L for Liberty

…because liberty is not negotiable.

A Ruah is! Schee…

Hat zwar mit Politik oder Philosophie jetzt rein gar nichts zu tun, aber es muss einfach mal von mir festgestellt werden, nachdem heute- objektiv betrachtet zwar unverdient, aber was kümmert mich Objektivität beim Fussball?- ein schwarzer Gott von der Elfenbeinküste diesem grausigen und blöden “Finale dahoam”/”München ist rot-weiß”-Gelaber endlich ein verdientes Ende bereitet hat.

1860 München

Sehr schön, dass es auf der Leopold nun ruhig bleibt, ebenso wie die Tage auf dem Marienplatz. Nein, ich gönne den Nachbarn aus der Säbener Straße nicht das Schwarze unter den Fingernägeln und erst recht nichts den ganzen Roten hier in Luxemburg. MONACO SIAMO NOI! Prost!

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Mai 20, 2012 - Posted by | Sport | ,

12 Kommentare »

  1. Ui, es geht doch nichts über eine echte Erbfeindschaft…. Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehe, wie man so sehr Anderen Schlechtes gönnen kann. Werde ich wohl auch nicht mehr lernen.

    Kommentar von Rayson | Mai 20, 2012

  2. @Rayson: Die Feindschaft zwischen beiden Münchner Vereinen ist enorm groß. Kann man als Aussenstehender schwerlich verstehen. Der Witz ist: es gibt sogar zig private Freundschaften zwischen Roten und Blauen, aber man gönnt denen trotzdem nichts. Schwer zu erklären. Wenn ein roter Freund von mir im Schach gewinnt oder sein Diplom schafft, Vater wird oder sonst irgendetwas Gutes ihm widerfährt, man freut sich mit ihm, aber eben NICHT wenn sein Verein gewinnt.

    Was Vergleichbares gibt es so in Berlin aber auch wohl nicht. Auch wenn Hertha und Union ja nun auch geile Derbys gegeneinander spielen. Ich mag die Eisern ja irgendwie, allein wegen der alten Försterei.

    Kommentar von CK | Mai 20, 2012

  3. @1.

    Für mich trifft das mit dem “schwer verstehen” ganz sicher zu. Ist wohl auch so zwischen Dortmund und Schalke oder zwischen HSV und St. Pauli. Wie gesagt, mir ist diese Art tiefer Abneigung, irgendwo zwischen Hass und Verachtung, reichlich fremd. Solche negativen Gefühle wären mir schon den emotionalen Aufwand nicht wert…

    In Berlin gibt es auch eine Rivalität, aber die ist reichlich neu und geht auch nicht so tief. So wie ich die meisten Hertha-Fans erlebe, freuen die sich nicht, wenn Union verliert. Außer natürlich gegen Hertha, aber das kommt bekanntlich nicht vor ;-)

    Kommentar von Rayson | Mai 20, 2012

  4. @Rayson: Genau. Das sind auch gute Beispiele, aber das schlimmste Hassduell ist wohl Celtic-Rangers, zumal da noch Politik und Religion (im herkömmlichen Sinne, im weitesten Sinne ist ja bereits die Liebe zu nem Verein ne Art Religion) mit reinkommt. Auch schlimm ist wohl Partizan-Roter Stern, Boca Juniors gegen River Plate etc. Da kann es sogar zu Ausschreitungen kommen, was ich natürlich verurteile (in München blieb es ja trotz aller Brisanz immer recht ruhig, von kleineren Scharmützelen, besonders bei Amateurspielen, mal abgesehen.) Aufwand kosten die negativen Gefühle aber nicht, die entstehen automatisch, wenn man mittendrin ist.

    Spätestens wenn Du mal bei nem Derby warst, bist Du geeicht, krass ausgedrückt.

    Aber trotz aller Rivalität muss ich ja sagen, dass ich den unglaublichen Schmerz, die Trauer, die Wut der Roten gut nachvollziehen kann. Fast hätte ich sogar ein wenig Mitleid mit Uli gehabt, aber dann überwog doch die Freude, dass der Kelch an uns Löwen vorüberging. Wäre das Finale irgendwo anders gewesen, es wäre nicht so schlimm gewesen, aber ein Sieg der Roten in unserer Stadt (auch wenn ich selber nicht in München lebe, als Fan kann ich aber gut nachvollziehen wie es Bekannten dort ging) wäre der Super-Gau gewesen. Das musste verhindert werden, egal wie. Aber das Wie war schon heftig.

    Ich wage zu behaupten, dass wenn man gestern einen Drehbuchautor beauftragt hätte, ein Szenario gegen den FCB zu entwickeln, wie es schlimmer, fieser und gemeiner nicht hätte sein können (natürlich ohne Verletzungen reinzuschreiben, das will ja dann doch kein vernünftiger Mensch!), ich behaupte mal, wie immer das auch ausgesehen hätte, es hätte den gestrigen Spielverlauf NICHT toppen können. Ich habe heute nochmal drüber sinniert. Der Verlauf ist so unglaublich grausam, es ist kaum zu glauben, dass das wirklich so passiert ist. Es lief wirklich alles gegen Bayern und für Chelsea. Allein Robbens Elfer, unfassbar! Und dann in der Konstellation, mit dem Finale zuhause(!), ich glaub niemand kann es jetzt schon fassen. Weder die Roten, noch die Blauen (spontan feierten Chelsea- und 1860fans gemeinsam am Marienplatz gestern nacht, *lach*.) Das ist hundertmal bitterer als wenn Du wie im Pokalfinale gegen Dortmund gar keine Chance zu gewinnen jemals hattest.

    Ich glaub nicht, dass- von einem Abstieg mal abgesehen(das ist aber utopisch!) den Bayern noch irgendwas in den nächsten sagen wir 20 Jahren passieren wird, was auch nur annähernd gleich bitter sein kann. Denk mal drüber nach, Rayson! Eigentlich müssten jetzt fast alle Bayernhasser mit ihem Hass aufhören, ab gestern geht nichts mehr. Das ist der absolute Alptraum für die Roten. Daher habe ich jetzt auch beschlossen nach einem Tag Jubel es gut sein zu lassen und nicht weiter nachzutreten. Das gebietet dann doch so langsam mal die Pietät …

    Und ja, stimmt, Eisern Union schlägt euch meistens :D

    Kommentar von CK | Mai 20, 2012

  5. Ich muss nicht nochmal darüber nachdenken, denn ich habe das ähnlich empfunden. Auf meinem “Privatblog” schrieb ich:

    Das war so ein Abend. Eine Fußball-Mannschaft startet hoffnungsfroh in ihr Spiel, aber schon bald wird klar, dass die Entscheidung gegen sie gefallen ist. Nicht etwa, weil die gegnerische Mannschaft etwas getan hätte, sondern weil man selbst immer wieder scheitert. Als ob von oben jemand gerufen hätte:

    “Muhahahaha, *ihr* werdet *das* Ding heute *nicht* gewinnen! Und weil ihr meine Allmacht nicht anerkennt und trotzdem weiterspielt, werde ich euch richtig fertigmachen. Ich werden euch Chancen en masse geben, darunter auch einen Elfmeter, und ich werde euch kurz vor Schluss in Führung gehen lassen. All eure Hoffnungen, die dann entstehen, werde ich jedoch unbarmherzig zerschmettern. Selbst im finalen Elfmeterschießen werde ich euch lange im Glauben lassen, vorne zu liegen, und das Spiel wird erst mit den letzten Schützen entschieden. Zu euren Ungunsten natürlich, oder was dachtet ihr?”

    Kommentar von Rayson | Mai 20, 2012

  6. Uli Hoeness
    Didier Drogba

    Bilder sagen oft mehr als Worte.

    Kommentar von CK | Mai 21, 2012

  7. Der rote Kollege arprin hat es überraschend gut bereits wieder verarbeitet:

    http://arprin.wordpress.com/2012/05/20/zum-champions-league-finale/

    Ganz ernst gemeint:
    RESPEKT! Das könnte ich nicht.
    Mich würde so ein Spiel vermutlich noch tagelang mitnehmen…

    Kommentar von CK | Mai 21, 2012

  8. Der Kollege hat aber völlig Recht. Ein Champions-League-Finale nicht zu gewinnen, ist ein absolutes Luxus-Problem.

    Kommentar von Rayson | Mai 21, 2012

  9. Ja, klar ist das, übrigens besonders für Herthaner oder Sechziger ;), ein absolutes Luxusproblem. Einen Abstieg halte ich auch für weitaus schlimmer als ein verlorenes CL-Finale (wobei unser Abstieg 2004 nicht ganz so schlimm war, weil es uns ein Jahr Grünwalder Stadion bescherte, ein absolut geiles an das ich mich gerne zurückerinnere, auch wenn nachher doch Frankfurt aufstieg, trotzdem Kioyos Elfer, das war verdammt bitter, müsstest Du Dich egtl. noch dran erinneren, Rayson, war ja gegen euch…).

    Aber die Art und Weise WIE die Roten verloren haben, da leidest Du doch normalerweise noch tagelang, egal ob das ein Spiel gegen den Abstieg oder das CL-Finale war.

    Kommentar von CK | Mai 21, 2012

  10. @10.

    Klar erinnere ich mich :-) Immer diese Elfmeter…

    Und ebenso klar: Die Art der Niederlage muss natürlich schmerzen. Schlimmer kann man nicht verlieren, aber man kann Schlimmeres verlieren…

    Kommentar von Rayson | Mai 21, 2012

  11. @Rayson:

    Heute kann ich drüber lachen (vor allem wie er noch zu Boden sinkt), damals gar nicht ;-)
    Wobei Roman Tyce Schuld hat, der war als Kapitän zu feige, das selber in die Hand zu nehmen.

    Wobei wir ja eigentlich schon fast mit dem Abstieg uns abgefunden hatten, weil wir ja ne Woche vorher sonntags in Rostock 3-0 verloren hatten. Eine Fahrt, bei der ich den wohl schlimmsten Alkoholabschuß aller Zeiten hatte. Irgendwann morgens wachte ich auf ner Bank in nem U-Bahntunnel in Hamburg auf und ärgerte mich, dass es bereits fünf Uhr morgens war, wo ich doch eigentlich auf die Reeperbahn noch wollte ;-)

    Damals war ich ja noch auf fast jedem Auswärtsspiel und Rostock das war einfach “Abgestiegen, jetzt wird sich komplett weggeschossen aus Frust”. Und dann kam ne Woche später noch das Drama gegen Hertha.

    Und ne Woche wiederum darauf das 3-1 nach 0-1-Führung in Gladbach (Lautern rettete sich zeitgleich gegen den BVB). Das war ein sehr melancholisches, das bis heute letzte Erstligaspiel der Löwen und zugleich das letzte BL-Spiel aufm später abgerissenen Bökelberg, den ich wahrlich vermissen werde (einer meiner absoluten Lieblingsgrounds in Deutschland mit nem tollen Auswärtsblock).

    Aber schon abends in Düsseldorf feierten wir als wären wir Meister geworden. Das vergesse ich nie. Wir hatten gerade uns aus der 1.Bundesliga verabschiedet und zig Blaue sangen “Grünwalder Stadion” dass es mir eine Gänsehaut über den Rücken trieb, voller Vorfreude auf die nächste Saison. “Die Gladbacher haben gerade ihre Heimat verlassen, aber wir gehen zurück in unsere, Prost!” Jaja. Unglaublich war das. Im Nachhinein muss man Kioyo geradezu danken. Dank ihm war ich ne Saison lang bei fast jedem Heimspiel in München/Giesing ;-)

    Kommentar von CK | Mai 22, 2012


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