Tipps für wahlpflichtige Nichtwähler
Wir stehen also im Wahllokal, den Bleistift in der Hand, bereit für ein Kreuz. Doch wo soll ich kreuzen, es ist kein Kästchen da, das mich anspricht? Das Kreuz mit dem Kreuz muss nicht sein. Hier nun einige Tipps für wahlpflichtige Nichtwähler.
Parteienlandschaft als Wüste
Was tun, wenn man, so wie ich, von den Landesparteien als zu unwichtig angesehen wird, als dass man zu irgendeiner Zielgruppe gehört? Wenn die dargebotenen politischen Richtungen zu weit an der eigenen Einstellung vorbeigehen, als dass man ruhigen Gewissens seine Stimme einer ganz bestimmten Partei geben könnte? Da wir hier in Luxemburg Wahlzwang haben, fällt die Option des Nichtwählens flach.
Wider den Anarchismus
Die Tage hatte ich mit dem Anarchisten Benjamin B. von Ars Libertatis bei den Freunden der offenen Gesellschaft eine Diskussion über die Notwendigkeit eines Staates, sprich eines institutionalisierten Rechts-, Zwang- und Gewaltmonopols innerhalb eines bestimmten geographischen Raumes.
Zur deutsch-deutschen Geschichte
Wolf Biermann hatte wohl recht, als er in einem Interview des Deutschlandfunks vorschlug, Marianne Birthler solle Bundespräsidentin werden. Ihre Ansichten zur deutsch-deutschen Vergangenheit sind lesenswert.
“Die Vernichtungsängste sind echt”
Tom Segev in der taz über israelische Befindlichkeiten, Missverständnisse über Postzionismus und die Unmöglichkeit des Friedens.
„The Fountainhead“ bei den Simpsons
Welche kulturelle Bedeutung Ayn Rand bei den Amerikanern genießt, bemerkt man an den vielen Erwähnungen innerhalb der Popkultur. Auch die Simpsons, welche schon mehrmals kleine Seitenhiebe Richtung Rand austeilten, haben in der Folge „ Four Great Women and a Manicure“ eine kleine Hommage an den „Fountainhead“ gemacht:
Kavallerie – Nachschlag!
Während der eine weiter pöbelte, spielte der andere die beleidigte Leberwurst. Und die luxemburger Boulevard-Presse (oder was sich dafür hält) steigt mit ein und pöbelt auf unterstem Niveau zurück.
Doch wollen wir Polter-Peer & Co. verzeihen, immerhin sind mit seinem „Nein“ zu Steuererleichterungen so ziemlich alle anderen Länder Steuerparadiese. Und die (wenn auch vermeintlichen) Paradiese der anderen kann keiner leiden.
Spaß auf der Straß’
Demos sind toll. Man spaziert über breite Straßen, die sonst nur von Autos befahren werden, man trifft lustige Leute mit noch lustigeren Schildern. Es wird geredet, gelacht und manchmal auch Schlachtrufe gebetet. Auch in Luxemburg wird am morgigen Samstag demonstriert. Wofür weiß niemand, wogegen aber schon: gegen alles!
Liberale Standpunkte – Update
Wirtschafts-, vor allem aber Finanzkrisen werden in der Öffentlichkeit meist dem Versagen des Kapitalismus — also dem Wirtschaftssystem, das auf der uneingeschränkten Achtung der Eigentumsrechte der Markakteure ruht — zugeschrieben. Die freien Märkte funktionieren nicht, so ist angesichts von Rezession und Arbeitslosigkeit zu hören, und in der Öffentlichkeit werden Rufe laut, der Staat müsse in das Marktgeschehen eingreifen, um Schlimmeres abzuwenden und für Besserung zu sorgen.
160 Jahre ziviler Ungehorsam
Als Elizabeth Peabody im Mai 1849 den zunächst anonymen Essay „Resistance to Civil Government“ in der Erstausgabe ihrer Zeitschrift „Aesthetic Papers“ veröffentlichte, dachte wohl niemand daran, was für einen Einfluss dieser Text haben wird. Die „Aesthetic Papers“ wurden bereits nach einer Ausgabe eingestellt, der Essay aber wurde weltberühmt. Basierend auf einer Vorlesung von 1848, bekam der Text erst 1866 bei der Buchausgabe seinen endgültigen Titel „Civil Disobediance“. Der Autor war zu dem Zeitpunkt bereits vier Jahre tot, es ist also zweifelhaft, ob der Titel von Henry David Thoreau selbst stammt.



