Neuer Unsinn aus Ancapistan
Dass Anarchokapitalisten, also Hoppeaner udgl. einfach einen an der Klatsche haben, wurde ja bereits hier und auch hier angesprochen. Doch beweist der nun folgende Artikel, dass es möglich ist, da immer noch einen draufzusetzen: Israel and Palestine: A Statist War.
Wir finden in diesem Artikel eines schwedischen(sic!) Ancap namens Markus Bergstrom über den Nahostkonflikt nicht nur den üblichen moralischen Relativismus bis hin zur Delegitimation Israels sowie das aus Europa bestens bekannte Gelaber von „Gewaltspirale“, sondern auch allerhand furchtbar lächerlichen Unfug, wie ihn nur naive, von allen guten Geistern verlassene Anarchokapitalisten („Hippies from the Right“) von sich geben können.
Demobericht
Zur Abwechslung wurde gestern mal nicht gegen Israel oder die USA, für mehr Geld oder gegen weniger Geld demonstriert, sondern für die Freiheit. Mit – aus organisatorischen Gründen – einem Monat Verspätung gegenüber den Nachbarländern wurde gestern in Luxemburg Freedom not Fear begangen. Ein überraschend weit gestrecktes Bündnis konnte zum zweiten Mal nach 2008 gebildet werden, um gegen Kameraüberwachung, Vorratsdatenspeicherung usw. zu demonstrieren, das von den luxemburger JuLis (die Jeunesse Démocratique et Libérale) bis zu den Jungkommunisten (die gegen den Überwachungsstaat sind, solange sie nicht selber an der Macht sind) reichte. Rein visuell war von der Vielfalt bei den etwa 100 Demonstrierenden nicht soviel zu bemerken: ein Passant musste zwangsläufig davon ausgehen, dass es sich um eine Demo der luxemburger „autonomen Antifa“ bzw. des „Black Bloc“ handelte. Die einzelnen Organisationen hatten sich nämlich im Vorfeld, auf Drängen der Genannten, abgesprochen auf eigene Fahnen zu verzichten, was die Schwarzuniformierten nicht davon abhielt, vorneweg mit roten, schwarzen und Antifa-Flaggen zu laufen.
Wider den Anarchismus
Die Tage hatte ich mit dem Anarchisten Benjamin B. von Ars Libertatis bei den Freunden der offenen Gesellschaft eine Diskussion über die Notwendigkeit eines Staates, sprich eines institutionalisierten Rechts-, Zwang- und Gewaltmonopols innerhalb eines bestimmten geographischen Raumes.
Was ist Kapitalismus?
Als ich vor zwei Tagen in einem Kommentar gefragt wurde, (1) wo ich denn die Erfolge des Kapitalismus sähe und ob (2) Freiwilligkeit nicht zur Ausbeutung vieler durch Wenige führen würde, zumal es (3) „wie es momentan in sowohl durch Gesellschaftsschichten als auch (4) global zu erkennen“ sei, wurde mir eines klar: die Deutungshoheit über den Begriff und die Definition von Kapitalismus ist bei denen gelandet, die überhaupt nicht wissen, um was es geht.



