L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

Meine zweite Reise ins heilige Land

Über drei Jahre nach meiner ersten Israelreise trat ich am 13ten Oktober mit Daniel K., einem Luxemburger Juden, und Martin S. aus Basel, einem Schweizer Groundhopper, eine zweite Reise ins heilige Land an. Doch unsere Geschichte beginnt einen Tag früher in Luxemburg.

Freitag, 12.10.2012

Gegen halb eins hole ich Martin aus Basel am Luxemburger Hauptbahnhof ab. Ich kenne ihn seit mittlerweile zehn Jahren. Im Oktober 2002 trafen wir uns das erste Mal bei einem Spiel der Münchner Löwen in Stuttgart. Wir sind beide leidenschaftliche 1860fans, die allerdings aus diversen Gründen heute lange nicht mehr soviel fahren wie früher noch. Über die Jahre trafen Martin und ich uns jedenfalls immer mal wieder regelmässig auf Auswärtsspielen unserer Sechzger. So ist eine kleine Freundschaft entstanden. Da Martin verstärkt an Länderpunkten mittlerweile interessiert ist, merkte er bereits direkt nach der Auslosung der Qualifikationsgruppen Interesse an einer Mitfahrt seinerseits nach Israel und Russland an. Da er zudem auch Luxemburg mal zuhause sehen wollte, wurde ausgemacht, dass er erst mit dem Zug nach Luxemburg kommt, sich dort das Heimspiel gegen Israel ansieht und tags darauf mit nach Israel fliegt.

Ich stelle Martins Gepäck erstmal in meinem Büro ab und wir gehen zusammen Mittag essen ins Ekseption, wo auch der frühere Nationaltorhüter Besic seine Mittagspausen verbringt. Martin und ich haben uns einiges zu erzählen, da wir uns schon länger nicht mehr gesehen haben. So trinken wir im Anschluß an das Essen auch noch zwei Leffe zusammen. Arbeitskollegen von mir sind auch anwesend und wünschen uns einen schönen Urlaub.

Mit dem Zug fahren wir zum Belval, wo Martin im Ibis-Hotel eincheckt. Danach fahren wir zurück in die Stadt. Martin kommt nun in den Genuß eines kleinen Stadtrundgangs, garniert mit Erklärungen von mir: Knuedler, Place d´Armee, großherzoglicher Palast und Abgeordnetenkammer, Place de la Clairefontaine, Notre-Dame, die “Gellen Fra” und natürlich die malerisch schönen Unterstädte Grund und Clausen. Im Britannia Pub trinken wir ein Guinness zusammen. Martin ist sehr angetan von Luxemburgs Hauptstadt.

Mit einem Taxi fahren wir später ins Pacha, wo bereits gute Stimmung herrscht. Alle freuen sich aufs Spiel und ein Fansong nach dem Anderen wird lautstark angestimmt. Genug Bier ölt die Kehlen. Spontan wird später ein Fanmarsch über die Straßen zum Stadion organisiert, sehr zur “Freude” einiger Autofahrer ;-) Die Stimmung ist sehr gut.

Am Stadion verteilen einige Aktivisten Flugzettel auf denen sie Israel der unrechtmässigen Verhaftung palästinensischer Fussballspieler anklagen. Wir lassen uns erst gar nicht auf Diskussionen ein, sondern betreten gutgelaunt das Stadion.

Vor Anpfiff entrollen einige Aktivisten des CPJPO auf der Gegengerade zwei Banner mit den Aufschriften “Israel-Stop Apartheid” und “Israel-Stop Occupation”. Abgesehen davon, dass Politik ohnehin nicht ins Stadion gehört (für solche Aktionen kann die FLF sogar von der FIFA zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt werden!), kann man sich fragen wo es bitte schön in Israel Apartheid wie früher in Südafrika geben soll und auch wenn die Siedlungspolitik im Westjordanland in der Tat kritisch zu sehen ist, so ist der Begriff “Occupation” mehr als problematisch, da er alle historischen Verbindungen der Juden zu diesem Land komplett verleugnet, indem er sie als von aussen eingedrungene “Besatzer” verunglimpft. Mit so einer pardon, Scheisse wollen wir Luxemburger Fussballfans nicht assoziiert werden. Bevor ich jedoch selber etwas dagegen unternehmen kann, lösen Freunde von mir das Problem, reissen den Aktivisten das Banner aus den Händen, zerreissen es teilweise und werfen es einige Reihen hinunter. Keiner von uns ist ein Freund von Gewalt, daher wird keinem Aktivisten ein Härchen gekrümmt, doch ihre bescheuerte Aktion wird erfolgreich unterbunden. Der herbeigelaufene Sicherheitsdienst gibt uns zu unserer Freude recht, sammelt die Banner ein und wirft die Unruhestifter aus dem Stadion. Für mich persönlich eine echte Genugtuung. Hoffentlich hat jetzt jeder Mensch bei uns im Land verstanden, dass Politik bei uns im Stadion nichts verloren hat. Nächstes Mal werden wir genauso vorgehen. Jedenfalls rein theoretisch gesprochen, da solche Aktionen ja immer nur gegen Israel durchgeführt werden. Bei einem Heimspiel gegen Russland fiele es niemandem ein, Anti-Putin-Banner ins Stadion zu schleppen. Gottseidank natürlich… Hier das Video der Aktion (los geht es ca. ab Minute 2:56).

Über das Spiel selber schreibe ich lieber nichts. Wir haben absolut verdient, auch in dieser Höhe, gegen eine in allen Belangen, vor allem technisch, hoch überlegene israelische Mannschaft mit 0-6 verloren. da Mota vergab zudem noch einen Elfmeter: ein Dan-Theis-Gedenkschuß hoch in die Wolken… Auch das Catering ist wieder mal amateurhaft. Zur Halbzeit gibt es bereits keine Brötchen mehr und die Wurst wird im Plastikbecher(!) verkauft.

Enttäuscht- ich hatte mir mehr erwartet, ehrlich gesagt sogar einen Überraschungssieg- verlasse ich das Stadion mit den Anderen. Immerhin wurde der Abend im Pacha noch ganz geil dank eines DJ Totti in Hochform. Ich rocke richtig ab auf der Tanzpiste. Nach Sperrstunde fahren Martin und ich mit dem Taxi zurück zum Belval.

Samstag, 13.10.2012

Wir schlafen erstmal aus, bevor es zum Mittagessen in ein italienisches Restaurant geht. Als Dessert der besonderen Art gibt es bei mir in der Wohnung noch ein Andechser Doppelbock. Martin mundet das Bier sehr. Auch meine Wohnung gefällt ihm gut. Ich packe meine Sachen zusammen und mit Zug und Bus fahren wir nachmittags zum Findel. Dort checken wir an einem Automaten ein und geben unser Gepäck nach Tel Aviv auf. Bald treffen wir auf Daniel K. Daniel ist ein Luxemburger Jude, der seit seiner Kindheit nicht mehr in Israel war und unbedingt mal wieder dorthin will. Ich kenne ihn erst seit einem halben Jahr, wir lernten uns auf einem Schachturnier kennen. Leider ist Daniel Bayernfan, aber er muss nun eine Woche Urlaub mit zwei Blauen zusammen aushalten. Zu dritt geht es erstmal mit einem Luxair-Flug nach Frankfurt, von dort aus- nach einer längeren Wartepause- mit einem Nachtflug zum Ben Gurion Airport. Unterwegs gibt es noch ein Abendessen und wir dösen ein wenig. Zwischen zwei und drei Uhr nachts landen wir in Erez Israel.

Bei der Passkontrolle werden diesmal kaum Fragen gestellt, wir kommen überraschend schnell vorbei, aber das Mädchen an unserem Schalter ist auch nicht sehr motiviert zu arbeiten und sieht aus, als würde es gleich einschlafen. Wir holen unser Gepäck ab. Martin und Daniel wechseln noch Geld, ich hebe Schekel an einem Automaten ab. Mit einem Shuttle-Service fahren wir im Anschluß nach Jerusalem, wo wir gegen fünf Uhr morgens am Hotel Alcazar im arabischen Teil Ostjerusalems ankommen. Martin bezahlt leider aufgrund eines dummen Missverständnisses (oder doch bewussten Betruges?) den doppelten Fahrtpreis. Hoffentlich kein schlechtes Omen für den weiteren Urlaubsverlauf.

Sonntag, 14.10.2012

Nachdem wir zuerst ein kostenloses Drettbettzimmer zum Ausruhen bekommen, dürfen wir gegen neun Uhr morgens endlich in unsere eigentlichen Einzelzimmer einchecken. Wir frühstücken noch gut und fahren später mit dem Taxi zum israelischen Museum gegenüber der Knesset, wo wir uns um elf Uhr mit Claude Sternberg treffen. Er gibt uns erstmal eine kleine Einführung in die Geschichte der Juden und wir besichtigen das Modell Jerusalems zur Zeit des zweiten Tempels, den er auch schonmal scherzhaft als das
“nationale Schlachthaus” bezeichnet, weil nur dort Tiere geopfert und Fleisch gegessen werden durfte. Wir erfahren wie zu unterschiedlichen Zeitpunkten die Grenzen der Altstadt unterschiedlich verliefen. Zudem besichtigen wir den Schrein des Buches. Hier befinden sich die in Qumran gefundenen antiken Schriftrollen.

Wir besichtigen später die Überreste der Davidsstadt. Claude erzählt uns wie König David Jerusalem von den Jebusiten einnahm und später zu seiner Festung ausbaute, wie sein Sohn Salomo gekrönt wurde und den ersten Tempel errichten ließ und wie Hiskija aus Furcht vor den Assyrern das Quellwasser des Gihon in den Shiloah-Teich umleitete um die Wasserversorgung Jerusalems zu gewährleisten. Wir erfahren wer Charles Warren war (ein bekannter britischer Archäologe, der viele Berechnungen in Jerusalem anfertigte) und besichtigen ein neu gefundenes Grab, von dem angenommen wird, dass es das echte Grab Davids sein könnte. Das sogenannte Davidsgrab am Zionsberg, wo Juden traditionellerweise hinpilgern, da sie nach dem babylonischen Exil vergessen hatten, wo David genau begraben lag, sei demzufolge fälschlicherweise als solches bezeichnet worden. Wir wandern durch enge Tunnels. Claude meint, Ausgrabungen- er selber hat an einigen teilgenommen- sei die “nationale Sportart Israels”. In der Tat.

Im Restaurant “Friends” wird recht spät zu Mittag gegessen. Hier kommt Claude regelmässig zum Speisen hin. Das Essen dort ist vorzüglich. Sehr leckeres Fleisch am Spieß (Kebab wie Coq) und als Beilage diverse Salate, Hummus und Pepperoni werden hier serviert. Wir schlagen uns alle genüsslich den Ranzen voll. Dazu gibt es gesunden Granatapfelsaft und später zum Dessert Baklava und türkischen Kaffee mit Kardamom. Claude erklärt derweil dass wer den Nahen Osten wirklich verstehen möchte, sich auch mit Religion und Glauben auseinandersetzen müsse und wieso er die Streitereien zwischen Christen, Juden und Muslime im Grunde als “Familienstreitereien” ansieht. Dabei kommt er auf alte biblische Geschichten zurück, spricht über Abraham, den Stammesvater, seine Söhne Ismael und Isaak, über Esau und Jakob…

Nach dem reichhaltigen Essen schlendern wir durch das jüdische Viertel, über den Cardo und kommen zur Hurva-Synagoge. An der Klagemauer endet der erste Tag mit Claude. Während jener sich nun zurück zu seiner Familie aufmacht, begeben Martin, Daniel und selbst ich (aus Spass!), mit einer Kippa auf dem Kopf, uns in den Betbereich und stecken kleine Zettelchen mit aufgeschriebenen Wünschen an Gott in Schlitze der Klagemauer. Neben Gesundheit für sich selbst und die Familie soll vor allem der Wiederaufstieg von 1860 in die erste Liga eine wichtige Aufgabe für den Allmächtigen anscheinend sein ;-) Den Kopf schütteln müssen wir über einen Ultraorthodoxen, der doch tatsächlich die Frechheit besitzt uns an der Klagemauer um Geld anzubetteln. Dessen Bitte bleibt zumindest von uns aber ungehört. Mit einem Taxi geht es später von der Westmauer zurück zu unserem Hotel.

Montag, 15.10.2012

Wir treffen uns nach dem Frühstück gegen neun Uhr mit Claude am Jaffator. Wir besichtigen zuerst den Innenhof des Couvent St.Jaques im armenischen Viertel der Altstadt. Armenien war übrigens die erste offiziell christliche Nation.

Später besuchen wir das traditionelle Davidsgrab am Zionsberg- welches ziemlich sicher eben nicht Davids Grab ist- und ich fotografiere den Kenotaph. Auch den Raum des letzten Abendmahls betreten wir. Da Muslime und Christen sich nicht darüber einigen konnten, ob hier nun eine Moschee oder eine Kirche sich befinden soll, hat der israelische Staat 1948 entschieden, dass der Raum weder noch sein soll, sondern einfach nur ein Besuchsraum für Gläubige aller Religionen. Claude hat eine ganz eigene Meinung von diesem Abendmahl, die gläubige Christen vielleicht schockieren mag, Atheisten wie mich jedoch nicht. Er glaubt nicht, dass Jesus die Worte sprach, die er laut Eucharistie sprach, sondern er stattdessen den fünften Becher nahm, der eigentlich in guter jüdischer Tradition am Sederabend für Elia bereitsteht. Auf diese Weise könnte Jesus, der ja Jude war, symbolisch den Anspruch erhoben haben, der Erlöser zu sein. Eine interessante Vorstellung! ;) “Wir Juden sind nämlich keine Kannibalen” meint Claude forsch. Der für mich lustigste Satz gleich nach diesem hier zu Anfang unserer Führung: “Vielen Juden in Babylonien ging es gut und sie fragten sich, wieso sie zurück ins heilige Land sollten. Das kennt man heute so ja auch von den Luxemburger Juden.” :D

Von einer kleinen Terrasse aus können wir die Klagemauer sehen. Als Jordanien den Ostteil der Stadt besetzt hielt, kamen Juden hierher um an der Klagemauer zu beten. Näher konnten und durften sie nicht. Selbst der israelische Staatspräsident kam einmal im Jahr demonstrativ zum Beten vorbei. “Wenn ich also davon spreche, dass wir Jerusalem 1967 “befreit” haben, dann weiss ich ganz genau, wovon ich spreche”, so Claude.

Wir fahren nun mit einem Taxi zum Ölberg, wo jeder Tourist eine wunderbare Aussicht über Jerusalem geniessen kann. Claude erklärt uns wieso dieser Berg Juden und Christen heilig ist. Er schweift dabei irgendwann richtig ab und erzählt von der eines fernen Tages kommenden messianischen Epoche, die laut Ezekiel durch den Bau eines dritten Tempels auf dem Moriaberg eingeleitet werden würde (ganz wichtig: durch den von allen drei monotheistischen Weltreligionen geduldeten und erlaubten, nicht durch einen einseitig durch Gewalt forcierten Bau eines dritten Tempels!) An diesem Tag kommt das Jüngste Gericht und wir können den Messias fragen ob er zum ersten Mal wiederkommt (womit Jesus wohl ein Betrüger war, nehme ich an) oder bereits zum zweiten Mal. Aha, *G*.

Daniel geht es mittlerweile recht schlecht. Vor dem Urlaub hat er bereits gesundheitliche Probleme gehabt (Bandscheibenvorfall) und wohl auch durch die starken körperlichen Anstrengungen in Jerusalem (er ist nicht gewohnt viel zu Fuss zu gehen, geschweige denn wie gestern durch enge Tunnels zu laufen) hat er nun wieder furchtbar starke Rückenschmerzen. Ein Taxi bringt ihn zum Löwentor, wo er auf uns wartet.

Martin, Claude und ich gehen zu Fuss den Ölberg hinunter, kommen dabei noch an der Dominus-Flevit-Kirche, an Marias Grab und am Garten Gethsemane vorbei. Vom Löwentor aus begehen wir- wieder zu viert, also mit Daniel- den Kreuzweg, der im Katholizismus 14 Stationen umfasst, 9 dieser Stationen befinden sich ausserhalb der Grabeskirche und werden von den Orthodoxen nicht anerkannt. Unterwegs essen wir in einem Restaurant an der Via Dolorosa eine gute arabische Pizza und trinken die leckere Pfefferminzlimo, die ich so mag.

Nachdem wir auch die Grabeskirche besichtigt und in allen Details von Claude erklärt bekommen haben, geht es zurück zum Jaffator, wo unser tolle Reiseführer, den wir sehr geschätzt haben trotz seiner oft metaphorisch-verschnörkelten Art zu reden und seinen manchmal gewagten Ausschweifungen, uns noch eine letzte Zusammenfassung in einem Café präsentiert. Demzufolge sind die Evangelien des Neuen Testaments von Juden geschrieben worden (Juden, die sehr gut die alten Geschichten, Gebräuche und Traditionen kannten) und wer die Bibel richtig verstehen möchte, muss daher auch das Judentum studieren, was zu wenig Christen leider tun würden. Eins muss man Claude lassen: er hat es geschafft, dass auch ich die Lust verspüre, irgendwann mal wieder die Bibel zu lesen! Weil spannend sind die ganzen Geschichten ja schon.

Claude verabschiedet sich nun von uns, lädt uns aber abends zu sich nach Hause ein. Nach u.a. einem kleinen Spaziergang durch Mea Shearim, fahren wir mit dem Taxi zu ihm nach Hause. Leider weiss der Fahrer den Weg nicht und muss erst Claude anrufen um sich von ihm und später seinem zweiten Sohn den Weg erklären zu lassen.

Als wir endlich mit Verspätung bei Claude ankommen, lernen wir seine beiden Söhne Raphy und Gaby kennen sowie später seine sehr sympathische Frau Paty. Zu essen- wir grillen im Garten- gibt es wahrlich genug: Fladenbrot, Hummus, Salat, Kebab, Leberfleisch… Claude hat Unmengen an Fleischspiesse eingekauft, das hätte fast für doppelt soviele Leute gereicht. Dazu gibt es leckeren Rotwein. Es wird viel erzählt, zusammen gequatscht und gelacht und die Zeit vergeht wie im Fluge. So nebenbei buche ich über Claude´s PC auch noch ein neues Hostel in Jerusalem für unsere Rückkehr am Donnerstag und Paty spritzt Daniel ein entzündungshemmendes Mittel in den Rücken.

Mit einem Taxi geht es reichlich vollgefressen nach elf Uhr zurück ins Hotel. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, da der jüdische Taxifahrer das Hotel nicht kennt und erst nach mehrerem Hin- und Herfragen es endlich schafft uns dorthin zu bringen.

Dienstag, 16.10.2012

Mit einem Taxi geht es nach Tel Aviv. Wir checken im Hotel Eilat in der Hayarkon Street ein. Ich bin mit meinem Zimmer recht zufrieden, doch bei Martin stinkt es wohl nach Schimmelpilz und so entscheiden wir recht schnell, nicht länger als die zwei bereits gebuchten Tage zu bleiben.

Daniel geht es derweil trotz gestriger Spritze immer schlechter. Wir müssen ihn nun sogar stützen, während wir zum David Intercontinental aufbrechen. Dort übernachten die Luxemburger Spieler und Journalisten.

Im Intercontinental treffe ich gleich auf Trainer Luc Holtz, den ich darum bitte den Mannschaftsarzt zu holen. Jener gibt Daniel später ein paar Schmerztabletten, mit denen er zumindest den Rest des Tages durchhält. Jean Schiltz taucht bald mit den drei Tickets für uns auf, ebenso Marc Diederich, der Pressesprecher der FLF, und natürlich die Journalisten. Vor allem mit Laurent Schüssler unterhalten wir uns länger. Daniel und ich essen gute Penne all´arrabiata.

Martin und ich begeben uns nachmittags nach Jaffa, wo wir eine tolle Aussicht über den Küstenstrich haben und auch das Bloomfield Stadium sehen, wo alle Tel Aviver Profiklubs beheimatet sind. Wir denken drüber nach, das Spitzenspiel Hapoel Tel Aviv-Maccabi Haifa am Samstag abend zu besuchen, erfahren aber leider später, dass jenes auf Montag verlegt wurde.

Rechtzeitig gegen vier Uhr zur Abfahrt des Kleinbusses der Journalisten und FLF-Verantwortlichen zum Spiel sind wir wieder bei Daniel im Intercontinental und wir brechen alle zusammen nach Ramat Gan auf.
Vor dem Stadion warten wir noch eine Zeitlang auf einen Freund Daniels, der in Tel Aviv lebt, doch als jener einfach nicht auftaucht, begeben wir uns schonmal in unseren Block. Die Israelis haben eine interessante Art die Mannschaften vorzustellen. Zwischen den Mannschaften abwechselnd wird der Name eines Spielers genannt und ein kleiner Junge läuft, diesen Spieler darstellend, aufs Spielfeld und nimmt die entsprechende Position ein. Sehr nett!

Zum Spiel will ich nicht allzuviele Worte verlieren. Unsere roten Löwen stehen viel zu tief und liegen wieder recht schnell 0-1 hinten. Am Ende heisst es 0-3. Wenigstens kein 0-7 oder 0-6-Debakel diesmal. Am Ende haben die Luxemburger sogar noch ein paar Torchancen, was aber wohl eher daran liegt, dass Israel uns nunmehr ein wenig spielen lässt, da das Spiel ja eh entschieden ist. Trotzdem: ein Ehrentreffer wäre möglich gewesen. Laterzas Schuß wird sogar von einem Abwehrspieler auf der Linie geklärt. Zu dritt haben wir immerhin die Flagge mit dem roten Löwen hochgehalten. Zum Dank kriegen wir nach Abpfiff das Originaltrikot von Daniel da Mota.

Als ich mir später am Imbißstand noch eine Cola hole, spricht mich ein Israeli an, der begeistert darüber ist, dass tatsächlich Luxemburger Fans nach Tel Aviv gekommen sind. Ich schenke ihm eine Münze mit unserem Großherzog drauf, er mir einen kleinen Anhänger in Buchform mit hebräischer Aufschrift. Nunmehr ist auch Daniels Freund aufgetaucht, der in einem anderen Block das Spiel verfolgte. Wir machen aus, uns im Intercontinental zu treffen.

Der Kleinbus wartet in einem abgesperrten Bereich des Stadions, die Sicherheitsleute wollen uns erst nicht reinlassen, doch nach einem Telefonat kommt Schiltz uns zu Hilfe und bittet darum uns hineinzulassen.

Mit dem Kleinbus geht es zurück zum Hotel. Dort tauchen später auch Daniels Freund und ein weiterer in Tel Aviv studierender Luxemburger Jude auf. Dan Elvinger vom Tageblatt erzählt mir wie gut es ihm hier gefällt und wie gerne er durch Israel reisen würde. Ich kann mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass, so sehr mich das auch freut, es mir sehr lieb wäre, wenn endlich einmal Danièle Fonck und Michelle Cloos eine solche Reise tun würden statt das Land im Auslandsressort immer nur schlecht zu reden.

Bis nach zwölf sitzen wir noch in der Hotellobby, trinken ein paar Bierchen und quatschen zusammen. Ich gebe Laurent Schüssler das versprochene Bier aus, er schmeißt später gar eine Runde. Tags darauf haben wir es ins Luxemburger Wort, ins Tageblatt und in den Essentiel geschafft :D Verbandspräsident Pol Philipp und Mannschaftsarzt Reuter erkundigen sich noch nach Daniels gesundheitlichem Zustand und geben wertvolle Tipps. Aurélien Joachim und Mario Mutsch tauchen später auch noch auf. Die beiden fliegen bereits in der Nacht zusammen mit Lars Gerson nach Amsterdam. Die drei einzigen Profis im Luxemburger Kader wollen schnellstmöglichst wieder bei ihren jeweiligen Klubmannschaften sein. Irgendwann brechen Martin, Daniel und ich zurück in unser eigenes Hotel auf.

Mittwoch, 17.10.2012

Wir fahren per Taxi nach Herzlya ins Medical Center. Die verweisen uns in die Notaufnahme des Meir Hospitals. Da wir nicht allzuspät dran sind, es ist so halb zehn (später gegen elf Uhr ist der Wartesaal bereits viel, viel voller), kommt Daniel noch recht zügig zu einem Arzt. Vorher muss er aber erstmal eine Pauschale von 1000 Schekel berappen. Der Arzt lässt seinen Rücken erstmal röntgen, später macht er ihm eine Spritze und verschreibt ihm Medikamente, die Martin und ich in einer Apotheke nachmittags einkaufen.

Nach Wiederankunft in Tel Aviv, einem leckeren Mittagessen in einem Restaurant am Strand, dem Besorgen der Medikamente und einem Spaziergang über den Markt bleibt uns bis Sonnenuntergang immerhin noch eine Stunde am Strand, die wir sehr geniessen.

Martin und ich begeben uns abends zu Fuß zum Azraeli Center, Daniel bleibt im Hotel. Das Azraeli Center ist eine sehr große Shopping Mall voll mit allerhand Geschäften. Zu meiner Überraschung gibt es in keinem Sportgeschäft ein israelisches Nationaltrikot zu kaufen. Dafür jedoch jede Menge Trikots von Real, Chelsea usw. Die israelische Fussballnationalmannschaft hat einen sehr geringen Stellenwert anscheinend für die meisten Einwohner.

Zu dritt essen wir abends in einem armenischen Restaurant. Zudem buchen wir drei Einzelzimmer für die Nacht von Samstag auf Sonntag in einem neuen Hotel, dem Golden Beach Hotel. Wegen Magenproblemen (vermutlich eine Nebenwirkung der Medikamente!) muss Daniel frühzeitig ins Hotel zurück. Martin und ich lassen den Abend im British Pub in der Allenby Street ausklingen, wo sehr guter Rock und Hard Rock läuft.

Donnerstag, 18.10.2012

Mit einem Taxi geht es nach Jerusalem, wo wir im Palm Hostel am Damaskustor einchecken. Ich organisiere uns beim Manager des Hostels- einem sehr coolen Araber, für mich nunmehr “der Chief”- gleich eine Tour nach Hebron und Betlehem und eine weitere Tour tags darauf zum Toten Meer.

Dank der Spritze und den Medikamenten geht es Daniel wieder viel besser. Trotzdem entscheidet er sich an diesem Tag im Hotel zu bleiben und auszuruhen.

Mit einem Fahrer und einem zusätzlichen Reisebegleiter geht es erstmal nach Betlehem. Dort besichtigen wir die Geburtskirche. Dank eines Reiseführers, dem wir ein entsprechendes Trinkgeld geben, werden wir durch den Ausgang zur angeblichen Geburtsstelle Jesus gelassen und vermeiden somit die lange Warteschlange. Der Führer erzählt uns ein wenig über die Geschichte der Kirche. Anschliessend gibt es einen kostenlosen Tee für uns in einem Souvenirgeschäft, wo wir jedoch nichts einkaufen.

Wir besichtigen die Milchgrotte, wo Maria ihren Sonn gestillt haben soll und ein Tropfen ihrer Milch die Felsen weiß gefärbt haben soll. Nun ja, wer an Wunder glaubt ;-)

Es geht im Anschluß weiter nach Hebron. Unterwegs fallen Martin und mir immer wieder Wahlplakate auf, am folgenden Wochenende gibt es wohl Wahlen in der Westbank. In Hebron besichtigen wir die Machpela, das Grab der Patriarchen. Hier sollen Abraham, Isaak, Jakob und ihre jeweiligen Erstfrauen begraben sein.

Wir kommen an einen Kontrollpunkt der Armee. Die Soldaten wollen unsere Pässe sehen. Der rechte Soldat mustert Martins Pass und meint dann: “You are swiss. Do you have a pocketknife?” Ich muss auf die Zähne beissen um nicht laut zu lachen. Natürlich, dafür sind die Schweizer weltweit bekannt: für ihre gefährlichen Taschenmesser! :D

Im südlichen Bereich der Machpela, einer ehemals gotischen Kreuzfahrerkirche, befindet sich heute eine Moschee (von einem islamischen Waqf verwaltet), wo sich die Kenotaphe von Isaak, Rebecca und Sarah befinden, im nördlichen Bereich wurde eine Synagoge eingerichtet, wo die Kenotaphe von Jacob und Leah sich befinden. Beide Bereiche sind strikt voneinander getrennt. In einer Art Turm befindet sich auf neutralem Gebiet ein gigantischer Kenotaph, von einem grün-weißen Tuch bedeckt. Abrahams Grab! Von beiden Seiten aus kann dieser Kenotaph betrachtet werden.

Wir betreten die Moschee, wo wir unsere Schuhe am Eingang ausziehen. Die Synagoge dürfen wir leider nicht sehen, da wir mit Arabern unterwegs sind und der Eintritt zur Synagoge sich auf der anderen Seite befindet, wo wir keinen Zugang zu haben. Zwischen dem jüdischen und dem muslimischen Teil der Machpela befindet sich schußsicheres Glas. Dieses wurde errichtet, nachdem der jüdische Fanatiker Baruch Goldstein 1994 29 betende Muslime eiskalt abknallte.

Nach der Besichtigung der Machpela laufen wir über den Markt in der Altstadt von Hebron, mittlerweile von so einigen aufdringlichen Kindern begleitet, die uns allerhand Zeug verkaufen wollen und uns um Geld anbetteln. An einer Stelle fällt mir auf, dass sich Draht über unseren Köpfen befindet, in dem u.a. gebrauchte Teebeutel hängen. Darüber sind Häuser zu sehen, die demonstrativ mit israelischer Fahne beflaggt sind. Ein Händler erklärt uns, dass die in diesen Häusern lebenden jüdischen Siedler gerne Müll auf die Strasse hinunterwerfen. Einige Geschäfte würden daher erst gar nicht mehr aufmachen. Ich frage wieso man statt des aufgespannten Netzdrahtes nicht einfach ein echtes Dach aus Wellblech dort hintun würde. Angeblich erlaubt die israelische Regierung dies jedoch nicht. Wieso nicht, ist mir schleierhaft, kann mir aber heute auch niemand erklären. “Die Regierung muss keinen Grund angeben” meint unser Reisebegleiter. Wie auch immer, das Verhalten der Siedler ist dumm, kindisch und primitiv. Aber jeder der schonmal Streit unter Nachbarn am Gartenzaun erlebt hat, weiß dass solche Streitereien leider immer recht schnell auf primitivem Niveau ausgetragen werden. Ein Händler drängt mir für 10 Schekel auch noch eine DVD auf mit allerhand von ihm selber angefertigten Videoaufnahmen von Zusammenstössen mit der israelischen Armee. Ich entscheide mich dafür die DVD aus Neugierde zu kaufen. Zudem soll niemand behaupten, ich würde mich nur einseitig auf pro-israelischen Webseiten informieren. Ein Junge erzählt, seinem Vater wäre von der israelischen Regierung viel Geld für sein Land angeboten worden, er würde aber nie an Juden verkaufen, da er sonst als Verräter von seinen Landsleuten wohl umgebracht werden würde! :-(

Die Zustände in Hebron sind in der Tat unwürdig! Allerdings für beide Seiten, wie Kevin Zdiara auf der Achse des Guten hier und hier erklärt.

Wir laufen noch ein Stückchen durch die Altstadt, entscheiden uns dann aber irgendwann dafür lieber zum Wagen zurückzukehren, da die Kinder und andere Herbeigelaufene immer aufdringlicher werden. Einer will sogar an Martins Rucksack. Die Kinder begleiten uns bis zum Wagen und wollen uns nicht abfahren lassen. Ich sammele einige Schekel zusammen um ihnen diese zu geben, damit sie uns rauslassen, doch bevor ich das Geld dem Fahrer geben kann, hat dieser das Problem bereits auf agressivere Art gelöst. Mittels Gas geben hat er den Kindern Angst eingejagt und den Weg freigemacht. Einer öffnet aber noch die Hintertür des Kleinbusses, die wir ein paar Meter weiter wieder schliessen.

Zu Abend essen wir in einem guten Restaurant in einer Jerusalemer Geschäftspassage. Ich genehmige mir leckere Fettuccini in Weißwein-Pilz-Rahmsauce.

Freitag, 19.10.2012.

Bereits um halb fünf weckt mich ein Arbeitskollege des Chiefs. Punkt fünf brechen wir mit einem Kleinbus zum Toten Meer auf. Ein jüngerer Bruder des Chiefs ist unser Fahrer. Nach sechs lässt er uns in Ein Boqeq hinaus. Wir dürfen bis elf Uhr, also ganze fünf Stunden bleiben. Wir schlendern erstmal ein wenig über den Strand und setzen uns dann auf die Terrasse eines Ladens. Daniel und ich frühstücken erstmal. Später leihen wir uns Strandliegen aus, ziehen uns um, cremen uns ein und geniessen es abwechselnd auf der Liege oder im Wasser in der Sonne zu liegen. Es wird immer wärmer, recht schnell haben wir 42 Grad Celsius(!). Wüstentemperatur halt.

Gegen elf Uhr duschen wir, ziehen uns wieder um, holen uns etwas zu Trinken und warten auf die Rückkehr des Busses. Der Fahrer ist recht pünktlich und wir brechen nach Ein Gedi zum Naturreservat auf. Leider haben wir hier nur eine Stunde Aufenthalt. Für diese schöne Gegend eigentlich viel zu wenig! Dennoch schaffen Martin und ich es über Steine am Wasser vorbei bis zum großen Wasserfall hoch und wieder runter zu wandern. Es wäre aber schöner, wir hätten die Zeit hier ein wenig die Füsse im Wasser baumeln zu lassen… Tiere sehen wir leider zu unserer Enttäuschung kaum welche. Nur aus weiter Entfernung erblicke ich mal einen flinken Klippschliefer.

Nachdem wir noch etwas zu Trinken gekauft haben, fahren wir zurück nach Jerusalem. Während Daniel im Hotel bleibt, wollen Martin und ich noch ins Davidsmuseum am Jaffator. Zu unserer Enttäuschung hat dieses jedoch freitags geschlossen. Wir begeben uns stattdessen nochmal zur Klagemauer und schlendern über den Bazar zurück zum Hostel.

Zu Abend essen wir im “Friends”, wo es uns erneut gut gefällt. Martin bekräftigt nochmal wie gut ihm der Urlaub gefiele, er gar noch nie einen solch vielfältigen wie intensiven Urlaub erlebt habe. Während Daniel nach dem Essen ins Hostel zurückkehrt, begeben Martin und ich uns auf die Terrasse einer sympathischen Eckkneipe wo zu unserer Überraschung Bundesligafussball live übertragen wird (Hoffenheim-Fürth, Endstand: 3-3). Hier gibt es u.a. Stella Artois (ein helles Bier aus Belgien). Nach zwei Bier bin ich sehr müde und schlafe fast ein. Schade eigentlich, denn die Location ist sehr nett. Wir begeben uns zurück zum Hostel wo ich gleich ins Bett falle.

Samstag, 20.10.2012

Wir schlafen diesmal länger und frühstücken in Ruhe gegen neun Uhr. Um halb elf bringt uns ein bereits am Vortag über den Chief bestelltes und bezahltes Taxi nach Tel Aviv. Wir checken im Golden Beach Hotel ein. Das bisher komfortabelste, aber auch teuerste Hotel unserer Reise!

An diesem Tag nehmen wir uns das Recht heraus, mal vier Stunden (von ein Uhr mittags bis fünf Uhr nachmittags) nur am Strand zu verbringen. Abwechselnd gehen wir ins Meer baden/rumplantschen/schwimmen oder liegen dösend in der prallen Sonne. Als dieselbe untergeht, gehen wir duschen und ziehen uns wieder an. Ich schiesse noch ein paar Fotos.

Im Anschluß gehen wir nach Jaffa runter, heben noch Geld an einem Automaten ab und essen ein gutes Hühnerschnitzel im Honey Beach. Dort trinke ich auch ein letztes Goldstar. Den weiteren Abend verbringen wir zuerst im British Pub in der Allenby Street (wo ich mir zwei Guinness genehmige) und danach in einer Stripbar in der gleichen Straße. Dort wandern wir auf den Spuren eines berühmten Navy Chiefs. “We all follow a famous navy chief” wäre nun wohl im Spass gesungen worden, wären mehr Luxemburger Fussballfans mit dem gleichen derben Humor wie ich nach Israel mitgekommen ;-)

Martin verabschiedet sich irgendwann von Daniel und mir und begibt sich in sein Bett, wir bleiben noch etwas länger und suchen dann auch unseren verdienten Schlaf auf.

Sonntag, 21.10.2012

Martin bricht bereits früh am Morgen mit dem Taxi zum Flughafen auf um seinen Direktflug nach Basel zu erwischen. Daniel und ich schlafen länger und frühstücken um neun Uhr zusammen. Später packen auch wir unsere Sachen zusammen und fahren mit einem Taxi zum Ben Gurion Airport. Nachdem wir die Sicherheitskontrollen passiert (wieder mal muss mein Gepäck zur näheren Durchsuchung!) und das Gepäck nach Luxemburg aufgegeben, zudem noch eine letzte Handgepäckkontrolle durchlaufen haben, fliegen wir um halb drei nachmittags endlich nach München. Unterwegs gibt es ein Mittagessen.

In München haben wir nur sehr kurzen Aufenthalt (ca. eine Stunde), wir fliegen alsbald weiter nach Luxemburg-Stadt, wo Daniels Bruder Michel und ein Bekannter von ihm uns am Flughafen abholen. Letzterer wohnt in Esch und bringt mich per Auto zum Belval nach Hause. So endet eine unvergessliche Auswärtsfahrt, die wieder mal viel zu früh vorbei ist.

Fotos der Reise gibt es hier zu sehen.

Oktober 23, 2012 - Posted by | Israel | , ,

9 Kommentare »

  1. ….da sie nach dem babylonischen Exil vergessen hatten, wo David genau begraben lag, sei demzufolge fälschlicherweise als solches bezeichnet worden….
    Wir haben Dokumenten, die uns beweisen, dass die Juden das Grab David vor der Zerstoerung Hadrian’s (135 unserer Zeitrechnung) besichtigten und Dios Cassius, ein bekannter Historiker zur Zeit Hadrians uns erklaert, dass Hadrian das Grab Davids und Salomons zerstoeren liess… Die Juden ehren also ein Grab heute das nicht das Grab David sein kann weil Hadrian es zerstoerte… Und der Abendmalsaal am ersten Stock ueber das Grab David, nicht der historische Saal ist sondern wie das Grab David, den “traditionellen” Ort ist…!

    Kommentar von Claude Sternberg | Oktober 26, 2012

  2. Kommentar von CK | Oktober 26, 2012

  3. J’ai écrit tout un commentaire sur ton brillant article d’Israël (deuxième voyage) mais pour une raison non compréhensible cela ne s’est pas diffusé… Maintenant je n’ai plus envie de réécrire quoi que ce soit… A part que j’ai bien aimé ton article qui reflète l’importance de l’histoire d’Israël dans la communauté du monde dans le passé, d’aujourd’hui et pour demain par le simple fait d’avoir participer au match de foot Israël – Luxembourg (3-0) ;-)

    Kommentar von Claude Sternberg | Oktober 28, 2012

  4. […] Méi  iwwert d´Rees an Israel gett et (an daitscher Sprooch) hei. […]

    Pingback von Mat de roude Léiwen am hellege Land | Oktober 30, 2012

  5. hat etwas gedauert, dass ich die zeit gefunden habe deine reisebeschreibung zu lesen. hast du eine besonders hervorstechenden unterschied zu 2009 empfunden? was kontrollen, preise, dein eigener umgang mit den leuten bemerkt?
    die aktion im stadion, geht auch nie ohne. sieht man euch da irgendwo auf dem video?
    achja: die wurst im plastikbecher hättest du fotografieren sollen!
    des weiteren hoffe ich dass es meinem namensvetter wieder besser geht-reise und schmerzen ist nicht lustig, grüße in die schweiz

    Kommentar von riegeros | November 2, 2012

  6. @Martin Riegeros: Nee, also einen hervorstechenden Unterschied zu 2009 bemerkte ich nicht. Es war im Gegensatz fast so als sei ich gar nicht lange weg gewesen. ;)

    Von der Wurst im Plastikbecher gibt es ein Foto aber das befindet sich nicht in meinem Besitz. Auf dem Video sieht man mich mal kurz rechts unten aber ich war eben nicht vorne mit dabei, als Ronny und sein Sohn Max das Problem gelöst haben.

    Der Arme mit den Rückenproblemen war Daniel, nicht Martin. ;)

    Liebe Grüsse zurück nach – Leipzig, glaub ich oder wo lebt Du nun?

    Kommentar von CK | November 3, 2012

  7. ‘Heiliges’ Land? Ich dachte du bist Atheist?

    Kommentar von Grommel | November 4, 2012

  8. Ist doch idiomatisch.

    Kommentar von JayJay | November 4, 2012

  9. JayJay hat recht. Ich benutze diesen Begriff als “Idiom” wobei in der Tat für viele- im Gegensatz zu mir gläubige- Menschen Israel/Palästina ein wahrhaft “heiliges” Land ist (bzw. ein Land mit vielen Heiligtümern). Dementsprechend “verrückt” führen sich da auch einige auf, allen voran die Touristen :D

    Kommentar von CK | November 4, 2012


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