Zur Islamdebatte auf DRadio Kultur
Die ganze Islamdebatte geht mir schon seit einiger Zeit gehörig auf den Keks. Allerdings sollte man bei aller Kritik, welche an den verschiedensten Punkten angebracht ist, nicht auf einen allgemeinen Zustand schließen. Oder gar einen solchen Zustand herbeireden, indem man zu einer Sprache greift (Denunzierung der Gegner als “Gutmenschen”, als “Opfer der PC”, Vergleiche mit Ungeziefer und dergleichen, Selbstverherrlichung als die wahren Hüter von Aufklärung und Moral), welche durchaus anderen Zeiten stammen könnte.
Gestern lief im Deutschlandradio Kultur eine überaus hörenswerte Sendung zu den sogenannten Islamkritikern, welche ihren kleinen Rassismus und Nationalismus nur oberflächlich verstecken:
Abschied von der Konsenskultur? Islamkritiker formieren sich. (mp3, 29min)
Selbstverständlich werden jetzt die üblichen Verdächtigen wieder auf diesen Radiobeitrag hin ihre Blogs füllen und sich ganz verfolgt und verunglimpft vorkommen. Immerhin halten sie sich für die Rebellen einer von Political-Correctness regierten Welt.
Ja zur Christen-, Islam-, Staats, u.s.w. kritik, Nein zu diesen nationalistisch motivierten Hampelmännchen. Jede Form von Kritik wird schwierig, wenn regressiv-politisch motivierte Kräfte daran ihre Argumente nähren.
Wider den Verbotsstaat!
Nach dieser erneuten Sauerei des deutschen Justizministeriums zur Zufriedenstellung der Eurokraten habe ich wirklich die Schnauze voll und zwar gestrichen voll. Nicht nur, dass die Brüsseler Oligarchie parteiunabhängig immer weiter an der Errichtung eines EU-Superstaates arbeitet und die nationale Souveränität ihrer Mitgliedsstaaten bewusst ausschaltet (ein weiterer Grund übrigens für meinen gesunden Patriotismus!), nun greift der ohnehin eher mangelhaft legitimierte EU-Rat auch noch direkt unser wichtigstes Geburtsrecht an: das Grundrecht auf Meinungsfreiheit.
Alle sind erleuchtet (außer den Anderen)
Politische Kultur scheint im Moment immer mehr Besingen des Kollektivs, das den störenden Anderen ausschließt, anheim zu fallen. Wie sagte schon so treffend Karl Kraus: Das Volk der Dichter und Denker wird immer mehr zum Volk der Richter und Henker.
Der Islam wird untergehen…
Zum gleichen Thema ist übrigens auch Ibrahim Al-Buleihi sehr empfehlenswert:
Siehe auch:
Interview mit einem Saudi
Großer Wahlerfolg in den Niederlanden
Während unser eigener Aussenminister noch erzürnt ist, kann ich meine Freude über das Ergebnis der Parlamentswahlen in den Niederlanden kaum verbergen und möchte es hiermit nun auch öffentlich auf unserem Blog kundtun.
Islam und Freiheit kompatibel? Islam et Liberté – Les réflexions d´un libéral tunésien.
Persönlich bin ich Atheist und kann mit Glauben (an Supernatürliches) und Religion wenig bis nichts anfangen und halte dererlei irrationale Ideen sowieso eher für freiheitsgefährdend denn freiheitsstiftend, aber ich habe nichts gegen gläubige Menschen, solange sie mich in Ruhe mein Leben lassen und ich freue mich über jeden, der für politische Freiheit und Menschenrechte eintritt, egal ob Jude, Christ, Moslem oder sonsteiner Religion oder Philosophie Angehörender.
Doch wird gerade in bezug auf den Islam von vielen immer wieder darauf hingewiesen, dass dieser reformunfähig sei und eine Aufklärung nahezu unmöglich, da jede erlaubte und von Gelehrten anerkannte Exegese nur totalitär sein könnte. Auch hier auf LfL werden wir bekanntlich nie müde, den islamistischen Terror, nicht nur aber vor allem gegen Israel, anzuprangern. Einem Terror dem allerdings auch genug Moslems selber zum Opfer fallen.
Hiermit will ich nun aber Habib M.Sayah, einem in Frankreich lebendem tunesischen Studenten, der seinerseits die AL unterstützt und sich als Liberaler versteht, die Chance geben in einem Gastbeitrag uns kurz zu erläutern wie der Islam refomiert werden könnte bzw. wie ein neuer, mit Freiheit und Grundrechten sowie mit anderen, “westlichen” Werten wie vor allem der Gleichheit zwischen Mann und Frau kompatibler Islam aussehen könnte.
Viel Spass beim Lesen dieses sicher ungewöhnlichen Gastbeitrages!
(Achtung, französisch!)



