen Weltverschwörung
Tom G. Palmer vom libertären Cato Institute hat ein paper zu den Mythen des Freien Marktes herausgegeben, was freundlicherweise von der Friedrich-Naumann-Stiftung übersetzt wurde. Aus der Einleitung von Palmer:
Bevor man über Vorzüge und Grenzen von Marktmechanismen zur Problemlösung sozialer Fragen nachdenkt, sollten zunächst einige weitverbreitete Mythen ausgeräumt werden. Mit Mythen meine ich jene Behauptungen, die als offenkundig wahr angesehen werden, ohne je bewiesen worden zu sein. Man hört sie im Radio, von Freunden, von Politikern; durch ihre Allgegenwärtigkeit und stete Wiederholung scheinen sie eine Art höhere Weisheit zu sein. (…)
Viele dieser Mythen werden von denjenigen verbreitet, die freien Märkten
feindlich gegenüberstehen, andere von denen, die sich wohl zu sehr für sie
begeistern.
The Moral Right to Hair Care
Leonard Peikoff, Gründer des Ayn Rand Center, schrieb 1993 einen zeitlosen Text über das Eingreifen des Staates in den Markt und wie dadurch individuelle Freiheiten unterwandert werden.
Life and Work of Ludwig von Mises
Das Blog des Ludwig von Mises Instituts hat einen (englischsprachigen) Vortrag von Guido Hülsmann zum Thema Leben und Werk von Ludwig von Mises online gestellt.
Hier geht es zum Video. Sehenwert.
Fürsprecher der Freiheit
An Tagen wie dem 4.Juli wird auch mir bewusst, dass so sehr ich Europa und vor allem auch Luxemburg doch mag und gerne hier lebe, so sehr fällt mir doch auch auf, dass die Philosophie der Freiheit (wie sie in den USA vorherrscht und auch in der dortigen Popkultur haufenweise vorzufinden ist) bei uns doch leider oft noch zu kurz kommt, obwohl doch auch unser Wohlstand auf (einigermassen) freien Märkten, Rechtsstaatlichkeit und individueller Freiheit aufgebaut ist.
Wir bräuchten vielleicht als Gegengewicht zum „sozialdemokratischen Mainstream“ auch mal solche Nachrichtensendungen wie bspw. 20/20 mit John Stossel. Solche TV-Moderatoren gibt es in Europa nicht und wenn, würde niemand auf die Idee kommen, ihnen Preise zu verleihen oder sie gar in Schulen zu schicken. Leider.
Zum 4th of July: We the people!
Besonders während der Bush-Zeit wurde häufig die Befürchtung geäußert, dass sich die USA in einen totalitären Staat verwandeln würden. Die Meinungsfreiheit werde immer weiter eingeschränkt und dem Menschen würde vorgeschrieben werden, wie er zu leben habe. Und doch waren stellenweise Hunderttausende auf den Straßen um gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren. Und ihnen geschah nichts.
Positives Recht und Naturrecht
Nachdem hier die Diskussion losging, schossen auch mir ein paar Gedanken durch den hübschen Kopf. Allerdings nicht so sehr zum Thema Naturrecht, eher zum positiven Recht. Zunächst mal: Naturrecht ist keine juristische Kategorie, sondern eine philosophische. Positives Recht ist hingegen beides. Doch bleiben wir in der Philosophie.
Wenn bei Wohlstandskindern die Bildung streikt
Im Grunde habe ich auch bessere Dinge zu tun als ständig auf Demos rumzuhängen, aber den Bildungsstreik in Trier wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Globalisierungsgewinner und Kapitalismusprofiteure gaben sich ein Stelldichein und waren vor allem eines: dagegen.



