Der ganz normale Wahnsinn…
Europa hat mit den grössten wirtschaftlichen Problemen seit Jahrzenten zu kämpfen. Hohe Staatsverschuldungen, Eurokrise, Massenarbeitslosigkeit, Rezession- und Inflationsgefahr. Doch manche Politiker wissen dennoch nichts Besseres zu tun als weiter kräftig am Ausbau des paternalistischen Staates zu arbeiten.
Eurorettung als Politfiktion
14. Juli 2012: Dominique Strauss-Kahn, Präsident der französischen Republik, gibt den Ausstieg Frankreichs aus dem Eurosystem bekannt… So endet die Polit-Fiktion, die Philippe Simonnot geschrieben und kürzlich im Michalon Verlag unter dem Titel „ Le jour où la France sortira de l’Euro“ erschienen ist.
Der Autor, einer der wenigen liberalen Universitätsprofessoren in Frankreich, wagt sich in diesem Buch auf das Gebiet der Politfiktion, nachdem er in den letzten 20 Jahren interessante, überaus lesenswerte und auch für den Laien verständliche Sachbücher über Recht und Wirtschaft publiziert hat. Ich will nur vier davon erwähnen: „39 leçons d’économie contemporaine“ erschienen bei Gallimard 1998, « Vingt et un siècles d’économie » 2002, « L’Invention de l’Etat. Economie du droit I » 2003 sowie « Les Personnes et les choses, Economie du Droit II » 2004, alle drei erschienen im Verlag « Aux belles Lettres ».
Poltern für Anfänger
Es wäre besser Napoleon III und Bismarck hätten Luxemburg aufgelöst, meint Philippe Marini, Budgetberichterstatter im frz. Senat. Über Sinn und Unsinn von nationalen Streitereien kann man diskutieren, und Luxemburg hat nicht gerade viel, weswegen es mit geschwellter Brust auf andere Länder und Leute schauen sollte.
Hurra, wir kapitulieren?
Von unseren französischen Nachbarn sind wir ja viel gewöhnt- andauernd Streiks, Proteste der Gewerkschaften, Demonstrationen (auf denen es auch schonmal kracht, rauchen tut es sowieso, genauso wie bei der Demonstration hier in Luxemburg-Stadt gegen Arcelor-Mittal, wo Bengalos von den Reisegruppen aus den frankophonen Nachbarstaaten gezündet wurden), Vandalismus, Zerstörung von Eigentum (brennende Autos), vor allem in Pariser Vororten, und dergleichen mehr- jedoch wurde nun eine neue Dimension erreicht.
Der Staat
Frédéric Bastiat, der bekannte französische Liberale, schrieb zum Thema Staat im 19ten Jahrhundert folgenden brillianten Text:
Ils sont fous, ces français!
In Frankreich drehen einige UMP-Politiker jetzt komplett durch und schlagen ernsthaft obligatorische Zwangskredite zur Finanzierung der staatlichen Konjunkturprogramme vor. (Die Grande Nation wandelt auf Schäfer-Gümpels Spuren.)



